Kreisoberliga Frankfurt – Kalbach gelingt gegen acht Posavina-Spieler nicht der Ausgleich

Frankfurt – Teil eins des 8. Spieltages der Kreisoberliga Frankfurt ging am Mittwochabend bis auf eine Ausnahme mit torreichen Spielen über die Bühne. 27 Treffer wurden in vier Partien markiert. Die beiden in der Tabelle oben stehenden Teams verloren erstmals in dieser Saison. Spitzenreiter FC Kalbach unterlag beim FC Posavina mit 1:2, obwohl in den letzten Minuten nur noch acht gegnerische Akteure am dem Feld standen. Unter unwürdigen Rahmenbedingungen unterlag Aufsteiger FC Kosova der formstarken Viktoria Preußen mit 2:6. Hohe Siege fuhren auch der wiedererstarkte FC Tempo mit dem 8:2 beim FC Gudesding und der SV Griesheim Tarik mit 5:1 gegen den FC Croatia ein. Die Partie TSG Nieder-Erlenbach – TSKV Türkgücü wurde auf den 5. November (20 Uhr) verlegt, da Türkgücü von einem Coronafall betroffen ist und dessen Teams nun laut den Gesundheitsbestimmungen 14 Tage aus dem Spielbetrieb genommen werden muss. Heute Abend finden die restlichen vier Begegnungen statt. Die Spvgg. 02 Griesheim hat die Chance, mit einem Sieg beim abstiegsbedrohten SV 07 Heddernheim, alleiniger Tabellenführer zu werden.


Der FC Posavina besiegte den FC Kalbach mit am Ende acht Akteuren auf dem Feld. Foto: Danijel Pavic.

FC Kosova – SV Viktoria Preußen 2:6 (1:2)

Die marode Sportanlage an der Wilhelm-Epstein-Straße war mal wieder Schauplatz von nicht KOL-würdigen Rahmenbedingungen. Im Laufe der Begegnung auf dem Hartplatz fiel das Flutlicht einige Male aus, was nicht zum ersten Mal vorgekommen ist. Kosovas Spielausschuss-Boss Rudi Statovci beklagte sich: „Hier kann man abends in der dunklen Jahreszeit nicht spielen. Wir haben das Spiel erst gegen 22 Uhr beenden können, nachdem um 19 Uhr Anpfiff war. Das sind keine regulären Bedingungen.“

Am Montag sei der altgediente Funktionär beim Sport- und Badeamt vorstellig geworden und habe die Problematik geschildert. Die Flutlichtmasten seien schlichtweg defekt und nicht mehr zu gebrauchen. Sportlich gesehen musste der starke Aufsteiger die erste Saisonniederlage hinnehmen. „Der Gegner war nicht überragend. Wir haben viele unserer Torchancen nicht genutzt“, meinte Statovci und sah sich bestätigt: „Wir haben mit ganz oben nichts zu tun und wollen im oberen Mittelfeld landen.“

Die Gäste gerieten zunächst früh in Rückstand, legten dann aber laut Trainer Artur Rissling eine „Megaleistung“ an den Tag. „Das war ein Team, aber nicht nur das. Wir haben auch richtig gut Fußball gespielt auf dem Hartplatz.“ Nicht nur der vierfache Torschütze Daniel Wolf habe Anteil am Kantersieg gehabt, sondern „alle von der Nummer eins bis zur 15.“ Taktisch musste der Coach laut dem Sportlichen Leiter Thomas Mahlau reagieren, denn Kosovas pfeilschnellen Außenstürmer Flakron Thaci bekamen die Preußen zunächst kaum in den Griff. Mit der Einwechslung von Oskar Copik auf der ungewohnten linken Verteidigerposition wurde es dann besser. Streitpunkte brachte das 1:2 kurz vor der Pause nach sich: Nach einem Pfiff aus dem Publikum erzielten die Gäste ein Tor.

Der Schiedsrichter erkannte es nicht an und gab Schiedsrichterball. Während die Gastgeber noch mit Diskussionen abgelenkt waren, schaltete Giuliano Amante schnell, legte quer zu Ünal Özdemir, der locker einschieben konnte (43.). Im zweiten Abschnitt kamen dann die vielen Unterbrechungen und zwischenzeitlich drohte ein Spielabbruch. Die Kosovaren kamen zwar auf 2:3 heran, doch in der Schlussphase kamen die Gäste mit den dubiosen Umständen besser zurecht und trafen nach quasi jeder Unterbrechung noch ins Tor. „Ich bin megastolz auf die Mannschaft“, sagte Rissling und merkte zu den Begleitumständen an: „Unter der Woche darf auf diesem Platz kein Spiel mehr stattfinden.“

Schiedsrichter: Steffen Maaß (Hanau). Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Kushtrim Ahmeti (4.), 1:1 Daniel Wolf (10.), 1:2 Ünal Özdemir (43.), 1:3 Daniel Wolf (52.), 2:3 Flakron Thaci (61.), 2:4, 2:5 Daniel Wolf (81./86.), 2:6 Kadir Mengunogul (90.).

SV Griesheim Tarik – FC Croatia 5:1 (0:0)

Mit dem fünften Sieg in Folge setzt sich die neuformierte Truppe von Griesheim Tarik im oberen Tabellendrittel fest und nimmt Kontakt zur Spitze auf. Nach einer torlosen ersten Hälfte trumpften die Gastgeber mit dem erstmals in dieser Saison eingesetzten ehemaligen Spielertrainer Khalid El Houssaini als Leader auf und fuhren gegen die zunächst defensiv stabil stehenden Kroaten noch einen deutlichen Heimsieg ein. „In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan. Croatia stand tief und hat auf Konter gelauert“, schilderte Tariks Trainer Hamza Azaoum. Nach dem Feldverweis gegen Gästeakteur Kenan Hadzic (Gelb-Rot/41.) hatten die Gastgeber mehr Räume und nutzten diese zur verdienten Führung. Die Gäste kamen aber in Unterzahl zum Ausgleich und blieben nach dem erneuten Rückstand bis in die Schlussphase hinein im Spiel. „Kompliment an meine Jungs, sie haben trotz zahlreichen Änderungen im Team ein gutes Spiel abgeliefert“, verkündete Azaoum stolz. „Tarik hatte in einem ausgeglichenen Spiel drei Treffer aus 16 Metern erzielt“, berichtete Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta und kritisierte den Schiedsrichter: „Er hatte keinen guten Tag und hat uns Gelb-Rot für nix gegeben. Das war ein Abwehrfoul an uns und der Spieler hat sich geärgert, dass das nicht gepfiffen wurde, denn es war das vierte Foul an unseren Stürmer.“ Beim Blick auf die Tabelle wird Konta deutlich: „Am Sonntag gegen Griesheim 02 müssen wir was holen, sonst wird es eng.“

Schiedsrichter: Dominik Schreiber (Bad Homburg). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Mohamed Jahouh (49.), 1:1 Dennis Grancic (54.), 2:1 Younes Kabbouch (69.), 3:1 Mimoun Azzakriti (81.), 4:1 Khalid El Houssaini (84./Foulelfmeter), 5:1 Abdelmounaim Amazrini (89.).
Gelb-Rote Karte: Kenan Hadzic (Croatia/41.).

FC Gudesding – FC Tempo 2:8 (0:4)

Gudesdings Vorsitzender Rainer Weiss war nach der höchsten Heimniederlage in der noch jungen Vereinsgeschichte der „Guden“ beeindruckt von der Spielweise der Serben: „Ein prächtig aufgelegtes, in allen Mannschaftsteilen stabiles Team, das am Ende der Saison ganz oben stehen kann.“ Besonders begeistert war er von Goran Dokic: „Ein absoluter Leader.“ Gudesding konnte den Ausfall von sechs Stammspielern nicht kompensieren und verlor völlig zurecht auch in dieser Höhe. Schnelle und präzise Kombinationen der Balkan-Formation sorgten für ein 4:0 zur Halbzeit. Bei den Gästen machte sich vor allem die Rückkehr von Spielmacher Vladimir Matic nach dem Ablauf seiner Rotsperre aus dem Kreispokal-Finale bemerkbar. Und obwohl Tempo mit der Roten Karte eine erneute Disziplinlosigkeit an den Tag legte, als Milos Mihajlovic sich zu Beginn der zweiten Hälfte eine Tätlichkeit erlaubte, kamen die spielfreudigen Serben noch zu vier weiteren Treffern. Bei den Gastgebern stemmten sich nur der zweifache Torschütze Abderrafik Imeghry, Routinier Alexander Wack und Sebastian Bolte gegen das Debakel. Insgesamt brachte Gudesding in dieser Besetzung zu wenig auf den Platz. „Wir haken das Spiel jetzt ab, denn es warten noch schwere Gegner“, sagte Weiss. Tempo setzt seine Aufholjagd nach dem Fehlstart mit dem vierten Sieg in Folge fort. Der Sportliche Leiter Zoran Marcetic hob „die geschlossene Mannschaftsleistung“ hervor: „Alle waren an Bord und es lief von der ersten Minute. Der Sieg ist in der Höhe verdient und jetzt müssen wir gucken, wo unsere Reise hinführt. Für die Tempo-Anhänger war das ein schönes Spiel mit guten Spielzügen.“

Schiedsrichter: Julian Kautz (Groß-Umstadt). Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Nikola Dokovic (13.), 0:2 Branislav Glamocanin (33.), 0:3 Borislav Pilipovic (37.), 0:4 Goran Dokic (42.), 0:5 Goran Grijak (47.), 1:5 Abderrafik Imeghry (50.), 1:6 Vladimir Matic (55.), 1:7 Nikola Dokovic (59.), 2:7 Abderrafik Imeghry (86.), 2:8 Vladimir Matic (90.).
Rote Karte: Milos Mihajlovic (Tempo/49.).

FC Posavina – FC Kalbach 2:1 (1:1)

Posavinas Pressewart Danijel Pavic war nach dem überraschenden Sieg gegen ein Topteam der Klasse begeistert: „Was für ein Spiel, Wahnsinn! Wir haben am Ende mit acht Mann gegen einen starken Tabellenführer gewonnen.“ Das war in der Anfangsphase noch nicht abzusehen, denn die Nordfrankfurter führten durch Torjäger Achraf Gara Ali mit 1:0. „Wir haben es verpasst, den Fokus auf das zweite Tor zu legen. Posavina beschränkte sich nur auf lange Bälle“, berichtete Kalbachs Trainer Karol Drynda.

Die robusten Platzherren legten Kampfgeist in die Waagschale und glichen mit Marin Antunovic noch vor der Pause aus. „Nach der Halbzeit haben wir uns das Leben schwer gemacht und wollten mit dem Kopf durch die Wand“, kritisierte Drynda. Mit einem sehenswerten Freistoßtor gelang Kristian Pejic dann das 2:1 für die Kroaten, die fortan das Ergebnis bissig verteidigten. Auch nach den drei Platzverweisen in der Schlussphase blieb das Team von Trainer Pero Bosnjak standhaft und brachte den Sieg mit viel Glück und Geschick über die Zeit.

„Die beiden Gelb-Roten Karten waren gerecht, die Rote Karte lächerlich. Wir haben heute bewiesen, was wir im Stande sind zu leisten“, jubelte Pavic. „Wir haben in Unterzahl alles nach hinten geworfenund zurecht gewonnen, weil wir Teamgeist gezeigt haben und bis zum Schluss die drei Punkte wollten.“ Drynda bewertete: „Eine unnötige Niederlage, die wir uns selbst zuzuschreiben haben. Der Gegner wurde aufgrund seiner harten Gangart zurecht mit Roten Karten bedacht. Die Überzahl haben wir aber nicht clever ausgespielt. Wir agierten in der gegnerischen Box nur mit Flanken auf deren größten Spieler, der dann ein einfaches Spiel hatte.“

Zur Gesamtlage nach der ersten Niederlage meinte Drynda: „Es sind noch 29 Spiele. Die Tabelle wird sich noch mindestens 29 mal ändern und dass wir nicht alle Spiele für uns entscheiden werden und irgendwann mal die erste Niederlage kommen muss, war uns bewusst. Am Sonntag geht es weiter und da kann die Mannschaft eine Reaktion auf diese Niederlage zeigen.“

Schiedsrichter: Heiko Spillner (Gelnhausen). Zuschauer: 58.
Tore: 0:1 Achraf Gara Ali (17.), 1:1 Marin Antunovic (34.), 2:1 Kristian Pejic (70.).
Gelb-Rote Karten: Stjepan Piljic (Posavina/77.), Ivan Vukovic (Posavina/84.).
Rote Karte: Sasa Cancarevic (Posavina/87.).

Kreisoberliga Frankfurt – Kalbach mit Kantersieg an der Spitze angekommen

Frankfurt – Am 7. Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt hat der FC Kalbach mit seinem sechsten Sieg im sechsten Spiel die Tabellenspitze erreicht. Durch den 7:0-Kantersieg bei Aufsteiger SC Weiss-Blau verdrängten die Kalbacher das Überraschungsteam des FC Kosova, das gegen den FC Posavina nicht über ein 2:2 hinauskam. Am Tabellenende bleibt die TSG Nieder-Erlenbach ohne Punkte stehen. Die Partie TSKV Türkgücü – SV Griesheim Tarik wurde wegen des Auftretens eines Corona-Falls bei einem Spieler verlegt. „Wir gehen kein Risiko ein und lassen alle Seniorenspiele ausfallen. Der Spieler befindet sich in Quarantäne“, teilte Türkgücü-Pressesprecher Adnan Erden mit. Am Mittwoch und Donnerstag geht es mit der nächsten englischen Woche schon weiter.


Gemeinsames Mannschaftsfoto zwischen Kosova und Posavina. Foto: Danijel Pavic.

TSG Nieder-Erlenbach – FC Tempo 0:5 (0:2)

Einige sehenswerte Tempo-Spielzüge waren Höhepunkte einer über weite Strecken einseitigen Partie. „Wir hatten viel zu weite Abstände und kamen gar nicht richtig in die Zweikämpfe. Tempo wurde nicht umsonst vor der Saison am meisten als Favorit genannt. Ich hatte mir aber vor der Partie schon mehr versprochen“, erklärte Nieder-Erlenbachs Trainer Andreas Ludwig, dessen Team am letzten Dienstag bei einem Testspiel gegen Verbandsligist JSK Rodgau (2:4) einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Die Serben rückten mit dem dritten Sieg in Folge auf Rang neun vor, der Erfolg wurde mühelos erzielt. „Der Gegner machte nicht viel und so hatte es Tempo einfach. Es geht jetzt weiter in die englischen Wochen und dann schauen wir, was dabei rauskommt“, meinte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic. Nieder-Erlenbach hat am Mittwoch den TSKV Türkgücü zu Gast (20 Uhr). Eine halbe Stunde später gastiert Tempo im Ostpark beim FC Gudesding (20.30 Uhr).

Schiedsrichter: Atul Kumar (Königstein). Zuschauer: 75.
Tore: 0:1 Milos Mihajlovic (13.), 0:2, 0:3 Nikola Dokovic (23./58.), 0:4 Ion Samoila (77.), 0:5 Goran Grijak (85.).

FC Kosova – FC Posavina 2:2 (1:2)

Von Beginn an nahm die Partie am Fernsehturm an Schwung auf. In den ersten acht Minuten waren schon drei Tore gefallen. „Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr und sind mit dem ersten Angriff in Führung gegangen“, berichtete Kosovas Spielausschuss-Chef Rudi Statovci. Nach dem 1:0 von Flakron Thaci deuteten aber die Gäste an, wozu sie mit ihrem Kader in der Lage sind. Nachdem Kristian Pejic egalisiert hatte, brachte Marko Bosnjak die Kroaten im „Balkan-Derby“ in Führung. „Danach stand Posavina kompakt und wollte nur noch verteidigen“, sagte Statovci und ergänzte: „Wir haben nach dem 2:2 von Thaci in der zweiten Halbzeit nur auf ein Tor gespielt.“ Besonders in Überzahl drückten die Kosovaren nach dem Ausgleich auf das Siegtor, doch der starke Aufsteiger musste sich diesmal mit einem Unentschieden begnügen. Statovci hob die Geselligkeit nach dem Abpfiff hervor: „Obwohl es ein hartes Spiel war und gut gekämpft wurde, haben beide Teams nach dem Spiel zusammengesessen und getrunken. So stelle ich mir den Sportsgeist vor.“ Posavinas Pressesprecher Danijel Pavic bewertete den Beginn als „verrückte Anfangsphase. Nach dem Rückstand kam die Mannschaft eindrucksvoll zurück. Wir nehmen den verdienten Punkt gegen einen starken Aufsteiger mit.“ Am Mittwoch genießt Kosova erneut Heimrecht, wenn es um 19 Uhr gegen Viktoria Preußen geht. Anderthalb Stunden danach (20.30 Uhr) empfängt Posavina den neuen Spitzenreiter FC Kalbach. „Wir freuen uns auf ein tolles Spiel“, so Pavics Vorfreude.

Schiedsrichter: Bagdad Moukthari (Kelsterbach). Zuschauer: 210.
Tore: 1:0 Flakron Thaci (1.), 1:1 Kristian Pejic (5.), 1:2 Marko Bosnjak (8.), 2:2 Flakron Thaci (57.).
Gelb-Rote Karte: Mario Pejic (Posavina/54.).


Stürmer Christos Papadopoulos brachte Heddernheim mit 1:0 in Führung, Punkte brachte der Treffer aber keine.

SV 07 Heddernheim – SV Viktoria Preußen 1:3 (1:0)

Heddernheim ging frühzeitig in Führung, als Deniz Yatci über die linke Seite kam und den Ball flach an den langen Pfosten brachte, wo Stürmer Christos Papadopoulos an den Ball kam und konsequent einschob (9.). „Wir haben in den ersten 20 Minuten gut angefangen, da waren wir klar die bessere Mannschaft und haben verdient geführt. Danach haben wir aufgehört Fußball zu spielen und haben uns unverständlicherweise hinten reindrücken lassen“, war SVH-Coach Andreas Berggold in seiner Analyse schonungslos. Denn die Gäste hatten mehr Spielanteile, ohne sich in der ersten Halbzeit glasklare Möglichkeiten zu erspielen. Die Gastgeber agierten zurückhaltend, überließen den Preußen das komplette Mittelfeld und brachten den 1:0-Vorsprung mit in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel vergeigte Papadopoulos die Chance zum 2:0 kläglich, eine Ablage von Pascal Hubbuch drosch der Grieche einen Meter über den Kasten. Auf der Gegenseite tauchte Daniel Wolf im Strafraum auf, hebelte SVH-Kapitän Philipp Siegel aus und knallte den Ball fulminant gegen den Pfosten. Nach einer Stunde fiel dann der Ausgleich, verursacht durch einen Ballverlust im Mittelfeld durch eine Hackenspielerei. „Das ist ärgerlich, denn so kassieren wir die Tore hinten zu leicht“, sagte Berggold. Die Konsequenz daraus war ein Freistoß von Giuliano Amante, der nicht richtig geklärt werden konnte. Wolf kam aus dem Rückraum und brachte den Ball zum 1:1 unter (60.).

Nun entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, in dem der eingewechselte Neuzugang Jakob Pluta das 2:1 auf dem Fuß hatte. Von Marcel Schmid steil geschickt, konnte er den Ball nicht richtig kontrollieren und dann war Preußen-Torhüter Michael Schmidt vor ihm am Ball. Zwei Minuten später bekamen die Heddernheimer den Ball im Strafraum nicht geklärt und Ünal Özdemir zog trocken ab und traf zum 1:2 (81.). Die Grün-Weißen hatten nicht mehr zuzusetzen und kassierten in der letzten Minute noch einen Konter, den der eingewechselte Parwes Haider erfolgreich vollendete (90.). Danach pfiff der Schiedsrichter die Partie ohne Nachspielzeit lustlos ab.

Gästecoach Artur Rissling erkannte an: „Bis zum 1:0 war Heddernheim klar besser, dann haben sie sich komplett zurückgezogen und es nicht geschafft, das 2:0 zu machen. In der zweiten Halbzeit waren wir giftiger und griffiger, vor allem zweikampfstärker. Ein Ruck ging durch die Mannschaft, Heddernheim hatte nur durch unsere Fehler Torchancen. Wir haben unsere Chancen und Tore schön rausgespielt. Wille, Einsatz und Leidenschaft waren komplett vorhanden.“ Risslings Zielsetzung ist eindeutig: „Wir wollen unter den ersten fünf, sechs Mannschaften landen.“ Am Mittwoch steht für die Preußen der schwere Gang auf den Hartplatz beim FC Kosova an (19 Uhr). Einen Tag später erwartet Heddernheim den Tabellendritten Spvgg. 02 Griesheim (20 Uhr).

Schiedsrichter: Robert Kaspereit (Bad Homburg). Zuschauer: 109.
Tore: 1:0 Christos Papadopoulos (9.), 1:1 Daniel Wolf (60.), 1:2 Ünal Özdemir (81.), 1:3 Parwes Haider (90.).

FV Hausen – TuS Makkabi 2:1 (1:0)

Vor allem in der ersten Halbzeit sei Makkabi klar besser gewesen, von daher bewertete Hausens Trainer Martin Reyschmidt den Spielausgang als „unverdienten Sieg. Wir waren überhaupt nicht auf dem Platz und hatten Glück, nicht zur Pause schon mit 0:2 hinten gelegen zu haben.“ Sprachlosigkeit wollte sich bei den Lila-Weißen schon breit machen, aber dem FVH-Coach gelang es in der Halbzeit die leblose Mannschaft aufzurichten und umzustellen. Letztlich brachten sich die Gäste aber durch Undiszipliniertheiten selbst um den Erfolg, denn Torhüter Gabriel Saravini leistete sich eine Tätlichkeit im eigenen Strafraum. Regelkonform gab es die Rote Karte und Elfmeter für die Hausherren, den Sina Shakouri zum Ausgleich nutzte. Wegen Meckerns musste später auch noch Daniel Endzweig mit Gelb-Rot runter, da war Hausen schon der Siegtreffer durch Shion Tsuji der Siegtreffer gelungen. In der Nachspielzeit verlor auch Makkabis Alexander Kalkutin die Beherrschung und sah „Rot“ wegen Tätlichkeit. „Wir mussten trotzdem bis zum Schluss zittern und befürchten, kurz vor Schluss den Ausgleich zu bekommen. Wenn Makkabi sich keine Roten Karten abholt, hätten wir nicht gewonnen, sondern verdient verloren“, nahm Reyschmidt kein Blatt vor den Mund. Gästecoach Hakan Tekin bestätigte, dass sein Team die bessere Mannschaft gewesen sei, musste aber klar feststellen: „Lag es doch in den letzten Wochen am fehlenden Personal, müssen wir diese unnötige Niederlage uns selber zuschreiben. Wir müssen uns einfach besser kontrollieren. Es war keine harte Tätlichkeit, aber man kann sie so werten und bestrafen.“ In Unterzahl habe sein Team mitgespielt, sogar mit neun Mann es geschafft den Gegner unter Druck zu setzen. Tekins Fazit: „Der Grund für diese Niederlage ist nicht bei anderen zu suchen, sondern der liegt einzig und alleine bei uns. Die letzten Wochen war ich sehr stolz auf meine Truppe, trotz der Niederlagen. Diesmal kann ich das nicht sein. Ich hoffe, jeder einzelne lernt daraus, denn in meinen Mannschaften gibt es keinen Platz für sowas.“ Für beide Teams geht es am Donnerstag weiter: Makkabi empfängt den FC Maroc (19.30 Uhr), Hausen hat den SC Weiss-Blau zu Gast (20 Uhr).

Schiedsrichter: Frank Schmalwasser (Taunusstein). Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Benedict Rose (40.), 1:1 Sina Shakouri (62.), 2:1 Shion Tsuji (76.).
Gelb-Rote Karte: Daniel Endzweig (Makkabi/84.).
Rote Karten: Gabriel Savarini (Makkabi/61.), Alexander Kalkutin (Makkabi/90.+3).

FC Gudesding – FC Union Niederrad 3:1 (0:0)

Union stand kompakt in der Defensive und vor allem der technisch starke Dominik Abd Ala suchte mit langen Bällen Lücken in der Defensive des FCG. Somit war es über weite Strecken der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel. Nach dem Seitenwechsel ging Gudesding konsequenter zu Werke und drängte auf das 1:0, das durch einen von Patrick Lauer mit einem unwiderstehlichen Sturmlauf herausgeholten Elfmeter fiel. Abderrafik Imeghry verwandelte sicher. Nach einem Eckball und anschließendem Gewühl glich Niederrad aus dem Gewühl mit Mohamed Azeggaghe aus. Dann gab es nach einem erneuten rasanten Lauf von Lauer wieder ein Foul im Strafraum. Wieder gab es Elfmeter, wieder versenkte Imeghry. Union versuchte dann alles nach vorne zu werfen und lief noch in einen Konter, den Janis Rück auf Zuspiel von Santino Levi erfolgreich abschloss. „Das war ein verdienter Sieg, Union war allerdings viel stärker, als es der Tabellenstand ausdrückt. Lauer hat mit seiner Energie den Unterschied gemacht. Es war ein faires Spiel mit einem herausragend guten Schiedsrichter“, lobte Gudesdings Erster Vorsitzender Rainer Weiss. Bei den Niederrädern war es die vierte Niederlage in Folge nach fünf Punkten zu Saisonbeginn. Das Fazit des Vorsitzenden Khalid Lamjahed fiel so aus: „Einen Punkt hätten wir verdient gehabt. Wir haben uns ordentlich verkauft, aber das Glück war nicht auf unserer Seite. Wenn wir weiter arbeiten kommen die Punkte, wir wissen aber auch dass die Zeit nicht stehen bleibt. Gudesding steht taktisch gut und setzt Nadelstiche nach vorne. Eine disziplinierte Mannschaft, die meiner Meinung nach nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. Die Kulisse im Ostpark war ruhig und fair.“ Gudesding erwartet am Mittwoch (20.30 Uhr) den FC Tempo. Für Union Niederrad geht es am Donnerstag gegen Saz-Rock weiter (20 Uhr).

Schiedsrichter: Alexander Kuhl (Linsengericht). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Abderrafik Imeghry (52./Foulelfmeter), 1:1 Mohamed Azeggaghe (56.), 2:1 Abderrafik Imeghry (74./Foulelfmeter), 3:1 Janis Rück (89.).

SC Weiss-Blau – FC Kalbach 0:7 (0:3)

Für Weiss-Blau-Trainer Jamal Er-Rjah stand fest: „Der Gegner war einfach zu stark und hat unsere Fehler genutzt. Wir blicken jetzt nach vorne, denn wir haben alle großen Mannschaften hinter uns und wollen gegen unsere Tabellennachbarn punkten.“ Sein Kalbacher Kollege Karol Drynda bewertete das einseitige Geschehen als „verdienten Sieg auch in der Höhe gegen einen sehr fairen aber passiv agierenden Gegner, der bis auf einen Schuss in den Anfangsminuten keine Offensivaktionen hatte.“ So kam dann der deutliche Sieg des neuen Tabellenführers zustande, der höher hätte ausfallen können, „wenn wir am Ende konsequenter und nicht so eigensinnig vor dem Tor agiert und lieber den besser positionierten Mannschaftskollegen quer gelegt hätten.“ Für Weiss-Blau wird es beim Tabellenvierten am Donnerstag (20 Uhr) nicht einfacher, Kalbach ist schon am Mittwoch beim FC Posavina gefordert (20.30 Uhr).

Schiedsrichter: Dominik Rübel (Dieburg). Zuschauer: 40.
Tore: 0:1 Achraf Gara Ali (10.), 0:2 Alexander Azimpour (20.), 0:3 Soufiane Moussaoui (44.), 0:4 Christian Kleine Holthaus (50.), 0:5 Achraf Gara Ali (63./Foulelfmeter), 0:6 Ouassim Bouzarzar (86.), 0:7 Alexander Azimpour (87.).

Spvgg. 02 Griesheim – FV Saz-Rock 6:2 (5:2)

Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass die Griesheimer mit 33 Toren das offensivstärkste Team stellen. Kein Wunder also, dass die „Schleifer“ vor allem gegen Ende der ersten Hälfte ein Offensiv-Feuerwerk zündeten, nachdem sie zuvor schon zweimal einem Rückstand hinterher gelaufen waren. Der vom Hessenligisten FV Bad Vilbel verpflichtete rumänische Stürmer Alexandr Railean erzielte binnen weniger Minuten einen Hattrick und so stand es plötzlich 5:2 für die Gastgeber. Im zweiten Abschnitt schossen die Gäste durch Samed Eski einen Foulelfmeter über das Tor (65.). Außerdem war die Partie für 20 Minuten unterbrochen, da Saz-Rock-Akteur Muhamed Idrisoglu sich so schwer an der Schulter verletzte, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde. In der Schlussminute markierte der von der SG 28 gekommene Goalgetter Jefrey Aboagye, der bislang meist in der „Zweiten“ zum Zug kam, den Endstand. „Am Anfang hatten wir es schwer ins Spiel zu finden. Saz-Rock hat gut verteidigt und uns mit langen Bällen kalt erwischt. Dann haben wir es verstanden den Ball auf dem Boden zu lassen und Fußball zu spielen“, resümierte Griesheims Trainer Michele Raimondi. Für Gästecoach Ibrahim Uyanik sind vier Punkte aus sechs Spielen natürlich nicht befriedigend, sagt aber auch: „Die Saison ist noch lang und es sind noch viele Punkte zu vergeben.“ Das Spiel bewertete der Ex-Profi als „unterhaltsam. Wir standen am Anfang gut und haben fast nichts zugelassen. Dann haben wir aber wieder unsere Fehlerquote erhöht, die der erfahrene Gegner genutzt hat. Wir sind offensiv gut besetzt, aber defensiv ganz schwach. Wir können deswegen nicht mit Sechserkette spielen.“ Am Donnerstag geht es für beide Teams auf Reisen, Griesheim 02 gastiert in Heddernheim (20 Uhr), zeitgleich tritt Saz-Rock bei Union Niederrad an.

Schiedsrichter: Mhamed El Ouarti (Hattersheim). Zuschauer: 167.
Tore: 0:1 Onur Götürmen (9.), 1:1 Deniz Pekgüzelyigit (17.), 1:2 David Rosato (30.), 2:2 Deniz Pekgüzelyigit (32.), 3:2, 4:2, 5:2 Alexandr Railean (38./42./45.), 6:2 Jefrey Aboagye (90.).

Concordia Eschersheim – FC Croatia 2:2 (0:2)

Concordia-Trainer Andre Winter bedauerte den Pausenrückstand: „Das Spiel war die ganze Zeit eigentlich nur in der Hälfte von Croatia. Die haben sich hinten reingestellt und aus zwei Kontern sind die Gegentore entstanden.“ Den ersten Konter vollendete Jasmin Redzic, beim 0:2 wusste sich ein Eschersheimer Abwehrspieler nur mit einem Foul zu helfen. Aus dem schnell ausgeführten Freistoß resultierte das Kopfballtor von Kenan Hadzic. „In der ersten Halbzeit hatten wir zu wenig Durchsetzungsvermögen“, erklärte Winter. Der junge Coach sah nach dem Seitenwechsel eine deutliche Leistungssteigerung, dank der sein Team „noch verdient zum Ausgleich kam, weil wir nur angerannt sind.“ Nach dem 2:2 hatte Metin Cosgun frei aus 16 Metern noch den Siegtreffer vor Augen, zuvor war er mit dem Anschlusstreffer zur Stelle, ehe Djellakh mit einem abgefälschten Schuss egalisierte. Winters Fazit: „Wir machten in der ersten Halbzeit zu viele einfache Fehler. Wenn wir mit der Einstellung der 2. Halbzeit von Beginn an spielen, gewinnen wir das Spiel.“ Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta bestätigte, dass sein Team tief gestanden und mit Erfolg auf Konter gelauert habe. „Hier war mehr drin, wir haben zwei Punkte liegen lassen“, betonte Konta. Die Concorden haben unter der Woche spielfrei, Croatia muss am Mittwoch (20 Uhr) bei Griesheim Tarik antreten.

Schiedsrichter: Roshan Safi (Marburg). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Jasmin Redzic (11.), 0:2 Kenan Hadzic (38.), 1:2 Metin Can Cosgun (68.), 2:2 Ussama Djellakh (74.).

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