Kreisoberliga Frankfurt – Croatia geht mit Dreier in den Lockdown

Frankfurt – In der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt fand am Donnerstagabend vor der Aussetzung des Spielbetriebes bis Jahresende noch ein Nachholspiel statt. Dabei unterlag der SC Weiss-Blau dem FC Croatia mit 2:3 (1:1) und bleibt mit nur vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Für die Gäste war der vierte Saisonsieg unmittelbar vor der anstehenden Pause extrem wichtig, da sich die Kroaten dadurch im Klassement bis auf Rang elf vorarbeiten konnten.

SC Weiss-Blau – FC Croatia 2:3 (1:0)

Die Gastgeber waren besonders von der Corona-Problematik gebeutelt, mussten sie doch zuletzt ein zweites Mal in Quarantäne. Deswegen hatte der Aufsteiger eigentlich ein Geisterspiel angekündigt, letztlich einigten sich die Clubs auf den Einlass von 20 Besuchern. Trainer Jamal Err-Jah beklagte Personalprobleme: „Fünf Stammspieler haben mir aufgrund der Lage abgesagt. Wir hatten keine Möglichkeit, da unsere Stammoffensive nicht dabei war. Ich musste fünf Spieler von der zweiten Mannschaft hoch holen.“ Dennoch lieferte sein Team ein gutes Spiel ab und ging durch Hatem Fekih in Führung (7.). Jasmin Redzic konnte noch vor der Pause egalisieren (30.). Auf dem nassen Kunstrasen legte Croatia viel Kampfgeist an den Tag und wurde belohnt. Filip Suton markierte das 2:1 für die Gäste (71.), ehe Weiss-Blaus Ilias Err-Jah per Freistoß ausglich (80.). Das letzte Wort hatten aber die Kroaten, die einen Konter durch Filip Sucic erfolgreich abschlossen (89.). „Es war sehr schwer, aber wir haben das Spiel noch gedreht“, meinte der Sportliche Leiter Stanislav Konta.

Schiedsrichter: Leon Höck (Frankfurt). Zuschauer: 20.
Tore: 1:0 Hatem Fekih (7.), 1:1 Jasmin Redzic (30.), 1:2 Filip Suton (71.), 2:2 Ilias Err-Jah (80.), 2:3 Filip Sucic (89.).

Kreisoberliga Frankfurt – Akalay soll nach Zehirs Rücktritt Ruhe bringen

Frankfurt – Beim schwach gestarteten TSKV Türkgücü Frankfurt übernimmt mit sofortiger Wirkung Hakan Akalay das Traineramt des zurückgetretenen Caner Zehir.


Mit dieser Mannschaft wollte Türkgücü ganz oben mitspielen, doch die Pläne haben sich nicht realisieren lassen.

Beim Fußball-Kreisoberligisten Türkgücü Frankfurt hat Trainer Caner Zehir nach intensiven Gesprächen mit dem Vorstand sein Amt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt. Der mit Aufstiegsambitionen gestartete Verein blieb in den ersten neun Saisonspielen stark hinter den Erwartungen zurück und belegt nach vier Niederlagen mit Tabellenplatz 14 den ersten möglichen Abstiegsrang.

Nach der 1:4-Niederlage beim FC Gudesding hatte der in seiner dritten Amtsperiode an der Sondershausenstraße tätige Trainer seinen Rücktritt angeboten, dem die Vereinsführung jetzt zustimmte. Pressesprecher Adnan Erden bedauert die Entscheidung Zehirs: „Er war mehr als ein Trainer und neben seiner Funktion als Sportdirektor auch im Sponsoring sehr aktiv. Mit seinem Rücktritt wollte er den Druck von der Mannschaft nehmen.“

Neben dem Weggang des Trainers kündigte Erden auch Veränderungen innerhalb des Teams an: „Wir haben die teuerste Mannschaft der Liga mit einem Verbandsliga-Budget. Es stehen noch Gespräche aus, aber wir werden uns von einigen Stammspielern trennen.“ Als Nachfolger Zehirs wurde mit Hakan Akalay eine interne Lösung ausgewählt. Der 57-jährige ist seit 1986 Vereinsmitglied und aktiver SOMA-Spieler.

Zuletzt hatte sich Akalay beim Verein mit den türkischen Wurzeln auch als Jugendkoordinator engagiert. „Er bringt viel Erfahrung mit und in der momentanen Situation brauchen wir vor allem Ruhe“, erläutert Erden. Nach der Corona-Pause wolle man mit dem neuen Trainer und neuen Spielern „schnell zu einer Einheit werden und sich schnellstmöglich vom Abstiegskampf verabschieden, um die Saison im gesicherten Mittelfeld ausklingen zu lassen.“

Kreisoberliga Frankfurt – Croatia geht mit Dreier in den Lockdown

Frankfurt – In der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt fand am Donnerstagabend vor der Aussetzung des Spielbetriebes bis Jahresende noch ein Nachholspiel statt. Dabei unterlag der SC Weiss-Blau dem FC Croatia mit 2:3 (1:1) und bleibt mit nur vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Für die Gäste war der vierte Saisonsieg unmittelbar vor der anstehenden Pause extrem wichtig, da sich die Kroaten dadurch im Klassement bis auf Rang elf vorarbeiten konnten.

SC Weiss-Blau – FC Croatia 2:3 (1:0)

Die Gastgeber waren besonders von der Corona-Problematik gebeutelt, mussten sie doch zuletzt ein zweites Mal in Quarantäne. Deswegen hatte der Aufsteiger eigentlich ein Geisterspiel angekündigt, letztlich einigten sich die Clubs auf den Einlass von 20 Besuchern. Trainer Jamal Err-Jah beklagte Personalprobleme: „Fünf Stammspieler haben mir aufgrund der Lage abgesagt. Wir hatten keine Möglichkeit, da unsere Stammoffensive nicht dabei war. Ich musste fünf Spieler von der zweiten Mannschaft hoch holen.“ Dennoch lieferte sein Team ein gutes Spiel ab und ging durch Hatem Fekih in Führung (7.). Jasmin Redzic konnte noch vor der Pause egalisieren (30.). Auf dem nassen Kunstrasen legte Croatia viel Kampfgeist an den Tag und wurde belohnt. Filip Suton markierte das 2:1 für die Gäste (71.), ehe Weiss-Blaus Ilias Err-Jah per Freistoß ausglich (80.). Das letzte Wort hatten aber die Kroaten, die einen Konter durch Filip Sucic erfolgreich abschlossen (89.). „Es war sehr schwer, aber wir haben das Spiel noch gedreht“, meinte der Sportliche Leiter Stanislav Konta.

Schiedsrichter: Leon Höck (Frankfurt). Zuschauer: 20.
Tore: 1:0 Hatem Fekih (7.), 1:1 Jasmin Redzic (30.), 1:2 Filip Suton (71.), 2:2 Ilias Err-Jah (80.), 2:3 Filip Sucic (89.).

Kreisoberliga Frankfurt – Spvgg. Griesheim in Topform

Frankfurt – Am 12. Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt konnten nur sieben Partien über die Bühne gebracht werden. Die Begegnungen FC Maroc – SC Weiss-Blau und FC Kalbach – FC Kosova wurden aufgrund der anhaltenden „Corona-Problematik“ in den November verschoben. Unterdessen ist nicht gesichert, ob der Spielbetrieb am nächsten Wochenende überhaupt fortgesetzt wird. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) möchte eine einheitliche Regelung erwirken und bittet die Landesregierung um klare Vorgaben für alle Kreise und Kommunen. Derzeit gelten von Kreis zu Kreis unterschiedliche Vorgaben. So sind im benachbarten Main-Taunus-Kreis keine Zuschauer zugelassen, in Frankfurt seit einigen Tagen nur noch 100 und in den Kreisen Offenbach und Hochtaunus ruht bereits der Spielbetrieb auf Kreisebene.


Mitten im Wohngebiet der Heinrich-Seliger-Straße liegt der Kunstrasenplatz von Union Niederrad. Hier endete das Spiel zwischen den Gastgebern und dem SV 07 Heddernheim torlos.

SV Viktoria Preußen – Spvgg. 02 Griesheim 0:4 (0:1)

Die Zuschauerkulisse des Spitzenspiels wäre unter normalen Bedingungen durchaus höher gewesen, jedoch durften sich der neuen Verordnung zufolge nur 100 Besucher auf der Anlage aufhalten. Wer zu spät kam, konnte die Begegnung immerhin als Zaungast verfolgen. Dem Tabellenfünften hätten in den beiden Heimspielen vom Donnerstag und Sonntag vier Punkte gereicht, um die Tabellenspitze zu übernehmen, letztlich verloren die Preußen beide Partien und nun grüßen wieder die „Schleifer“ im Klassement von ganz oben. Die Gäste von der Eichenstraße stellten sich in Topform vor und untermauerten ihre Ambitionen auf die Meisterschaft. Heimcoach Artur Rissling stufte Griesheim als „gute Mannschaft“ ein, bedauerte aber bedingt durch die ganzen englischen Wochen einige Ausfälle und wollte eine Botschaft loswerden: „Es ist schön, dass wir Fußball spielen. Nur sind wir Amateure und im September und Oktober hatten wir zehn, zwölf oder 14 Spiele. Ich habe mittlerweile drei Leute mit Zerrungen und Muskelfaserrissen. Nichts gegen den Verband, der die Saison durchziehen will. Aber: Ich weiß nicht, ob es das beste ist und das geht vielen Vereinen so.“

Die Gäste traten mit dem kompletten Kader an und zeigten eine sehr gute Gesamtleistung. Vor allem das schnelle Spiel nach vorne beeindruckte die Gastgeber, die zunächst trotz der Ausfälle dagegen hielten. Die Spielvereinigung führte nach 28 Minuten durch einen Treffer des agilen Fiorenzo Santoro und war in der Folge die spielbestimmende Mannschaft. Nach der Halbzeit hatten die Hausherren zwei gute Chancen in Gestalt von Oscar Copik, wo die Preußen das 1:1 hätten machen können, vielleicht auch müssen. „Da war das Spiel komplett offen“, so Rissling. Durch einen Ballverlust wurde den Griesheimern dann ein Konter ermöglicht, den Bilal Zerouali mit einem Traumtor zum 0:2 abschloss.

Danach war das Spiel entschieden, die Preußen gaben sich zwar alle Mühe, hatten aber nichts gleichwertiges mehr entgegenzusetzen. In der Schlussphase verwandelte Mirko Budimir noch einen Foulelfmeter und Santoro schloss eine weitere Kontersituation erfolgreich ab. „4:0 ist zu hoch, auch wenn der Sieg für Griesheim wirklich zu hoch ist. Wenn wir das 1:1 machen, kann das Spiel anders ausgehen. Es war aber trotzdem eine gute Mannschaftsleistung, denn wir haben gekämpft und gefighted“, sah es Rissling nicht schlecht. „Auch mit der kompletten Mannschaft hätten wir es schwer gehabt“, fuhr er fort und prangerte den vollen Terminkalender an: „Jeden zweiten, dritten Tag kicken. Hauptsache, um die Runde durchzubringen. Ich bin etwas in Sorge deswegen. Dann hast Du nur noch Verletzte. Ich weiß nicht, ob die Vereine dazu befragt werden oder das einfach so festgelegt wird. Zwei Mannschaften mehr, vier Spiele mehr. Ich müsste den Jungs jetzt eigentlich eine Woche frei geben, weil wir nur am kicken sind. So werden wir wahrscheinlich unser Pokalspiel der 2. Runde gegen Rot-Weiss Frankfurt absagen müssen. Mit dem ganzen Programm interessiert mich das nicht mehr, denn es geht um die Gesundheit der Spieler.“

Sein Kollege Michele Raimondi sagte: „Das war eine gute Leistung der gesamten Mannschaft. Wir hatten 70 bis 80 Prozent Ballbesitz. Die Preußen wollten in der 2. Halbzeit mehr Druck machen und haben uns früh attackiert und weniger Räume gelassen. Zum Ende haben wir unser Spiel durchgezogen.“ Der Coach wollte die Rote Karte gegen ihn noch kommentieren: „Der Schiedsrichter hat viele Abseitsentscheidungen falsch getroffen und das habe ich kritisiert. Als ich ihm sagte, Abseits sei nicht seine Stärke, zückte er die Rote Karte.“

Schiedsrichter: Mohamed El Hassani (Gelnhausen). Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Fiorenzo Santoro (28.), 0:2 Bilal Zerouali (76.), 0:3 Mirko Budimir (86./Foulelfmeter), 0:4 Fiorenzo Santoro (90./+2).
Gelb-Rote Karte: Siyam Noori (Preußen/90.+4).
Rote Karte: Michele Raimondi (Trainer Griesheim/80.).

FC Croatia – TSG Nieder-Erlenbach 3:1 (1:0)

Croatia spielte gegen den Tabellenletzten gelöst und unbekümmert auf. Man erkannte die balltechnischen Fortschritte der jungen Spieler unter der Trainingsleitung von Milan Pavlicic und Josip Zeravica. Angetrieben von Kapitän Dino Bozinovic-Mador und Routinier Daniel Soldo, dem kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde per Kopfball die Führung gelang, konnten sich die Youngster frei entfalten und den zweiten Heimsieg binnen weniger Tage einfahren. Der Sportliche Leiter Stanislav Konta war sich mit dem Trainerteam einig: „Heute hat alles geklappt und der Sieg ist verdient. Ohne den Torwart von Nieder-Erlenbach wäre unser Sieg höher ausgefallen, wir trafen im Spiel noch dreimal den Pfosten.“ Die Gäste hatten nach dem 0:12-Debakel gegen Hausen einiges verändert und spielten in der ersten Halbzeit ganz ordentlich mit. Die Riesenchance zum 1:1 konnte Henry Naftaliev nicht nutzen und schoss aus fünf Metern freistehend über das Tor. Nach dem Seitenwechsel verlor das Schlusslicht den Faden und Croatia erhöhte durch Ante Strljic auf 2:0. Nieder-Erlenbach kam mit einem schönen Tor von Naftaliev aus 25 Metern zum 2:1 nochmal zurück, aber Valentin Babic ließ dann dem gut aufgelegten Rico Maderthoner im Nieder-Erlenbacher Kasten keine Chance und besorgte den 3:1-Endstand. „Vorne fehlt die Durchschlagskraft, wir müssen aber weiter machen. Für den Winter haben wir schon ein paar Neuzugänge. Wir müssen aber trotzdem gucken, dass wir irgendwie mal punkten“, befand TSG-Trainer Andreas Ludwig.

Schiedsrichter: Steffen Ruh (Gelnhausen). Zuschauer: 85.
Tore: 1:0 Daniel Soldo (29.), 2:0 Ante Strljic (50.), 2:1 Henry Naftaliev (75.), 3:1 Valentin Babic (80.).

FV Saz-Rock – FC Tempo 2:2 (1:1)

Obwohl Saz-Rock nur zwei Ersatzspieler aufbieten konnte, trotzte das Team des neuen Trainers Süleyman Keskin dem Aufstiegsanwärter ein Remis ab. „Eigentlich müssen wir uns über den Punkt freuen, aber wir hätten sogar gewinnen können“, berichtete der ehemalige Regionalliga-Spieler, unter dessen Regie der FV ungeschlagen bleibt. Die Kulisse an der Mühlwiese, die das neue Limit schnell erreicht hatte, sah ein engagiertes und laufstarkes Saz-Rock-Team, das mit einem Distanzschuss aus 20 Metern in Führung ging. Tempo erwischte einen schlechten Tag und egalisierte mit Milos Matic zum Pausenstand. Der aus der 2. Mannschaft beförderte Routinier Mustafa Sayan bereitete dann das 2:1 der Gastgeber von Torjäger David Rosato vor. „Er brachte die richtige Einstellung mit und ragte mit Sebastian Rosato aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung heraus“, lobte Keskin. Zum Dreier langte es aber nicht, weil einige Konter nicht abgeschlossen wurden und Torhüter Ali Dogdu patzte. Einen harmlosen Schuss von Milos Matic ließ der Keeper durch die Hände gleiten und es stand 2:2. „Fehler können auch in der Bundesliga oder in der Champions League passieren“, nahm Keskin den Tormann in Schutz. Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic bewertete die Partie als schwierig: „Saz-Rock hat einen Sonntagstreffer erzielt und dem sind wir die ganze Zeit hinterhergerannt. Wir hatten dann viele Torchancen und alles im Griff und dann stand es mit einem Konter 2:1 aus dem Nichts. Am Ende haben wir irgendwie noch das 2:2 gemacht. Man kann nicht immer gewinnen und so muss man auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein. Wenn Du gegen solche Mannschaften nicht alles gibst, lässt Du Punkte liegen. Saz-Rock hat es für seine Möglichkeiten gut gemacht.“

Schiedsrichter: Paul Wenzek (Darmstadt). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Ugur Kara (16.), 1:1 Milos Matic (28.), 2:1 David Rosato (66.), 2:2 Milos Matic (75.).

FC Gudesding – TSKV Türkgücü 4:1 (2:1)

Gudesding hat sich als erster Verein der Kreisoberliga dazu entschieden, in den kommenden Heimspielen keine Zuschauer einzulassen. Youssef Bouniete aus der Sportlichen Leitung erklärt: „Durch die extrem gestiegenen Infektionszahlen in unserer Stadt sehen wir uns dazu gezwungen, das Risiko auf unserem Sportplatz auf ein Minimum zu reduzieren. Darüber hinaus ist bei drei Senioren-Teams und einem Seniorinnen-Team der Aufwand für die Erfassung des Publikums mit unseren ehrenamtlichen Strukturen nur in einem unverhältnismäßigen hohen Aufwand zu betreiben. Zudem ist auch während des Spiels regelmäßig auf die aktuell geltenden Hygienemaßnahmen hinzuweisen. Das können unsere Mitglieder auf Dauer nicht leisten und wir wollen diese Verantwortung in den nächsten Wochen nicht tragen.“

Etwa 50 Zaungäste, überwiegend dem Spektrum der Gäste zuzurechnen, hatten sich trotzdem in den Ostpark bewegt, um die Begegnung von außerhalb der Sportstätte zu verfolgen. Bei den Gastgebern stand nach vier Niederlagen in Folge mit 25 Gegentreffern die Abwehr diesmal stabil, obwohl Türkgücü in der ersten Viertelstunde viel Druck aufbaute und man ballsicher und schnörkellos über außen angriff. Ein Patzer führte dann zum 0:1 von Goalgetter Emin Yalin. Gudeding fing sich danach und leitete die ersten gefährlichen Spielzüge ein. Etwas überraschend fiel dann der Ausgleich durch Janis Rück aus 30 Metern, begünstigt durch die gnädige Mithilfe des schwachen TSKV-Schlussmannes Ramazan Gülen.

Kurz vor der Halbzeit starteten die „Guden“ noch einen schnellen Angriff über rechts: Auf Flanke von Quindeau köpfte Imeghry zum 2:1 ein. Die Gäste begannen wie in Durchgang eins mit starken Szenen, die Attacken wurden aber mit zunehmender Spielzeit immer einfallsloser und harmloser. Zwei überfallartig vorgetragene Angriffe führten zum Doppelschlag von Mutaz Husain und es stand 4:1 – einem nie erwarteten Ergebnis im Ostpark. Gudesdings Vorsitzender Rainer Weiss war begeistert: „Endlich standen wir mal wieder als Team auf dem Platz, jeder hat gefighted und seinem Gegenspieler keine Ruhe gelassen. Dass Türkgücü am Ende nur noch ausgiebig lamentiert und sich damit selbst geschwächt hat, hat uns in die Karten gespielt. Der Sieg war eine Überraschung, aber verdient.“

Kapitän Romal Naziri sah bei den Gästen kurz vor Schluss die Gelb-Rote Karte. Türkgücü musste damit schon die vierte Saisonniederlage hinnehmen, mit elf Punkten dürfte der Zug nach oben trotz zwei Nachholspielen schon längst abgefahren sein. Der Club muss nun aufpassen, nicht noch mehr in den Negativstrudel zu geraten. Eine interne Zielkorrektur dürfte schon längst geschehen sein. Pressesprecher Adnan Erden wurde deutlich: „Wir sind mal wieder in Schönheit gestorben und waren nur mit Yalin-Freistößen gefährlich.“

Schiedsrichter:
Mike Busch (Hanau). Zuschauer: keine eingelassen – 50 Zaungäste.
Tore: 0:1 Emin Yalin (14.), 1:1 Janis Rück (18.), 2:1 Abderrafik Imeghry (43.), 3:1, 4:1 Mutaz Husain (73./78.).
Gelb-Rote Karte: Romal Naziri (Türkgücü/89.).

FC Posavina – FV Hausen 2:0 (0:0)

Auf dem neuen Kunstrasen an den Riederwaldwiesen sahen die Zuschauer ein sehr umkämpftes und spannendes Spiel. In der ersten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch, nach dem Seitenwechsel hatte Posavina mehr Ballbesitz und kam so mit den Toren von Kristian Pejic und Ivan Dzijan zu den drei Punkten. „Wir haben heute ein super Spiel gemacht gegen einen sehr starken Gegner, der nicht zu Unrecht da oben steht. Unsere Spieler haben sich heute selber belohnt für die Arbeit, die sie geleistet haben“, teilte Posavinas Pressewart Danijel Pavic mit. Ausdrücklich lobte er den Schiedsrichter, der „super gepfiffen“ habe. „Wir hoffen, dass es nächste Woche weiter geht und haben heute unseren Beitrag geleistet, dass das Hygienekonzept gepasst hat“, ergänzte Pavic. Gegen den Kontrahenten hatte der Pressewart noch eine Breitseite auszuteilen: „Der FV Hausen ist ein sehr schlechter Verlierer. Wir spielen kein Ballett, sondern Fußball.“ FVH-Coach Martin Reyschmidt beobachtete die Partie als „typisches 0:0-Spiel“ und kritisierte die überharte Gangart der Hausherren: „Wie Posavina hingelangt hat, das sah teilweise nach Absicht aus. Sina Shakouri musste verletzt ausgewechselt werden und Karim Bökenkamp wurde brutal gefoult. Ich weiß nicht, ob das sein muss beim Fußball. Ich bin einfach nur sprachlos, denn Fußball soll Spaß machen und man sollte niemanden verletzen.“ Sportlich gesehen gab der Trainer der Lila-Weißen indes zu, dass seinem Team „nicht viel gelungen“ sei.

Schiedsrichter: Muhammet-Ufuk Sönmez (Friedrichsdorf). Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Kristian Pejic (68.), 2:0 Ivan Dzijan (89.).

FC Union Niederrad – SV 07 Heddernheim 0:0

Das Zuschauerlimit war hier nach einer halben Stunde erreicht, sodass die Gastgeber das Eingangstor dicht machten. SVH-Trainer Andreas Berggold war nach dem Schlusspfiff nicht zu bremsen und verlangte vom Unparteiischen eine Erklärung, warum dieser in beiden Halbzeiten überpünktlich abgepfiffen habe. Denn eine Nachspielzeit hielt Adriatik Kaba offenbar trotz zahlreicher Unterbrechungen nicht für angebracht. Auch über das torlose Unentschieden ärgerte sich der Heddernheimer Trainer maßlos: „Ich habe noch nie so unverdient unentschieden gespielt wie in diesem Spiel. Das sind zwei verlorene Punkte gegen eine schwache Heimmannschaft. Wir hätten hier zur Halbzeit schon 4:0 führen müssen. Aus den vier Chancen müssen wir zwei machen, dann kannst du das Ding beruhigt runter spielen. Union hatte nicht eine Torchance, wenn überhaupt nach einem Eckball. Wir waren die klar bessere Mannschaft und dann musst Du als Sieger vom Platz gehen. Das ärgert mich, dass wir schon wieder gegen einen der unten drin steht, keinen Dreier geholt haben.“

Dass sich der Coach hinterher in Rage reden musste, war vor allem dem Abschlusspech geschuldet. Nach zehn Minuten zog Pascal Hubbuch vom linken Strafraumeck ab. Der Ball klatschte an die Unterkante der Latte, aber sprang vor der Linie auf. Auf der Gegenseite gab es einen Fehler im Aufbauspiel bei Heddernheim, Anic flankte und Ubri Baez bekam den Ball am Elfmeterpunkt, traf den Ball aber nicht richtig. Zehn Minuten später gab es die Riesenchance für Tino Matijevic. Der Neuzugang hatte nur noch den Torwart Dominik Schötz vor sich, traf aber nur den Pfosten. Und zwei Minuten danach klatschte der Ball wieder durch Matijevic gegen den Pfosten, der Union-Verteidiger versuchte zu klären.

Der Ball lag auf der Linie und die Heddernheimer hatten den Ball auch schon drin gesehen. In letzter Sekunde kam Schötz und klärte. Kurz vor der Pause war es wieder Matijevic, der eine hochkarätige Chance ausließ. In der zweiten Hälfte änderte sich das Panorama etwas zugunsten der Gastgeber, die nun mehr den Vorwärtsgang einlegten. Klare Torchancen gab es bei den Angriffsbemühungen der Niederräder aber kaum. „Das gibt es oft, dass Du am Ende noch bestraft wirst und das ist hier zum Glück nicht passiert. Dafür waren sie auch einfach zu harmlos“, sagte Berggold, der mit dem Pech haderte: „Pfosten und Latte, was willst Du da machen, wenn der nicht mal von der Unterkante rein geht? Die einen sagen auch der Ball war drin, als der Torwart den Ball weggekratzt hat. Du musst hier trotzdem mindestens ein Tor machen.“

Union-Präsident Khalid Lamjahed bedankte sich bei seinem Torwart Schötz, „aber auch beim Pfosten und der Latte, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Heddernheim war motivierter und wacher und wollte den Sieg unbedingt haben. In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie etwas und wir sind besser ins Spiel gekommen. Wir freuen uns, dass wir zu Null gespielt haben auch wenn es etwas glücklich ist. Dieses Glück nehmen wir an und gehen so in die spielfreie Woche.“ Zu den Reklamationen der Gäste meinte Lamjahed: „Die Nachspielzeit liegt im Ermessen des Schiedsrichters. Am Ende waren wir nicht schlechter, sodass wir uns nicht über die Zeit retten wollten. Man muss Entscheidungen auch dann akzeptieren, wenn wir sie nicht gut heißen oder anderer Meinung sind.“

Schiedsrichter: Adriatik Kaba (Egelsbach). Zuschauer: 100.

TuS Makkabi – Concordia Eschersheim 3:0 (1:0)

Makkabi konnte mit dem zweiten Sieg in Folge die Abstiegszone verlassen. Trainer Hakan Tekin freute sich über die Fortschritte seines Teams: „Gegen den Ball war das unser bestes Spiel der Saison. Wir haben in 90 Minuten nichts zugelassen.“ Nach dem Kopfballtor von Robel Seiverth-Tsegai habe sich seine Mannschaft jedoch zu sehr hinten rein drängen lassen und zu sehr im letzten Drittel verteidigt. Die Gastgeber waren totzdem fleißiger und ernsthafter bei der Sache und verlegten sich dann auf Konter. Nach dem Seitenwechsel erhöhten erneut Seiverth-Tsegai und Benedict Rose auf 3:0, sodass die Partie nach einer Stunde entschieden war. „Das Team tritt endlich mit der richtigen Mentalität auf. So sind wir für jeden in dieser Liga ein unangenehmer Gegner“, sagte Tekin. Das Verletzungspech verfolgt die Makkabäer indes weiter, diesmal war es der routinierte Torhüter Kai Klug, der mit Verdacht auf Achillessehenriss gegen Vincent Döpfner ausgewechselt wurde. „Das sind die Spätfolgen der langen Corona-Pause und des sehr dichten Terminkalenders“, mutmaßte Tekin. Ersteres könnte demnächst wieder aktuell sein und zweiteres ausschließen. Für Concordia-Trainer Andre Winter gab es nicht viel zu sagen: „Der Gegner hat es wie erwartet gut gemacht. Am Ende fehlte uns vor allem Bissigkeit und Leidenschaft. Da müssen wir daran arbeiten. Abhaken und weiter machen.“

Schiedsrichter: Mohammed Azeez (Taunusstein). Zuschauer: 45.
Tore: 1:0, 2:0 Robel Seiverth-Tsegai (11./56.), 3:0 Benedict Rose (62.).

Kreisoberliga Frankfurt – Mal wieder kein Licht unter dem Fernsehturm

Am Donnerstagabend fanden nur noch vier Partien in der Kreisoberliga Frankfurt statt. Die Durchführung der fünften Begegnung scheiterte letztlich an der maroden Infrastruktur der schon lange nicht mehr zeitgemäßen Sportanlage an der Wilhelm-Epstein-Straße. Nach dem Abbruch des Spiels FC Maroc – SV Griesheim Tarik wegen defekter Flutlichter steht der Nachholtermin bereits fest. Unter der Annahme, dass der Spielbetrieb bis dahin nicht gestoppt sein wird, soll die Partie dann am 25. November (20 Uhr) mit gedrehtem Heimrecht an der Lärchenstraße steigen. Klarheit herrscht seit heute auch in Sachen Zuschauerkulisse. Bis auf weiteres sind nur noch maximal 100 Besucher zugelassen, die Clubs sind angehalten, das Limit auch tatsächlich nicht zu überschreiten.


Die marode Anlage an der Wilhelm-Epstein-Straße lässt viel zu wünschen übrig.

FC Kalbach – FC Gudesding 8:2 (4:1)

Kalbach übernahm mit dem achten Saisonsieg die Tabellenspitze von den spielfreien Griesheimern. Dabei lagen die Gastgeber bis kurz vor dem Halbzeitpfiff gegen die bis dahin gut auftretenden Gäste aus dem Ostpark zurück. Dann reichten den Kalbachern fünf starke Minuten, um nicht nur das Spiel zu drehen, sondern mit 4:1 davonzuziehen. Bemerkenswert war der Auftritt von Stürmer Achraf Gara Ali, dem im Minutentakt ein Hattrick glückte. Trainer Karol Drynda berichtete, dass sein Team die spielbestimmende Mannschaft gewesen sei und machte den Gästen ein Kompliment: „Sie haben gut dagegengehalten und vor allem bis zum 1:1 gut mitgehalten.“ Davon was kaufen konnten sich die „Guden“ freilich nicht. Zum dritten Mal in den letzten Wochen kassierte der FCG acht Gegentreffer, ein alarmierender Trend. Besonders in den Minuten vor der Pause bewegten sich die Abwehrspieler unkoordiniert und desolat. „Da fehlt die letzte Konsequenz und der letzte Wille, das Gegentor zu verhindern“, monierte FCG-Trainer Luca Spessot. In den zweiten 45 Minuten kontrollierten die Kalbacher das Geschehen und erzielten dabei sehr schöne Tore. Vor allem das 5:1 war das Eintrittsgeld wert, als Gara Ali zwei Gegner plus Torwart ausspielte und souverän vollendete. Den Schlusspunkt setzte Marco Bausum, der nach dem Kopfballtreffer ein Sonderlob erhielt: „Freut mich für den Jungen, der alles annimmt und aussaugt und auf dem Platz umsetzt.“ Drynda sprach von einem verdienten Sieg, jedoch habe es eine Phase gegeben, wo man sich in Zukunft souveräner präsentieren müsse. Spessot machte die Talfahrt von Gudesding auch an der mangelnden Trainingsbeteiligung fest: „Mit dem ersten Regen und dem ersten Eintracht-Spiel kamen Freitags nur noch zehn bis 14 Spieler ins Training.“

Schiedsrichter: Frank Lezius (Wehrheim). Zuschauer: 75.
Tore: 0:1 Christian Arnold (27.), 1:1, 2:1, 3:1 Achraf Gara Ali (43./Foulelfmeter, 44., 45.), 4:1 Oliver Pauls (45./+2), 5:1 Achraf Gara Ali (63.), 6:1 Ivan Delic (74.), 7:1 Adrielle Parotta (78.), 7:2 Nicolas Quindeau (85.), 8:2 Marco Bausum (88.).

FC Tempo – TSKV Türkgücü 2:0 (1:0)

Tempo hat den Fehlstart nach dem Pokalfinale längst korrigiert und steht bereits auf Rang drei und damit in Lauerstellung zur Spitze. Mit dem nötigen Feuer, aber auch sehr pragmatisch ging der in Ginnheim ansässige serbische Fußball-Club die Partie gegen die ambitionierten Gäste an. Auch in kämpferischer Hinsicht deutete viel darauf hin, dass sich die Serben in der Überholspur befinden. Vladimir Matic brachte die Gastgeber in einem guten Kreisoberligaspiel früh in Führung. Die Gastgeber hatten laut ihrem Sportlichen Leiter Zoran Marcetic mehr Torchancen und gewannen verdient. Türkgücü tat sich schwer, hielt die Partie aber lange offen. Mann des Tages war der Spieler mit der Nummer zehn Vladimir Matic, der für Tempo auch das zweite Tor schoss. „Die Tendenz geht nach oben. Nach dem schlechten Saisonstart meldet sich der FC Tempo wieder zurück“, vermeldete Marcetic im Stile einer Radioreportage. Auf Seiten von Türkgücü verliert man die Spitze immer mehr aus den Augen. Zwar hat der TSKV noch zwei Partien nachzuholen, aber der Rückstand auf Rang eins beträgt schon jetzt satte 13 Zähler. Als „unglücklich und letztlich hochverdient“ bezeichnete Pressesprecher Adnan Erden die dritte Saisonpleite. „Die Mannschaft war willig und ging hochkonzentriert in die Partie. Aber das Gegentor nach zwei Minuten spielte Tempo in die Karten. Sie stellten sich hinten rein und kamen gefährlich mit langen Bällen nach vorne.“ Tempo spielte dabei konzentriert und mit der nötigen Härte. Das gefällige TSKV-Spiel endete zumeist am Strafraum der Hausherren. Sie spielten 90 Minuten ihr Pensum runter, oft nicht einmal schlecht, aber mit dieser Leistung dürfte es sehr schwer werden, tatsächlich noch Erster zu werden. Torjäger Emin Yalin wurden praktisch keine Freiräume gelassen und so kam Erden zur Erkenntnis: „Es war die erste verdiente Niederlage in dieser Saison. Wir müssen jetzt eine Serie starten, um wieder den Anschluss zu finden.“

Schiedsrichter: Dominik Loskamp (Hattersheim). Zuschauer: 150.
Tore: 1:0, 2:0 Vladimir Matic (2./75.).

TSG Nieder-Erlenbach – FV Hausen 0:12 (0:3)

So langsam müssen sich die Verantwortlichen in Nieder-Erlenbach die Frage stellen lassen, ob der coronabedingte Klassenerhalt die beste Option für die offenbar nicht wettbewerbsfähige Mannschaft war oder ob man nicht doch besser in der A-Klasse aufgehoben gewesen wäre. Was die Mannschaft von Trainer Andreas Ludwig nämlich den wenigen Getreuen anbot, war schlichtweg unter aller Kanone. Der Coach wollte die mit Abstand höchste der neun Niederlagen auch nicht mehr schön reden: „Wir wurden deklassiert und bloßgestellt von Hausen. Die haben uns gezeigt, wie Fußball geht. Einfach Fußball spielen und nicht in Dribblings gehen und dementsprechend geht das auch in der Höhe im Ordnung.“ FVH-Coach Martin Reyschmidt wusste nicht so recht, wie er das zweistellige Resultat kommentieren sollte. „Wir haben einigermaßen guten Fußball gespielt. Die Einstellung hat gestimmt und die Jungs hatten Bock“. Das schnelle 1:0 von Sina Shakouri in der ersten Spielminute durch eine feine Einzelleistung habe den Lila-Weißen in die Karten gespielt. Die 3:0-Führung der Hausener zur Pause ließ noch keinen Kantersieg vermuten, aber bei den Gastgebern brachen dann nach und nach alle Dämme. „Da haben wir teilweise ganz gute Spielzüge mit recht schönen Toren gezeigt“, blieb Reyschmidt bescheiden. Fakt ist, dass quasi ein Tor nach dem anderen fiel und Nieder-Erlenbach den Nachweis der Wettbewerbsfähigkeit nicht nur diesmal schuldig blieb. Herausragend im guten Mannschaftsgefüge waren der fünffache Torschütze Spas Pisov sowie der eingewechselte Anas Bakkali, dem noch drei Treffer in zehn Minuten gelangen.

Schiedsrichter: k.A. Zuschauer: 65.
Tore: 0:1 Sina Shakouri (1.), 0:2, 0:3, 0:4 Spas Pisov (15./33./46.), 0:5 Rico Maderthoner (54./Eigentor), 0:6 Spas Pisov (60.), 0:7 Georgi Tushev (67.), 0:8 Kaya Satilmis (70.), 0:9, 0:10 Anas Bakkali (72./80.), 0:11 Spas Pisov (81.), 0:12 Anas Bakkali (82.).

SV Viktoria Preußen – TuS Makkabi 2:3 (0:2)

Die Preußen verpassten die Möglichkeit, sich vor dem Topspiel gegen Griesheim 02 auf Platz zwei zu katapultieren und wären bei einem Dreier punktgleich mit Tabellenführer Kalbach gewesen. Preußen-Trainer Artur Rissling attestierte dem Gegner: „Makkabi war giftig und griffig.“ Wobei der Coach das Führungstor der Gäste als Zufallsprodukt einstufte: „Der Ball fiel Rose praktisch vor die Füße.“ In der Folge vergab Daniel Wolf eine glasklare Chance zum Ausgleich, im Gegenzug gab es Elfmeter für Makkabi. Rose verwandelte zum überraschenden 2:0 für die Gäste. In der Pause stellte Rissling etwas um, aber die Gäste schlossen einen Konter in Gestalt von Philipp Giesler zum 3:0 ab. Danach spielten die Gastgeber mit dem Mute der Verzweiflung nur auf ein Tor und kreierten fünf bis sechs gute Torchancen. Torjäger Daniel Wolf verkürzte per Foulelfmeter, aber eine richtige Aufholjagd wurde das nicht mehr, da Makkabi den Vorsprung konsequent verteidigte. „Das ist ihr gutes Recht, die haben alles richtig gemacht, vor allem gekämpft, gefighted und sich hochgepusht. Wir haben das auch gemacht, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen.“ Wolfs 2:3 hatte in der Nachspielzeit nur noch statistischen Wert. „Es gibt Spiele, wo der Gegner gar nicht besser ist, aber mehr auf den Platz bringt was Körpereinsatz und Moral und Einstellung angeht. Das bin ich von meinen Mannschaften gewohnt, von daher hat Makkabi nicht unverdient gewonnen. Sie haben alles auf dem Platz gelassen. Wir denken von Spiel zu Spiel, da wir nicht die Megamannschaft in der KOL sind“, analysierte Rissling. Sein Kollege Hakan Tekin zeigte sich hochzufrieden: „Die ersten 70 Minuten haben wir es sehr gut gemacht. Wir haben kompakt gestanden und außer individuellen Fehlern nichts zugelassen und immer wieder gefährliche Konter gefahren.“ Der Coach lobte Torhüter Kai Klug: „Insbesondere in den letzten 20 Minuten hast er uns mit mehreren Paraden im Spiel gehalten.“ Sein Team habe es trotz vieler Ausfälle geschafft, eines der Spitzenteams der Liga zu schlagen und bezeichnete den Sieg als „wichtig für die Tabelle, aber noch wichtiger für den Kopf.“ Ein Sonderlob Tekins erhielt der Schiedsrichter: „Natürlich hat er auch Fehler gemacht, aber seine Leistung und sein Auftreten waren außergewöhnlich für die KOL.“

Schiedsrichter: Stephan Burkhardt (Kilianstädten). Zuschauer: 100.
Tore: 0:1, 0:2 Benedict Rose (17./36., Foulelfmeter), 0:3 Philipp Giesler (60.), 1:3, 2:3 Daniel Wolf (69./Foulelfmeter, 90.+6).

Kreisoberliga Frankfurt – Heddemer Dreigestirn führt Croatia zum Sieg

In der Kreisoberliga Frankfurt wurde der nächste Spieltag unter der Woche am Mittwochabend mit zwei Begegnungen eingeläutet. Am Donnerstag geht es dann mit fünf Partien weiter. Aufgrund der Corona-Problematik wurden die Spiele SC Weiss-Blau – SV 07 Heddernheim und Concordia Eschersheim – FC Kosova in den November verlegt.


Alle drei Croatia-Torschützen stammen aus der Heddernheimer Jugend. Foto: Stanislav Konta.

FV Saz-Rock – FC Posavina 3:3 (1:0)

Saz-Rock lieferte gegen den FC Posavina im zweiten Spiel unter der Regie des neuen Trainers Süleyman Keskin zwar eine gute Partie, kam gegen den starken Gast jedoch nicht über ein 3:3 hinaus. „Das war ein hervorragendes Spiel für diese Liga. Wir sind ein hohes Tempo gefahren, leiden aber derzeit unter Personalnot. Da ich kaum Nachschub auf der Bank hatte, hat die Kraft gegen so eine gestandene Mannschaft nicht gereicht“, analysierte Keskin. Sein Team führte zwischenzeitlich komfortabel mit 2:0, musste dann aber gegen die robusten Kroaten innerhalb von fast 20 Minuten drei Gegentreffer hinnehmen und lief dann bis tief in die Nachspielzeit dem Rückstand hinterher. „Wir haben am Ende daran geglaubt“, meinte Keskin. Der Coach hatte sich erneut selbst eingewechselt und war am Ausgleichstreffer mit einer Freistoßflanke beteiligt, die vom nach vorne beorderten Abwehrspieler Sebastian Rosato per Seitfallzieher verwertet wurde. Posavinas Pressewart Danijel Pavic war enttäuscht: „Wir hatten uns schon auf den Sieg eingestellt und dann kam der bittere Ausgleich. Am Ende sind das eher zwei verlorene Punkte, als ein gewonnener. Schade, dass sich die Mannschaft nicht für den Aufwand belohnt hat. Man muss aber auch sagen, dass wir am Limit gehen. Sieben Spiele in einem Monat sind schon eine Hausnummer.“

Schiedsrichter: Henrik Schwarzer (Wiesbaden). Zuschauer: 50.
Tore: 1:0, 2:0 Altan Sak (44./50.), 2:1 Ivan Dzijan (55.), 2:2 Angelo Spaleta (68.), 2:3 Marko Bosnjak (74./Foulelfmeter), 3:3 Sebastian Rosato (90./+3).

FC Croatia – FC Union Niederrad 3:0 (0:0)

Nach torloser erster Hälfte gingen alle drei Croatia-Tore von Akteuren aus, die fußballerisch in der Heddernheimer Jugendabteilung ausgebildet wurden. „Die Jungs haben super gespielt“, lobte der Sportliche Leiter Stanislav Konta. Nach der Führung durch Filip Susic dauerte es bis in die Schlussphase hinein, bis die Gastgeber den Deckel drauf machten. Ante Strljic hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern zum 2:0 ein und den Schlusspunkt markierte Kian Bonanno im Nachschuss gegen Niederrads Torhüter. „Die Defensive stand sehr gut. Jetzt kommt Nieder-Erlenbach, darauf können wir weiter aufbauen“, sagte Konta. Die Kroaten waren nicht nur fleißiger, sondern auch ernsthafter bei der Sache. Bei den gegenüber dem Sieg in Hausen maßlos enttäuschenden Niederrädern konnte man nicht den Eindruck gewinnen, das Blatt vielleicht doch noch wenden zu können. Dafür operierte der Angriff einfach zu drucklos. Präsident Khalid Lamjahed bemängelte: „In einem schwachen Spiel hat Croatia gewonnen. Wir haben keinen guten Tag erwischt. Am Ende warfen wir alles nach vorne und kassierten zwei späte Tore. Wir sind natürlich enttäuscht, aber die Saison geht weiter.“

Schiedsrichter: Tom König (Karben). Zuschauer: 110.
Tore: 1:0 Filip Susic (58.), 2:0 Ante Strljic (85.), 3:0 Kian Bonanno (88.).

Kreisoberliga Frankfurt – Derrou schockt Spitzenreiter Griesheim 02

Frankfurt – Wohl zum vorerst letzten Mal unter den bisherigen Bedingungen wurde der 10. Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt über die Bühne gebracht. Aufgrund steigender Fallzahlen im Stadtgebiet werden wohl weitere Zuschauerbeschränkungen nicht ausbleiben. Im benachbarten Offenbacher Fußball-Kreis wurde der Spielbetrieb bereits unterbrochen, im Main-Taunus-Kreis sind demnächst „Geisterspiele“ an der Tagesordnung. Unterdessen ist Aufsteiger SC Weiss-Blau wie zu Saisonbeginn von Corona-Fällen betroffen und dadurch erneut außer Gefecht gesetzt worden. Die Heimpartien gegen den FC Croatia und den SV 07 Heddernheim wurden entsprechend den Bestimmungen verlegt.


Türkgücü hat erst sieben Saisonpartien absolviert. Foto: Adnan Erden.

TSG Nieder-Erlenbach – FV Saz-Rock 2:4 (1:0)

Das Schlusslicht war ganz nah dran am ersten Punktgewinn und lag zur Halbzeit sogar durch Gero Lange in Führung. Dann bekamen die Gäste zwei Strafstöße zugesprochen, die Kapitän Onur Götürmen eiskalt verwandelte. Zwischendurch gab es gegen FV-Innenverteidiger Sanny Abubakari eine Rote Karte wegen Tätlichkeit. Nieder-Erlenbach egalisierte durch Emir Duljevic zum 2:2, aber Saz-Rock besaß in Unterzahl zum Schluss das größere Stehvermögen. Im Endspurt gaben die Torjägerqualitäten von David Rosato schließlich den Ausschlag.

Dem immer gefährlichen Mittelstürmer gelangen die zwei entscheidenden Tore zum Auswärtssieg der Gelb-Roten, bei denen der neue Trainer Süleyman Keskin einen guten Einstand feierte. Der Verein hatte sich am Donnerstagabend nach dem blamablen Pokalaus beim C-Ligisten SC Riedberg (4:5) von Vorgänger Ibrahim Uyanik getrennt. „Wir haben uns zusammengesetzt und uns so entschieden. Ich habe mich am Freitagabend von der Mannschaft verabschiedet. Das war abzusehen, weil wir wochenlang keine guten Ergebnisse erzielt haben“, meinte der Ex-Profi zu seinem Abgang.

Nachfolger Keskin war als Spieler einst eine Größe bei so renommierten Vereinen wie der SG Hoechst, dem FV Bad Vilbel und dem FC Eschborn und spielte lange Jahre in der Oberliga und Regionalliga. Nachdem er rund zehn Jahre in der Gastronomie beschäftigt war und in dieser Zeit nicht mehr am Fußballgeschehen teilnahm, war Keskin seit Saisonbeginn Spielertrainer bei Saz-Rock II in der C-Liga. Nach der Trennung von Uyanik bekam er den Job von Vereinspräsident Engin Bulut angeboten.

Der 42-jährige nahm an und wechselte sich in Nieder-Erlenbach beim Stande von 2:2 sogar selbst ein. Mit dem Ergebnis und der Einstellung zeigte er sich zufrieden: „In der Mannschaft steckt viel Potenzial, es gibt viele Klassespieler. Sie hat aber zuletzt nicht mehr an sich geglaubt. Von daher haben wir am Freitag ein mentales Training durchgeführt und es hat Früchte getragen.“ Nieder-Erlenbachs Trainer Andreas Ludwig stellte dagegen fest: „Von zwei schlechten Mannschaften hat die etwas bessere schlechte gewonnen.“

Schiedsrichter: Alexander Kuhl (Linsengericht). Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Gero Lange (17.), 1:1, 1:2 Onur Götürmen (66./Foulelfmeter, 75./Handelfmeter), 2:2 Emir Duljevic (79.), 2:3, 2:4 David Rosato (82./84.).
Rote Karte: Sanny Abubakari (Saz-Rock/69.).

Spvgg. 02 Griesheim – FC Maroc 3:4 (2:2)

Der große Favorit Griesheim 02 strauchelte im Heimspiel gegen den FC Maroc und bezog seine erste Heimniederlage. Den Gästen gelang es, die Abwehr der Platzherren in den ersten 20 Minuten völlig zu überrumpeln. Dank eines Foulelfmeters von Kapitän Hamza Chouiba und eines Hebers von Mourad Ibn Jalil führte man unverhofft schnell mit 2:0. „Wir haben mit allen Spielern gut gegen den Ball gearbeitet, wie man es im modernen Fußball tut“, erklärte Trainer Jorge Huberman. Heimcoach Michele Raimondi attestierte den Gästen hingegen eine gute Verteidigung mit gelegentlichen Kontern. Die Nerven lagen dann beim jungen Bilal Zerouali blank, denn mit einem Foulelfmeter scheiterte er an Maroc-Torhüter Hazem Tit. Im Nachschuss brachte Zerouali den Ball dann doch im Tornetz unter. Stürmer Alexandr Railean besorgte dann noch vor der Pause den Ausgleich. „Es war ein schlechtes Spiel. Wir haben es nicht geschafft, gegen die Defensive durchzukommen“, erklärte Raimondi. Maroc witterte nach dem Platzverweis gegen Griesheims Vasile Popovici die große Chance auf den Auswärtssieg und ging dann durch Aziz Derrou wieder in Führung. Chouiba sah dann Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens, als er den Abseitspfiff überhörte. Drei Minuten vor dem Ende gelang Railean per Foulelfmeter der erneute Ausgleich, ehe Derrou den Tabellenführer mit einem Slalomlauf schockte und die mitgereisten Maroc-Anhänger mit dem Siegtreffer glücklich machte. „Gegen so Mannschaften muss man anders auftreten. Dazu kommt, dass wir einige Fehler im Aufbauspiel gemacht haben“, kritisierte Raimondi. Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi jubelte: „Endlich mal ein Sieg gegen eine starke Mannschaft, aber wir waren stärker. Am Ende war die Freude groß, denn wir leben noch.“

Schiedsrichter: Nusret Hadzibulic (Kelkheim). Zuschauer: 144.
Tore: 0:1 Hamza Chouiba (12./Foulelfmeter), 0:2 Mourad Ibn Jalil (17.), 1:2 Bilal Zerouali (31.), 2:2 Alexandr Railean (37.), 2:3 Aziz Derrou (56.), 3:3 Alexandr Railean (87./Handelfmeter), 3:4 Aziz Derrou (90.).
Gelb-Rote Karten: Vasile Popovici (Griesheim/54.), Hamza Chouiba (Maroc/83.).

FC Kosova – FC Gudesding 1:0 (1:0)

Laut Spielausschuss-Boss Rudi Statovci stürmte Kosova das ganze Spiel, aber nur Haithem Sassi fand eine Lücke im guten Defensivverbund der Gäste vom Ostpark und markierte nach 25 Minuten den einzigen Treffer des Nachmittages. Gudesding zeigte sich gegenüber den beiden zuvor erlittenen hohen Niederlagen gut erholt und bot eine solide Vorstellung. Die Paarung lockte immerhin 100 Zuschauer an die Wilhelm-Epstein-Straße. Die heimischen Anhänger wurden nicht enttäuscht, denn nach der Roten Karte gegen FCG-Kapitän Lorenzo Dolce wegen einer Notbremse erarbeitete sich der Aufsteiger etliche Torchancen, die jedoch alle ungenutzt blieben. Dennoch war der dreifache Punktgewinn in Statovcis Augen nie in Gefahr: „Der Gegner hat nicht einmal auf unser Tor geschossen, hatte aber in Chris Oderwald einen überragenden Torhüter in seinen Reihen. Das war der beste Torwart, den ich in dieser Klasse gesehen habe.“ Gudesdings zweiter Vorsitzender Luis Engelhardt fasste zusammen: „Ein sehr umkämpftes Spiel. Auf dem kleinen Platz hat man die Unterzahl eher weniger gemerkt. Kosova hatte die klareren Torchancen. Eine hundertprozentige blieb auf unserer Seite aus und unser Tormann Chris Oderwald hat drei bis vier gute gehalten. Eine couragierte Leistung des FCG mit dem schlechteren Ende für uns.“

Schiedsrichter: Atul Kumar (Königstein). Zuschauer: 100.
Tor: 1:0 Haithem Sassi (25.).
Rote Karte: Lorenzo Dolce (Gudesding/28.).

SV 07 Heddernheim – SV Griesheim Tarik 3:2 (1:1)

Die Heddernheimer schafften es endlich einmal, über mehr als 90 Minuten eine konzentrierte Leistung abzurufen und so einen durchaus gefälligen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel zu besiegen. Mit dem zweiten Dreier in Folge und nun zehn Punkten auf dem Konto können die Grün-Weißen den kommenden Aufgaben nach dem Sprung auf Rang zwölf gelassener entgegen sehen. „Wir haben über die volle Spielzeit ein gutes Spiel gemacht, das beste in der noch kurzen Saison. Am Ende haben wir das Ding auch verdient gewonnen. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, die auch schön rausgespielt wurden“, freute sich SVH-Coach Andreas Berggold. „Wir waren noch einen Tick entschlossener als sonst und wussten, dass die elementaren Dinge wichtig sind. Obwohl wir mit dem letzten Aufgebot am Start waren, haben wir es sehr gut umgesetzt.“

Die Gäste von der Lärchenstraße überzeugten von Beginn an mit handlungsschnellen Spielern und extremer Ballsicherheit. Die neuformierte junge Truppe belohnte sich mit der ersten Möglichkeit schon mit der Führung. Durch eine Flanke von Routinier Khalid El Houssaini erhielt Msalih Mansourri die Kugel und netzte volley ein (8.). Vier Minuten später bekam Mimoun Azzakriti den Ball am Sechzehner und zog ab, SVH-Keeper Marcin Czukiewicz parierte stark. Die Gäste kamen zu weiteren Chancen, die Amghar Bouchikh und El Houssaini aber nicht zu nutzen wussten. Und so setzte sich dann auf der Gegenseite Deniz Yatci endlich mal über die linke Seite durch und brachte den Ball halbhoch herein. Christos Papadopoulos verpasste, aber Antonie Willeführ stand dahinter und stocherte den Ball irgendwie über die Linie (34.). Nach der Pause kam Heddernheim noch konzentrierter aus der Kabine und ging sogar in Führung.

Freistoß vom Kapitän Philipp Siegel, Neuzugang Tino Matijevic per Hacke zu Pascal Hubbuch, der resolut zum 2:1 abschloss (48.). Doch der Vorteil hielt nicht lange: Tarik wechselte nach dem Gegentor sofort Ahmet Keser und dann kurz danach Marlon Schick ein. Joker Keser ging nach einer Freistoßflanke am langen Pfosten zum Kopfball, die SVH-Abwehr eben nicht und so köpfte er zum 2:2 ein (54.). Sieben Minuten danach Flanke von Willeführ, Matijevic steht am langen Pfosten und köpft zum 3:2 ein (61.). Ein Gästespieler schien noch am Ball gewesen zu sein, doch das schöne Tor gehörte dem Neuzugang aus Oberrad, der immer besser zurecht kommt. Was blieb, war eine lange halbe Stunde plus siebenminütiger Nachspielzeit, in der Tarik alles versuchte, aber nicht die richtigen Mittel fand.

El Houssaini, Jahouh und Bouchikh hatten Gelegenheiten zum Ausgleich, doch Heddernheim verteidigte konsequent und brachte den Sieg letztlich über die Zeit. Nach sechs Siegen in Folge hat es Tarik nun erwischt, die Griesheimer verpassten den möglichen Sprung auf Platz zwei. „Wir haben schon vor der Saison gesagt, dass wir keine Spitzenmannschaft sind. Wir hatten einen guten Lauf und hätten auch dieses Spiel gewinnen können. Leider konnten zwei Stammspieler berufsbedingt erst zur Halbzeit kommen und ein A-Jugendspieler hat von Beginn an gespielt. Daran lag es aber nicht, denn wir haben die Chancen in der ersten Halbzeit nicht genutzt. Dann haben wir Heddernheim unnötig stark gemacht. Am Ende war es ein zerfahrenes und kampfbetontes Spiel, was wir spielerisch lösen wollten. Da haben wir zu kompliziert gespielt und wenn Heddernheim kämpft und kompakt steht ist es schwierig“, resümierte Tarik-Trainer Hamza Azaoum.

Schiedsrichter: Andreas Wirth (Hungen). Zuschauer: 97.
Tore: 0:1 Zouhir Msalih Mansourri (8.), 1:1 Antonie Willeführ (34.), 2:1 Pascal Hubbuch (48.), 2:2 Ahmet Keser (54.), 3:2 Tino Matijevic (61.).

FV Hausen – FC Union Niederrad 1:3 (1:2)

Die erste Viertelstunde war Hausen gut im Spiel und hatte zwei, drei recht gute Chancen, die ungenutzt blieben. Dann wurden völlig grundlose individuelle Fehler begangen, die vom Niederräder Victor Ubri Baez schonungslos ausgenutzt wurden. Die Lila-Weißen liefen nun einem 0:2-Rückstand hinterher und kamen kurz vor der Pause durch Spielmacher Sina Shakouri auf 1:2 heran. Kurz nach der Pause konnte FVH-Torhüter Onno Engel einen Freistoß nicht festhalten und den Abpraller versenkte Mohamed Azeggaghe zum 1:3. „Die Niederlage haben wur uns selbst zuzuschreiben. Es war schon, als ob wir alle im Winterschlaf sind. Das ist traurig und enttäuschend, weil definitiv mehr drin war“, gab FVH-Trainer Martin Reyschmidt zu Protokoll. Union-Präsident Khalid Lamjahed meinte: „Das schnelle 2:0 hat uns in die Karten gespielt. Hausen ist dann aktiver geworden, aber wir haben gut dagegen gehalten. Zum Schluss haben wir gekontert und hätten dadurch höher gewinnen können. Das war kein unverdienter Sieg, denn wir haben den Kampf angenommen.“

Schiedsrichter: Lion Konopka (Bingen). Zuschauer: 50.
Tore: 0:1, 0:2 Victor Ubri Baez (13./30.), 1:2 Sina Shakouri (45.), 1:3 Mohamed Azeggaghe (54.).
Gelb-Rote Karte: Lasse Schlappekohl (Union/87.).

TSKV Türkgücü – FC Posavina 3:2 (0:2)

Türkgücü war nach zweiwöchiger Corona-bedingter Auszeit wieder im Einsatz und hat mittlerweile drei Partien weniger ausgetragen als die meisten Konkurrenten. Somit steht die Mannschaft von Trainer Caner Zehir nach dem Heimsieg gegen Posavina nur auf Rang elf, könnte aber mit Siegen in den Nachholspielen zur Spitzengruppe aufschließen. Die Gäste traten selbstbewusst und kompakt auf, verteidigten mit acht Mann und versuchten stets die schnellen Stürmer mit langen Bällen in Position zu bringen. Durch einen Patzer des bis dahin souveränen Torhüters Marvin Anastasi entstand das Eigentor von Kapitän Romal Naziri, was Türkgücü kurz aus dem Konzept brachte. Ein Flankenball fiel dem Keeper aus den Händen auf den Kopf Naziris und von dort ins Tor. Das verunsicherte die Gastgeber so sehr, dass Anto Petrasevic den nächsten Angriff zum zweiten Tor Posavinas abschloss. Doch mit einer Energieleistung und der Hereinnahme des erfahrenen Ramazan Gülen im Tor drehten die Gastgeber noch das Spiel gegen die engagierten Kroaten. Einmal mehr war Torjäger Emin Yalin der gefeierte Mann und drehte mit drei Toren die Partie quasi im Alleingang. Daneben gab es noch zwei Pfostenschüsse (Yalin) und zwei Großchancen (Hüseyin Can). Trainer Caner Zehir war stolz auf sein Team: „Wie gewohnt spielte der Gegner nicht mit, wie jeder andere bisher und stellte sich hinten rein und wartete. Natürlich ist es schwer gegen eine robust stehende Mannschaft wie Posavina, das Spiel zu drehen. Aber wir haben genau das gezeigt, zu was wir fähig sind. Wir haben das geholt, was uns zusteht. Ich lobe mein Team, das war ganz großes Kino.“ Posavinas Pressesprecher Danijel Pavic war enttäuscht: „In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht und die Tore mit ein wenig Glück erzwungen. Die zweite Halbzeit war ein Totalausfall. Da passte nichts zusammen, das ist mir unerklärlich. Man hat aber auch die Qualitäten eines Emin Yalin gesehen, der nicht lange fackelt und aus drei Chancen drei Tore macht.“

Schiedsrichter: Mohammed Azeez (Taunusstein). Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Romal Naziri (43./Eigentor), 0:2 Anto Petrasevic (44.), 1:2, 2:2, 3:2 Emin Yalin (52./71./84.).

FC Tempo – FC Kalbach 1:0 (1:0)

56 Tage nach dem Kreispokal-Halbfinale (3:2) trafen sich beide Teams an der Woogwiese wieder und treffen demnächst in Kalbach in der 2. Runde des Kreispokals erneut aufeinander. Diesmal reichte den formstarken Serben ein Tor nach einem Standard per Kopfball von Nikola Dokovic zum Sieg. Kalbach kontrollierte das Spiel, aber die Torchancen blieben aus. Trotz der Führung bot Tempo bis zur Halbzeit eine schwache Leistung. Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber mehr auf der Höhe und verpassten den zweiten Treffer. So musste der Pokalfinalist bis zum Schlusspfiff zittern und konnte sich bei Torhüter Vedran Beblek bedanken. „Er hat den Sieg festgehalten und die drei Punkte bleiben in der Woogarena. Tempo ist wieder im Rennen“, resümierte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic. Die Serben liegen jetzt nur noch drei Zähler hinter der Tabellenspitze zurück. Die verpasste es Kalbach zu übernehmen und FCK-Coach Karol Drynda war wenig angetan vom Spielniveau: „Eigentlich hatte dieses keineswegs gute KOL-Spiel keinen Sieger verdient. Hauptsächlich spielten sich viele Szenen von Sechzehner zu Sechzehner ab.“ Kalbacher Chancen waren selten: Ouassim Bouzarzars Seitfallzieher klärte Beblek zur Ecke, Achraf Gara Alis unhaltbar scheinender Kopfball wurde vom Tempo-Keeper glänzend pariert. „Am Ende haben wir verloren, weil wir für dieses Spiel zu wenig getan haben. Jeder wusste worum es geht, aber nicht jeder hat für das Team die Leistung abgerufen um am Ende so ein Spiel erfolgreich zu bestreiten. Wir sind über die Leistung enttäuscht.“

Schiedsrichter: Kadir Bagdatli (Wiesbaden). Zuschauer: 165.
Tor: 1:0 Nikola Dokovic (21.).

Concordia Eschersheim – SV Viktoria Preußen 1:2 (0:1)

Die Gäste hatten den besseren Start und gingen früh durch Andreas Wolfenstetter in Führung. Danach spielte die Concordia mit viel Ruhe nach vorne und die Gäste aus Eckenheim waren erstmal mit Verteidigen beschäftigt. Immer wieder bewahrte Torhüter Michael Schmidt die Preußen vor dem Ausgleich. Der fiel dann doch für die Eschersheimer zu Beginn der zweiten Hälfte, als der junge Philipp Sieber zum 1:1 traf. Der Viktoria-Sturm verfügte über einen schusskräftigen Daniel Wolf, der letztlich den Siegtreffer der Preußen erzielte. Concordia-Trainer Andre Winter war nur mit dem Ergebnis nicht einverstanden: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, lassen eigentlich wenig zu und sind besser als der Gegner. Im letzten Drittel spielen wir es aber nicht aus und sind zu kompliziert. Trotzdem müssen wir mindestens einen Punkt holen. Irgendwann wird das Glück wieder auf unserer Seite sein.“ Preußen-Coach Artur Rissling sagte nach dem siebten Saisonsieg und dem Sprung auf Rang drei: „Es war ein ausgeglichenes Spiel mit den größeren Torchancen für uns. Im Endeffekt ist es ein wenig glücklich. Ein Unentschieden wäre auch gerecht gewesen. Egal wer rein kam, wieder warn alle von eins bis 15 präsent und haben das Spiel mit dem Willen gewonnen. So können wir weiter machen, wir bleiben aber demütig und auf dem Teppich. Wir sind weder Kalbach, Tempo noch Griesheim 02. Wir Preußen denken von Spiel zu Spiel.“

Schiedsrichter: Mahmut Ibrahimoglu (Groß-Umstadt). Zuschauer: 93.
Tore: 0:1 Andreas Wolfenstetter (6.), 1:1 Philipp Sieber (53.), 1:2 Daniel Wolf (69.).

Kreisoberliga Frankfurt – Woogwiese überschreitet Zuschauerlimit in Coronazeiten

Frankfurt – Der 9. Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt stand gestern ganz im Zeichen der Begleitumstände des „Balkanduells“ zwischen dem FC Tempo und dem FC Kosova, bei dem die Polizei aufgrund von Verstößen gegen die geltenden Corona-Bestimmungen intervenieren musste. Die Spvgg. 02 Griesheim verteidigte die Tabellenführung durch den deutlichen Auswärtssieg beim FC Croatia, während die TSG Nieder-Erlenbach nach dem 1:7 im „Nord-Derby“ beim FC Kalbach weiter punktlos das Tabellenende ziert. Die Partie zwischen Union Niederrad und dem TSKV Türkgücü wurde auf den 19. November verschoben, da ein Akteur der Gäste positiv auf das neuartige Virus getestet wurde.


Griesheim 02 (in roter Spielkleidung trat innerhalb von vier Tagen zweimal an der Brühlwiese an. Foto: Stanislav Konta.

FC Maroc – Concordia Eschersheim 1:5 (0:2)

Nach drei Heimremis in Folge verlor Maroc erstmals in dieser Saison vor heimischer Kulisse. Dabei fing das Team von Trainer Jorge Huberman gut an und kam zu Chancen durch Samir Belouad und Mohamed El Baouti. Dann gab es den ersten von drei Elfmetern für die Gäste, nachdem einem Heimakteur der Ball gegen die Hand geschossen wurde. Kevin Jäger scheiterte zunächst an Marocs Torhüter Hazem Tit, den Nachschuss versenkte er dann zur Eschersheimer Führung.

Die von der Entscheidung des Schiedsrichters genervten Marokkaner agierten unkonzentriert weiter und verursachten dann einen Foulelfmeter an Adrian Mohr. Keno-Leon Hartmann nutzte die Gelegenheit vom Punkt und erhöhte auf 0:2. „Da waren wir aus dem Spiel gerissen“, bedauerte Omar El Idrissi, der Sportliche Leiter der Gastgeber. Dazu kam die Verletzung von Keeper Tit, der plötzlich humpelte und trotzdem weiter spielte. Nach dem Seitenwechsel gab es Strafstoß Nummer drei für die Concordia, den Matthias Müller verwandelte.

Letztlich musste Tit dann doch passen und wurde in Ermangelung eines Ersatztorwarts durch einen Feldspieler ersetzt. Trotz der Einwechslung von zwei frischen Offensivkräften war Maroc weiter mit sich und dem Schiedsrichter beschäftigt. So wurde man für das unkontrollierte Spiel mit zwei weiteren Gegentoren bestraft. Auf Vorarbeit von Adrian Mohr traf Thorben Wissel zum 0:4, der gleiche Spieler nutzte dann einen Fehlpass des neuen Torhüters zum 0:5. Und am Ende gab es dann noch wenigstens den Ehrentreffer der Gastgeber durch Mourad Ibn Jalil.

„Wir haben uns selbst geschlagen und den Tiefpunkt erreicht“, sagte El Idrissi besorgt. Concordia-Trainer Andre Winter meinte: „Wir haben alles im Griff gehabt, gut gespielt und waren häufig im Strafraum des Gegners. Der konnte sich zweimal nur mit einem Foul zu helfen wissen.“ Das Fazit des jungen Coaches: „Insgesamt eine sehr konzentrierte Leistung mit wenigen Fehlern. Auch wenn wir die letzten 20 Minuten noch konsequenter ausspielen können, stehen zehn Punkte aus den letzten vier Spielen zu Buche. Das ist top!“

Schiedsrichter: Muhammed Kilic (Dietzenbach). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Kevin Jäger (27.), 0:2 Keon-Leon Hartmann (35./Foulelfmeter), 0:3 Matthias Müller (48./Foulelfmeter), 0:4, 0:5 Thorben Wissel (64./72.), 1:5 Mourad Ibn Jalil (89.).

FC Croatia – Spvgg. 02 Griesheim 0:5 (0:1)

Trotz der klaren Niederlage gegen den Spitzenreiter bewertete Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta das Spiel als „ausgeglichen. Wir haben zwei Tore gemacht, aber der Schiedsrichter hat Abseits gepfiffen. Beide Szenen waren knapp, wir hätten in Führung gehen müssen.“ Stattdessen trafen die spielstarken Gäste nach einem Eckball durch Dumitru Chiriloae. Auch die zweite Halbzeit bezeichnete Konta als „offen. Wir haben gespielt und unsere Gelegenheiten nicht genutzt. Griesheim war immer da, wenn wir dran waren am Ausgleich. Wir hätten zwei bis drei Tore machen müssen. Die Jungs haben gefighted bis zum Schluss.“

Griesheim hatte an Ort und Stelle vor drei Tagen noch gegen Heddernheim unter Flutlicht mit 7:1 gewonnen. Diesmal blieben die „Schleifer“ ohne Gegentor und spielten lange in Überzahl, da die Kroaten mit zwei Roten Karten bedacht wurden.

Juric musste wegen eines rüden Foulspiels gehen, Krizanac ließ sich zu einer Beleidigung verleiten. Eine Halbzeit lang gegen zehn beziehungsweise die letzte halbe Stunde gegen neun Mann hatten die 02er viel Platz und die nötigen Räume, um ihre schnellen Außenspieler einzusetzen. So gelang dem quirligen Fiorenzo Santoro ein Doppelpack, Tarik Lamjahdi und Kapitän Mirko Budimir besorgten den Rest. Gästecoach Michele Raimondi befand, dass Croatia in der ersten Halbzeit sehr gut verteidigt habe: „Wir hatten wenige Räume, sodass wir viele Diagonalbälle gespielt haben.“

In der Halbzeitansprache gab der Griesheimer Trainer seinem Team mit auf den Weg „geduldig zu bleiben und den Gegner etwas raus zu locken. Mir war klar, wenn wir das zweite Tor machen, kriegen wir hier mehr Räume und können mehr in die Tiefe spielen.“ Die letzten 25 Minuten habe man mit viel Ballbesitz nur noch verwaltet und nicht mehr den Zug nach vorne gezeigt, um vielleicht das eine oder andere Tor mehr zu machen.“

Schiedsrichter: Sascha Sven Hofmann (Büdingen). Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Dumitru Chiriloae (30.), 0:2, 0:3 Fiorenzo Santoro (57./65.), 0:4 Tarik Lamjahdi (76.), 0:5 Mirko Budimir (85.).
Rote Karten: Josip Juric (Croatia/44.), Marko Krizanac (Croatia/59.).

FV Saz-Rock – SC Weiss-Blau 3:3 (0:2)

Im Kellerduell musste auch Aufsteiger Weiss-Blau drei Tage später auf dem gleichen Platz das nächste Auswärtsspiel bestreiten. Hatten die Niederräder am Donnerstag noch mit 2:5 beim FV Hausen verloren, so standen sie diesmal bei einem direkten Konkurrenten ganz dicht vor dem zweiten Saisonsieg. Trotz einer 2:0- und 3:1-Führung musste WB aber in der letzten Minute den bitteren Ausgleich hinnehmen. Waren die Gäste am Donnerstag noch durch eine Fair-Play-Aktion positiv aufgefallen, so ließen sie in diesem Spiel laut FV-Trainer Ibrahim Uyanik „das Fair Play vermissen.“ Bis zur 60. Minute sei alles fair gewesen, beim dritten Treffer Weiss-Blaus habe der den Gästen zugeordnete nichtneutrale Schiedsrichterassistent sein Amt vernachlässigt und so den Ausball nicht angezeigt, bevor WB-Torjäger Ruben Balthasar das 3:1 markieren konnte.

Bei den vehementen Protesten der Gastgeber war der Heimcoach beteiligt und erhielt dafür die Gelb-Rote Karte. Uyanik stellte dar, dass sein Team dem Gegner „Einladungen zum Toreschießen“ verschickt habe. So kritisierte er Torhüter Ali Dogdu für einen unüberlegtes Abspiel aus dem Sechzehner. In der Folge fiel der Ball Balthasar vor die Füße und der gegnerische Stürmer bedankte sich mit dem ersten Weiss-Blau-Tor. Tim Garthe erhöhte dann nach einer halben Stunde für die Gäste. Saz-Rock hatte nach dem 0:2 kleine Chancen, aber nichts hochkarätiges. In der Halbzeit bezeichnete der FV-Coach das Spiel seines Teams als „lächerlich“. Nach einer geharnischten Kabinenansprache ging Uyanik nach draußen, „denn gegen solche Gegner musst du punkten. Nur zwei, drei waren mit Herz da und wollten gewinnen. Die restlichen acht hätte man auswechseln können.“

Die Ansprache zeigte dann Wirkung, denn die Gelb-Roten fingen an zu kämpfen. „Wir haben fast nur auf ein Tor gespielt. Der eingewechselte Sertan Sak verkürzte schnell auf 1:2. Danach spielte sich in der 68. Minute die Szene ab, die die Gemüter so erhitzte. „So etwas habe ich lange nicht erlebt. Der Ball war im Aus und mein Mittelfeldspieler bleibt stehen, um den Ball einzuwerfen. Die spielen weiter und ich hebe meine Hand hoch. Ich drehe mich nach rechts und sehe, dass deren Linienrichter an der Bande lehnt und sich unterhält“, echauffierte sich Uyanik. „Es ist lächerlich, dass dieser Linienrichter nicht da war. Ich habe den WB-Coach aufgefordert, fair zu sein. Die haben so getan, als ob sie nichts gesehen hätten.“ Uyanik flog dann mit Gelb-Rot vom Platz, seine Spieler entwickelten dann aber eine Jetzt erst Recht-Mentalität. Kapitän Onur Götürmen verkürzte per Foulelfmeter auf 2:3 und dann wurde der lange Abwehrspieler Sanny Abubakari als dritte Spitze nach vorne beordert.

Nach einem langen Ball sorgte er wenigstens noch für das Unentschieden. Danach habe es sogar noch Möglichkeiten zum Siegtreffer gegeben. „Ich weiß nicht, ob ich mich über den Punkt freuen soll. Fakt ist, der Gegner war nicht fair. Der Ball war definitiv im Aus und die haben es auch gesehen. Die haben ein Tor geschenkt bekommen“, ärgerte sich Uyanik. Sein Kollege Jamal Er-Jah nahm aus WB-Sicht dazu wie folgt Stellung: „Mir war die Sicht in dem Moment versperrt und ich habe es nicht gesehen. Sonst hätte ich auch was gesagt, aber es war keineswegs so eindeutig. Der Schiedsrichter und meine Person wurden dann von den Gastgebern massiv beleidigt, auch von Herrn Uyanik. So ist die Lage dann eskaliert. Mit dem Linienrichter habe ich ein ernstes Wort sprechen müssen, dass er künftig konstant bei der Sache bleibt. Wir hätten hier gewinnen müssen, haben aber am Ende zu tief gestanden.“

Schiedsrichter: Jan Schubert. Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Ruben Balthasar (5.), 0:2 Tim Garthe (31.), 1:2 Sertan Sak (54.), 1:3 Ruben Balthasar (68.), 2:3 Onur Götürmen (74./Foulelfmeter), 3:3 Sanny Abubakari (90.).

FC Kalbach – TSG Nieder-Erlenbach 7:1 (4:0)

Im Nord-Derby hatte sich Kalbach vorgenommen ein schnelles Tor zu erzielen und das gelang Neuzugang David Bafuka auch nach fünf Minuten, nachdem Ouassim Bouzarzar den Innenpfosten getroffen hatte. Der Ball prallte zurück zu Bafuka, der nur noch einzuschieben brauchte. Nach Querpass des von den Gästen gekommenen Adrielle Parotta erhöhte Bouzarzar noch in der Anfangsphase auf 2:0. Achraf Gara Ali und Parotta hatten gegen den konfusen Tabellenletzten schon zur Pause einen deutlichen Vorsprung vorgelegt.

„Der Gegner war bis auf eine Aktion einmal im Sechzehner in der ersten Halbzeit und das ungefährlich. Wenn wir unsere hundertprozentigen Torchancen verwerten kann sich keiner beschweren, wenn es 8:0 steht zur Pause“, berichtete FCK-Trainer Karol Drynda. Der Coach war mit der Darbietung trotz des deutlichen Sieges nicht einverstanden: „Der Gegner hat es uns einfach gemacht, trotzdem können wir mit unserem Spiel nicht zufrieden sein. So eine richtige Reaktion auf die Niederlage unter der Woche bei Posavina war das nicht.“ In der zweiten Halbzeit machten die Kalbacher eigentlich da weiter, wo sie zur Pause aufgehört hatten. „Wir haben zwar das Spiel dominiert, aber nicht so wie wir uns das vorstellen. Viele Aktionen haben zu lange gedauert. Außerdem wurden wieder hundertprozentige Chancen leichtfertig vergeben.“

Tore wurden aber auch noch einige geschossen: Bafuka mit dem Kopf zum 5:0, Soufiane Moussaoui per Foulelfmeter und Gara Ali setzte den Schlusspunkt. Zwischenzeitlich hatte der Erlenbacher Abdelrahman Alhatem für den Ehrentreffer der Gäste gesorgt. Die Gastgeber mussten auf viele Spieler verzichten, deswegen erhielten andere Akteure die Chance von Anfang an. „Wir haben zwar hochverdient gewonnen, wir wissen jedoch dass wir nicht gut gespielt haben und wir es besser machen können. Teilweise haben wir die Aktionen nicht gradlinig runtergespielt, stattdessen wollten wir es zu kompliziert machen“, monierte Drynda.

Die Gäste bleiben punktlos am Tabellenende und so langsam verlieren sie den Anschluss an das rettende Ufer. Trainer Andreas Ludwigs Statement fiel daher kurz und bündig aus: „Das war gar nichts! Wir sind ja gar nicht am Mann gewesen und haben die spielen lassen und zugeguckt, wie die das ganz toll machen. Am Ende müssen wir uns bei Torhüter Rico Maderthoner bedanken, dass es nicht noch höher ausgegangen ist.“

Schiedsrichter: Seyid-Ali Savran (Wiesbaden). Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 David Bafuka (5.), 2:0 Ouassim Bouzarzar (13.), 3:0 Achraf Gara Ali (30.), 4:0 Adrielle Parotta (43.), 5:0 David Bafuka (62.), 5:1 Abdelrahman Alhatem (68.), 6:1 Soufiane Moussaoui (77.), 7:1 Achraf Gara Ali (83.).

FC Tempo – FC Kosova 4:3 (1:1)

Das brisante „Balkanduell“ verlief chaotisch. Da die aktuell aufgrund der Corona-Problematik zugelassene maximale Anzahl von 250 Zuschauern schon vor dem Anpfiff erreicht war, schlossen die Gastgeber das Eingangstor vorsorglich zu. Die teilweise aus anderen Städten angereisten Anhänger beider Lager wollten das nicht hinnehmen und verschafften sich dann ohne Eintrittskarte und die notwendige Registrierung Zutritt zum Gelände. Augenzeugenberichten zufolge wurde massenhaft über den Zaun geklettert, sodass sich zwischenzeitlich rund 400 Zuschauer auf der engen Anlage befanden.

Die alarmierte Polizei stellte nicht nur die erhöhte Zuschauerzahl fest, sondern auch die Missachtung sämtlicher Corona-Regeln wie der Abstandsregelung. Ein Spielabbruch hätte gedroht, wenn es nicht gelungen wäre, die Massen aus dem Sportplatz zu entfernen. Die schauten dem Spielgeschehen dann von der Straße beziehungsweise vor der gegenüberliegenden U-Bahn-Strecke zu, zwischenzeitlich forderten zahlreiche Gästefans empört ihr Eintrittsgeld zurück. Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic zeigte sich von den Begleitumständen betroffen: „Wenn wir hier leben, müssen sich beide Seiten auch an die Regeln halten. Es ist so einiges aus dem Ruder gelaufen.“

Dagegen meinte Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci: „Der Heimverein ist für die Organisation zuständig, wir als Gäste können da wenig ausrichten.“ Fußball gespielt wurde auch noch: Der Aufsteiger lag durch Flakron Thaci in Führung, Goran Grijak glich postwendend aus. Nachdem rund um den Platz nach der Räumung nur noch zehn Offizielle pro Verein zugegen waren, gerieten die Gastgeber auf die Verliererstraße. Raisi Zalla und Haithem Sassi sorgten für eine 3:1-Führung, ehe Sassi dann wegen übertriebenem Torjubel Gelb-Rot sah.

In Überzahl drehten die Serben dann auf und auch das Spiel. Dank einem Handelfmeter brachte Vladimir Matic Tempo auf 2:3 heran. Darko Nikolic sorgte für den Ausgleich, doch damit nicht genug: In der 90. Minute gelang Milos Matic noch der drin wie draußen viel umjubelte Siegtreffer. „Es ging hin und her in einem kampfbetonten Spiel. Wir hatten Glück, dass wir das in den letzten zehn Minuten drehen konnten“, sagte Marcetic. Statovci haderte nach der zweiten Niederlage in Folge: „Wir haben das Spiel am Ende mit unserer Blödheit verloren.“

Schiedsrichter: Mike Kantz (Idstein). Zuschauer: 250 (ausverkauft) – nach der Platzräumung: keine.
Tore: 0:1 Flakron Thaci (6.), 1:1 Goran Grijak (8.), 1:2 Raisi Zalla (62.), 1:3 Haithem Sassi (76.), 2:3 Vladimir Matic (82./Handelfmeter), 3:3 Darko Nikolic (84.), 4:3 Milos Matic (90.).
Gelb-Rote Karte: Haithem Sassi (Kosova/79.).

FC Posavina – FC Gudesding 8:0 (4:0)

Unter den Interimstrainern Drago Pavlovic und Mladen Pejic setzte Posavina seine Erfolgsserie mit dem Kantersieg gegen ein indisponiertes Gudesding fort. Zuletzt wurden sieben von neun möglichen Punkten geholt. Die beiden haben in der Zeit den im Urlaub weilenden Cheftrainer Pero Bosnjak würdig vertreten. Es war eine einseitige Partie, die knapp 90 Zuschauer auf dem nagelneuen Kunstrasen auf den Riederwaldwiesen verfolgten.

In der ersten Halbzeit spielten die Kroaten sehr gut zusammen und zogen bereits gegen ein vollständiges Team aus dem Ostpark mit 4:0 davon. Nach der Pause dezimierten sich die Gäste nach und nach mit Gelb-Roten Karten. Somit hatte Posavina leichtes Spiel, um einen ungefährdeten 8:0-Sieg einzufahren. Einziger Lichtblick: Torhüter Daniel Kunkel parierte vor dem 6:0 einen Foulelfmeter von Drazen Vinkovic, musste sich dann aber im Nachschuss von Marvin Antunovic geschlagen geben.

„Wir sind froh, dass die Formkurve nach oben geht. Die Zuschauer sind voll auf ihre Kosten gekommen. Riesendank an die Vertretung von Pero Bosnjak. Sie haben die Mannschaft wachgerüttelt und der Glaube ist wieder da“, freute sich Posavinas Pressewart Danijel Pavic. Entsetzen herrschte dagegen bei Gudesdings Vorsitzenden Rainer Weiss angesichts von 16 Gegentoren in zwei Partien vor.

Die Ostpark-Truppe befindet sich in dieser desolaten Verfassung im tiefen Tal. „Es stehen momentan zu wenige Spieler zur Verfügung, die KOL-reif sind. Und wenn dann ein Schiri zwei Spieler vom Platz schickt, weil sie es gewagt haben, den Allmächtigen anzuzweifeln, bist Du chancenlos. Wir müssen hoffen, dass die vielen Verletzten zurückkehren. Posavina hat eine tolle Mannschaft und ein tolles Publikum.“

Schiedsrichter: Christopher Bedikian (Hanau). Zuschauer: 90.
Tore: 1:0 Anto Petrasevic (4.), 2:0 Kristian Pejic (16.), 3:0 Drazen Vinkovic (45./+2), 4:0 Stijepan Piljic (45./+5), 5:0, 6:0 Marvin Antunovic (65./77.), 7:0 Ivan Dzijan (80.), 8:0 Drazen Vinkovic (87.).
Gelb-Rote Karten: Alexander Wack (Gudesding/52.), Ferdinand Hasselbeck (Gudesding/65.), Aeham Abouch (Gudesding/68.).

SV Griesheim Tarik – FV Hausen 4:3 (0:0)

Griesheim Tarik dominierte laut den Schilderungen von Trainer Hamza Azaoum die erste Halbzeit klar und erarbeitete sich viele Chancen. Dennoch stand es zum Pausentee an der Lärchenstraße noch 0:0. „Ein Tor wurde uns aberkannt, wo der Ball einen Meter hinter der Linie war“, berichtete der Tarik-Coach. Nach der Pause sorgte ein Doppelschlag des neuen Stürmers Mostafa für eine scheinbar beruhigende 2:0-Führung, doch nach zwei Standards glichen die Lila-Weißen innerhalb von sechs Minuten mit Tobias Neugebauer und Kenzo Peter aus.

Die selbstbewussten Gastgeber spielten weiter nach vorne und gingen erneut durch Mimoun Azzakriti in Führung und kassierten danach wieder nach einem Eckball ein Kopfballtor von Josip Dolic. Nachdem zwei klare Chancen vergeben wurden, sicherte Zouhair Msahli den Hausherren in der letzten Minute den sechsten Sieg in Folge und das Vorrücken auf Rang drei.

Doch weit in der Nachspielzeit hinein bot sich Hausens Sina Shakouri noch die Gelegenheit, noch mal auszugleichen. Den fälligen Strafstoß setzte der Spielmacher aber kläglich in die Wolken (90./+4). „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, wir haben aber zu viel zugelassen. Vorne lassen wir noch zu viel liegen. Bis zum 2:0 hatten wir das Spiel in der Hand und am Ende hatten wir noch Glück beim Elfer. Es war ein Spiel für die Zuschauer“, resümierte Azaoum.

FVH-Coach Martin Reyschmidt erkannte an, dass Tarik in der ersten Halbzeit besser gewesen sei: „Da haben wir Glück gehabt, kein Tor kassiert zu haben.“ Die zweite Halbzeit war dann aus seiner Sicht recht offen: „Von der Einstellung und kämpferischen Leistung war das sehr gut. Wir sind zweimal zurückgekommen nach Rückständen und haben leider am Ende den Elfmeter verschossen.“ Der Sieg für Tarik sei verdient gewesen, so Reyschmidt. Er erwähnte noch den Schiedsrichter aus dem nahegelegenen Schwanheim für seine gute Leistung.

Schiedsrichter: Benjamin Rauscheberg (Frankfurt). Zuschauer: 120. Tore: 1:0, 2:0 Mostafa Amghar Bouchikh (52./62.), 2:1 Tobias Neugebauer (65.), 2:2 Kenzo Peter (71.), 3:2 Mimoun Azzakriti (84.), 3:3 Josip Dolic (87.), 4:3 Zouhair Msahli (90.).

TuS Makkabi – SV 07 Heddernheim 0:1 (0:0)

SVH-Trainer Andreas Berggold atmete tief durch: „Die Erleichterung ist riesengroß. Wir hatten das Spielglück mal auf unserer Seite. Wir haben vorne einen reingemacht, Makkabi eben nicht und das hat uns außer gegen Griesheim gefehlt. Ich habe zwei Mannschaften gesehen, die versucht haben Fußball zu spielen. Beiden hat aber vorne die Durchschlagskraft gefehlt und wir haben am Ende die brenzligen Situationen überstanden.“ Es war insgesamt ein schwaches Spiel auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Preungesheim, welches bei Tageslicht begann und in der Dunkelheit endete. In einer Partie mit wenigen Torchancen wirkten die Gäste ballsicherer und konsequenter vor dem Tor. Zumindest war dies beim entscheidenden Tor der Heddernheimer in der 73. Minute der Fall, als Tino Matijevic den Eckball gut reinbrachte und am langen Pfosten Stürmer Christos Papadopoulos per Kopfball der erlösende Treffer gelang.

Durch den Streich des Griechen konnte gegen einen direkten Konkurrenten der zweite Saisonsieg eingefahren werden und die Heddernheimer stehen nun punktgleich mit Makkabi im hinteren Tabellenmittelfeld. Der so wichtige Sieg musste allerdings am Ende über die Ziellinie gezittert werden. Die Gastgeber versuchten in der Schlussphase alles, um wenigstens noch zum Ausgleich zu kommen. „Unser Manko bleibt die Chancenverwertung, aber wir trafen auf einen Gegner, der die gleichen Probleme hat“, sagte Berggold. Viel Mittelfeldgeplänkel war meist an der Tagesordnung, die beste Chance der Makkabäer vergab Routinier Kristian Leonhardt mit einem Schuss an den Außenpfosten.

Ansonsten meist Leerlauf, viele Einwürfe und Unterbrechungen. Makkabi kam gut aus der Kabine und wollte das Tor erzwingen, doch SVH-Keeper Marcin Czukiewicz war gut in Form. Beim Kopfball von Benedict Rose wäre er wohl machtlos gewesen, aber der Ball zischte am Tor vorbei. Rose alleine hätte das Spiel entscheiden können, er vergab noch zwei dicke Möglichkeiten beim Stande von 0:0. Kurz vor dem Siegtor der Grün-Weißen war Deniz Yatci frei durch, scheiterte aber am routinierten Kai Klug im Makkabi-Tor. Nach dem 0:1 warfen die Hausherren noch einmal alles nach vorne, scheiterten aber an ihrem Unvermögen vor dem Tor. Verletzte Angreifer wie Ibrahim Abbouz oder Simon Lindlar können eben beim Aufsteiger nicht ersetzt werden.

Und so brachte der SVH den Sieg nach Daniel Endzweigs Pfostenschuss mit Glück und Geduld über die Zeit. TuS-Trainer Hakan Tekin befand in seiner Analyse: „Die ersten 20 Minuten hat es Heddernheim wirklich gut gemacht. Wir haben den Zugriff im Mittelfeld nicht gefunden und so konnten sie einige Male gefährlich vor unserem Tor auftauchen. Wir haben dann aber nach einer taktischen Umstellung mehr und mehr das Kommando übernommen. Wir haben zwei, drei Möglichkeiten, wo wir alleine aufs Tor zulaufen und schaffen es nicht ein Tor zu schießen. Das ist bitter, weil wenn wir 1:0 führen, wird es schwer für Heddernheim. Sie haben sich für ihren kämpferischen Einsatz belohnt.“

Schiedsrichter: Heiko Spillner (Gelnhausen). Zuschauer: 155.
Tor: 0:1 Christos Papadopoulos (73.).

Kreisoberliga Frankfurt – Griesheim 02 mit brillanter Spielweise an die Spitze

Frankfurt – Teil zwei des 8. Spieltages der Kreisoberliga Frankfurt brachte 23 Tore in vier Partien. Insgesamt war es mit 50 Treffern in acht Begegnungen ein sehr torreicher Spieltag. Die Spvgg. 02 Griesheim übernahm mit einem 7:1-Kantersieg in Heddernheim die Tabellenspitze. Der FV Hausen setzte seine Erfolgsserie fort und schob sich auf Rang drei vor. Aufsteiger TuS Makkabi bezwang den FC Maroc mit 3:1 und katapultierte sich selbst aus der Abstiegszone und den Gegner mitten hinein. Das 2:2-Remis zwischen Union Niederrad und dem FV Saz-Rock hilft im Abstiegskampf weder den einen noch den anderen weiter. Am Sonntag geht es bereits mit dem nächsten Spieltag weiter, ehe in der kommenden Woche die erste Runde im Kreispokal auf dem Programm steht.


Einen brillanten Vortrag hielt Griesheim 02 unter dem diffusen Heddernheimer Flutlicht ab.

TuS Makkabi – FC Maroc 3:1 (2:0)

Makkabis Trainer Hakan Tekin sprach nach dem befreienden Erfolg und dem Sprung raus aus der Abtiegszone von einem verdienten Sieg: „Die ersten 35 Minuten waren wir die spielbestimmende Mannschaft“. Daraus resultierte die seiner Ansicht nach verdiente 2:0-Führung nach Toren von Robel Seiverth-Tsegai und Benedict Rose. In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte kamen die Gäste unter der Regie des langjährigen Makkabi-Coaches Jorge Huberman etwas besser ins Spiel, spielten sich aber keine wirklichen Torchancen heraus. Mit dem 3:0 von Constantin Rose Mitte des zweiten Abschnitts war das Spiel entschieden. Tekin kritisierte die überharte Gangart der Marokkaner: „Der Gegner ist leider danach nur noch durch übertriebene Härte und Unsportlichkeiten aufgefallen. Der Höhepunkt war ein Kopfstoß bei einem Eckball. Ich habe die Situation genau gesehen, leider der Schiedsrichter nicht.“ Solche Dinge gehörten nicht auf den Fußballplatz, klagte Tekin und berichtete: „Unser Spieler hat eine gebrochene Nase und musste gestern Abend noch ins Krankenhaus. Wir werden das nicht einfach so stehen lassen.“ Zehn Jahre lang waren sich diese Vereine aus dem Weg gegangen, nun gab es gleich beim ersten Aufeinandertreffen nach langer Zeit Misstöne. Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi warf den Gastgebern vor: „Nach dem 3:0 haben die nach jedem Zweikampf übertrieben rumgeschrien, nur um der Zeit wegen“. Zum schwachen Spiel Marocs und dem Absturz in die Abstiegszone fiel El Idrissi nicht viel ein: „Erst fehlten mir die Worte zum Spiel. Das war das schlechteste, was wir seit langer Zeit auf dem Feld geboten haben. Die Einstellung, der Wille und die spielerische Note eine einzige Katastrophe. Wenn wir so weiter machen, steigen wir ab!“ Das einzige, was Maroc in 90 Minuten gelang, war der bedeutungslose Treffer zum 3:1 in der letzten Minute durch Soufian Taadou.

Schiedsrichter: Rolf Seifert (Lindheim). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Robel Seiverth-Tsegai (15.), 2:0 Benedict Rose (29.), 3:0 Constantin Rose (67.), 3:1 Soufian Taadou (90.).

SV 07 Heddernheim – Spvgg. 02 Griesheim 1:7 (1:3)

Nicht nur Heddernheims Spielausschuss-Chef Klaus Schleicher war beeindruckt von der Spielstärke der Griesheimer: „Das war die mit Abstand beste Mannschaft, die sich hier in den letzten Jahren vorgestellt hat.“ Auch Trainer Andreas Berggold erkannte an: „Die Niederlage ist auch in der Höhe verdient. Griesheim war eine Klasse zu stark für uns, vor allem was das Tempo und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor anbetrifft. Teilweise haben wir aber auch dumme Tore kassiert, wo wir tatkräftig mitgeholfen haben.“ Es fing mal wieder gut an für die Grün-Weißen, denn Kapitän Philipp Siegel verwandelte in gewohnt souveräner Manier einen Handelfmeter (4.) – der sechste Strafstoßtreffer Siegels in der noch jungen Saison. Der SVH konnte die Führung zwar nicht lange konservieren, hielt aber zumindest im ersten Durchgang noch dagegen.

Der Ausgleich wäre eigentlich schon nach 13 Minuten fällig gewesen, doch der aus der eigenen Jugend stammende Außenspieler Bilal Zerouali erlief einen katastrophalen Rückpass von Routinier Dawit Demeke und passte uneigennützig quer zu Fiorenzo Santoro, der aus Abseitsposition einschob. Vier Minuten danach konnten die 35 mitgereisten Griesheimer Anhänger das erste Mal jubeln. Dem schnellen Spiel über die rechte Seite konnte Heddernheim kaum folgen. Deniz Pekgüzelyigit flankte in die Mitte, wo Daniel Sikorski fast unbedrängt einschieben konnte (18.). Fünf Minuten danach war Sikorskis Doppelschlag perfekt. Der quirlige Fiorenzo Santoro vernaschte auf der rechten Seite gleich drei Heddernheimer und bediente Sikorski am Sechzehner. Der zog aus dem Stand trocken ab.

SVH-Torwart Marcin Czukiewicz war noch dran, aber trotzdem machtlos (23.). Kurz vor der Pause war dann Heddernheims erfahrenster Spieler von allen guten Geistern verlassen. Dawit Demekes zu kurzen Rückpass erlief 02-Stürmer Alexandr Railean. Der aus der Hessenliga vom FV Bad Vilbel gekommene Rumäne spitzelte den Ball an Czukiewicz vorbei ins Netz – 1:3 (42.). Nach dem Seitenwechsel setzten die „Schleifer“ ihre brillante Spielweise fort. Langer Ball über die linke Seite, der flach reingebracht wurde, Railean verpasste, aber Santoro war noch zur Stelle und drosch ihn mit links in die Maschen (49.). „Das war dann der Punkt, wo die Mannschaft sich selbst aufgegeben hat, wobei wir in der Phase hinten dran noch zwei, drei Möglichkeiten hatten. Da hätte es auch 3:7 ausgehen können, aber es kam nie ein Zweifel auf, wer hier als Sieger vom Platz gehen würde“, beteuerte Berggold.

Zum Bespiel schoss Marcel Schmid einen Volleyschuss nach langem Siegel-Abstoß links vorbei (55.). Im Gegenzug war Railean erneut zur Stelle und es hieß 5:1 für Griesheim (57.). Beim sechsten Tor behauptete der eingewechselte Jeffrey Aboagye den Ball und legte rechts ab zu Pekgüzelyigit, der nur einschieben brauchte (65.). Der Schlusspunkt war Sikorski mit seinem dritten Tor vorbehalten (74.). Griesheims Trainer Michele Raimondi analysierte den Kantersieg gewohnt sachlich: „Wir kommen langsam in Fahrt und verstehen, um was es geht. Wir haben weniger Einzelaktionen gezeigt, sondern fünfmal bei den Toren quer gelegt. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Tabellenführung anzuvisieren ist immer schön, da ist es einfacher die Jungs zu motivieren.“

Schiedsrichter: Rene Döbber (Alzenau). Zuschauer: 115.
Tore: 1:0 Philipp Siegel (4./Handelfmeter), 1:1, 1:2 Daniel Sikorski (18./23.), 1:3 Alexandr Railean (42.), 1:4 Fiorenzo Santoro (48.), 1:5 Alexandr Railean (57.), 1:6 Deniz Pekgüzelyigit (65.), 1:7 Daniel Sikorski (74.).
Gelb-Rote Karte: Enver Kelmendi (Griesheim/78.).

FV Hausen – SC Weiss-Blau 5:2 (3:0)

Nach einem schönen Pass von Spas Pisov ging Hausen durch Sina Shakouri recht schnell in Führung. Shion Tsuji erhöhte dann auf 2:0, ehe Jounes Bökenkamp das 3:0 markierte und dann kurz danach verletzt ausschied und zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht wurde. Direkt nach der Halbzeit stellten die Lila-Weißen gegen den Aufsteiger auf 4:0 durch Shakouri. Hausens Trainer Martin Reyschmidt beklagte dann die Nachlässigkeit seines Teams: „Wir haben gedacht, es geht immer so weiter. Mir kam es so vor, als on zehn Hütchenstangen auf dem Platz standen. Wir waren nicht mehr da und haben nichts mehr gemacht. So kamen die Gäste von den Sandhöfer Wiesen auf und markierten innerhalb von drei Minuten mit Tim Schubert und Tilman Garthe zwei Tore. In der 83. Minute gab es eine bemerkenswerte Aktion von Gästeakteur Lucaas Rodriguez. Nach dem Elfmeterpfiff ging der junge Mann zum Schiedsrichter und bat ihn, den Strafstoß zurückzunehmen, da es kein Foul gewesen sei. „Machen die das 4:3, schwimmen wir nochmal richtig. Von daher Riesenrespekt an den Weiss-Blau-Spieler, er hat Courage und Ehrlichkeit gezeigt. Chapeau an den Jungen, das bei diesem Spielstand zu machen“, unterstrich Reyschmidt. Nach der Gelb-Roten Karte gegen WB-Spieler Giorgio Lentini machte Pisov das 5:2. „Mit der ersten Halbzeit war ich einverstanden. Nach der 46. Minute fehlen mir einfach nur die Worte. Ich weiß nicht, was da in den Köpfen der Spieler passiert ist. Das geht nicht und das werde ich aufarbeiten.

Schiedsrichter: Iman Safi (Erlensee). Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Sina Shakouri (2.), 2:0 Shion Tsuji (26.), 3:0 Jounes Bökenkamp (36.), 4:0 Sina Shakouri (46.), 4:1 Tim Schubert (61.), 4:2 Tilman Garthe (64.), 5:2 Spas Pisov (90.).
Gelb-Rote Karte: Giorgio Lentini (Weiss-Blau/90.).

FC Union Niederrad – FV Saz-Rock 2:2 (1:1)

Die Gastgeber starteten laut ihrem Vorsitzenden Khalid Lamjahed furios und schossen in der ersten Minute schon viermal auf das Tor von Saz-Rock. Einmal wurde auf der Linie gerettet, drei hielt FV-Torwart Ali Dogdu. Außerdem trafen die Niederräder in der ersten Halbzeit den Pfosten. Nach einem Eckball von Dominik Abd Ala traf Benedikt Jung per Kopfball zum 1:0 für die Union. Danach ließ Niederrad das Spiel langsamer angehen und verursachte einen Freistoß, den Gästeakteur Altan Sak direkt aus 20 Metern zum Ausgleich versenkte. In der zweiten Halbzeit – so berichtete Lamjahed – habe sein Team nur auf ein Tor gespielt und „mächtig Chancen für zwei oder drei Spiele“ gehabt. Das 2:1 von Dominik Abd Ala nach einem langen Ball war die logische Konsequenz aus der Überlegenheit der Heimelf, doch dann unterlief Mohamed Azeggaghe ein klassisches Eigentot und die Partie endete remis. „Das waren zwei verschenkte Punkte. Ich bin völlig fassungslos, denn wir brauchen die im Kampf gegen den Abstieg definitiv. Wir waren dem Gegner in allen Belangen überlegen, Saz-Rock war schwach. Das ist ärgerlich und zum Glück sind wir am Sonntag spielfrei“, sagte Lamjahed. Der Gegner habe keine einzige Torchance gehabt, von daher ist das Resultat enttäuschend. Ein Sonderlob erhielt der Offenbacher Schiedsrichter Adil Challioui für seinr souveräne Spielleitung. FV-Coach Ibrahim Uyanik hatte unterdessen seine eigene Sichtweise der Dinge: „Es war ein unterhaltsames Spiel, der Punkt war verdient. Es war aber nicht so ein gutes Spiel. Der Punkt war wichtig für uns und auch für den Gegner, wobei wir etwas enttäuscht sind, da wir mehr Spielanteile hatten und fast nichts zugelassen haben.“ Seine Rot-Gelben hätten alle Zweikämpfe und zweiten Bälle gewonnen, aber zu oft quer gespielt statt auf das Tor zu schießen. Und am Ende hätte Saz-Rock auf das 3:2 gelauert, wobei auch Niederrad noch ein Tor hätte machen können.

Schiedsrichter: Adil Challioui (Offenbach). Zuschauer: 90.
Tore: 1:0 Benedict Jung (32.), 1:1 Altan Sak (39.), 2:1 Dominik Abd Ala (75.), 2:2 Mohamed Azeggaghe (83./Eigentor).

Kreisoberliga Frankfurt – Kalbach gelingt gegen acht Posavina-Spieler nicht der Ausgleich

Frankfurt – Teil eins des 8. Spieltages der Kreisoberliga Frankfurt ging am Mittwochabend bis auf eine Ausnahme mit torreichen Spielen über die Bühne. 27 Treffer wurden in vier Partien markiert. Die beiden in der Tabelle oben stehenden Teams verloren erstmals in dieser Saison. Spitzenreiter FC Kalbach unterlag beim FC Posavina mit 1:2, obwohl in den letzten Minuten nur noch acht gegnerische Akteure am dem Feld standen. Unter unwürdigen Rahmenbedingungen unterlag Aufsteiger FC Kosova der formstarken Viktoria Preußen mit 2:6. Hohe Siege fuhren auch der wiedererstarkte FC Tempo mit dem 8:2 beim FC Gudesding und der SV Griesheim Tarik mit 5:1 gegen den FC Croatia ein. Die Partie TSG Nieder-Erlenbach – TSKV Türkgücü wurde auf den 5. November (20 Uhr) verlegt, da Türkgücü von einem Coronafall betroffen ist und dessen Teams nun laut den Gesundheitsbestimmungen 14 Tage aus dem Spielbetrieb genommen werden muss. Heute Abend finden die restlichen vier Begegnungen statt. Die Spvgg. 02 Griesheim hat die Chance, mit einem Sieg beim abstiegsbedrohten SV 07 Heddernheim, alleiniger Tabellenführer zu werden.


Der FC Posavina besiegte den FC Kalbach mit am Ende acht Akteuren auf dem Feld. Foto: Danijel Pavic.

FC Kosova – SV Viktoria Preußen 2:6 (1:2)

Die marode Sportanlage an der Wilhelm-Epstein-Straße war mal wieder Schauplatz von nicht KOL-würdigen Rahmenbedingungen. Im Laufe der Begegnung auf dem Hartplatz fiel das Flutlicht einige Male aus, was nicht zum ersten Mal vorgekommen ist. Kosovas Spielausschuss-Boss Rudi Statovci beklagte sich: „Hier kann man abends in der dunklen Jahreszeit nicht spielen. Wir haben das Spiel erst gegen 22 Uhr beenden können, nachdem um 19 Uhr Anpfiff war. Das sind keine regulären Bedingungen.“

Am Montag sei der altgediente Funktionär beim Sport- und Badeamt vorstellig geworden und habe die Problematik geschildert. Die Flutlichtmasten seien schlichtweg defekt und nicht mehr zu gebrauchen. Sportlich gesehen musste der starke Aufsteiger die erste Saisonniederlage hinnehmen. „Der Gegner war nicht überragend. Wir haben viele unserer Torchancen nicht genutzt“, meinte Statovci und sah sich bestätigt: „Wir haben mit ganz oben nichts zu tun und wollen im oberen Mittelfeld landen.“

Die Gäste gerieten zunächst früh in Rückstand, legten dann aber laut Trainer Artur Rissling eine „Megaleistung“ an den Tag. „Das war ein Team, aber nicht nur das. Wir haben auch richtig gut Fußball gespielt auf dem Hartplatz.“ Nicht nur der vierfache Torschütze Daniel Wolf habe Anteil am Kantersieg gehabt, sondern „alle von der Nummer eins bis zur 15.“ Taktisch musste der Coach laut dem Sportlichen Leiter Thomas Mahlau reagieren, denn Kosovas pfeilschnellen Außenstürmer Flakron Thaci bekamen die Preußen zunächst kaum in den Griff. Mit der Einwechslung von Oskar Copik auf der ungewohnten linken Verteidigerposition wurde es dann besser. Streitpunkte brachte das 1:2 kurz vor der Pause nach sich: Nach einem Pfiff aus dem Publikum erzielten die Gäste ein Tor.

Der Schiedsrichter erkannte es nicht an und gab Schiedsrichterball. Während die Gastgeber noch mit Diskussionen abgelenkt waren, schaltete Giuliano Amante schnell, legte quer zu Ünal Özdemir, der locker einschieben konnte (43.). Im zweiten Abschnitt kamen dann die vielen Unterbrechungen und zwischenzeitlich drohte ein Spielabbruch. Die Kosovaren kamen zwar auf 2:3 heran, doch in der Schlussphase kamen die Gäste mit den dubiosen Umständen besser zurecht und trafen nach quasi jeder Unterbrechung noch ins Tor. „Ich bin megastolz auf die Mannschaft“, sagte Rissling und merkte zu den Begleitumständen an: „Unter der Woche darf auf diesem Platz kein Spiel mehr stattfinden.“

Schiedsrichter: Steffen Maaß (Hanau). Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Kushtrim Ahmeti (4.), 1:1 Daniel Wolf (10.), 1:2 Ünal Özdemir (43.), 1:3 Daniel Wolf (52.), 2:3 Flakron Thaci (61.), 2:4, 2:5 Daniel Wolf (81./86.), 2:6 Kadir Mengunogul (90.).

SV Griesheim Tarik – FC Croatia 5:1 (0:0)

Mit dem fünften Sieg in Folge setzt sich die neuformierte Truppe von Griesheim Tarik im oberen Tabellendrittel fest und nimmt Kontakt zur Spitze auf. Nach einer torlosen ersten Hälfte trumpften die Gastgeber mit dem erstmals in dieser Saison eingesetzten ehemaligen Spielertrainer Khalid El Houssaini als Leader auf und fuhren gegen die zunächst defensiv stabil stehenden Kroaten noch einen deutlichen Heimsieg ein. „In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan. Croatia stand tief und hat auf Konter gelauert“, schilderte Tariks Trainer Hamza Azaoum. Nach dem Feldverweis gegen Gästeakteur Kenan Hadzic (Gelb-Rot/41.) hatten die Gastgeber mehr Räume und nutzten diese zur verdienten Führung. Die Gäste kamen aber in Unterzahl zum Ausgleich und blieben nach dem erneuten Rückstand bis in die Schlussphase hinein im Spiel. „Kompliment an meine Jungs, sie haben trotz zahlreichen Änderungen im Team ein gutes Spiel abgeliefert“, verkündete Azaoum stolz. „Tarik hatte in einem ausgeglichenen Spiel drei Treffer aus 16 Metern erzielt“, berichtete Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta und kritisierte den Schiedsrichter: „Er hatte keinen guten Tag und hat uns Gelb-Rot für nix gegeben. Das war ein Abwehrfoul an uns und der Spieler hat sich geärgert, dass das nicht gepfiffen wurde, denn es war das vierte Foul an unseren Stürmer.“ Beim Blick auf die Tabelle wird Konta deutlich: „Am Sonntag gegen Griesheim 02 müssen wir was holen, sonst wird es eng.“

Schiedsrichter: Dominik Schreiber (Bad Homburg). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Mohamed Jahouh (49.), 1:1 Dennis Grancic (54.), 2:1 Younes Kabbouch (69.), 3:1 Mimoun Azzakriti (81.), 4:1 Khalid El Houssaini (84./Foulelfmeter), 5:1 Abdelmounaim Amazrini (89.).
Gelb-Rote Karte: Kenan Hadzic (Croatia/41.).

FC Gudesding – FC Tempo 2:8 (0:4)

Gudesdings Vorsitzender Rainer Weiss war nach der höchsten Heimniederlage in der noch jungen Vereinsgeschichte der „Guden“ beeindruckt von der Spielweise der Serben: „Ein prächtig aufgelegtes, in allen Mannschaftsteilen stabiles Team, das am Ende der Saison ganz oben stehen kann.“ Besonders begeistert war er von Goran Dokic: „Ein absoluter Leader.“ Gudesding konnte den Ausfall von sechs Stammspielern nicht kompensieren und verlor völlig zurecht auch in dieser Höhe. Schnelle und präzise Kombinationen der Balkan-Formation sorgten für ein 4:0 zur Halbzeit. Bei den Gästen machte sich vor allem die Rückkehr von Spielmacher Vladimir Matic nach dem Ablauf seiner Rotsperre aus dem Kreispokal-Finale bemerkbar. Und obwohl Tempo mit der Roten Karte eine erneute Disziplinlosigkeit an den Tag legte, als Milos Mihajlovic sich zu Beginn der zweiten Hälfte eine Tätlichkeit erlaubte, kamen die spielfreudigen Serben noch zu vier weiteren Treffern. Bei den Gastgebern stemmten sich nur der zweifache Torschütze Abderrafik Imeghry, Routinier Alexander Wack und Sebastian Bolte gegen das Debakel. Insgesamt brachte Gudesding in dieser Besetzung zu wenig auf den Platz. „Wir haken das Spiel jetzt ab, denn es warten noch schwere Gegner“, sagte Weiss. Tempo setzt seine Aufholjagd nach dem Fehlstart mit dem vierten Sieg in Folge fort. Der Sportliche Leiter Zoran Marcetic hob „die geschlossene Mannschaftsleistung“ hervor: „Alle waren an Bord und es lief von der ersten Minute. Der Sieg ist in der Höhe verdient und jetzt müssen wir gucken, wo unsere Reise hinführt. Für die Tempo-Anhänger war das ein schönes Spiel mit guten Spielzügen.“

Schiedsrichter: Julian Kautz (Groß-Umstadt). Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Nikola Dokovic (13.), 0:2 Branislav Glamocanin (33.), 0:3 Borislav Pilipovic (37.), 0:4 Goran Dokic (42.), 0:5 Goran Grijak (47.), 1:5 Abderrafik Imeghry (50.), 1:6 Vladimir Matic (55.), 1:7 Nikola Dokovic (59.), 2:7 Abderrafik Imeghry (86.), 2:8 Vladimir Matic (90.).
Rote Karte: Milos Mihajlovic (Tempo/49.).

FC Posavina – FC Kalbach 2:1 (1:1)

Posavinas Pressewart Danijel Pavic war nach dem überraschenden Sieg gegen ein Topteam der Klasse begeistert: „Was für ein Spiel, Wahnsinn! Wir haben am Ende mit acht Mann gegen einen starken Tabellenführer gewonnen.“ Das war in der Anfangsphase noch nicht abzusehen, denn die Nordfrankfurter führten durch Torjäger Achraf Gara Ali mit 1:0. „Wir haben es verpasst, den Fokus auf das zweite Tor zu legen. Posavina beschränkte sich nur auf lange Bälle“, berichtete Kalbachs Trainer Karol Drynda.

Die robusten Platzherren legten Kampfgeist in die Waagschale und glichen mit Marin Antunovic noch vor der Pause aus. „Nach der Halbzeit haben wir uns das Leben schwer gemacht und wollten mit dem Kopf durch die Wand“, kritisierte Drynda. Mit einem sehenswerten Freistoßtor gelang Kristian Pejic dann das 2:1 für die Kroaten, die fortan das Ergebnis bissig verteidigten. Auch nach den drei Platzverweisen in der Schlussphase blieb das Team von Trainer Pero Bosnjak standhaft und brachte den Sieg mit viel Glück und Geschick über die Zeit.

„Die beiden Gelb-Roten Karten waren gerecht, die Rote Karte lächerlich. Wir haben heute bewiesen, was wir im Stande sind zu leisten“, jubelte Pavic. „Wir haben in Unterzahl alles nach hinten geworfenund zurecht gewonnen, weil wir Teamgeist gezeigt haben und bis zum Schluss die drei Punkte wollten.“ Drynda bewertete: „Eine unnötige Niederlage, die wir uns selbst zuzuschreiben haben. Der Gegner wurde aufgrund seiner harten Gangart zurecht mit Roten Karten bedacht. Die Überzahl haben wir aber nicht clever ausgespielt. Wir agierten in der gegnerischen Box nur mit Flanken auf deren größten Spieler, der dann ein einfaches Spiel hatte.“

Zur Gesamtlage nach der ersten Niederlage meinte Drynda: „Es sind noch 29 Spiele. Die Tabelle wird sich noch mindestens 29 mal ändern und dass wir nicht alle Spiele für uns entscheiden werden und irgendwann mal die erste Niederlage kommen muss, war uns bewusst. Am Sonntag geht es weiter und da kann die Mannschaft eine Reaktion auf diese Niederlage zeigen.“

Schiedsrichter: Heiko Spillner (Gelnhausen). Zuschauer: 58.
Tore: 0:1 Achraf Gara Ali (17.), 1:1 Marin Antunovic (34.), 2:1 Kristian Pejic (70.).
Gelb-Rote Karten: Stjepan Piljic (Posavina/77.), Ivan Vukovic (Posavina/84.).
Rote Karte: Sasa Cancarevic (Posavina/87.).

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