Kreisoberliga Frankfurt – Spitzenreiter Griesheim fegt Schlusslicht Weiss-Blau vom Platz

Frankfurt – Am ersten Rückrundenspieltag der Kreisoberliga Frankfurt fegte die Spvgg. 02 Griesheim Schlusslicht SC Weiss-Blau mit 8:1 vom Platz und verteidigte die Tabellenführung vor dem FC Kalbach, der beim FC Gudesding mit 4:2 die Oberhand behielt. Der FC Tempo kassierte die Punkte aus der Auswärtspartie beim FV Saz-Rock kampflos, da der Abstiegskandidat keine spielfähige Mannschaft aufbieten konnte. Hintergrund ist die 2G-Regel, wonach nur Geimpfte und Genesene Zugang zu den Innenräumen bekommen. Aus Vereinskreisen wurde mitgeteilt, dass es den betreffenden Spielern nicht zumutbar sei, sich bei dieser Kälte im Regen unter freiem Himmel umzuziehen beziehungsweise geschwitzt in der Halbzeit draußen auf ihre Mitspieler zu warten.

Das Griesheimer Team jubelt in der Kabine. Foto: Verein.

FC Maroc – TSKV Türkgücü 3:4 (2:0)

Maroc befand sich auf dem Weg zum fünften Saisonsieg, führte noch nach einer Stunde deutlich mit 3:0. Den Marokkanern gelang es, die Abwehr der Gäste in den ersten 20 Minuten völlig zu überrumpeln. Bis sich Türkgücü auf seine Gegenspieler eingestellt hatte, stand es bereits 2:0 und dann folgte vier Minuten nach Wiederanpfiff das dritte Tor durch den überragenden Spielmacher Derrou. Die Türken waren mit ihren Nerven am Ende, doch dann kippte das Spiel nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung. Den durch Serhat Özalp verwandelten Foulelfmeter empfanden die Gastgeber als unberechtigt. Nach dem Anschlusstreffer folgte der Generalansturm der Gäste als Akt der Verzweiflung. Türkgücü hatte erkannt, dass nach der Zeitstrafe gegen Derrou gegen die nun massierte Maroc-Abwehr nut mit Flügelspiel und Weitschüssen anzukommen war. Als Özalp zum 3:2 noch ein Tor aufholte, kam nochmals Hoffnung. Sie wurde vermehrt, als elf Minuten vor Schluss Murat Tiryaki ausglich. Doch damit nicht genug: Denn nun machte der sonst so zuverlässige Torwart Hazem Tit einen spielentscheidenden Fehler. Einen Freistoß berechnete er völlig falsch und Türkgücü gelang in der Nachspielzeit dank Or Huda der Siegtreffer. Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi haderte mit dem Schiedsrichter: „Er hat viel zu viel gepfiffen.“ Zum Spielverlauf sagte er: „Das war ein unnötiger Patzer. Wir haben alles gegeben und waren auf einem guten Weg. Dann spielen wir trotz Führung zu offensiv und verspielen alles.“ Kein Wunder, dass Maroc als einziges Team noch kein Unentschieden auf dem Konto hat. Bei Türkgücü herrschte natürlich Zufriedenheit nach dem Schlusspfiff. „Die zweite Halbzeit waren wir sehr offensiv und es ging nur noch auf ein Tor. Diese hart erkämpften Punkte sind sehr wichtig“, meinte Spielausschuss-Mitglied Duran Güngör.

Schiedsrichter: Mohammed Azeez (Taunusstein). Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Aziz Derrou (8.), 2:0 Hamza Chouiba (17.), 3:0 Aziz Derrou (49.), 3:1, 3:2 Serhat Özalp (61./Foulelfmeter, 67.), 3:3 Murat Tiryaki (79.), 3:4 Ilir Chounta Or Huda (90./+1).


Concordia Eschersheim – FC Kosova 3:3 (2:1)

Die Eschersheimer lieferten vor 100 Zuschauern auf dem Rosegger gegen den FC Kosova zwar eine gute Partie, kamen gegen den starken Gast jedoch nicht über ein 3:3 hinaus. Trotzdem belegt die Concordia jetzt wieder den vierten Tabellenrang punktgleich mit Heddernheim, wo es nächsten Sonntag zum jahresabschließenden Nordwest-Derby kommt. „Es war ein sehr gutes Spiel, fußballerisch auf hohem Niveau von beiden Seiten“, befand Concordia-Trainer Andre Winter. Die 2:0-Führung der Gastgeber wurde von den Kosovaren mit dem sofortigen Anschlusstreffer beantwortet, doch fortan schnupperte die Concordia am dritten Treffer. Im zweten Abschnitt glich Kosova noch zwei Eschersheimer Führungen aus, das Spiel hätte aber in beide Richtungen kippen können und in der Schlussphase spielten dann beide Mannschaften auf Sieg. „Ein gerechtes Unentschieden, auch wenn die Leistung meiner Mannschaft auch einen Sieg verdient gehabt hätte. Wir müssten jede Woche mit dieser Einstellung und Leidenschaft ins Spiel gehen, aber diese Konstanz fehlt uns noch“, resümierte Winter. Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci bewertete das Remis als „ungerecht, denn wir waren viel besser und hatten mehr vom Spiel.“

Schiedsrichter: Jonas Doumaz (Eschborn). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Ussams Dejellakh (17.), 2:0 Fabian Nordholt (23.), 2:1 Haithem Sassi (25.), 2:2 Raisi Zalla (53.), 3:2 Kevin Jäger (60./Foulelfmeter), 3:3 Haithem Sassi (74.).


FC Union Niederrad – SV 07 Heddernheim 2:0 (1:0)

Die Siegesserie der Heddernheimer endete an der Heinrich-Seliger-Straße. Die tief im Abstiegskampf steckenden Niederräder machten ein gutes Spiel, weswegen sie diesen eminent wichtigen Sieg sicherstellen konnten. Vor allem in der ersten Stunde hatten die Unioner mit Ex-Profi Nando Rafael die Grün-Weißen sicher im Griff und investierten mehr nach vorne. Dazu erzielten die Gastgeber ihre beiden Tore zu günstigen Zeitpunkten. Zwei Minuten vor der Pause nach einem Einwurf und einer Flanke auf Caspar Oechsler und elf Minuten nach Wiederbeginn Martin Wojciechowski mit einem Flachschuss brachten Niederrad mit 2:0 nach vorne. Die Gäste agierten zu umständlich, entwickelten kaum Durchschlagskraft und spielten zu oft quer oder zurück. Ein Pfostenschuss von Kapitän Philipp Siegel Mitte der ersten Hälfte war noch die beste Chance. Selbst als die Grün-Weißen ab Minute 60 mehr Luft hatten und mit Ünal Özdemir und Serdar Birhimeoglu die Stürmer Nummer drei und vier brachten, wollte auch mit der Brechstange der Anschluss nicht gelingen. Die Platzherren ließen stark nach, verteidigten nur noch den Vorsprung und setzten auf Konter. Da das sonst so treffsichere Heddernheimer Sturmduo Oliver Solarz/Christos Papadopoulos an diesem Tag zu schwach war und die wenigen Chancen nicht nutzen konnte, durften nach 95 Minuten Kampf die Niederräder erleichtert die Arme hochreißen. „Das war ein verdienter Sieg. Wir haben unter der Woche viel gesprochen und haben uns noch nicht für tot erklärt, sondern wir wollen bis zur letzten Minute weiter kämpfen. Wir wissen ganz genau, dass wir in diese Liga rein gehören. Wir können mithalten, nur die fehlende Cleverness hat uns in der Hinrunde massiv viele Punkte gekostet. Sonst wären wir jetzt nicht in dieser prekären Lage“, verdeutlichte Union-Vorsitzender Khalid Lamjahed und fügte hinzu: „Heddernheim war nicht so stark wie im Hinspiel und hat uns nicht so stark gefordert.“ SVH-Trainer Andreas Berggold räumte ein: „Der Sieg geht absolut in Ordnung für die Union und ist hochverdient. Wenn man 60 Minuten arrogant und überheblich Fußball spielt und glaubt, dass es nur mit spielerischen und fußballerischen Lösungen geht und den Kampf nicht annimmt, dann wird es schwer. Das haben wir heute komplett vermissen lassen. Die Abstimmung hat nicht gepasst, auch jeder hatte irgendwie eine Idee parat oder wusste alles besser. Absolut enttäuschend diese Niederlage und total verdient.“ Es habe an vielem gefehlt: Die Durchschlagskraft, das Durchsetzungsvermögen, das Zweikampfverhalten. „Wir haben oft falsche Entscheidungen getroffen, waren nicht präsent genug im Sechzehner und haben alles vermissen lassen, um erfolgreich zu sein“, haderte Berggold.

Schiedsrichter: Sascha Wagenbach (Weilburg). Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Caspar Oechsler (43.), 2:0 Martin Wojciechowski (56.).


TuS Makkabi – FV Hausen 0:0

Keine Tore gab es im Sportpark Preungesheim bei einer Geisterkulisse unter widrigen Witterungsbedingungen. Makkabis Trainer Hakan Tekin, dessen Team seit elf Spielen ungeschlagen bleibt, erachtete die Nullnummer als „verdientes Unentschieden für beide Mannschaften, die sich in der Offensive schwer getan, aber gut verteidigt haben.“Offensivaktionen waren entsprechend an einer Hand abzuzählen. „Es wird Zeit, dass wir in die Winterpause kommen. Nicht nur wegen dem Wetter, sondern weil wir alle eine Pause gebrauchen können“, betonte Tekin. Gästecoach Federico da Costa Coutinho war von der Sportanlage am Bogen angetan, die er erstmals besuchte: „Das ist eine sehr schöne Sportanlage.“ Allerdings gefiel ihm weniger der „riesige Platz, an den wir in keinster Weise gewohnt sind durch unseren kleinen Kunstrasen.“ Dennoch war der Coach „mit der Leistung relativ zufrieden. Die Jungs haben das auf dem großen Platz zumindest in der Defensivbewegung richtig gut gemacht. Nach vorne hat uns etwas die Durchschlagskraft gefehlt. Gefühlt waren das von hinten 100 Meter bis zum Tor.“ Hausen traf einmal die Unterkante der Latte, im Gegenzug traf Makkabi den Pfosten. Als es dann dunkel wurde und das Flutlicht anging, sorgte die nicht optimale Auswahl der Trikotfarben für Konfusionen – Makkabi in dunkelblau, Hausen in lila. Dann kam auch noch der Schneeregen und die Bedingungen wurden noch schwieriger. „Das 0:0 war prinzipiell nicht das was wir uns vorgestellt haben, aber ein Punkt ist besser als nichts und wir haben jetzt sieben Punkte aus den letzten drei Partien geholt“, rechnete der FVH-Trainer vor.

Schiedsrichter: Davut Yigit (Bad Orb). Zuschauer: 15.


FC Posavina – SV Viktoria Preußen 5:4 (1:1)

70 Minuten deutete nichts auf eine solche Schlussphase hin, dann öffneten sich mit dem Schneeregen die Schleusel vom Himmel und die Abwehrreihen agierten fortan konfus. Die Führung der Preußen durch Amante etwa 20 Minuten vor Schluss war der Startschuss für einen wilden Ritt, den beide Formationen hinlegten. Plötzlich führte Posavina nach drei Toren in zehn Minuten mit 4:2 und Gästetorjäger Daniel Wolf gelang noch mal der Anschluss. Warum der Schiedsrichter angesichtss dieser Witterung noch sieben Minuten nachspielen ließ, konnten beide Teams nicht nachvollziehen. In der Extrazeit wurde es erst recht dramatisch. Die Gäste glichen durch Wiedemann aus, doch im Gegenzug flankte nochmal Petrasevic und Wolfenstetter unterlief ein ganz bitteres Eigentor. „Erstmal durchschnaufen. Das war ein hin und her. Erst als der Schneeregen kam, ging das Spiel voll auf. Kompliment an unsere Jungs, die sogar bis zum bitteren Schluss an sich geglaubt haben“, meinte FCP-Pressewart Danijel Pavic. Preußen-Trainer Artur Rissling zeigte sich ratlos: „Keine Ahnung, was wir diese Saison verbrochen haben. Posavina hat nur lange Bälle gespielt auf dem kleinen Kunstrasen. Es war intensiv und fair. Nach der Führung haben wir alles kontrolliert, machen zwei Fehler und nach dem 4:2 war das Ding durch. Aber wir machen noch das 4:4 und keine Ahnung warum der Schiedsrichter sechs Minuten Nachspielzeit gibt und mit der letzten Aktion gibt es ein Eigentor. Mehr Pech geht gar nicht. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen außer bei den Fehlern. Posavina war nicht besser, aber so ein Spiel darfst du niemals verlieren.“

Schiedsrichter: Sascha Schütz (Niederdorfelden). Zuschauer: 39.
Tore: 1:0 Drazen Vinkovic (7.), 1:1, 1:2 Giuliano Amante (15./69.), 2:2 Duro Arlovic (74.), 3:2 Marko Zelenika (76.), 4:2 Mateo Beslic (84.), 4:3 Daniel Wolf (89.), 4:4 Johannes Wiedemann (90./+5), 5:4 Andreas Wolfenstetter (90./+6, Eigentor).

FC Gudesding – FC Kalbach 2:4 (0:1)

Gudesding verlor zum dritten Mal in Folge im Ostpark mit 2:4. Traurig vor allem die schwache Zuschauerresonanz. Die schwache Heimbilanz der „Guden“ – es war die sechste Niederlage im neunten Heimspiel – ist ein Grund für das Abrutschen in der Tabelle. Die Mannschaft von Trainer Luca Spessot ist aktuell nur noch Neunter. Dass der neumodische Club auch gegen den Aufstiegsanwärter aus dem Frankfurter Norden die Segel streichen würde, war nicht unbedingt abzusehen. Schließlich hatte Kalbach zuletzt zwei Spiele in Folge verloren. „Das Spiel war auf Augenhöhe. Man hat keinen tabellarischen Unterschied gesehen. Ich fand uns spielerisch besser, wir kamen auch zu den besseren Torchancen. Dann haben wir Kalbach mit einem Fehlpass zum 0:1 eingeladen. Alle Foulelfmeter waren absolut berechtigt. Das war wieder mal eine ärgerliche Niederlage gegen eine Mannschaft, die nicht besser ist als wir“, resümierte FCG-Trainer Luca Spessot. Den Unterschied machte FCK-Torjäger Achraf Gara Ali, der alle vier Kalbacher Tore erzielte – zwei davon mit an ihm selbst verwirkten Foulelfmetern – und seine Toranzahl auf 32 erhöhte. „Das Spiel war auf Augenhöhe, allerdings hat Achraf den Unterschied gemacht. Das hat Signalwirkung nach diesen zwei Niederlagen“, sagte Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Meyer, der das Team gemeinsam mit Co-Trainer Eloy Merens coachte, da Cheftrainer Aaz-Dine Zarioh sich krank gemeldet hatte. Meyer kritisierte die Hygienebedingungen auf der Sportanlage im Ostpark: „Wir erfüllen alle den 2G-Status, konnten aber nicht in unserer Kabine duschen, da diese nicht funktionierten. Dann wurden wir in die Heimkabine geschickt, wo sich die 3. Mannschaft der Gastgeber befand. Ich werde diese Missstände dem Sportamt schriftlich mitteilen.“

Schiedsrichter: Mehmet Üstün (Babenhausen). Zuschauer: 14.
Tore: 0:1 Achraf Gara Ali (21.), 1:1 Marko Rimac (47.), 1:2 Achraf Gara Ali (50.), 2:2 Marko Rimac (55./Foulelfmeter), 2:3, 2:4 Achraf Gara Ali (60./75., beide Foulelfmeter).

FC Croatia – SV Griesheim Tarik 4:1 (1:1)

Bei Croatia musste Feldspieler Petar Beslic zwischen die Pfosten, da kein etatmäßiger Torhüter zur Verfügung stand. Die Gäste von der Lärchenstraße hatten das Spiel der Zweiten Mannschaft abgesagt (Spitzenreiter der Kreisliga C Gruppe 1) und erschienen mit einem Rumpfkader an der Brühlwiese. „Wir haben mit Ach und Krach zwölf Spieler zusammen getrommelt“, sagte Tarik-Trainer Mourad El Hirache, der selbst krankheitsbedingt ausfiel. El Hirache kritisierte die Fortsetzung des Spielbetriebes: „Hier wird sich hinter einem Hygienekonzept versteckt, welches nur auf dem Papier existiert und kaum eingehalten wird.“ Sportlich gesehen hielten die Gäste unter der Regie von Kapitän Renato Trauner im ersten Abschnitt noch gut mit. „Tarik hat sich mit Bravour geschlagen, da sie personell dezimiert waren. Die haben wie wir alles versucht, um aus der Personalsituation das beste zu machen“, erkannte Croatias Trainer Daniel Konta an. Erst im zweiten Durchgang verließen die Griesheimer etwas die Kräfte, sodass Croatia noch zu einem klaren Heimsieg kam. „Das war ein wichtiger Heimsieg. Aufgrund der ganzen Voraussetzungen war es ein solides Fußballspiel“, meinte Konta.

Schiedsrichter: Johannes Helmut Baumann (Fernwald). Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Ivan Propadalo (14.), 1:1 Younes Kabbouch (44./Foulelfmeter), 2:1 Marko Kukic (54.), 3:1 Dragan Budimir (60.), 4:1 Domagoj Molnar (90.).

Spvgg. 02 Griesheim – SC Weiss-Blau 8:1 (4:1)

Das Duell Spitzenreiter gegen Tabellenletzter war die erwartet klare Sache. Die Hausherren legten schon früh ein 3:0 vor und waren auch danach in allen Belangen überlegen. Trotz des Kantersieges war Griesheims Trainer Marco Santonastaso zwar „froh über den Sieg, aber nicht mit der Spielleistung zufrieden. Wir haben leichtsinnig verteidigt. Jeder hat irgendwann versucht Kunststücke zu machen. Wenn wir normal zu Ende spielen, geht das höher aus.“ Gästecoach Jamal Er-Rjah musste zugeben: „Die waren gut, wir waren schlecht. Wir konnten mit diesem starken Gegner nicht mithalten. Vielleicht würde uns ein Abstieg nach dieser Saison gut tun, um neu aufzubauen.“

Schiedsrichter: Diego Dossena (Offenbach). Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Clinton Adjei Asante (6.), 2:0 Fiorenzo Santoro (8.), 3:0 Taha Azaitouni (18.), 3:1 Marc Kress (33.), 4:1 Daniel Sikorski (43.), 5:1 Denis Memedi (51.), 6:1 Daniel Sikorski (61.), 7:1, 8:1 Fiorenzo Santoro (71./90.).

Kreisoberliga Frankfurt – Griesheim 02 nach Sieg im Topspiel Herbstmeister

Frankfurt – Es ist vollbracht! Mit dem 17. Spieltag ist die Hinrunde der Kreisoberliga Frankfurt abgeschlossen und damit eine Wertungsgrundlage erreicht, falls die Saison unterbrochen oder später sogar abgebrochen werden sollte. Damit wird es definitiv einen Aufsteiger in die Gruppenliga und aller Voraussicht nach fünf Absteiger in die A-Klasse geben. Abgesehen von der Hängepartie FC Tempo – FC Kosova – der Fall liegt beim Verbandssportgericht – konnten alle Begegnungen gewertet werden. Die Spvgg. 02 Griesheim setzte sich mit dem 2:0 im Topspiel gegen den FC Kalbach an die Tabellenspitze und ist Herbstmeister. Im Kampf um den Klassenerhalt konnte nur der FC Maroc gewinnen. Die TSG Nieder-Erlenbach gab die Rote Laterne an den SC Weiss-Blau ab, der sich vom Schiedsrichter betrogen sah. Zwei Spieltage der Rückrunde stehen noch in diesem Kalenderjahr auf dem Programm. Ob diese aber angesichts der steigenden Corona-Zahlen noch zur Austragung kommen, darf bezweifelt werden. Der HFV will sich in dieser Woche genau positionieren. Gut möglich, dass die Vereine in die vorzeitige Winterpause geschickt werden.

Griesheimer Jubel an der Eichenstraße.

FC Maroc – Concordia Eschersheim 3:2 (2:1)

Der FC Maroc kann noch gewinnen und hofft nach dem vierten Saisonsieg weiter auf den Klassenerhalt. „Es ging hoch und runter. Die Concordia war spielerisch besser, wir haben uns den Sieg erkämpft“, sagte Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi. Die frühe Führung auf dem nassen Rasenplatz an der Wilhelm-Epstein-Straße spielte den Gastgebern in die Karten, doch die Eschersheimer kamen zweimal zum Ausgleich. Die Concordia hatte mehr Ballbesitz, kam aber ansonsten nicht zu zwingenden Chancen. Die Entscheidung fiel durch einen umstrittenen Handelfmeter, der vom Schiedsrichter mit etwas Verzögerung verhängt wurde. Aziz Derrou übernahm die Verantwortung und besorgte den Siegtreffer. Die Gäste kamen in der Schlussphase trotz eines Lattentreffers und zwei weiterer Chancen nicht mehr zum Erfolg. Co-Trainer Justin Kuchenbäcker zog ein nüchternes Fazit: „Die erste Halbzeit war insgesamt schwach. Leider konnten wir uns für die kämpferisch gute zweite Hälfte nicht belohnen.“

Schiedsrichter: Benjamin Spahic (Hanau). Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Soufiane Taadou (3.), 1:1 Benjamin Tesar (16.), 2:1 Jouness Fanach (42.), 2:2 Ussama Djellakh (50.), 3:2 Aziz Derrou (77./Handelfmeter).


TuS Makkabi – TSG Nieder-Erlenbach 2:2 (1:1)

Beinahe wäre die jetzt zehn Spiele andauernde Erfolgsserie Makkabis gegen das bisherige Schlusslicht Nieder-Erlenbach gerissen. „Das war eine schwere Partie für uns. Wir wussten, dass wir auf einen Gegner treffen würden, der sein Tor sehr vielbeinig verteidigen würde und uns über schnelle Konter ärgern wollte. Das gelang dem Team von Trainer Andreas Ludwig eindrucksvoll und die TSG lag im Sportpark Preungesheim gleich zweimal in Führung. „Ich kann meiner Mannschaft das Bemühen nicht absprechen, jedoch haben wir uns ziemlich schwer getan“, meinte Makkabis Trainer Hakan Tekin. Zwar kam seine Mannschaft zweimal zum Ausgleich gegen ein aufopferungsvolles Nieder-Erlenbach, aber mehr war nicht drin. „Wir hatten drei Punkte geplant und waren auch die klar bessere Mannschaft gemessen an Ballbesitz und Strafraumszenen, jedoch muss ich auch sagen, dass sich der Gegner den Punkt verdient hat“, resümierte Tekin. Ludwig war von der Leistung begeistert, sprach von einer „Sensation“ und erklärte: „Das war mit einer zusammengewürfelten Truppe richtig gut. Wir haben uns richtig gut verkauft und ein gerechtes Remis erzielt mit einigen Spielern, die ohne Training sich bereit erklärt haben, aus zu helfen.“

Schiedsrichter: Zengin Karpuz (Wölfersheim). Zuschauer: 30.
Tore: 0:1 Paul Raboldt (25.), 1:1 Maximilian Motsch (36.), 1:2 Hannes Schöck (55.), 2:2 Aleksej Radulaski (80.).


TSKV Türkgücü – FC Tempo 0:3 (0:1)

Türkgücü konnte den Schwung vom Überraschungssieg letzte Woche in Kalbach nicht auf den schwer bespielbaren Rasen an der Sondershausenstraße mitnehmen. „Das Spiel war ausgeglichen, aber auf diesem Rasen konnte man kaum Fußball spielen. Torchancen waren Mangelware, aber ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, meinte TSKV-Spielausschuss-Mitglied Duran Güngör. Sein Team habe gut gekämpft, aber angesichts des Rückstandes in den letzten zehn Minuten komplett aufgemacht und sich gegen die Serben zwei Kontertore eingefangen. Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung: „In einem ausgeglichenen Spiel machte Tempo zum richtigen Zeitpunkt das 1:0. Türkgücü hatte die eine oder andere Chance, die wurden von unserem Veteranen im Tor Aleksandar Jevtic gehalten.“ In der Schlussphase machte Tempo binnen einer Minute den Deckel drauf, als Türkgücü-Akteur Chihab Labrazi eine Zeistrafe absitzen musste.

Schiedsrichter: Paul-Ioan Barbu (Offenbach). Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Bojan Miljus (31.), 0:2 Nemanja Petos (82.), 0:3 Nikola Dokovic (83.).

Croatia und die Preußen mit Daniel Wolf in der Mitte feiern gemeinsam nach dem Spiel.

FC Croatia – SV Viktoria Preußen 4:4 (1:0)

Viermal lag Croatia in Führung, viermal glichen die Preußen aus und nahmen einen Zähler von der Brühlwiese mit. „Wir haben uns zu den letzten beiden Spielen gesteigert. Trotzdem sind wir mit dem Punkt nicht zufrieden“, sagte Croatias Trainer Daniel Konta nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit. „Wir haben es einfach versäumt, das Spiel ruhig nach Hause zu fahren. Heute war einfach mehr drin und wir haben das nicht ausgenutzt. So haben wir den Gegner durch Fehler immer wieder zum Ausgleich gebracht. Die Steigerung hat uns leider nur einen Punkt gebracht.“ Preußen-Trainer Artur Rissling analysierte: „Verdientes Unentschieden. Wir haben Gas gegeben, Croatia auch.“ Er sprach von einem „megafairen“ Spiel und belegte dies anhand einer Szene: „Es gab indirekten Freistoß in unserem Sechzehner und Croatia schoss den Ball einfach ins Seitenaus. Das war die fairste Szene der ganzen Saison, das ist Fußball. Eine tolle Mannschaft und ein toller Verein. Hut ab, das macht nicht jede Mannschaft so.“

Schiedsrichter: Stefan Gottlieb (Bad Homburg). Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Daniel Soldo (31.), 1:1 Daniel Wolf (50.), 2:1 Domagoj Molnar (69.), 2:2 Giuliano Amante (75.), 3:2 Drazen Gluhakovic (82.), 3:3 Johannes Wiedemann (84.), 4:3 Drazen Gluhakovic (86.), 4:4 Daniel Rother (90./+1).


FV Saz-Rock – FV Hausen 0:3 (0:1)

FV-Trainer Ersin Kizarmis bot dem Vorstand nach der Niederlage im Hausener Platzderby seinen Rücktritt an: „Mir fehlt bei vielen Spielern die Einstellung zum Fußball. Der Vorstand und die Mannschaft sollen entscheiden, ob ich hier der richtige Mann bin. Wenn der Verein jemanden findet, der es besser macht, räume ich meinen Posten.“ Gegen Hausen zeigte sich sein Team gegenüber dem zweistelligen Debakel der Vorwoche in Heddernheim (2:11) verbessert und hielt das Spiel lange offen. Letztlich standen die Rot-Gelben aber wieder mit leeren Händen da und sind mit 82 Gegentreffern weiter die Schießbude der Liga. Für Hausen war der Sieg ganz wichtig, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Nachdem die Lila-Weißen im Sommer in der ersten Kreispokalrunde gegen Saz-Rock verloren hatten, sinnten sie nach Revanche. Trainer Federico da Costa Coutinho richtete gute Wünsche an den Gegner: „Saz-Rock ist unser einziges Derby, da Bockenheim, Praunheim und Rödelheim A-Klasse spielen. Ich hoffe, dass sich der Verein fängt und die Klasse hält. Solche Spiele machen viel Spaß und haben eine gewisse Brisanz.“ Beide Teams agierten in der Anfangsphase sehr nervös. Hausen wurde dann ruhiger und übernahm die Spielinitiative, während Saz-Rock abwartend auf Konter spielte. Nach der Hausener Führung durch El Baouti verpassten es die „Gäste“, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Auch das zweite Tor von Gulzar brachte noch nicht die Sicherheit, da kurz danach Dilema für Saz-Rock die Latte traf. Erst mit dem 3:0 war die Sache gelaufen. „Wir hätten den Sack viel früher zumachen können, wenn wir zielstrebiger agiert hätten. Wir haben uns durch den Sieg zwar etwas von der Abstiegszone abgesetzt, aber mit der Puntkausbeute nach der Hinrunde bin ich nicht zufrieden“, stellte Coutinho klar.

Schiedsrichter: Birani Achraf (Frankfurt). Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Mohamed El Baouti (15.), 0:2 Hamza Gulzar (74.), 0:3 Jounes Bökenkamp (88.).

FC Gudesding – SV 07 Heddernheim 2:4 (2:2)

Vor einer sehr geringen Kulisse im Ostpark landeten die Heddernheimer den fünften Sieg in Folge und beenden die Hinrunde auf Tabellenrang vier. Dabei erwischte jedoch Gudesding den besseren Start und führte schnell mit 2:0. Einen schnellen Konter schloss Tom Kaiser zur Führung ab (8.) und nach einer Ecke köpfte Markus Eyting zum 2:0 ein (16.). Chancen hatte es zu diesem Zeitpunkt auch für den SVH gegeben, der aber die Unsicherheit in der heimischen Abwehr nicht nutzen konnte. Als dann Zakaria Azifi Stürmer Oliver Solarz zu Fall brachte, gab es Foulelfmeter. Diesen verwandelte SVH-Kapitän Philipp Siegel souverän zum 2:1 (28.). Dann setzte sich Christos Papadopoulos in Szene, nahm den Ball mit der Brust an und zog mit einem Heber an seinem Gegenspieler vorbei. Dann nahm er die Kugel volley und traf zum 2:2 (31.). Nach dem Seitenwechsel erwies Gudesdings Seyedmohammadreza Hosseini seiner Mannschaft einen Bärendienst, indem er sich im Zweikampf mit Heddernheims Dogan Nazim Erbulan eine Tätlichkeit leistete und dafür die Rote Karte sah (54.). Die Überzahl nutzte Solarz nach einer Flanke von Bsrat Tesfay per Volleyschuss (58.). Nach dem 3:2 kam plötzlich Gudesding wieder auf, denn die in Schwarz-Grün angetretenen Gäste wurden leichtsinnig. Tillmann Lunau schaffte es, den Ball aus zentraler Position noch am Tor vorbei zu befördern. Immer wieder segelten Flanken in den Heddernheimer Strafraum, die nach vorne zu inkonsequent agierten. Nachdem Siegel mit einem Freistoß den Pfosten traf, markierte Ergänzungsspieler Abel Aron auf Zuspiel mit einem fulminanten Kracher an die Unterkante der Latte den Endstand (88.). „Am Ende des Tages kann man sich über das 2:4 nicht wirklich beschweren. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben relativ früh 2:0 geführt. Da hatten wir das Spiel noch unter Kontrolle. Durch unnötige Fehler im Spielaufbau haben wir uns selbst in die Bredouille gebracht. Wir kamen gut aus der Halbzeit raus und hatten da die klareren Chancen. Der Knackpunkt war die absolut berechtigte Rote Karte und der Rückstand vier Minuten später. Dann hatten wir tatsächlich eine kleine Drangphase, wo zwei Riesendinger dabei waren. Die hatte Heddernheim auch, von daher geht das Ergebnis in Ordnung“, rekapitulierte Spessot. SVH-Trainer Andreas Berggold zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden, aber nicht mit der Spielweise: „Wir lagen ziemlich schnell zurück, da haben wir die Körperspannung und die Intensität vermissen lassen. Kurz vor dem 4:2, mit dem wir den Deckel draufmachen, hatte Gudesding noch 2-3 Riesenchancen zum 3:3. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir zwischenzeitlich den Ausgleich bekommen hätten.“

Schiedsrichter: Christian Golditz (Bad Soden-Salmünster). Zuschauer: 34.
Tore: 1:0 Tom Kaiser (8.), 2:0 Markus Eyting (16.), 2:1 Philipp Siegel (28./Foulelfmeter), 2:2 Christos Papadopoulos (31.), 2:3 Oliver Solarz (58.), 2:4 Abel Aron (88.).

FC Posavina – FC Kosova 3:1 (2:1)

Viermal konnte Posavina in den letzten fünf Spielen gewinnen und auch das „Balkan-Derby“ gegen Kosova entschieden die Männer von Trainer Stjepan Piljic für sich. „Wir haben Kosova leider nach der frühen Führung ins Spiel zurückgebracht“, schilderte Posavinas Pressesprecher Danijel Pavic. Der überragende Sasa Cancarevic markierte zwei blitzsaubere Kopfballtore für die Hausherren. Die Kosovaren hatten nicht die gewohnte Durchschlagskraft und in der Schlussphase leistete sich Torhüter Murati Erjol eine Tätlichkeit und bekam die Rote Karte (81.). Da kein Ersatztorhüter zur Verfügung stand, ging der Alt-Internationale Adrian Dashi zwischen die Pfosten. In der Nachspielzeit stürmten alle Kosovaren inklusive Dashi nach vorne und Drazen Vinkovic schob für die Hausherren zum 3:1 ins leere Tor ein. „Ein ganz wichtiger Sieg unserer Mannschaft, die auch mal ein Team besiegt hat, das vor dem Spieltag vor uns in der Tabelle stand.“, sagte Pavic, der Schiedsrichter David Schmidt lobte: „Der Schiri war heute wirklich sehr gut. Er hat das Spiel komplett unter Kontrolle gehabt, starke Leistung!“ Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci meinte: „Spielerisch waren wir überlegen, aber wir sind durch zwei Standards in Rückstand geraten. Die zweite Hälfte haben wir nur auf ein Tor gespielt.“

Schiedsrichter: David Schmidt (Frankfurt). Zuschauer: 90.
Tore: 1:0 Sasa Cancarevic (3.), 1:1 Haithem Sassi (18.), 2:1 Sasa Cancarevic (37.), 3:1 Drazen Vinkovic (90./+6).

SC Weiss-Blau – SV Griesheim Tarik 4:5 (3:2)

Weiss-Blau ist nun auf dem letzten Tabellenplatz angekommen. Trainer Jamal Er-Rjah fühlte sich vom Unparteiischen betrogen, der in der Nachspielzeit einem regulären Tor von Haitem Fekih die Anerkennung versagt habe: „Das wäre das 5:5 gewesen. Der Schiedsrichter hat uns kaputtgemacht. Er hat uns benachteiligt bis zum Gehtnichtmehr. Wir sind aber auch wieder zu brav in der Innenverteidigung aufgetreten, bringen eine Führung nicht über die Zeit und kassieren viel zu viele Gegentore.“ Die Gäste von der Lärchenstraße lieferten erneut ein wildes Spiel ab und gewannen wie in der Vorwoche gegen den FC Maroc erneut mit 5:4. Dabei holte die Mannschaft von Trainer Mourad El Hirache wieder einen Rückstand auf und entführte die drei Punkte von den Sandhöfer Wiesen. „Wir hatten große Probleme mit dem Spieler Al Abdullah, der für Furore gesorgt hat. Nach einer Umstellung in der Abwehr konnten wir aber das Tempo erhöhen und das Spiel noch für uns entscheiden“, meinte El Hirache.

Schiedsrichter: Keine Angabe. Zuschauer: 45.
Tore: 1:0 Hatem Fekih (14.), 1:1, 1:2 Ahmet Keser (27./36.), 2:2, 3:2 Naser Al Abdullah (38./42.), 3:3 Abdellatif Tabarrant (47.), 3:4 Badr Jahouh (62.), 3:5 Saad Zadaki (88.), 4:5 Elias Lemghili (89.).

Spvgg. 02 Griesheim – FC Kalbach 2:0 (0:0)

Fiorenzo Santoro entschied das Spitzenspiel im zweiten Abschnitt zugunsten der „Schleifer“. Kurz nach der Pause wurde Taha Azaitouni im Strafraum gelegt, der Techniker verwandelte den Strafstoß souverän. Aber erst als Santoro in der Nachspielzeit mit einem Konter sein zweites Tor erzielt hatte, konnten die Griesheimer Anhänger aufatmen. Über 300 Fans waren gekommen, um ihr Team zu unterstützen. Kein Zweifel: Der Sieg und der Sprung der Platzherren an die Tabellenspitze waren verdient, aber das musste hart erarbeitet werden. Zugute kam den Gastgebern, dass Kalbachs Torjäger Achraf Gara Ali nach einer halben Stunde verletzt raus musste. „Am Ende des Tages war es ein guter Nachmittag. Wir haben auf das 2:0 gespielt“, meinte Griesheims Trainer Marco Santonastaso. Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Meyer sagte nach der zweiten Niederlage in Folge: „Glückwunsch an Griesheim. Das haben sie sich mit ihrem Engagement verdient. Was aber nicht geht, sind sie ständigen Provokationen einiger Spieler, die vom Schiedsrichter mit der Zeitstrafe geahndet worden sein müssten. Dann wäre das Spiel auch anders ausgegangen.“

Schiedsrichter: Leonhard Welp (Kiedrich). Zuschauer: 316.
Tore: 1:0, 2:0 Fiorenzo Santoro (48./Foulelfmeter, 90./+5).

Kreisoberliga Frankfurt – Kalbach nur noch zwei Punkte vor Griesheim

Frankfurt – Am 18. Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt musste Tabellenführer FC Kalbach seine erste Saisonniederlage hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Aaz-Dine Zarioh unterlag dem TSKV Türkgücü mit 1:3. Da Verfolger Spvgg. 02 Griesheim beim SV Viktoria Preußen mit 6:0 gewann, beträgt der Vorsprung der Kalbacher nur noch zwei Punkte und am nächsten Sonntag kommt es dann zum Gipfeltreffen Griesheim – Kalbach. In der Abstiegszone mussten die letzten sechs Vereine Niederlagen hinnehmen, Saz-Rock unterlag in Heddernheim sogar zweistellig. Da in der Gruppenliga Frankfurt West derzeit mit der SG Westend (trat gestern gegen Seckbach aus Personalmangel nicht an) und der TSG Niederrad zwei Frankfurter Vertreter stark abstiegsgefährdet sind, würden die letzten fünf Vereine aus der Kreisoberliga in die A-Klasse absteigen. 

Jubel bei Türkgücü nach dem 3:1 in Kalbach.

FC Kosova – FC Gudesding 2:2 (1:0)

Beide Vereine bleiben nach diesem Unentschieden in der oberen Tabellenhälfte. Was Kosovas Spielausschuss-Vorsitzenden Rudi Statovci aber ärgerte, war der unnötig verursachte Foulelfmeter kurz vor Schluss. „Wir waren das ganze Spiel über besser, dann spielen wir am Strafraumrand Foul, obwohl der Ball schon weg war und überhaupt keine Gefahr bestand“, sagte Statovci und führte weiter aus: „Wenn unsere Abwehr es nicht schafft, so ein Spiel über die Bühne zu bringen, dann können wir auch nichts ernten.“ Die Gäste aus dem Ostpark zeigten sich von der 2:4-Heimniederlage gegen Schlusslicht TSG Nieder-Erlenbach erholt und nahmen zumindest diesen einen Punkt vom Fernmeldeturm mit. Trainer Luca Spessot befand: „Am Ende des Tages ein glücklicher Punkt für Gudesding. Kosova hatte die besseren Torchancen und mehr Spielanteile. Wir haben es größtenteils gut verteidigt und konnten mit Kontermöglichkeiten Nadelstiche setzen.“ Der „Gude“ Lorenzo Dolce musste ab der 65. Minute für zehn Minuten zuschauen (Zeitstrafe).

Schiedsrichter: Lukas Spielmann (Wiesbaden). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Leon Dashi (36.), 1:1 Alexander Root (55.), 2:1 Frenklin Sefa (68.), 2:2 Marko Rimac (86./Foulelfmeter).


SV Viktoria Preußen – Spvgg. 02 Griesheim 0:6 (0:1)

In der ersten Hälfte war das Geschehen noch ausgeglichen mit ein paar Möglichkeiten mehr für Griesheim. Es hätte mit einem Unentschieden in die Halbzeit gehen können, aber Jefrey Aboagye brachte die „Schleifer“ in Führung. Nach dem Seitenwechsel konnten die favorisierten Gäste schnell auf 2:0 erhöhen und fuhren dann einen ungefährdeten 6:0-Sieg ein. Preußen-Trainer Artur Rissling zog ein ganz kurzes Fazit: „Hochverdiente Niederlage. Nach dem 2:0 war das Spiel eigentlich gelaufen.“ Erneut mussten die Gastgeber verletzte Spieler beklagen, aber das änderte nichts an der Berechtigung des Griesheimer Sieges: „In der zweiten Hälfte war Griesheim klar besser. Im Moment ist das nicht der Gegner, mit dem wir uns messen können“, bekräftigte Rissling. Bei den Gästen war Benjamin Zeisel der Mann des Tages. Nicht etwa wegen der obligatorischen Zeitstrafe, die er seit drei Partien nicht mehr erhalten hat, sondern weil Zeisel mannschaftsdienlich agierte und die letzten beiden Treffer markierte. Jetzt werden alle Blicke Richtung Topspiel am Sonntag gegen Kalbach gerichtet. Trainer Marco Santonastaso lobte seine positive Entwicklung und sagte zum Sieg: „Die Preußen haben tief verteidigt, es gab kaum Lücken. Nach der Pause haben die Gastgeber nachgelassen. Unser junges Team war dann voller Energie.“

Schiedsrichter: Til Waschkowitz (Darmstadt). Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Jefrey Aboagye (21.), 0:2 Denis Memedi (52.), 0:3 Bilal Hamdaoui (65.), 0:4 Deniz Pekgüzelyigit (72.), 0:5, 0:6 Benjamin Zeisel (74./76., Foulelfmeter).

FC Kalbach – TSKV Türkgücü 1:3 (1:0)

Kalbachs Trainer Aaz-Dine Zarioh zeigte sich als anständiger Verlierer: „Das war eine verdiente Niederlage. Türkgücü hat uns laufen lassen, war spielerisch stärker und hat gut kombiniert.“ Trotz der frühen 1:0-Führung fand Kalbach nicht zu seinem Spiel, „weil wir am absoluten Limit sind und keine frischen Leute mehr haben. Wir müssen jetzt der langen Saison Tribut zollen. Letztlich haben wir erst im 17. Spiel die erste Niederlage kassiert und ich bin froh, dass wir diese gegen einen wirklich besseren Gegner erlitten haben.“ Begeistert war hingegen Türkgücüs Vorstandsmitglied Duran Güngör: „Wir sind mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft angetreten, weil fünf Stammspieler fehlen. Im Tor stand unser Methusalem Ramazan Gülen.“ Die 49-jährige Vereinslegende springt immer dann ein, wenn er gebraucht wird und nach der Verletzung vom jungen Schlussmann Ahmet Utus war das jetzt mal wieder der Fall. Das Spiel drehen konnten die Gäste dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem überragenden Spielmacher Emre Kadimli, der alle drei Treffer markierte. „Wir haben gekämpft und waren sehr diszipliniert. Trainer Forciniti hat die Mannschaft taktisch sehr gut eingestellt“, betonte Güngör nach diesem Triumph.

Schiedsrichter: Steffen Ruh (Wirtheim). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Feyzullah Elmas (2.), 1:1, 1:2, 1:3 Emre Kadimli (31./46./90.+2). 


TSG Nieder-Erlenbach – FC Posavina 1:6 (1:2)

TSG-Trainer Andreas Ludwig fehlte krankheitsbedingt und wurde von Torhüter Rico Maderthoner vertreten. Mit dem Schwung vom Auswärtssieg im Ostpark von letzter Woche ging das Schlusslicht mit neuem Mut ins Spiel und führte schnell durch Christian Löchner. Doch dann verfielen die Hausherren wieder in alte Strickmuster und brachen im zweiten Abschnitt völlig ein. Gerade im defensiven Bereich wurde nichts zustande gebracht. Immer wieder konnte der selbe Spielzug der Kroaten nicht verteidigt werden. „Jetzt sind es noch zwei Spiele bis zur Winterpause. Dann sind wir froh, dass wir uns in der Pause neu sammeln können und schauen, was wir dann verändern können“, meinte Ludwig. Auf Seiten der Gäste war Pressewart Danijel Pavic zufrieden: „Der Sieg geht auch in dieser Höhe verdient an uns, auch wenn wir noch ein bis zwei Tore hätten machen müssen.“ Ein Extralob erhielt nicht nur Neuzugang Duro Arlovic, der es in den letzten Wochen nicht leicht hatte und diesmal einen Hattrick schnürte. Auch der Schiedsrichter bot laut Pavics Einschätzung eine sehr gute Leistung. Bei Posavina steigt nun die Vorfreude auf das selten dagewesene Balkan-Derby gegen den FC Kosova.

Schiedsrichter: Martin Ivanovic Lamara (Linden). Zuschauer: 40.
Tore: 1:0 Constantin Löchner (9.), 1:1 Marko Zelenica (12.), 1:2, 1:3, 1:4 Duro Arlovic (29./57./61., Foulelfmeter), 1:5 Anto Petrasevic (68.), 1:6 Sasa Cancarevic (89.).


SV 07 Heddernheim – FV Saz-Rock 11:2 (4:2)

Die Gäste lagen schon nach 53 Sekunden durch einen Distanzschuss von Hüseyin Can in Führung. Die Heddernheimer wurden durch den Rückstand kalt erwischt, waren aber von Trainer Andreas Berggold gewarnt worden: „Ich habe eindringlich darauf hingewiesen, dass der Spieler Can aus jeder Situation schießt und guckt, wo der Torwart steht.“ Die Grün-Weißen ließen sich aber nicht beirren und Stürmer Oliver Solarz war dann gleich zweimal zur Stelle und profitierte beim 2:1 von einem kapitalen Fehlpass der Gäste. Der Kopfballtreffer von Fabio Bittl zum 2:2 machte nach 17 Minuten die turbulente Anfangsphase perfekt. Dass danach nur noch Tore auf einer Seite fallen sollten und dann auch noch so viele, war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Doch das mit nur 13 Akteuren angereiste Saz-Rock musste früh verletzungsbedingt wechseln und geriet bis zur Pause durch die Tore von Antonie Willeführ (26.) und Dogan Nazim Erbulan (38.) schon mit 4:2 in Rückstand. In der Pause wechselte FV-Coach Ersin Kizarmis Torhüter Yilmaz Baris Dagli gegen Ersatzkeeper Ali Dogdu ein und brachte Dagli dann als Feldspieler für den verletzten Can ab der 54. Minute. Kurz nach Wiederanpfiff markierte Erbulan das 5:2 und dann „bekamen wir erst die nötige Ruhe in unser Spiel, wobei ich das Gefühl hatte, dass wir nicht zu 100 Prozent konzentriert waren.“ Die Gäste präsentierten sich im zweiten Abschnitt indisponiert und leisteten keinen Widerstand mehr. „Ich wusste, dass Heddernheim nicht aufhört, wenn sie ins Rollen kommen“, sagte Kizarmis und bedauerte: „Der Kader ist zu klein, da müssen auch Spieler mit Schmerzen spielen. Eine gewisse Qualität ist da, aber wir können diese nur phasenweise abrufen. So war das unter dem Strich ein ganz bitterer Nachmittag.“ Trotz der Torflut im zweiten Abschnitt – Stürmer Christos Papadopoulos schnürte einen Dreierpack (55./71./85.), Antonie Willeführ (64.), Deniz Yatci (77.) und Jakob Pluta (80.) machten es zweistellig – „haben wir zwar schöne Tore geschossen, aber keinen sonderlich schönen Fußball gespielt“, fand Berggold nach dem Kantersieg ein Haar in der Suppe. Letztlich machte es der desolate Kontrahent den Gastgebern sehr leicht. „Die hatten nichts mehr entgegenzusetzen, dann geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung.“ Mit dem dritten Sieg in Folge rückt der SV 07 auf Rang fünf vor und ist nun seit sechs Partien ungeschlagen. „Mit 30 Punkten kann vor dem abschließenden Spiel der Hinrunde zufrieden sein“, sagte Berggold. Für Saz-Rock wird es mit diesem dünnen Kader sehr schwer werden, noch irgendwie das rettende Ufer zu erreichen. Dazu kommt mit 79 an der Zahl eine jetzt schon exorbitant hohe Anzahl an Gegentoren. Pressewart Jörg Henkel sagte es schon während der Partie: „Um die Kreisoberliga zu halten, wird defensive Stabilität benötigt.“ Die ist beim FV jedoch in keinster Weise vorhanden.

Schiedsrichter: Günther Häberle (Rosbach). Zuschauer: 81. Tore: 0:1 Hüseyin Can (1.), 1:1, 2:1 Oliver Solarz (11./12.), 2:2 Fabio Bittl (17.), 3:2 Antonie Willeführ (26.), 4:2, 5:2 Dogan Nazim Erbulan (38./46.), 6:2 Christos Papadopoulos (55.), 7:2 Antonie Willeführ (64.), 8:2 Christos Papadopoulos (71.), 9:2 Deniz Yatci (77.), 10:2 Jakob Pluta (80.), 11:2 Christos Papadopoulos (85.).

FV Hausen – FC Croatia 4:2 (2:1)

Hausens Trainer Federico da Costa Coutinho sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung: „Das war ein verdienter Sieg meiner Ansicht nach. Wir haben unseren Zuschauern guten Fußball geboten. Ich hätte mich aber gefreut, wenn wir das Spiel früher entschieden hätten und nicht so viele Chancen ausgelassen hätten.“ Croatia war zu Beginn auf Augenhöhe, dann aber waren die Lila-Weißen verstärkt am Drücker. „Nach dem 3:1 war das Spiel etwas hektischer, denn die Kroaten haben viel investiert. Wir sind fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Dann war es bis zum 4:1 doch irgendwie offen“, konstatierte der Hausener Coach und betonte, „dass die Kroaten sehr fair waren.“ Seinem Kollegen Daniel Konta hatte die Partie freilich weniger gefallen: „Wir haben ein schwaches Spiel ohne Niveau abgeliefert. Von Beginn an haben wir die Grundlagen vermissen lassen und sehr viele einfache Fehler gemacht.“ Auch im zweiten Spielabschnitt waren zu viele Ungenauigkeiten dabei, sodass Croatia das zweite Spiel in Folge verlor. „Die Niederlage tut schon sehr weh, da wir uns heute mehr ausgerechnet hatten“, so Kontas Schlusswort.

Schiedsrichter: Keine Angabe. Zuschauer: 45. Tore: 1:0 Spas Pisov (12.), 1:1 Filip Sucic (23.), 2:1 Mohamed El Baouti (33.), 3:1 Spas Pisov (68.), 4:1 Thomas Altvater (90./+2), 4:2 Dragan Budimir (90./+3). 

FC Tempo – SC Weiss-Blau 5:3 (3:2)

Für Tempos Vorstandsmitglied Dalibor Jaguzovic waren die abstiegsgefährdeten Gäste der erwartet schwere Gegner. Die Gastgeber mussten auf neun Stammspieler verzichten und füllten den Kader aus der Zweiten Mannschaft auf, gerieten dabei kurzzeitig mit 1:2 in Rückstand. „Die Mannschaft hat Mut und Herz gezeigt: Am Ende war es ein verdienter Sieg in einem sehr fairen Spiel“, sagte Jaguzovic. Gästecoach Jamal Er-Rjah musste sich in seinem Kommentar mal wieder wiederholen: „Es liegt nur an uns, nicht an den Gegnern. Wir reden zu wenig auf dem Platz.“ Beim Stande von 3:2 schoss Weiss-Blau-Akteur Emre Kir einen Foulelfmeter über das Tor (48.).

Schiedsrichter: Keine Angabe. Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Stefan Popovic (10.), 1:1 Naser Al Abdullah (10.), 1:2 Marc Kress (26.), 2:2 Dado Panic (31.), 3:2 Boban Dokic (39.), 4:2 Stefan Pajic (63.), 5:2 Dejan Gligorov (68.), 5:3 Naser Al Abdullah (78.).

SV Griesheim Tarik – FC Maroc 5:4 (2:3)

Fulminantes Duell der beiden marokkanischen Kreisoberliga-Vereine. An der Lärchenstraße erlebten die 300 Zuschauer einen denkwürdigen Nachmittag mit neun Toren. „Wir haben ein marokkanisches Fußballfest in Frankfurt gefeiert“, teilte Tariks Trainer Mourad El Hirache mit. Allerdings waren lange Zeit die Gäste vom FC Maroc auf der Siegerstraße, denn man ging gleich dreimal in Führung und führte Mitte der zweiten Hälfte mit 4:2. Doch der Derby-Charakter brachte die Gastgeber wieder zurück ins Spiel, sie wollten sich gegen den Rivalen keineswegs geschlagen werden. Initialzündung für die Aufholjagd war das 3:4 von Marlon Schick durch einen Distanzschuss und der gut aufgelegte Stürmer Ahmet Keser, der vier Tore beisteuerte, brachte in der Schlussphase die Entscheidung zugunsten der Hausherren. Nach dem Ausgleich verwandelte er einen umstrittenen Foulelfmeter mit dem 16. Saisontreffer zum Siegtor. Zeistrafen absitzen mussten Soufiane Moussaoui (Tarik/ab 58.) und Aziz Derrou (Maroc/ab 78.). „Mit dem 4:4 wäre ich zufrieden gewesen“,meinte El Hirache, der den friedlichen Ablauf betonte, da es am 1. März 2020 zu einem bedauerlichen Spielabbruch gekommen war. Auf Seiten Marocs wären die drei Punkte so wichtig gewesen, um sich im letzten Quartett etwas abzusetzen. Dem Sportlichen Leiter Omar El Idrissi ging das Spiel über Nacht nicht aus dem Kopf: „Das waren Emotionen pur. Über den Elfmeter kann man lang diskutieren, das war eine harte Entscheidung. Am Ende müssen wir wenigstens einen Punkt mitnehmen, aber auch den konnten wir nicht verteidigen.“ Angetan war auch der altgediente Maroc-Funktionär von der Kulisse an der Lärchenstraße: „Beide Seiten waren voll und der Lärmpegel war enorm.“

Schiedsrichter: Ian Plenderleith (Frankfurt). Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 Ilyas Bellahnach (10.), 1:1 Ahmet Keser (15.), 1:2 Jouness Fanach (20.), 2:2 Ahmet Keser (34.), 2:3 Hamza Chouiba (36.), 2:4 Pince Ezekiel Nnah (63.), 3:4 Marlon Schick (66.), 4:4, 5:4 Ahmet Keser (80./89., Foulelfmeter). 

Concordia Eschersheim – FC Union Niederrad 3:2 (0:1)

Die Gäste – von einer heftigen Verletztenmisere geplagt – erschienen am Rosegger lediglich mit 13 Akteuren. Dennoch lagen sie mit einer sehr guten Spielweise zwischenzeitlich mit 2:0 in Führung, um in der Schlussphase sich die so wichtigen drei Zähler im Abstiegskampf noch entreißen zu lassen. „Wir haben kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu“, sagte Unions Präsident Khalid Lamjahed im besten „Jürgen Wegmann-Gedächtnisstil“. „Mir fehlen die Worte nach so einem Spiel. Ich kann wirklich nicht mehr sagen. Erst führst du 2:0 und dann gibst Du das Spiel so aus der Hand“, war Lamjahed fassungslos. Concordia-Trainer Andre Winter wollte sich trotz der ziemlich wilden Schlussphase kurz fassen: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Mannschaft hat, wie man so schön im Fußballdeutsch sagt, Charakter bewiesen.“ In der Tat: Innerhalb von sechs Minuten machten Kevin Jäger, Adrian Mohr und Daniel Hopf per Foulelfmeter aus einem 0:2 ein 3:2 und vergrößerten die Niederräder Abstiegssorgen. Allerdings waren die Gäste just in dieser Periode in Unterzahl, da ein Niederräder die Zeitstrafe bekam (82.).

Schiedsrichter: Thomas Liebrenz (Breuberg). Zuschauer: 80. Tore: 0:1 Tim Schubert (16.), 0:2 Victor Ubri Baez (57.), 1:2 Kevin Jäger (83.), 2:2 Adrian Mohr (87.), 3:2 Daniel Hopf (89./Foulelfmeter).

Kreisoberliga Frankfurt – Tempo behält im Nebel den Durchblick

Frankfurt – In einem Nachholspiel der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt besiegte der FC Tempo am Donnerstagabend den FV Saz-Rock bei dichtem Nebel mit 5:1 (2:1) und festigte damit den dritten Tabellenplatz. Die Gäste hingegen schweben weiterhin mit nur neun Punkten in starker Abstiegsgefahr.

Eine nebulöse Angelegenheit war die Partie FC Tempo – FV Saz Rock.

FC Tempo – FV Saz-Rock 5:1 (2:1)

Ein Spiel unter dichtem Nebel, in dem man zeitweise dem Spielgeschehen nur schwer folgen konnte. Im Nachholspiel setzen sich die Serben vom FC Tempo trotz frühen Rückstandes noch klar durch, obwohl die abstiegsgefährdeten Gäste nach der Führung das 2:0 auf dem Fuß hatten, danach aber wieder altbekannte Defensivschwächen aufzeigten. Saz-Rock hatte allerdings in der Anfangsphase mehr vom Spiel und ging durch Ugur Tas in Führung (16.). Kurz darauf hatte Leonardo Dilema den zweiten Treffer auf dem Fuß, vergab aber vor Tempo-Torhüter Aleksandar Jevtic. Im Gegenzug markierte Branislav Glamocanin den Ausgleich (23.). Boban Dokic (33.) sorgte für die Halbzeitführung der Serben, die dann nach dem Seitenwechsel vor 45 Zuschauern aufdrehten. Dado Panic (50./56.) und Bojan Miljus (81.) sorgten noch für klare Verhältnisse. Tempos Trainer Denis Milanovic war zufrieden: „Wir waren klar besser, obwohl die Bedingungen nicht optimal waren. Spiele unter der Woche sind bei uns nicht sonderlich beliebt.“ Saz-Rock-Coach Ersin Kizarmis betonte: „Uns haben Spieler gefehlt, die wir nicht ersetzen können. Da fehlt vielleicht ein Quäntchen an Qualität, um so ein Spiel 90 Minuten durchziehen zu können. Die erste halbe Stunde musst Du ganz klar 2:0 führen. Hinzu kommt, dass die Personaldecke bei uns derzeit ziemlich dünn ist.“

Schiedsrichter: (Büdingen). Zuschauer: 45.
Tore: 0:1 Ugur Tas (16.), 1:1 Branislav Glamocanin (23.), 2:1 Boban Dokic (33.), 3:1, 4:1 Dado Panic (50./56.), 5:1 Bojan Miljus (81.).

Kreisoberliga Frankfurt – Weiss-Blau bietet Kalbach Paroli – Nieder-Erlenbach sendet Lebenszeichen

Frankfurt – Nach dem 16. Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt bleibt der FC Kalbach fünf Punkte vor der Spvgg. 02 Griesheim an der Spitze. Am 21. November treffen beide Aufstiegsanwärter an der Eichenstraße aufeinander. In Sachen Abstieg muss derzeit mit fünf Absteigern kalkuliert werden. Der FC Maroc und Schlusslicht TSG Nieder-Erlenbach sendeten mit Siegen kräftige Lebenszeichen.

5:0-Sieger gegen den FV Hausen: Die Mannschaft der Spvgg. 02 Griesheim. Foto: Verein.

FC Maroc – FC Union Niederrad 3:1 (1:1)

Nach neun Niederlagen in Folge konnte Maroc durch den dritten Saisonsieg einen direkten Konkurrenten mit in den Abstiegssumpf ziehen. Riesenjubel gab es nach dem Schlusspfiff auf einem der Rasenplätze an der Wilhelm-Epstein-Straße, denn die von vielen schon abgeschriebene Mannschaft sendete ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Schon vor Spielbeginn hatten sich die Marokkaner auf das wichtige Spiel eingeschworen und griffen dann stürmisch pausenlos an. „Wir wollten unbedingt als Sieger vom Platz gehen und wirklich jeder hat alles dafür gegeben obwohl auch wir zahlreiche Ausfälle verkraften mussten“, sagte Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi. Allerdings gerieten die Gastgeber zunächst in Rückstand und kamen erst kurz vor dem Seitenwechsel durch einen Elfmeter zum Ausgleich. „Wir waren klar besser und feldüberlegen“, berichtete Khalid Lamjahed, der Vorsitzende der Niederräder. Im zweiten Abschnitt rannten dann die Unioner an. Mit aller Gewalt wollte man eine Entscheidung erzwingen. Doch ohne sechs verletzte Stammspieler gelang das nicht, denn die Union agierte zu viel mit langen Bällen. Zudem mussten Antonio Anic und Ex-Bundesligaspieler Nando Rafael verletzt ausgewechselt werden. Nach dem 2:1 durch Marocs Spielmacher Aziz Derrou – aus Sicht der Gäste „aus stark abseitsverdächtiger Position“ – bauten die Niederräder ab und mit dem 3:1 durch den reaktivierten Ennachite war die Partie zugunsten der Hausherren gelaufen. Lamjahed beklagte: „Wir hätten auch einen Elfmeter bekommen müssen, als Anic im Sechzehner gefoult wurde und sich die Schulter ausrenkte.“ Ein Krankenwagen kam und nahm ihn mit, somit fällt der Spieler auch bis zur Winterpause aus. „Wir treten mit extremem Personalmangel auf, trotzdem hätten wir das Spiel gewinnen müssen“, haderte Lamjahed und ergänzte: „Es wird eng, aber die Mannschaften vor uns sind auch nicht sicher und bei den Mannschaften hinter uns mache ich mir keine Sorgen, dass die eine Siegesserie starten.“

Schiedsrichter: Zanin Saleh Mustafa (Wiesbaden). Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Tim Schubert (17.), 1:1 Mohamed Kaddouri (44./Foulelfmeter), 2:1 Aziz Derrou (72.), 3:1 Ouail Ennachite El Khayat (84.).

Zweifacher Torschütze im Platzderby: Heddernheims Stürmer Christos Papadopoulos (rechts).

FC Croatia – SV 07 Heddernheim 0:2 (0:0)

Die fünf Spiele anhaltende positive Serie des FC Croatia endete mit der Heimniederlage im Platzderby gegen Heddernheim. Die Grün-Weißen sind nach dem zweiten „Auswärtssieg“ nun ihrerseits seit fünf Spielen ungeschlagen und überholten die Kroaten in der Tabelle. Für Croatia-Trainer Daniel Konta war das Ergebnis enttäuschend: „Ich finde, das war auch insgesamt kein gutes Spiel. Beide haben versucht über Kampf und lange Bälle ins Spiel zu kommen. Ich finde, dass wir trotzdem mehr vom Spiel hatten und in der ersten Halbzeit in Führung gehen mussten.“ Ivan Propadalo vergab die größte Chance der Kroaten, aber auch der Heddernheimer Oliver Solarz hätte sein Team nach vorne bringen können, schoss aber Croatia-Schlussmann Marco Nauber an. Im zweiten Abschnitt operierte der SVH dann nach dem Motto „Einlullen und zuschlagen“. Dabei profitierte das Team von Trainer Andereas Berggold von individuellen Fehlern der Balkan-Fußballer. Als Solarz nach einem Fehlpass entscheidend nachsetzte und den Ball zu Christos Papadopoulos weiter gab, zog der Grieche aus 25 Metern konsequent ab und traf zur Führung in den Winkel (56.). Und auch beim zweiten Tor schlug der Angreifer im richtigen Moment zu und schob ein Zuspiel von Dogan Nazim Erbulan ein – 0:2 (70.). „Wir haben es dann nicht mehr geschafft nach vorne zu kommen, obwohl wir alles versucht haben“, meinte Konta. Heddernheim verteidigte alles weg, was auch nur annähernd auf das Tor kam und mit Schlussmann Marcin Czukiewicz hatte der SVH wieder einen überragenden Torhüter, der das zweite „zu Null“ in Folge garantierte. Und noch ein klares Plus hatten die „Gäste“ auf ihrem wohlbekannten Kunstrasenplatz: Sie kämpften um jeden Ball und Zentimeter und legten selbst nach dem 2:0 keinen Schongang ein. Konta unterstrich: „Wir waren nicht schlechter, sondern Kleinigkeiten haben entschieden.“ Sein Kollege Berggold sprach hingegen von „einem tollen Sieg, gerade in so einem Derby als Sieger vom Platz zu gehen. Es war ein ausgeglichenes Spiel, wobei wir vielleicht ein kleines Chancenplus auf unserer Seite hatten.“ Im kampfbetonten Spiel habe man die Fehler der Kroaten eiskalt ausgenutzt. Mit einem Papadopoulos in Hochform: „Er war zur rechten Zeit am richtigen Ort, hat dann eiskalt zugeschlagen und dafür ist er bekannt. Das 1:0 hat uns in die Karten gespielt, um die Räume weiter eng zu machen und auf das zweite Tor zu gehen, das dann nach einer weiteren Unstimmigkeit in der kroatischen Abwehr auch fiel.“

Schiedsrichter: Patrick Nied (Frankfurt). Zuschauer: 130.
Tore: 0:1, 0:2 Christos Papadopoulos (56./70.).

FV Saz-Rock – FC Kosova 2:6 (1:2)

Torhungrige Kosovaren gewannen beim Abstiegskandidaten Saz-Rock mit 6:2, der aufgrund von acht kurzfristigen krankheitsbedingten Absagen nur elf Spieler zur Verfügung hatte. Zwischen die Pfosten stellte sich dann der Pressewart Jörg Henkel. „Wir haben versucht die Begegnung zu verlegen, aber unser Wunsch wurde abgelehnt“, berichtete FV-Trainer Ersin Kizarmis etwas frustriert. Mit der Leistung war der Coach gegen einen starken Gegner durchaus zufrieden: „Wir konnten das Spiel lange offen halten, hätten es sogar gewinnen können, wenn wir unsere Torchancen genutzt hätten. Uns fehlt derzeit auch das Quäntchen Glück, aber immerhin sind die meisten Spieler jetzt durch permanentes Training fit.“ Laut Kosovas Spielausschuss-Vorsitzenden Rudi Statovci verlangte der Gegner seinem Team alles ab: „Die haben mit zehn Mann hinten gestanden und gekämpft. Uns ist alles lange Zeit schwer gefallen, aber dann waren wir überlegen.“ Erst als bei den Gastgebern Leonardo Dilema eine Zeitstrafe bekam (80.), kamen die Gäste zum vorentscheidenden 4:2.

Schiedsrichter: Oliver Bingmer (Ortenberg). Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Frenklin Sefa (21.), 1:1 Fabio Bittl (22.), 1:2 Leon Dashi (24.), 1:3 Raisi Zalla (59.), 2:3 Fabio Bittl (61.), 2:4 Yll Pelaj (85.), 2:5 Leon Dashi (90.+2), 2:6 Frenklin Sefa (90.+3).

FC Gudesding – TSG Nieder-Erlenbach 2:4 (2:1)

Gudesding startete furios und führte nach elf Minuten mit 2:0, ließ sich dann aber von den Gästen aus Nieder-Erlenbach total überraschen. Ein Abwehrfehler führte zum 2:1 und der Tabellenletzte kämpfte sich in die Partie. Die „Guden“ verzettelten sich in Einzelaktionen und jeder zweite Ball ging verloren. Im zweiten Abschnitt machten die Gäste drei Tore gegen konfuse, neben sich stehende Gastgeber und die „Sensation“ war perfekt. Der Gudesding-Vorsitzende Rainer Weiss war entspechend restlos bedient: „Das war unser schlechtestes Spiel in dieser Saison. Unsere Gäste haben gezeigt, was sich ein Team erarbeiten kann und so haben sie auch verdient gewonnen, Wir müssen das abhaken. Es kommen auch wieder bessere Tage.“ Die Nieder-Erlenbacher erwiesen sich als eine kampf- und spielstarke Truppe, die schnörkellos mit viel Einsatzbereitschaft den Erfolg suchte und die Schwächen des FC Gudesding eiskalt ausnutzte. Der Sieg der Gäste, die nun sieben Punkte auf dem Konto haben, war auch in der Höhe verdient. Der frühe Rückstand schockte sie keineswegs, eher wurden sie dadurch ermuntert, endlich einmal ihre Leistungen abzurufen. „Das 2:1 war gut und wichtig für uns. Danach haben wir sehr diszipliniert gespielt und alles hat gut funktioniert. Wir haben ordentlich verschoben und als Team sehr gut agiert. Am Ende haben wir das Spiel verdient gewonnen“, jubelte TSG-Trainer Andreas Ludwig. Einziger Wermutstropfen an einem erfolgreichen Nachmittag war die Rote Karte gegen Mahdi Badour (88.). „Wir sind eine megajunge Mannschaft, die viel lernen muss. Ich hoffe, dass bis zur Winterpause den einen oder anderen Punkt noch ergattern und daraus lernen. Daran sieht man auch, wie ausgeglichen die Liga ist. Ich bin stolz auf das Team und alle drumherum. Ich hoffe, wir bleiben dran“, strahlte Ludwig nach diesem Coup Zuversicht aus.

Schiedsrichter: Benjamin Spahic (Hanau). Zuschauer: 40.
Tore: 1:0 Lukas Berens (1.), 2:0 Christian Arnold (11.), 2:1 Constantin Löchner (17.), 2:2, 2:3 Ozan Kilincarslan (61./66.), 2:4 Henry Naftaliev (76./Foulelfmeter).

TuS Makkabi – Concordia Eschersheim 3:0 (1:0)

Makkabis Wahnsinnsserie geht weiter! Mittlerweile ist die Mannschaft von Trainer Hakan Tekin nach dem neunten Spiel ohne Niederlage auf Rang vier vorgerückt. Vor allem von der Entstehung des ersten Tores durch Maximilian Motsch war Tekin sehr angetan: “Ein Kombinationsspiel vom Torwart ausgehend bis in den Sechzehner des Gegners, wo wir das Leder nochmal quer legen. Insbesondere Benedikt “Linze” Linzenmaier ist hier hervorzuheben. Er bekam den Ball vor unserem eigenen 16er und ist dann durch mehrere Ballstaffetten die über ihn liefen in den gegnerischen Strafraum eingedrungen und hat vor dem Tor noch super quer gelegt. Ein Tor, was des Herz des Trainers sehr erfreut.” Der Heimcoach hatte bei der Concordia insgesamt mehr Spielszenen erkannt, aber ohne zwingende Torchancen. Im zweiten Abschnitt hingegen versuchten die Eschersheimer noch einmal alles auf dem großen Kunstrasenplatz im Sportpark Preungesheim. “Aus dem Spiel heraus gab es kaum Abschlüsse, jedoch hatten wir zweimal Glück bei Freistößen”, blickte Tekin zurück. Einmal landete ein ruhender Ball an der Latte, ein anderes Mal am Pfosten. Mit zwei Kontern machten die Gastgeber dann in der Schlussphase alles klar. “Das Ergebnis liest sich klarer als das Spiel war. Beide Mannschaften haben taktisch gemessen an dieser Spielklasse auf Topniveau gespielt. Eine super eingestellte Mannschaft von meinem Kollegen Andre Winter, den ich selber und auch seine Arbeit bei der Concordia sehr schätze. Wir freuen uns sehr den Lauf fortzuführen und sind gespannt, wohin die Reise geht”, analysierte Tekin. Winter hingegen meinte: “Das Ergebnis gibt den Spielverlauf nicht ganz wider. Wir mussten die ersten 15 Minuten mit dem großen Platz zurecht kommen und unser Pressing etwas anpassen. Danach kamen wir gut ins Spiel und hatten eigentlich über den gesamten Spielverlauf mehr Spielanteile als Makkabi. Besonders in der zweiten Halbzeit wäre der zwischenzeitliche Ausgleich verdient gewesen. Eine Großchance direkt nach der Pause sowie zwei Aluminiumtreffer und lediglich drei Torchancen für Makkabi sprechen aber Bände.” Winter wollte keinen Vorwurf gegen seine Jungs erheben: “Lieber verlieren wir und haben alles gegeben und können uns wenig vorwerfen, anstatt verdient zu verlieren und schlecht gespielt zu haben. Im nächsten Spiel gibt es dann auch wieder mehr Ertrag aus den Spielanteilen.” Im neuen Jahr treffen beide Teams in der 2. Runde des Kreispokals und zum Auftakt der Restrunde gleich zweimal erneut aufeinander.

Schiedsrichter: Nurettin Özkesen (Bad Homburg). Zuschauer: 35.
Tore: 1:0 Maximilian Motsch (4.), 2:0 Aleksej Radulaski (60.), 3:0 Robel Ghebrehiwot (88./Foulelfmeter).

SV Griesheim Tarik – FC Tempo 2:1 (0:1)

Der Tabellendritte führte schnell durch Branislav Glamocanin, konnte dann aber nicht zu seiner Form finden. Die Gastgeber agierten danach sehr strukturiert und verlässlich in der Abwehr. „Das war unser mit Abstand bestes Spiel. Wir haben den Matchplan zu 100 Prozent umgesetzt und konnten die Defizite Tempos ausnutzen. Mit sehr viel Ballbesitz haben wir sehr wenig zugelassen“, berichtete Tarik-Trainer Mourad El Hirache. Ansehnlichen Fußball bot sein ersatzgeschwächtes Team gegen die robusten Serben und glich mit einem sehenswerten Freistoß von Can Keser aus. In der Schlussminute reagierte Abdelilah El Kalai am schnellsten, als Tempo-Torhüter Tomislav Lukic den Ball nach vorne abwehrte und sorgte für den umjubelten Siegtreffer. Was El Hirache besonders freute: „Die Jugendabteilung hat uns lautstark angefeuert. Das belegt den Zusammenhalt im Verein.“

Schiedsrichter: Sebastian Wiesner (Frankfurt). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Branislav Glamocanin (4.), 1:1 Can Keser (58.), 2:1 Abdelilah El Kalai (90.).


SC Weiss-Blau – FC Kalbach 3:5 (2:1)

Der Vorletzte bot dem souveränen Tabellenführer Paroli und agierte lange auf Augenhöhe, lag dabei zweimal in Führung und hatte das 3:1 auf dem Fuß. „Wir haben Kalbach kalt erwischt“, meinte Weiss-Blau-Trainer Jamal Er-Rjah, der sich über die Komplimente des Gegners nicht freuen konnte: „Das bringt uns keine Punkte.“ Während die Gastgeber nach 70 Minuten abbauten, konnten die nur mit zwölf Spielern angereisten Kalbacher im zweiten Abschnitt aus einem 1:2 ein 5:2 machen. Aber selbst dann gab Weiss-Blau nicht auf, sondern hatte nach dem 3:5 noch einen Pfostenschuss. Gästecoach Aaz-Dine Zarioh zeigte sich von der Spielanlage der Niederräder überrascht: „Das war ein sehr starkes Spiel von Weiss-Blau, die uns mit ihrer Spielweise überrascht haben. Das haben wir so nicht erwartet.“ Zur Personallage sagte der FCK-Coach: „Wir sind wegen vieler Verletzter mit unserem kleinen Kader am Limit.“

Schiedsrichter: Keine Angabe. Zuschauer: 30.
Tore: 1:0 Timur Berkant Özdemir (4.), 1:1 Alexander Azimpour (25.), 2:1 Naser Al Abdullah (40.), 2:2 Moritz Uppenkamp (51.), 2:3 Achraf Gara Ali (65.), 2:4 Feyzullah Elmas (67.), 2:5 Moritz Uppenkamp (74.), 3:5 Emre Kir (79./Foulelfmeter).


TSKV Türkgücü – SV Viktoria Preußen 2:2 (0:0)

Türkgücüs Fußball-Abteilungsleiter Adnan Erden war über das Remis nicht glücklich: „Ich habe mich über die verlorenen zwei Punkte sehr geärgert und bin enttäuscht. Nicht, dass ich es den Preußen nicht gönne, aber über 90 Minuten gesehen hätten wir gewinnen müssen, aber mit etwas Pech hätte es in letzter Sekunde auch schief gehen können. Die Preußen waren bislang die schwächste Mannschaft nach Nieder-Erlenbach.“ Da drei Stammspieler bei den Gastgebern noch lange fehlen werden, traten die Hausherren auf ihrem unebenen Rasen mit einer Rumpfelf an. Ausfallen werden noch Fatih Bosnak mit einem Kreuzbandriss und Meniskusanriss, Mittelfeldstratege Cem Bagdu schafft es beruflich nicht mehr, zumindest Murat Tiryaki wird insgesamt nur drei Spiele wegen der Roten Karte fehlen. „In der ersten Halbzeit war es auf dem sehr schwierig zu bespielenden Acker ein ausgeglichenes Spiel mit optischem Übergewicht für TG. In der zweiten Halbzeit versuchten wir kontrolliert zu spielen und die Preußen weiter vom Tor fern zu halten. So gelang auch nach einem Freistoß von Eren Kadimli und dem Nachschuss von Eray Hodzha das verdiente 1:0. So machten wir den Gegner wieder selbst stark und luden zum ersten gefährlichen Angriff ein, als der Preuße Wolf einen TG Spieler vernaschte und klug in die Mitte passte und das 1:1 fiel. Völlig unnötig und amateuerhafte Verteidigung“, schilderte Erden. Wolf brachte die Gäste dann per Foulelfmeter, die in der Schlussphase Serkan Yoldas egalisierte. In den letzten Minuten hätten dann beide Teams noch den Dreier holen können. Preußen-Coach Artur Rissling, der sich diesmal nicht einzuwechseln brauchte, zog folgendes Fazit: „Ich habe zwei Leute von der A-Jugend auf der Bank gehabt. In der ersten Hälfte waren wir klar besser und müssen führen. Nach dem unglücklichen Rückstand haben wir das Spiel gedreht und kassieren durch einen blöden Fehler das 2:2.“ In der Nachspielzeit klärte ein Türkgücü-Spieler einen Lupfer von Christian Trulli von der Torlinie. „Eigentlich war es ein verdientes Unentschieden für beide. Aufgrund der Personallage ist das ein Punkt, mit dem ich nicht unzufrieden bin“, sagte Rissling.

Schiedsrichter: Benjamin Rauschenberg (Hofheim). Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Eray Erol Hodzha (50.), 1:1 Daniel Rother (58.), 1:2 Daniel Wolf (69./Foulelfmeter), 2:2 Serkan Yoldas (83.).


Spvgg. 02 Griesheim – FV Hausen 5:0 (3:0)

„Wir hatten uns das Ziel gesetzt der KOL zu zeigen, dass die Niederlage in Heddernheim ein Ausrutscher war. Diese Antwort hat die Mannschaft schnell geliefert“, konstatierte Griesheims Trainer Marco Santonastaso. Vor allem der angeschlagene Fiorenzo Santoro stellte sich in den Dienst der Mannschaft und steuerte zwei Treffer bei. Erst nach dem 4:0 wurden die Gastgeber etwas leichtsinnig, allerdings ohne Folgen. Wie auch die Zeitstrafe gegen Benjamin Zeisel in der 89. Minute. Hausens Trainer Federico da Costa Coutinho meinte: „Wir waren nicht so schlecht, wie es ein 5:0 vielleicht vermuten lässt. Um in Griesheim zu bestehen brauchst Du drei Sachen: Einen schlechten Tag der Griesheimer, dein eigenes komplettes Team und das nötige Glück. Das hatten wir alles nicht. Dazu hat die individuelle Klasse von Fiorenzo Santoro den Unterschied gemacht. Wir haben am Anfang gut mitgehalten und kein schlechtes Spiel gemacht.“ Das allerletzte Aufgebot habe aber nur wenige unpassende Alternativen zum Wechseln geboten. Beim Stande von 1:0 hatten die Gäste einen Pfostenschuss zu verzeichnen. Sorgen macht dem FVH-Coach die angespannte Personallage, da auch Kapitän Tobias Neugebauer ausfällt und Hausen nach drei Niederlagen in Folge auf Rang 14 abgerutscht ist. „Wir hoffen, dass wir bald wieder konkurrenzfähig sind.“

Schiedsrichter: Luca Kloft (Elz). Zuschauer: 72.
Tore: 1:0 Fiorenzo Santoro (12.), 2:0 Deniz Pekgüzelyigit (38.), 3:0 Jeffrey Aboagye (43.), 4:0 Fiorenzo Santoro (54./Foulelfmeter), 5:0 Deniz Pekgüzelyigit (71.).

Kreisoberliga Frankfurt – Kalbach fünf Punkte vor Griesheim – Rissling dreht Preußen-Spiel

Frankfurt – In der Kreisoberliga Frankfurt ist der FC Kalbach nach dem 5:2 gegen den SV Griesheim Tarik weiter auf Meisterschaftskurs. Verfolger Spvgg. 02 Griesheim liegt nach der ersten Saisonniederlage in Heddernheim nun schon fünf Punkte zurück. Die Geschichte des Spieltages spielte sich jedoch an der Hügelstraße, wo ein Trainer sich selbst einwechselte und das Spiel drehte.

Links der Matchwinner Artur Rissling, rechts der eigentliche Torjäger Daniel Wolf von Viktoria Preußen.

FV Hausen – TSKV Türkgücü 1:2 (1:0)

Die zweite Heimniederlage in Folge und die Belegung des ersten möglichen Abstiegsplatzes vergrößern die Sorgenfalten auf der Stirn der Verantwortlichen an der Mühlwiese. Dabei war die erste Halbzeit in dieser unterhaltsamen Begegnung von Seiten der Gastgeber ganz gut. Es gab Feldvorteile und größere Chancen für die Lila-Weißen, die das eine Tor Vorsprung mit in die Kabine nahmen. Als nach der 34. Minute dieses Führungstor durch Mohamed El Baouti nach einem Torwartfehler von Ahmet Utus gefallen war, hätten die Gastgeber weitere Chancen nutzen können. Allerdings hatte auch Türkgücü zwei gute Chancen ungenutzt gelassen. Nach dem Seitenwechsel ließen sich die Hausener hinten rein drängen. Türkgücü übernahm das Spielgeschehen und machte viel Druck. In der 70. Minute hatte der FVH das 2:0 auf dem Fuß und ließ sich in der Schlussphase die Butter vom Brot nehmen. Emre Kadimli umspielte drei Hausener und glich aus 20 Metern aus. Drei Minuten später traf Fatih Sultan Bosnak ebenfalls aus 20 Metern zum Siegtreffer der Gäste. „Aufgrund unserer zweiten Halbzeit war das leider völlig verdient“, zeigte sich Hausens Trainer Federico da Costa Coutinho als fairer Verlierer. Der Trend bei den Gästen zeigt nach sieben Punkten aus drei Spielen wieder leicht nach oben. Allerdings muss der neue Trainer Giuseppe Forciniti in den nächsten Wochen auf Stürmer Murat Tiryaki verzichten, der in eine Rudelbildung verwickelt war und die Rote Karte bekam (89.). „Wir mussten die drei Punkte teuer bezahlen“, meinte dazu TSKV-Pressesprecher Adnan Erden und bezog sich auch auf die schwere Knieverletzung von Bosnak, der mit dem Krankenwagen mitgenommen wurde. Zum Spielverlauf schilderte Erden: „Es war eine solide Mannschaftsleistung von uns, wo wir über die 90 Minuten insgesamt drei Möglichkeiten für die Gastgeber zugelassen haben.“ Erden beklagte viele Nickligkeiten und Fouls gegen Spielmacher Emre Kadimli, aber auch die Gegenseite fand das Spiel sehr hektisch mit vielen unnötigen Diskussionen. Zur Roten Karte gegen Kadimli: „Im Spielaufbau eroberten wir wieder den Ball, Emre umpielte 3-4 Hausener wie Slalomstangen aber der eingewechselte Hamza Gulzar, der nur mit Fouls aufgefallen war, foulte Emre sehr hart… worauf dann einige TG-Spieler erbost auf ihn zugingen. Tumulte bildete sich wie üblich. In der Situation soll der Tiryaki den Hamza Gulzar umgeschubst haben worauf er die Rote Karte bekam. Später nach dem Spiel waren beide Beteiligten beim Unbeteiligten und bestätigten, dass Tiryaki nicht geschoben und handgreiflich war.“ Erdens Schlusswort: „Ein hochverdienter Sieg, aber es wurde uns nicht einfach gemacht. Es gab ruhigere Spiele, auch von Außen.“

Schiedsrichter: Emanuele Capasso (Offenbach). Zuschauer: 90.
Tore: 1:0 Mohamed El Baouti (34.), 1:1 Emre Kadimli (77.), 1:2 Fatih Sultan Bosnak (80.).


SV Viktoria Preußen – SC Weiss-Blau 5:4 (1:2)

Die Dramatik dieses Spieles ist einfach nicht zu beschreiben. Die seit fünf Spielen sieglosen Gäste aus Niederrad fühlten sich nach ihrer 4:1-Führung schon als sicherer Sieger. Und das obwohl die Gastgeber in den ersten 25 Minuten laut Trainer Artur Rissling „den besten Fußball in dieser Saison“ spielten. Aber nach dem Ausgleich kam ein Bruch im Spiel der Gastgeber, „vielleicht aus Unsicherheit, weil wir die letzten Spiele verloren haben.“ Nach dem besagten 1:4-Zwischenstand „waren wir klinisch tot, Weiss-Blau war klar besser. Ich habe gedacht, wir verlieren 5:1 oder 6:1. Das Traumtor von Leander Kruse aus 30 Metern in den Winkel zum 2:4 war die Initialzündung zur unglaublichen Aufholjagd. Nach dem 3:4 wechselte sich Rissling dann selbst ein und stellte das System auf 4-4-2 um. Gemeinsam mit dem eigentlichen Torjäger Daniel Wolf, der zuvor zwei Riesenchancen vergeben hatte, spielte der 47-jährige Rissling im Sturm. Bei der ersten Aktion flankte Wolf nach innen, Rissling hielt den Fuß hin und es stand 4:4. Dann gab es Ecke für die Preußen, die Wolf hereinbrachte (Rissling: „Daniel hat noch nie eine Ecke getreten.“) und Rissling köpfte das 5:4. Danach wechselte sich der Coach wieder aus, stellte das System wieder um und dann wechselte sich plötzlich auch noch Weiss-Blau-Trainer Jamal Er-Rjah ein, der einen Freistoß über das Tor schoss. „Ein glücklicher Erfolg in einem Spiel mit vielen Wendungen. Nach dem 2:4 haben wir Gas gegeben und ich stand zweimal richtig und hab die Dinger reingedrückt. Irgendwas kann ich noch“, sagte Rissling zu diesem Highlight. In der Nachspielzeit erhielt Amante erst die Zeitstrafe, als er dies noch unnötig kommentierte, bekam er den Roten Karton vor die Nase gehalten und fällt damit in den nächsten Spielen aus. Nach diesem skurrilen Sieg haben die Preußen ihre Niederlagenserie gestoppt und die Abstiegszone vorerst verlassen. Er-Rjah erklärte die Niederlage so: „Wir waren einfach platt, weil uns durch fehlendes Training die Kondition fehlt. Nicht die Preußen haben das Spiel gewonnen, sondern wir haben verloren.“

Schiedsrichter: Tim Feuerbach (Karben). Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Giuliano Amante (12.), 1:1, 1:2 Elias Lemghili (32./Foulelfmeter, 40.), 1:3 Naser Al Abdullah (51.), 1:4 Emre Kir (53.), 2:4 Leander Kruse (57.), 3:4 Johannes Wiedemann (74.), 4:4, 5:4 Artur Rissling (77./80.).

FC Tempo – FC Maroc 6:1 (2:1)

Nachdem Tempo am Donnerstag noch von Corona ausgebremst wurde, konnten die Serben drei Tage später eine spielfähige Mannschaft aufbieten. Gegen den Vorletzten der Tabelle sah das Ergebnis dann deutlicher aus, als es phasenweise an der Woogwiese war. Zunächst war die Partie trotz der schnellen 2:0-Führung der Gastgeber ausgeglichen. Maroc ließ sich nicht ausspielen, sondern sie mussten niedergekämpft werden. Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic sprach von einem „Pflichtsieg“ und lobte Gästeakteur Aziz Derrou: „Er hat uns Paroli geboten wie nur wenige. Ein Sonderlob an ihn.“ Im zweiten Abschnitt gestalteten es die Gastgeber, die in der Tabelle mit zwei Spielen weniger hinterher hinken und zumindest wieder die dritte Position einnahmen, doch noch klar und machten das halbe Dutzend voll. Maroc dagegen mit nur zwei Siegen und mittlerweile 13 Niederlagen taumelt im freien Fall Richtung Kreisliga A. Es war die zweite 1:6-Niederlage binnen vier Tagen. Doch Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi gibt die Hoffnung auf den Klassenerhalt nicht auf: „Es sind noch 21 Spiele zu gehen und wir dürfen die Geduld nicht verlieren, sondern wir müssen der Mannschaft Mut geben. Im Winter hoffen wir auf Verstärkungen, denn wir brauchen noch Spieler mit Qualität.“

Schiedsrichter: Ercan Basaran (Frankfurt). Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Boban Dokic (3.), 2:0 Goran Todic (5.), 2:1 Jouness Fanach (35.), 3:1 Stefan Pajic (47.), 4:1 Boban Dokic (70.), 5:1 Nemanja Petkovic (85.), 6:1 Dado Panic (89.).

TSG Nieder-Erlenbach – FV Saz-Rock 2:2 (1:0)

Im Kellerduell gab es in der zweiten Halbzeit nervenaufreibende fünf Minuten, die das Unentschieden der beiden Abstiegskandidaten besiegelten. „Das waren offene Scheunentore auf beiden Seiten“, kritisierte TSG-Trainer Andreas Ludwig. Der Tabellenletzte spielte sehr diszipliniert auf und lag nach etwas mehr als einer halben Stunde in Führung. „Das 2:2 ist zwar gerecht, aber für uns war das eigentlich zu wenig, da hatten wir uns schon mehr erhofft“, stellte Ludwig nach dem vierten Punkt in dieser Saison fest. Aber auch Saz-Rock kommt mit dem Remis nicht vom Fleck und weist nun neun Punkte auf. Trainer Ersin Kizarmis berichtete seinerseits von einem überlegen geführten Spiel gegen einen Gegner, der nur auf ein Remis hinaus gewesen sei. Aufgrund der Vielzahl an vergebenen Chancen – die beste hatte Hüseyin Can mit einem Lattenschuss – könne er natürlich mit diesem Punkt nicht zufrieden sein. Klar Position bezog Kizarmis bezüglich der Spielabsage beim FC Tempo wegen Corona-Fällen: „Das war Wettbewerbsverzerrung. Das hat unsere Planungen komplett über den Haufen geworfen.“

Schiedsrichter: Jannis Jahnel (Neu-Anspach). Zuschauer: 110.
Tore: 1:0 Kaan Abudak (31.), 1:1 Leonardo Dilema (47.), 2:1 Christian Löchner (49.), 2:2 Merdan Malgir (51.).


FC Kosova – FC Croatia 1:1 (0:0)

„Das war ein gutes Spiel mit einem offenen Schlagabtausch. Das 1:1 ist gerecht“, sagte Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci. Das nächste Balkan-Duell verlief friedlich und fair. Aufgrund der Zeitumstellung und der fehlenden Flutlichtanlage auf dem Rasenplatz an der Wilhelm-Epstein-Straße wurde die Schlussphase der Partie jedoch in der einsetzenden Dunkelheit beendet. Gästecoach Daniel Konta sprach von einem leistungsgerechten Unentschieden nach der Führung der Gastgeber durch Raisi Zalla und dem späten Ausgleich der Kroaten durch Ivan Propadalo. Der Stürmer war zuvor mit einem Foulelfmeter an Kosovas Torhüter Murati Erjol gescheitert (66.). „Beide Mannschaften haben auf einem tiefen Rasen kämpferisch und läuferisch alles gegeben. Spielerisch wurde auch nach Lösungen gesucht, aber bei den Bedingungen war das schwierig. Es war einfach ein Riesenwille auch das fünfte Spiel in Folge nicht zu verlieren. Mit dem Unentschieden können wir zufrieden sein und vor allem wenn man die letzten 20 Minuten im Dunkeln spielt“, resümierte Croatias Trainer Daniel Konta. Er sah die Partie „aufgrund der Dunkelheit und fehlendem Flutlicht an der Grenze der Regularien.“ Ein Sonderlob verteilte Konta an Schiedsrichter Frank Kunold, der sämtliche Namen der Spieler auswendig vortragen konnte.

Schiedsrichter: Frank Kunold (Frankfurt). Zuschauer: 206.
Tore: 1:0 Raisi Zalla (61.), 1:1 Ivan Propadalo (85.).

SV 07 Heddernheim – Spvgg. 02 Griesheim 1:0 (0:0)

Die Griesheimer hatten in den letzten Wochen immer öfter ihre Spiele nur noch mit einem Treffer Differenz gewinnen können. An der Heddernheimer Brühlwiese bissen die „Schleifer“ auf Granit und gingen erstmals in dieser Saison leer aus. Heddernheim setzte sich mit dem Sieg und zehn Punkten aus den letzten vier Spielen auf Platz acht ab. SVH-Trainer Andreas Berggold zeigte sich über den Sieg begeistert: „Unsere Fans haben eine taktisch gut eingestellte Mannschaft gesehen, die über sich hinausgewachsen ist und an sich geglaubt hat. Uns war klar, dass die Griesheimer mehr Spielanteile haben würden und wir die eine oder andere brenzlige Situation überstehen müssen. Uns war aber auch klar, dass wir unsere Torchancen vorne kriegen und davon wollten wir dann auch welche nutzen. Der Sieg ist glücklich, aber auch nicht unverdient. In der Drangphase der Griesheimer war es wirklich eng, da lag ein Treffer in der Luft.“ Die Grün-Weißen kämpften sich in das Spiel und ließen die Kreativposten der Gäste wenig zur Entfaltung kommen. Die besten Chancen in Durchgang eins vergaben auf Griesheimer Seite der nach seiner Rotsperre zurückgekehrte Fiorenzo Santoro und auf SVH-Seite Stürmer Christos Papadopoulos. Nach dem Seitenwechsel war auf Zuspiel von Neuzugang Dogan Nazim Erbulan Torjäger Oliver Solarz zur Stelle und drückte den Ball über die Linie (52.). In der Folge stand die Heddernheimer Defensive hoch konzentriert und brachte den Vorsprung mit Glück und Geschick über die Zeit. Einmal, bei einem Freistoßkracher von Santoro, musste Marcin Czukiewicz im Heddernheimer Tor sein ganzes Können aufbieten, um den Ball gegen den Pfosten zu lenken. Als dann der Griesheimer Michael Ofosu die Zeitstrafe erhielt, rannten die Gäste in Unterzahl vergeblich an. Griesheims Trainer Marco Santonastaso war trotz der Niederlage „stolz auf die Jungs. Wir haben einen sehr guten Fußball gespielt und gekämpft bis zur letzten Minute. Leider wurden wir diesmal nicht belohnt. Das Gegentor war unglücklich und Heddernheim hat danach sehr gut verteidigt.“

Schiedsrichter: Ingmar Schnurr (Wiesbaden). Zuschauer: 130.
Tor: 1:0 Oliver Solarz (52.).

FC Kalbach – SV Griesheim Tarik 5:2 (4:0)

In Kalbach nahm man die Nachricht von der Griesheimer Niederlage freudig zur Kenntnis, denn die Nordfrankfurter zogen dadurch an der Tabellenspitze mit fünf Punkten Vorsprung davon und sind nun das einzige ungeschlagene Team der Liga. Gegen die Gäste von Griesheim Tarik hatten die Gastgeber 90 Minuten lang alles unter Kontrolle und landeten einen souveränen Sieg. Die Partie begann mit zehnminütiger Verspätung, weil sich Gästetorhüter Bouyiri verspätete und Tarik keinen anderen Torwart zur Verfügung hatte. „Wir waren in allen Belangen überlegen“, sagte FCK-Trainer Aaz-Dine Zarioh angesichts der 4:0-Führung zur Pause. Was der Coach den Gästen hoch anrechnete: „Das war ein fairer Gegner, der auch nach dem klaren Rückstand noch an sich geglaubt hat.“ Ein Wiedersehen gab es mit Soufiane Moussaoui, der Ende August den Hopfenbrunnen überraschend verlassen hatte, um an der Lärchenstraße anzuheuern. Ihm gelangen zwei Tore für Griesheim Tarik per Foulelfmeter und mit einem direkt verwandelten Eckball, ansonsten gab es im „hohen Norden“ nichts zu ernten. Und nach der zweiten Niederlage in Folge muss der Blick der Gäste in der Tabelle auch wieder nach unten gerichtet werden. „Wir leiden derzeit unter Personalknappheit, sodass ich nur elf Spieler zur Verfügung hatte. Später kamen noch zwei Ersatzspieler von der Reserve dazu. Mit diesem Personal haben wir uns wacker geschlagen“, meinte Tarik-Trainer Mourad El Hirache.

Schiedsrichter: Pierre Hackler (Meilingen). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Achraf Gara Ali (2./Foulelfmeter), 2:0 Enno Lang (11.), 3:0 David Bafuka (20.), 4:0 Achraf Gara Ali (40.), 4:1 Soufiane Moussaoui (53./Foulelfmeter), 5:1 Achraf Gara Ali (66.), 5:2 Soufiane Moussaoui (68.).


FC Union Niederrad – TuS Makkabi 2:2 (1:1)

Union-Vorsitzender Khalid Lamjahed bezeichnete das Remis als „gefühlte Niederlage mit zwei schmeichelhaften Elfmetern.“ Ein Sonderlob erhielt Victor Ubri Baez für seine Zweikampfstärke. Das 2:1 von Sascha Held hatte bis zur Schlussminute bestand. In der Zwischenzeit vergaben die Niederräder zahlreiche Konterchancen. Kurz vor Schluss nahm Union-Torhüter Eihab Weninger einen Rückpass von Pavo Peric in die Hände. Es gab indirekten Freistoß im Sechzehner, den Kristijan Gavran zum Ausgleich nutzte. „Wir hatten Makkabi am Rande einer Niederlage. Vom Spielverlauf her mussten wir das Spiel gewinnen und darauf kann man definitiv aufbauen“, sagte Lamjahed. Nach sechs Siegen in Folge musste sich Makkabi mal wieder mit einem Remis begnügen. Der ersatzgeschwächten Mannschaft war die mentale Müdigkeit anzumerken. „Trotz des 1:0 haben wir es nicht geschafft, unser Spiel durch zu ziehen. Es war ein sehr hektisches Spiel mit vielen kleinen Fouls, so dass es kaum Spielfluss gab. Der Schiedsrichter hatte auch keinen guten Tag, er kann sicher an guten Tagen ein Spiel souveräner leiten“, kritisierte Makkabis Trainer Hakan Tekin. „So ein spätes Tor ist immer glücklich, aber am Ende hat sich die Mannschaft gegen die Niederlage gewehrt und wurde belohnt. Wir sind jetzt froh, mal eine normale Trainingswoche zu haben und durchzuatmen“, meinte Tekin. Makkabis Thilo Tanetschek musste zwischendurch mit der Zeitstrafe vom Feld (54.).

Schiedsrichter: Thorben Fischer (Rödermark). Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Robel Gebrihitwet (10./Foulelfmeter), 1:1 Kai Grossheim (25./Foulelfmeter), 2:1 Sascha Held (49.), 2:2 Kristijan Gavran (90.).

Concordia Eschersheim – FC Posavina 2:0 (1:0)

In der fairen Partie ging es umkämpft zu, aber jederzeit im Rahmen des Erlaubten. Außerdem sahen die Zuschauer am Rosegger auch noch ein gutes Spiel, in dem die Concordia mit dem zweiten Sieg in Folge ihren Aufwärtstrend bestätigte. Nach der Pausenführung durch Leon Bodahl konnten die Eschersheimer den Deckel nicht frühzeitig drauf machen. Die Gäste kamen zu guten Ausgleichsmöglichkeiten, die sie jedoch nicht nutzen konnten. Erneut zeigte sich Concordia-Torhüter Benjamin Kress in Hochform und verhinderte das 1:1. Den entscheidenden Konter vollendete dann Florian Ilcken zum Endstand. “Respekt an beide Mannschaften für diese Laufleistung in der englischen Woche”, sagte Concordia-Trainer Andre Winter. FCP-Pressewart Danijel Pavic befand: “Heute war der Akku leer. Es lief nicht viel nach vorne, die paar Möglichkeiten hat der Heimtorwart gehalten. Das Spiel bei den Preußen hat sehr viel Kraft gekostet.” Die Gäste sind nun spielfrei und wollen in zwei Wochen mit aufgeladenem Akku die restlichen Spiele des Jahres angehen.

Schiedsrichter: Savas Satilmis (Gelnhausen). Zuschauer: 120.
1:0 Leon Bodahl (25.), 2:0 Florian Ilcken (80.).

Kreisoberliga Frankfurt – Kalbach und Griesheim weiter ungeschlagen vorne

Frankfurt – Die Englische Woche in der Kreisoberliga Frankfurt fand am Donnerstagabend mit fünf weiteren Partien ihren Abschluss. Nicht ganz, denn die Begegnung zwischen dem FC Tempo und dem FV Saz-Rock wurde aufgrund von Corona-Fällen bei den Gastgebern auf den 11. November (20 Uhr) verlegt. Tabellenführer FC Kalbach bleibt nach dem 3:2 gegen den FC Gudesding ungeschlagen, wie auch der einzige Verfolger Spvgg. Griesheim, der durch das 2:1 beim SC Weiss-Blau nur zwei Punkte hinten dran ist.


SV 07 Heddernheim – FC Union Niederrad 4:2 (3:2)

Die Formkurve der Heddernheimer zeigt wieder nach oben, denn aus den letzten drei Spielen haben die Grün-Weißen nun sieben Punkte gesammelt. Zudem konnten die Gäste, die auf einem möglichen Abstiegsplatz rangieren, um acht Punkte distanziert werden. Es war ein wildes Flutlichtspiel gegen Union Niederrad, in dem es ständig hin und her ging und das bis in die Nachspielzeit hinein spannend blieb. Die Gäste begannen entschlossen und gingen nach einem Steilpass über die linke Seite durch den schnellen Sascha Held in Führung (5.). Doch postwendend verursachten die Niederräder einen Foulelfmeter an Dogan Erbulan, den SVH-Kapitän Philipp Siegel zum Ausgleich verwandelte (7.). Der musste dann wenig später verletzt raus und wurde durch Niels Gerbig ersetzt, der die erneute Union-Führung durch Martin Wojciechowskis Kopfball nicht verhindern konnte (24.). Nach einer halben Stunde erhielt dann der Niederräder Victor Ubri Baez die Gelegenheit, sich dank der neuen Zeitstrafe für zehn Minuten abzukühlen (31.). In dieser Zeit fiel dann der Ausgleich durch Oliver Solarz per Kopfball (38.), der seinen Einsatz dann mit der erstmaligen SVH-Führung in der 45. Minute rechtfertigte. Der ehemalige Bundesligaspieler Nando Rafael konnte dem Spiel indes seinen Stempel nicht aufdrücken und wurde von seinen Mitspielern zu wenig in Szene gesetzt. Nach dem Seitenwechsel ging das Chancenfestival auf beiden Seiten weiter. Möglichkeiten gab es im Minutentakt, um nur einige zu nennen: Nach Fehlpass Heck musste Czukiewicz im SVH-Tor den Ausgleich mit einer Parade verhindern (49.). Im Gegenzug verzog Solarz (50.), anschließend auf der anderen Seite Held (51.), wiederum Solarz vorbei (56.) und Held hatte in der 90. Minute das 3:3 auf dem Fuß, schoss aber aus guter Position am Tor vorbei. Erst in der ersten Minute der Nachspielzeit machte Christos Papadopoulos, der nach einer halben Stunde für Ünal Özdemir gekommen war, mithilfe des ebenfalls eingewechselten Rojhat Ügüt den Endstand klar. Nach dem kampfbetonten Treffen war SVH-Coach Andreas Berggold angetan: „Dieser Dreier war für uns extrem wichtig. Das sah am Anfang noch nicht so gut aus, weil wir relativ früh den Gegentreffer bekommen haben. Glücklicherweise fiel nur zwei Minuten später der Ausgleich, das war ganz wichtig für den weiteren Spielverlauf. Trotz des erneuten Rückstandes konnten wir das Spiel noch vor der Halbzeit durch 2x Solarz drehen. In der zweiten Halbzeit haben wir Torchancen gehabt, um noch 2-3 Tore nachzulegen. Da hätten wir das Spiel frühzeitiger entscheiden müssen. Wir haben es dann erst spät klar gemacht und wurden nicht bestraft, darüber sind wir sehr froh.“ Der Vorsitzende von Union Niederrad Khalid Lamjahed sagte: „Die Heddernheimer Halbzeitführung ging in Ordnung. Unsere Tore waren schön herausgespielt, beim klaren Elfmeter stellen wir uns dumm an. Die anderen Tore wurden durch unsere Fehler eingeleitet. Maßgebend war dann in diesem umkämpften Spiel, dass wir diese zwei hundertprozentigen Chancen nicht reingemacht haben. Mit einem 3:3 wäre das Spiel gekippt. Es gab aber auch eine Phase, wo wir gar nichts gemacht haben und Heddernheim das Spiel in die Hand nahm und seine Chancen hatte. Beide Mannschaften waren gleich stark und Du musst hier einen Punkt mitnehmen“, meinte Lamjahed nach der dritten Niederlage in Folge.

Schiedsrichter: Birani Achraf (Frankfurt). Zuschauer: 84.
Tore: 0:1 Sascha Held (5.), 1:1 Philipp Siegel (7./Foulelfmeter), 1:2 Martin Wojciechowski (24.), 2:2, 3:2 Oliver Solarz (38./45.), 4:2 Christos Papadopoulos (90./+1).


FV Hausen – TuS Makkabi 0:2 (0:2)

Der FVH hat in dieser Saison schon so manch schwaches Spiel geliefert, wie letzten Sonntag beim glücklichen 2:0-Sieg bei Weiss-Blau. Gegen das formstarke Makkabi, das nun schon sein sechstes Spiel in Folge gewann, spielten die Lila-Weißen jedoch gut mit. „Wir haben wieder besseren Fußball gezeigt und einige Offensivaktionen gehabt. Dahingehend will ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, betonte Trainer Federico da Costa Coutinho. Was der Coach jedoch kritisierte, war die fehlende Durchschlagskraft und das Auslassen der Torchancen. „Wenn wir die Dinger nicht machen, dann können wir auch keine Spiele gewinnen“, lautete seine Erkenntnis. Auch in den Drangphasen war seine Mannschaft nicht in der Lage, das Tor zu erzielen. Und so reichten Makkabi die beiden Treffer von Maximilian Motsch im ersten Abschnitt, um die drei Punkte sicher mitzunehmen. „Unser Matchplan ist sehr gut aufgegangen. Dem Gegner den Ball zu überlassen und aus einer kompakten Defensive Bälle zu erobern und schnell nach vorne zu spielen. Dazu die entsprechenden Räume zu nutzen. Das hat zweimal perfekt geklappt“, meinte Makkabis Trainer Hakan Tekin. Der hochzufriedene Coach führte weiter aus: „Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet, insbesondere wegen der erneuten englischen Woche muss man der Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Die Jungs genießen es miteinander auf dem Platz zu stehen und haben Spaß, das sieht man nicht nur an den Ergebnissen.“

Schiedsrichter: Kemal Beynal (Wiesbaden). Zuschauer: 50.
Tore: 0:1, 0:2 Maximilian Motsch (22./35.).


SV Viktoria Preußen – FC Posavina 1:5 (1:2)

Preußen-Trainer Artur Rissling ärgerte sich weniger über die fünfte Niederlage in Folge als über das unsportliche Verhalten von Posavinas Sportdirektor Drago Pavlovic. Nach dem Elfmeterpfiff für die Gäste kurz vor der Halbzeit habe dieser nicht nur unablässig die Rote Karte gefordert, sondern auch Rissling mehrfach beleidigt. Pavlovic habe danach einen Zuschauer ins Gesicht gespuckt, worauf es zu Tumulten gekommen sei. „Nichts gegen den Verein Posavina, aber so etwas hat auf dem Fußballplatz nichts verloren. Für so ein Benehmen fehlt mir jegliches Verständnis. Positiv war aber, dass sich der gegnerische Trainer und auch die Mannschaft mehrfach für sein Fehlverhalten entschuldigt haben.“ Schiedsrichter Adam Muthig schickte den Funktionär daraufhin hinter die Barriere. FCP-Pressewart Danijel Pavic, der auf der anderen Seite Linienrichter war, konnte den Vorfall nicht ganz bestätigen: „Ich habe nur gesehen, dass es hitzig zuging und dass es Tumulte gab, konnte aber nicht erkennen, wer da genau was gemacht hat.“ Das Spielgeschehen lässt sich schneller zusammenfassen: Die Gastgeber hätten im ersten Abschnitt in Führung liegen können, mussten dann aber das verletzungsbedingte Ausscheiden von Oskar Copik hinnehmen und dann auch noch akzeptieren, dass Daniel Wolf nicht mehr weiter spielen konnte. Der verwandelte Elfmeter brachte die Gäste auf die Siegerstraße. Im zweiten Abschnitt waren die Gastgeber ohne die Leistungsträger fast chancenlos und kamen noch unter der Räder. Überschattet von diesem Vorfall wurde das zweite Spiel von Posavinas neuem Trainer Stijepan Piljic, der nun schon den zweiten Sieg feiern konnte. „Für unseren neuen Trainer ist das ein Auftakt nach Maß. Genauso sind wir in das hart umkämpfte Spiel gegangen und nehmen verdient die drei Punkte mit. Bis zur Pause war alles offen, doch in der zweiten Hälfte haben die Jungs einen Gang hochgeschaltet und so fielen die Tore drei bis fünf. Zwei Siege hintereinander tun verdammt gut. Wir hoffen nun, die Englische Woche bei Concordia Eschersheim zu vergolden und dann beruhigt in die zweiwöchige spielfreie Pause gehen zu können“, resümierte Pavic.

Schiedsrichter: Adam Muthig (Jossgrund). Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Marin Bago (16.), 1:1 Daniel Rother (18.), 1:2 Drazen Vinkovic (42./Foulelfmeter), 1:3 Duro Arlovic (66.), 1:4 Drazen Vinkovic (74.), 1:5 Angelo Spaleta (90.).

FC Kalbach – FC Gudesding 3:2 (3:2)

Kalbach hielt mit diesem Heimsieg den unbequemen Gegner auf Distanz. Die Gäste aus dem Ostpark bewiesen einmal mehr, warum sie sich seit Saisonbeginn permanent im oberen Tabellendrittel aufhalten. In einem schnellen und kampfbetonten Spiel mischten sie sehr gut mit. In den Anfangsminuten konnte Kalbachs Torjäger Achraf Gara Ali einen Foulelfmeter nicht im Tor unterbringen – FGC-Torhüter Sven Lissek parierte (4.). Die Gästeführung durch Alexander Root konnten die Gastgeber aber nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Lorenzo Dolce durch Gara Ali egalisieren und dann in der ersten halben Stunde schon auf 3:1 davon ziehen, ehe den „Guden“ erneut durch Root mit dem Halbzeitpfiff der Ausgleich gelang. „Wir haben Gudesding in der ersten Halbzeit am Leben gelassen. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre das Ding bereits vorbei gewesen. Danach haben wir zwei Gänge zurück geschaltet und angesichts vieler angeschlagener Spieler nur noch das nötigste gemacht. Wie heißt es so schön: Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss“, resümierte FCK-Trainer Aaz-Dine Zarioh. Sein Kollege Luca Spessot sah es so: „Das umkämpfte, hitzige Spiel war jederzeit fair. Wir haben im zweiten Abschnitt ein überragendes Spiel gemacht und den Tabellenführer hinten rein gedrückt. Nicht nur ein Unentschieden, sondern sogar ein Sieg wäre verdient gewesen. Kalbach war aber insgesamt effektiver.“

Schiedsrichter: Tobias Reinhardt (Schmitten). Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Alexander Root (12.), 1:1 Achraf Gara Ali (16.), 2:1 David Bafuka (22.), 3:1 Moritz Uppenkamp (27.), 3:2 Alexander Root (45./+1).


SC Weiss-Blau – Spvgg. 02 Griesheim 1:2 (1:0)

Die abstiegsbedrohten Gastgeber lagen zur Halbzeit durch Naser Al Abdullah in Führung und hätten sogar nach dem Seitenwechsel erhöhen können. „Wir haben unser Spiel durchgezogen und viele Konterchancen vergeben“, berichtete Weiss-Blau-Trainer Jamal Er-Rjah. Nach einer Standardsituation köpfte Clinton Adjei Asante zum Ausgleich ein und auf Vorarbeit von Benjamin Zeisel besorgte Taha Azaitouni den Griesheimer Siegtreffer. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung, aber wenn Du unten stehst, dann hast Du kein Glück“, hadere Er-Rjah. Die „Schleifer“, ohne nominellen Stürmer angetreten, taten sich wie in den letzten Begegnungen sehr schwer. „Jeder Gegner ist hochmotiviert und will der erste sein, der uns schlägt. Das Spiel haben wir mit viel Ballbesitz dominiert, aber der letzte Pass hat gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben alle mehr gemacht und wir wurden belohnt“, resümierte Griesheims Trainer Marco Santonastaso.

Schiedsrichter: Steffen Maaß (Bruchköbel). Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Naser Al Abdullah (32.), 1:1 Clinton Adjei Asante (57.), 1:2 Taha Azaitouni (68.).

Kreisoberliga Frankfurt – Concordia beendet Negativserie

Frankfurt – Am Mittwochabend gingen zu Beginn der englischen Woche in der Kreisoberliga Frankfurt drei Spiele über die Bühne. Am heutigen Donnerstag wird der Spieltag mit der Austragung der sechs restlichen Partien komplettiert und am kommenden Sonntag steht schon der nächste komplette Durchgang auf dem Programm.

Unter der Woche weicht Türkgücü auf den neuen Kunstrasenplatz am Rebstock aus. Foto: Adnan Erden.

FC Kosova – Concordia Eschersheim 2:3 (2:2)

In einem richtig guten Fußballspiel mussten die Gastgeber auf dem Hartplatz an der Wilhelm-Epstein-Straße die zweite Niederlage in Folge hinnehmen, während die Concordia ihre Negativserie von vier sieglosen Spielen beenden konnten. Die Eschersheimer zeigten eine erhebende Leistung und spielten von Beginn an sehr druckvoll. Aber auch die Kosovaren machten ganz schön viel Dampf, obwohl ihnen nicht nur Torjäger Flakron Thaci als belebendes Element in der Offensive fehlte. „Uns haben vier weitere Spieler gefehlt. Die Concordia hat sich den Sieg hier erkämpft“, sagte Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci. Die Zuschauer konnten sich schon im ersten Durchgang über ein spannendes Spiel freuen, welches mit einem 2:2 in die Halbzeit ging. Zweimal ging die Concordia in Führung, zweimal glich Kosova aus und beim zweiten Tor gelang Frenklin Sefa sogar ein regelrechtes Traumtor. Die Gäste hatten noch einige gute Chancen liegengelassen, um vielleicht sogar mit einer Führung in die Pause zu gehen. In der zweiten Halbzeit war die Begegnung ausgeglichen und beide Seiten wollten diesen Sieg. Der gelang der Concordia mit einem abgefälschten Freistoß von Florian Ilcken in den Winkel. Kosovas Spielertrainer Alvaro Zalla hatte Pech mit zwei Pfostenschüssen, ansonsten scheiterten die Platzherren immer wieder am glänzend aufgelegten Concordia-Torhüter Benjamin Kress. „Ich habe in der Klasse keinen besseren Torwart gesehen“, lobte sogar Statovci. Gästetrainer Andre Winter war zufrieden: „Die Reaktion der Mannschaft auf die 0:4-Niederlage vom Sonntag war deutlich erkennbar. Jeder hat alles rein geworfen, sodass meines Erachtens der Sieg verdient war.“

Schiedsrichter: Jannis Jäschke (Offenbach). Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Metin Can Cosgun (17.), 1:1 Enver Kelmendi (20.), 1:2 Benjamin Tesar (26.), 2:2 Frenklin Sefa (39.), 2:3 Florian Ilcken (71.).


SV Griesheim Tarik – FC Croatia 0:3 (0:0)

Die Leistung seiner Mannschaft fand Tarik-Trainer Mourad El Hirache trotz der Niederlage nicht schlecht: „Wir haben lange gut mitgehalten und mussten nach dem Rückstand aufmachen. Leider hatte ich keine Optionen zum Wechseln, als die Kräfte geschwunden sind. In den Zweikämpfen haben wir gegen die robusten Kroaten überraschend gut mitgehalten. Das 0:3 geht aber aufgrund der zweiten Halbzeit in Ordnung.“ Die formstarken Kroaten machten in der Schlussphase mit drei Toren den vierten Sieg in Folge perfekt. Trainer Daniel Konta war mit der Darbietung zufrieden: „Taktisch und spielerisch haben wir ein gutes Spiel gemacht. Wir wollten das Spiel dominieren und uns viele Chancen erspielen.“ Heimtorhüter Abdelaziz Bouyiri verhinderte jedoch mit starken Paraden eine frühere Führung der Gäste, aber auch die Gastgeber hatten gegen Ende der ersten Hälfte einige gute Aktionen. „Konsequenterweise haben wir mit einer konzentrierten Spielweise unsere Tore gemacht. Das war ein richtig guter Auftritt. Kompliment an die Leistung und Leidenschaft meiner Mannschaft. Wir sind mit dem Spielverlauf sehr zufrieden“, berichtete Konta.

Schiedsrichter: Leon Reuben (Kelsterbach). Zuschauer: 105.
Tore: 0:1 Ivan Propadalo (68.), 0:2 Ante Strljic (72.), 0:3 Josip Juric (86.).


TSKV Türkgücü – FC Maroc 6:1 (2:1)

Türkgücü weicht bei Heimspielen unter der Woche auf den neuen Kunstrasenplatz am Rebstock aus, wo die Mannschaft von Trainer Giuseppe Forciniti auch trainiert. Gegen den Vorletzten Maroc, den ausgewiesenen Angstgegner der Gastgeber, gab es einen hochverdienten 6:1-Sieg. Allerdings waren die abstiegsbedrohten Gäste früh in Führung gegangen, fanden aber laut TSKV-Pressesprecher Adnan Erden „nur in den ersten zehn Minuten und zwischen den Minuten 40 und 50 statt.“ Ansonsten spielte nur Türkgücü: Schnell, kombinationssicher und laufstark trat das Team auf und konnte das Spiel bis zur Pause drehen. „Maroc war überfordert. In der zweiten Halbzeit konnte der gut aufgelegte Torhüter Hazem Tit eine noch höhere Niederlage verhindern. „Das war ein wichtiger und verdienter Sieg aufgrund einer geschlossenen und disziplinierten Leistung. Die Mannschaft wurde von Trainer Forciniti taktisch gut eingestellt“, meinte Erden. So war es wenig verwunderlich, dass die spielfreudigen Hausherren in der letzten halben Stunde noch das halbe Dutzend voll machten.

Schiedsrichter: Devin Kakmaci (Niedernhausen). Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Prince Ezekiel Nnah (5.), 1:1 Ilir Chounta Or Huda (16.), 2:1 Fatih Sultan Bosnak (35.), 3:1 Eren Kadimli (61.), 4:1 Serkan Yoldas (70.), 5:1 Murat Tiryaki (78.), 6:1 Serhat Özalp (81./Foulelfmeter).

Kreisoberliga Frankfurt – Kalbach siegt souverän bei Tempo

Frankfurt – Letztes Jahr um die Zeit war es der letzte Spieltag vor dem langen Lockdown. Diesmal scheint der Spielbetrieb trotz steigender Corona-Zahlen wie bisher weiterlaufen zu können. In der Kreisoberliga Frankfurt bleibt der FC Kalbach weiter ungeschlagen an der Spitze und setzte sich auch beim Mitkonkurrenten FC Tempo deutlich mit 3:0 durch. In der unteren Hälfte haben vier Teams weiterhin nur eine einstellige Anzahl an Punkten und müssen den Abstieg in die Kreisliga A fürchten.

Griesheim 02 bleibt Tabellenzweiter. Foto: Phather Simon.

FC Maroc – TuS Makkabi 2:3 (2:2)

Maroc kassierte schon die siebte Niederlage in Folge und schwebt als Vorletzter stark in Abstiegsgefahr. Gegen das formstarke Makkabi, das die letzten fünf Spiele alle gewann und auf Rang sechs vorrückte, waren die Gastgeber aber nah dran an einem Punktgewinn. „Das war ein spannendes Spiel, da war mehr drin. Wir haben gestern gesehen, dass die Mannschaft intakt ist. Wir geben nicht auf“, sagte Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi. So sprach dann auch Gästecoach Hakan Tekin von einem „verdienten, aber auch glücklichen Sieg.“ Der Rasenplatz an der Wilhelm-Epstein-Straße erinnerte Tekin indes an die Bertramswiese und das nicht im positiven: „Ein gepflegtes Fußballspiel war nicht möglich. Maroc hat alles rein geworfen und uns wirklich alles abverlangt.“ Trotz der Führung durch Aleksej Radulaski „haben wir den Gegner eingeladen, am Spiel teilzunehmen.“ Durch einen individuellen Fehler bei einem Rückpass zu Torhüter Patrick Bötsch, dem der Ball auf dem holprigen Rasen versprang, gelang Stürmer Prince Ezekiel Nnah der Ausgleich. Die ersten zwei Versuche konnten noch geblockt werden, beim dritten Versuch kam die TuS-Abwehr zu spät. Das zweite Tor durch den gleichen Spieler fiel durch einen Foulelfmeter, der laut Tekin „keiner war. Der Schiedsrichter hat den Spieler gefragt, aber die Frage kann man sich glaube ich auch sparen.“ Dennoch habe der Schiedsrichter insgesamt gut gepfiffen, unterstrich Tekin. Mit dem Halbzeitpfiff egalisierte Routinier Kristian Leonhardt zum 2:2. Auch in der zweiten Halbzeit war es kein ansehnliches Fußballspiel. Die Marokkaner bemühten sich nach Kräften gegen die flüssig, schnell und überlegt operierenden Gäste mitzuhalten. Doch zehn Minuten vor Schluss die Erlösung: Bei einem direkten Freistoß sprang der Ball von der Latte zurück, im Nachsetzen landete ein Kopfball an der Latte, ehe Noel Löbner den Ball ins Tor köpfte. Tekins Fazit: „Nicht gut gespielt, nicht die beste Partie gehabt, nicht aufgegeben und am Ende gewonnen. Mund abputzen und auf Donnerstag konzentrieren.“ Es steht nämlich mal wieder eine englische Woche an, die letzte in diesem Kalenderjahr.

Schiedsrichter: Sebastian Wiesner (Frankfurt). Zuschauer: 30.
Tore: 0:1 Aleksej Radulaski (24.), 1:1, 2:1 Prince Ezkiel Nnah (36./42., Foulelfmeter), 2:2 Kristian Leonhardt (45.), 2:3 Noel Löbner (80.).

FC Croatia – TSG Nieder-Erlenbach 6:2 (5:0)

Dritter Heimsieg in Folge für Croatia, das in der ersten Hälfte gegen das Tabellenschlusslicht auftrumpfte. Es stimmte alles an diesem Tag: Das Wetter, die Bewirtung und vor allem das Spiel begeisterte die Zuschauer an der Brühlwiese. „Wir sind heute sehr gut ins Spiel rein gekommen und wollten von Beginn an wach sein. Wir haben dann schnell unsere Tore gemacht und mit viel Sicherheit und Ruhe das Spiel kontrolliert“, berichtete Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta. 5:0 hieß es schon nach einer halben Stunde und erst nach dem sechsten Tor schalteten die Gastgeber etwas zurück und spielten nicht mehr konsequent nach vorne, sodass Nieder-Erlenbach noch zu einer Resultatsverbesserung kam. „Insgesamt sind wir zufrieden und gehen die englische Woche mit einem guten Gefühl an“, merkte Konta an. TSG-Trainer Andreas Ludwig rang nach Fassung: „Das war zu wenig. Wir waren nicht richtig auf dem Platz, haben keine Zweikämpfe gewonnen. Da war null Präsenz, wir konnten nichts umsetzen. Erst als Croatia platt war, hätte es 6:4 oder 6:5 ausgehen können.“

Schiedsrichter: Falko Peckelsen (Königstein). Zuschauer: 85.
Tore: 1:0 Flip Susic (2.), 2:0, 3:0 Ivan Propadalo (9./11.), 4:0 Filip Susic (28.), 5:0 Ante Strljic (30.), 6:0 Ivan Grgic (58.), 6:1, 6:2 Henry Naftaliev (66./68.).

FC Gudesding – Concordia Eschersheim 4:0 (2:0)

Der „Spätsommernachmittag“ wurde im Ostpark getrübt von der traurigen Nachricht, dass Gudesding-Ikone Lutz Krakow am Samstag verstorben ist. Er war der erste Trainer der Vereinsgeschichte und bis zuletzt noch Vorstandsmitglied. Ein unfassbarer Verlust für den jungen und innovativen Verein. Der Vorsitzende Rainer Weiss würdigte die Verdienste Krakows bei der Gründung des Clubs: „Lutz war einer unserer Großen, ohne den der Aufbau des Vereins zehn Jahre länger gedauert hätte – ein unersetzbarer Mensch, ein Visionär und einer, der angepackt hat. Ein Mann mit Wurzeln im Revier, ein Frankfurter und Schalker, den jeder geliebt hat. Ich habe einen Freund verloren.“ Angesichts dieser Worte rückt der klare Heimsieg der „Guden“ in den Hintergrund, dennoch lieferte Weiss noch einige Sequenzen vom Spiel gegen die Concordia aus Eschersheim. Die Gäste, nun seit vier Spielen sieglos, begannen mit ihrem gepflegten Spielstil und gekonnten Ballpassagen. Danach übernahm der FCG das Kommando über die rechte Seite mit zwei präzisen flachen Hereingaben, die beide Stürmer Marko Rimac eiskalt verwandelte. Nach der Pause gab es eine größere Gegenwehr der Concordia, die aber einfach nicht ins Spiel kam. Anders Gudesding, das ein Dutzend klarer und gekonnt herausgespielter Chancen verzeichnet und davon zwei verwertet. Die Gäste agierten in einem sehr fairen Spiel mit einem souveränen Schiedsrichter zu brav und zu blass. Gudesding, dass nach Punkten mit dem Tabellendritten Tempo gleichzog, agierte dagegen selbstbewusst dank einer unüberwindbaren Abwehr um Lorenzo Dolce und Alexander Wack. Concordias Trainer Andre Winter wollte dann auch nicht viel kommentieren: „Das war ganz klar unser schlechtestes Saisonspiel. Keiner war gestern in Normalform. Da kann auch ein großer Platz keine Ausrede sein. Wir können uns von der Spielweise von Gudesding noch zwei, drei Dinge abschauen.“

Schiedsrichter: Michael Pfahls (Bad Orb). Zuschauer: 60.
Tore: 1:0, 2:0 Marko Rimac (13./27.), 3:0 Hamza El Mezouar (70.), 4:0 Zoumeir Toura (79.).

FC Posavina – FC Union Niederrad 1:0 (1:0)

Posavina hat erneut den Trainer gewechselt. Stijepan Piljic folgt auf Interimstrainer Drago Pavlovic, der sich wieder auf seine Aufgabe als Sportlicher Leiter konzentriert. Mit dem Präsidenten Marko Pavic hat er Piljic das Vertrauen geschenkt, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Piljic war bis zur letzten Saison der älteste und erfahrenste Spieler des Vereins und gilt als sehr engagierter Typ, der die Mannschaft gut kennt. „Wir sind der Meinung, dass er die Mannschaft wieder auf Erfolgsspur bringen kann. Nach den turbulenten Wochen und Monaten brauchen wir Ruhe“, schilderte Posavinas Pressewart Danijel Pavic. Gegen Union Niederrad feierte Piljiceinen gelungenen Start. Durch den einzigen Treffer des Nachmittages von Marin Antunovic gelang es den Kroaten, den direkten Konkurrenten weiter zu distanzieren. „Die Mannschaft hat heute Kampfstärke bewiesen und kann auch ein knappes Ergebnis über die Zeit bringen kann.“ Besonders Torhüter Matej Markovic erwischte einen „Sahnetag“ und spielte zu Null. Auf Seiten der Niederräder sprach der Vorsitzende Khalid Lamjahed von einem schwachen Spiel, „in dem die Führung Posavina in die Karten gespielt hat. Die haben sich dann hinten rein gestellt und gekontert.“ Die wenigen Gästechancen durch Sascha Held und Ex-Bundesligaspieler Nando Rafael blieben ungenutzt.

Schiedsrichter: Thomas Stief (Seligenstadt). Zuschauer: 80.
Tor: 1:0 Marin Antunovic (19.).


FC Tempo – FC Kalbach 0:3 (0:2)

Verfolger Tempo konnte den ungeschlagenen Kalbachern in einem Spiel mit wenigen Torchancen nicht näher kommen. „Es war nicht unbedingt ein gutes Kreisoberligaspiel im oberen Tabellendrittel“, schilderte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic nach der ersten Heimniederlage der Serben. Die Gäste nutzten ihre wenigen Möglichkeiten konsequent aus. Torjäger Achraf Gara Ali legte den Grundstein zum Sieg mit einem Elfmeter und einer Ausnutzung eines Missverständnisses in der heimischen Abwehr. „Das war eine schwache Leistung von uns, die nicht langt, um eine Spitzenmannschaft wie Kalbach zu schlagen. Damit haben wir den Anschluss nach oben verpasst. Glückwunsch an Kalbach“, fügte Marcetic hinzu. Moritz Uppenkamp setzte für die pragmatisch auftretenden Gäste den Schlusspunkt unter eine souveräne Vorstellung. „Nachdem uns Tempo die letzten Jahre oft weh getan hat, hatten sie diesmal nicht den besten Tag, sodass wir nichts zugelassen haben. Trotzdem mein Respekt an den FC Tempo: Es war ein faires Spiel, sie haben eine gute Mannschaft, ein gutes Ambiente mit einer guten Bewirtung und eine gute Zuschauerkulisse“, sagte Kalbachs Trainer Aaz-Dine Zarioh.

Schiedsrichter: Neil Kenneth Arthur Waterman (Idstein). Zuschauer: 180.
Tore: 0:1, 0:2 Achraf Gara Ali (35./Foulelfmeter, 44.), 0:3 Moritz Uppenkamp (86.).


SV Griesheim Tarik – SV Viktoria Preußen 4:3 (1:3)

Spannung, Dramatik und viele Tore gab es an der Lärchenstraße zu sehen. Der Sieg der Gastgeber musste nach einem 0:3-Rückstand schwer erkämpft werden. Wie die Truppe von Trainer Mourad El Hirache den klaren Rückstand aber wettmachte, verdient Anerkennung. „Wir haben erst nach dem 0:3 angefangen, Fußball zu spielen. Dann haben wir die Preußen früh attackiert und im Laufe des Spiels die Räume eng gehalten. Verbunden mit einigen taktischen Umstellungen haben die Jungs den Matchplan dann umgesetzt und das Spiel noch gedreht. Ich wäre aber auch schon mit einem Remis zufrieden gewesen“, sagte Tarik-Trainer Mourad El Hirache. Die erste halbe Stunde gehörte nämlich den Gästen aus Eckenheim mit zwei Toren von Giuliano Amante (davon ein Foulelfmeter) und einem Strafstoßtor des eingewechselten Torjägers Daniel Wolf. Der war für Oskar Copik gekommen, der mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Griesheim Tarik steckte nie auf und hielt nicht nur spielerisch, sondern auch kämpferisch dagegen. Der Anschlusstreffer von Ahmet Keser, der auch acht Minuten nach Wiederbeginn per Foulelfmeter das 2:3 markierte, war die Initialzündung zur Aufholjagd. In der Schlussphase war es Kapitän Renato Trauner, der erst egalisierte und in der Schlussminute die Partie drehte. Was die Zuschauer in dieser mitreißenden Partie zu sehen bekamen, war alles, was den Fußball attraktiv macht. Einsatz, Kampfgeist, Tempo und eine dramatische Torfolge waren eine echte Werbung für den Fußball. Mit bitterem Ausgang für die Preußen, denn die Gäste hatten 3:0 geführt und alles im Griff. „Danach haben wir den Faden verloren und Geschenke verteilt. In der zweiten Halbzeit hat fast nur noch Griesheim Tarik gespielt, die auch nicht unverdient gewonnen haben. Da habe ich kaum noch was von uns gesehen. Dementsprechend hat Tarik gewonnen, auch wenn es teilweise unglücklich war. Der Freistoß zum 3:3 war nicht berechtigt, aber Tarik wollte mehr und ich konnte nicht mehr wechseln oder nachlegen. Es ist schade, weil wir in den ersten 30-35 Minuten 4:0 oder 5:0 führen müssen. Da hat Tarik nicht stattgefunden, aber der Bruch kam durch die Kopfverletzung von Copik vor dem Elfmeter zum 3:0″, berichtete Preußen-Trainer Artur Rissling. Für sein Team wird es nach der vierten Niederlage in Folge eng, denn es erfolgte dadurch der Absturz auf Rang 14, dem ersten möglichen Abstiegsplatz.

Schiedsrichter: Ersen Demirgöz (Wiesbaden). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1, 0:2 Giuliano Amante (10./Foulelfmeter, 22.), 0:3 Daniel Wolf (30./Foulelfmeter), 1:3, 2:3 Ahmet Keser (43./53., Foulelfmeter), 3:3, 4:3 Renato Trauner (80./90.).


SC Weiss-Blau – FV Hausen 0:2 (0:1)

Weiss-Blau-Trainer Jamal Er-Rjah verstand die Welt nicht mehr: „Wir waren hochüberlegen, hatten 80 Prozent Ballbesitz und ein Chancenverhältnis von 85:15 Prozent. Aber wir schaffen es trotz klarster Chancen nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Spielerisch und kämpferisch war das gut, aber es fehlt einfach auch das Glück.“ Dazu kam ein grober Schnitzer von Torhüter Ilias Er-Rjah, der im Spielaufbau den Ball gegen den Hausener Borja Rodriguez Roiz schoss, von wo die Kugel langsam ins Tor trudelte. „Das hat uns das Genick gebrochen. Mir fehlt vorne mein Stürmer Ruben Balthasar, der mindestens drei Tore erzielt hätte“, ergänzte der Weiss-Blau-Coach. Mit einem Sieg hätten die Gastgeber die Lila-Weißen in den Abstiegskampf ziehen können, stattdessen zog Hausen auf 18 Punkte davon. „Es ist noch zu früh über den Abstieg zu reden. Wir haben zwei neue Spieler und dann werden wir solange rechnerisch alles möglich ist, weiter alles versuchen“, gibt sich Er-Rjah trotz dem 17. Platz und nur sieben Punkten kämpferisch. Für die Gäste, bei denen Mohamed El Baouti zehn Minuten vor Schluss den Auswärtssieg sicherte, befand Trainer Federico da Costa Coutinho: „Dieser Sieg ist kurios. Tatsächlich hatten wir den ersten Torschuss in der 80. Minute.“ Die von vielen Personalausfällen geplagten Hausener holten sehr glücklich den ersten Auswärtssieg, zufrieden war der FVH-Coach aber außer dem Ergebnis nicht: „Wir haben keinen guten Ball gespielt und keine Torchance erspielt, standen aber hinten mit Tobias Neugebauer sehr sicher.“

Schiedsrichter: Justin Pimenta (Groß-Umstadt). Zuschauer: 30.
Tore: 0:1 Borja Rodriguez Roiz (9.), 0:2 Mohamed El Baouti (80.).


TSKV Türkgücü – SV 07 Heddernheim 2:2 (2:0)

Die Gastgeber dominierten im ersten Abschnitt auf dem großen Rasenplatz an der Sondershausenstraße. Die Gäste aus Heddernheim, die aus ihren Heimspielen einen wesentlich kleineren Kunstrasen gewöhnt sind, kamen auf dieser großen Spielfläche nicht zurecht. In der ersten halben Stunde schafften sie es nur sporadisch über die Mittellinie und dann auch nur zehn bis fünfzehn Meter. Folgerichtig die Führung der Gastgeber durch Fatih Sultan Bosnak (16.). In der Folge musste SVH-Torhüter Marcin Czukiewicz zweimal gegen den höherklassig erfahrenen Kapitän Emre Kadimli parieren, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Erst nach einer halben Stunde kamen die Heddernheimer in den gegnerischen Strafraum und auch zu ihrer ersten Ecke, ehe Eray Erol Hodzha mit dem Pausenpfiff per Distanzschuss das 2:0 gelang (45./+1). Nach dem Seitenwechsel zeichnete sich dann ein umgekehrtes Bild ab. Türkgücü verlor den Faden und sah sich nun zunehmend in die eigene Hälfte gedrängt. Die Gäste spielten sich nun besser nach vorne und Oliver Solarz verkürzte mit einem Schuss ins lange Eck, nachdem er davor zwei Chancen hatte liegen lassen (62.). Nach einer kurz ausgeführten Ecke gelang dann Tino Matijevic der Ausgleich (65.). In der Schlussphase war dann alles möglich: Heddernheims Stürmer Christos Papadopoulos knallte den Ball gegen die Latte (79.) und in der Nachspielzeit hatte Türkgücüs Serkan Yoldas den Siegtreffer auf dem Fuß, ließ sich aber abdrängen und zögerte zu lange, sodass die Gäste diese brenzlige Situation noch klären konnten. „Heddernheim hat in der zweiten Halbzeit viel mehr gemacht als wir. Somit ist das Ergebnis berechtigt“, konstatierte Türkgücüs neuer Trainer Giuseppe Forciniti, der monierte: „Die Kraft hat uns gefehlt, da waren einige schon müde. Das hat dazu geführt, dass wir im Zentrum offen waren.“ Sein Kollege Andreas Berggold sprach von „einem leistungsgerechten Unentschieden. Die erste Halbzeit ging klar an Türkgücü, da haben wir gar nicht stattgefunden und uns mit dem Platz schwer getan. Das war Schlafwagenfußball. In der zweiten Halbzeit hat sich das Blatt komplett gedreht. Wir waren spielbestimmend und hatten eher den Siegtreffer auf dem Fuß, müssen aber froh sein, dass der letzte Konter von Türkgücü sein Ziel verfehlt hat.“

Schiedsrichter: Holger Freese (Schöneck). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Fatih Sultan Bosnak (16.), 2:0 Eray Erol Hodzha (45./+1), 2:1 Oliver Solarz (62.), 2:2 Tino Matijevic (65.).


Spvgg. 02 Griesheim – FC Kosova 2:1 (0:1)

Die Partie fand vor einer stattlichen Kulisse statt. Allerdings berichtete Griesheims Vorsitzender Marcel Ruoff, dass zahlreiche Kosova-Anhänger über den Zaun an der Lärchenstraße geklettert seien, um den Eintritt zu sparen. Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci hatte da eine andere Sichtweise: „Mir habbe nix gesehen. Wie sollen so viele Leute über einen hohen Zaun klettern?“, fragte er in seinem ureigenen Akzent. Die Gäste, die ohne den verletzten Flakron Thaci antraten, gingen durch den Ex-Griesheimer Enver Kelmendi nach einer Viertelstunde in Führung und hielten den Vorsprung bis in die Schlussphase hinein. Griesheim konnte im ersten Abschnitt selbst eine zehnminütige Überzahl wegen einer Zeitstrafe gegen Kosovas Spielertrainer Alvaro Zalla nicht nutzen. „Da waren wir in der Offensive zu schwach“, befand Trainer Marco Santonastaso. In der Halbzeit stellte er um und brachte mit Ufuk Yoldas und Daniel Sikorski zwei erfahrene Leute. Es dauerte aber bis zur 81. Minute, bis Denis Memedi ausgerechnet gegen seine Landsleute der Ausgleich gelang. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe in der langen Nachspielzeit Sikorski aus stark abseitsverdächtiger Position der umjubelte Siegtreffer gelang. Der erst 17-jährige Schiedsrichter Jeremy Smith sah sich dann vehementen Protesten der Kosovaren ausgesetzt und verteilte eine Rote Karte an Haithem Sassi (90.+6) sowie zu diesem Zeitpunkt irrelevante Zeitstrafen gegen Leon Dashi (90./+4) sowie zwei weitere Kosova-Spieler. Nach Abpfiff fühlte sich der Unparteiische derart bedroht, dass er unter Polizeischutz zum Auto seiner Eltern eskortiert wurde. Statovci war außer sich: „Warum wird ein 17-jähriger Bursche zu so einem Topspiel geschickt? Hier konnte uns nur der Schiedsrichter schlagen. Beide Tore waren Abseits, das hat jeder gesehen. Der Griesheimer Sieg ist unverdient.“

Schiedsrichter: Jeremy Smith (Walldorf). Zuschauer: 384.
Tore: 0:1 Elver Kelmendi (15.), 1:1 Denis Memedi (81.), 2:1 Daniel Sikorski (90./+5).

Die strittige Szene im Standbild: Abseits oder nicht?

Kreisoberliga Frankfurt – Spitzenteams gewinnen deutlich

Frankfurt – In der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt blieben am Sonntag im Rahmen des 13. Spieltages die drei Aufstiegsanwärter siegreich. Überraschungsteam FC Gudesding schob sich auf Rang vier vor. Im Abstiegskampf konnte von den letzten fünf Mannschaften nur der FV Saz-Rock einen Punkt entführen.

Der Griesheimer Michael Ofosu gegen den Nieder-Erlenbacher Ozan Kilincarslan. Foto: Phather Simon.

SV Viktoria Preußen – FC Tempo 0:4 (0:1)

Die Personalnot bei den Gastgebern hält weiter an, somit mussten die Preußen schon die dritte Niederlage in Folge ohne eigenen Treffer einstecken. Allerdings gegen routinierte Serben vom FC Tempo, die alleine in den letzten zwei Spielen 13 Tore erzielten. Die Gastgeber machten das beste aus der Situation und boten eine tolle Mannschaftsleistung. „Wir haben es toll gemacht, zur Halbzeit müssen wir führen. Da hat Tempo gar nicht stattgefunden und nur durch ein glückliches Tor vorne gelegen“, meinte Preußen-Trainer Artur Rissling, der sich diesmal nicht selbst aufbieten musste. Nach dem Seitenwechsel boten sich den Gastgebern Möglichkeiten zum 1:1, die ungenutzt blieben. Nachdem aber Milos Mihajlovic für die Fußballer vom Balkan zum 2:0 traf, war die Begegnung entschieden. „Wir haben alles probiert und ich bin stolz auf die Jungs. Sogar der Gegner sprach hier von einem unverdienten Sieg“, betonte der Trainer der Hausherren. Das konnte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic nur bestätigen: „Tempo hat hier ein schweres Spiel gehabt. Das Ergebnis ist etwas zu hoch ausgefallen. Viktoria Preußen spielte und wühlte sich um unseren Sechzehner, aber die kamen nicht durch.“ Das 2:0 sei dann der „Genickbruch“ gewesen, danach seien die Platzherren „auseinander gebrochen.“

Schiedsrichter: Mike Kantz (Idstein). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1, 0:2 Milos Mihajlovic (13./71.), 0:3 Branislav Glamocanin (84.), 0:4 Vladimir Matic (86./Foulelfmeter).

FC Kalbach – FC Maroc 4:1 (1:0)

Kalbach bleibt ungeschlagen, holte schon wieder den vierten Sieg in Folge. Der Spitzenreiter bleibt somit auf Gruppenliga-Kurs. Gegen den Vorletzten der Tabelle, dessen Abstiegssorgen sich nach sechs Niederlagen nacheinander weiter vergrößern, landeten die Gastgeber einen standesgemäßen Sieg. „Es war eine klare Angelegenheit. Maroc hat fantastische Fußballer, aber ihr Manko ist wohl die fehlende Trainingsbereitschaft“, befand Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Mayer. Immerhin aus Sicht der Gäste: Die Marokkaner stellten diesmal eine Elf mit großem Einsatz und Kampfgeist, die ihre Haut so teuer wie möglich verkaufte. Die gute Gesamtleistung der Kalbacher reichte zu einem im Ergebnis klaren Sieg, der zur Pause allerdings noch nicht so eindeutig feststand. Da führte die Mannschaft von Trainer Aaz-Dine Zarioh durch Moritz Uppenkamp lediglich hauchdünn mit 1:0. Die Gäste mischten da noch eifrig mit, bei ihren wenigen Schüssen hatte die vom bisherigen Sportlichen Leiter Omar El Idrissi betreute Mannschaft kein Glück. Der hatte dann auch personelle Neuigkeiten zu verkünden. Said Houlich, der Aufstiegscoach von 2019, kehrt als „Sportleiter“ zum FC Maroc zurück. Mit sofortiger Wirkung ist Houlich in seiner neuen Funktion nah dran an der Mannschaft. Im zweiten Abschnitt war dann jedenfalls die stärkere Kondition der Hausherren ein wichtiger Pluspunkt für Kalbach. Felipe Quintino erhöhte auf 2:0, Torjäger Achraf Gara Ali trat mit den Saisontreffern Nummer 20 und 21 wieder erfolgreich in Erscheinung. Der einzige Treffer Marocs kam durch ein Eigentor der Gastgeber zustande: Ein Rückpass von Frederik Deters zu Torhüter Fabian Lanthaler konnte vom Keeper nicht aufgenommen werden und trudelte langsam ins Tornetz. Gästeakteur Aziz Derrou sah Mitte der zweiten Hälfte wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte (61.).

Schiedsrichter: Jannis Jahnel (Neu-Anspach). Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Moritz Uppenkamp (19.), 2:0 Felipe Noguarolli Quintino (53.), 3:0 Achraf Gara Ali (63.), 3:1 Frederik Deters (79./Eigentor), 4:1 Achraf Gara Ali (86.).

TuS Makkabi – FC Posavina 2:0 (1:0)

Vier Siege in Folge haben Makkabi schon auf Rang sieben katapultiert. Da die Partie zunächst an der Betramswiese angesetzt war, setzten die Gastgeber alle Hebel in Bewegung, um doch noch im Sportpark Preungesheim auf Kunstrasen spielen zu können. „Der Aufwand hat sich gelohnt“, konstatierte Trainer Hakan Tekin. Durch das schnelle Tor von Robel Seiverth-Tsegai erwischte Makkabi einen Auftakt nach Maß und blieb danach gegen die Kroaten vom Riederwald am Drücker. Tsegai traf noch einmal per Kopfball die Latte. Für den Gegner hatte Tekin lobende Worte parat: „Posavina war bisher der beste Gegner, den ich gesehen habe. Sie haben wirklich ordentlichen Fußball gespielt und den Ball gut laufen lassen. Zum Torabschluss hat es aber meist nicht gereicht.“ Kurz vor der Halbzeit hatten die Gäste ihre beste Torchance durch Anto Petrasevic, dieser zielte aber über das Tor. In der zweiten Hälfte war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Posavina. Zwei gute Weitschüsse wusste TuS-Torhüter Patrick Bötsch mit Bravour zu parieren. Im weiteren Spielverlauf ergaben sich für Makkabi immer mehr Räume zum Kontern. Mit dem 2:0 von Aleksej Raduloski und der Roten Karte gegen Mateo Beslic (83./Tätlichkeit) war das Spiel entschieden. Das hin und wieder hektische Spiel wurde laut Tekin vom Schiedsrichter sehr gut geleitet. „Aktuell haben wir einen Lauf und das Glück des Tüchtigen. Wir entwickeln uns ständig weiter. Sicherlich werden auch Rückschläge kommen, aber die fußballerische und persönliche Qualität dieser Truppe wird das auffangen“, ist Tekin mit der Entwicklung hochzufrieden. Auf Seiten von Posavina fehlt ergebnistechnisch einfach die Konstanz. Einem Sieg folgt meist eine Niederlage und so kommen die Kroaten nicht aus dem Mittelmaß heraus. FCP-Pressesprecher Danijel Pavic sprach sogar von „einer unterirdischen Vorstellung unserer Mannschaft. Das war heute nichts, der einzige Lichtblick war Torhüter Matej Markovic. Ohne ihn hätten wir 4:0 oder 5:0 verloren. Die Rote Karte gegen unseren Spieler war mehr als gerecht. So kannst Du nicht reagieren nach einem Foul! Wir müssen wirklich einiges ändern, sonst wird es eine Saison zum vergessen.“

Schiedsrichter: Marcel Hinkel (Langenselbold). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Robel Seiverth-Tsegai (2.), 2:0 Aleksej Raduloski (79.).


TSG Nieder-Erlenbach – Spvgg. 02 Griesheim 0:4 (0:0)

Im ersten Abschnitt ging der Matchplan des Tabellenletzten ganz gut auf. Die Hausherren hatten sogar einige gefährliche Möglichkeiten und wirkten zielstrebiger als der Favorit. Nach dem Seitenwechsel wurde der Griesheimer Benjamin Zeisel sechs Minuten nach seiner Einwechslung zur Pause mit der Zeitstrafe wieder vom Feld geschickt (51.). Da waren die Griesheimer aber gerade durch Denis Memedi in Führung gegangen, der in Unterzahl noch das 2:0 nachlegte. Noch bevor Zeisel wieder auf das Feld durfte, hatten die „Schleifer“ mit dem dritten Tor schon alles klar gemacht. „In Überzahl bekommen wir zwei Gegentore. Die kamen immer über außen und haben geflankt. Wir haben es nicht verstanden das zu verteidigen“, bemängelte TSG-Trainer Andreas Ludwig. „Das Ergebnis von 0:4 geht dann auch in Ordnung. Wir waren nicht wachsam genug, da sind auch A-Jugendliche dabei, wo wir hoffen müssen, dass sie dran bleiben“, so Ludwig weiter. Der Griesheimer Trainer Marco Santonastaso musste vier Stammspieler ersetzen, unter anderen den Außenbahnspieler Fiorenzo Santoro. „Das war ein Arbeitssieg. Ich war gezwungen zu rotieren und die Spieler haben das ordentlich erledigt“, sagte Santonastaso.

Schiedsrichter: Eike Keller (Harbach). Zuschauer: 110.
Tore: 0:1, 0:2 Denis Memedi (48./55.), 0:3 Rafed Matmati (60.), 0:4 Clinton Adjei Asante (82.).

FC Kosova – TSKV Türkgücü 7:2 (2:1)

Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci zeigte sich über den dritten Sieg in Folge und den Sprung auf Rang fünf begeistert: „Der Sieg geht voll in Ordnung. Wir waren in jeder Beziehung überragend. Da hat alles geklappt.“ Vor allem die schnellen Spitzen konnten von den Gästen kaum aufgehalten werden. Das sah auch Türkgücüs Fußball-Abteilungsleiter Adnan Erden so: „Raisi Zalla hat unsere Abwehr das eine ums andere Mal durcheinander gewirbelt. Ihn haben wir dann ziehen lassen. Da mussten unsere jungen Spieler Lehrgeld bezahlen.“ Das Debüt des neuen Trainers Giuseppe Forciniti ging somit daneben. „Die Niederlage tut aber nicht weh, es sieht schlimmer aus, als es wirklich war. Für die Zuschauer war es auf jeden Fall ein schönes Spiel.“

Schiedsrichter: Michele Abbondanza (Wiesbaden). Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Haithem Sassi (11.), 1:1 Serkan Yoldas (15.), 2:1 Flakron Thaci (19.), 3:1 Andi Bitiqi (52.), 4:1, 5:1 Raisi Zalla (62./65.), 6:1 Alvaro Zalla (74./Foulelfmeter), 7:1 Leon Dashi (77.), 7:2 Ilir Chounta Or Huda (84.).


SV 07 Heddernheim – SC Weiss-Blau 5:0 (3:0)

Große Freude herrschte im Heddernheimer Lager nach dem höchsten Saisonsieg. Nicht nur, weil die Negativserie von nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen gestoppt wurde, sondern weil die Grün-Weißen erstmals in dieser Runde ohne Gegentreffer blieben. „Es war wichtig gegen einen Gegner zu gewinnen, der in der Tabelle unten drin steht. Endlich haben wir auch mal zu Null gespielt und die Stürmer haben vorne ihre Chancen genutzt“, meinte SVH-Trainer Andreas Berggold. Von Beginn an agierten die Gastgeber gegen den Tabellen-17. voller Elan nach vorne und belohnten sich mit einem Blitztor. Der Stadionsprecher hatte die Aufstellungen noch nicht zu Ende verlesen, da klingelte es schon im Kasten der Gäste von den Sandhöfer Wiesen. Der griechische Stürmer Christos Papadopoulos war zur Stelle und traf noch in der ersten Minute zum 1:0 und legte dann nach einem Eckball schnell das 2:0 nach (7.). Die Gäste wirkten durchaus gefällig und agierten mit einem geordneten Spielaufbau. Dabei setzten sie ihre schnellen Außenbahnspieler ein. Ilias Lemghili hatte eine gute Möglichkeit, zielte aber über den Kasten von SVH-Keeper Marcin Czukiewicz. Auf der Gegenseite fasste sich der rechte Verteidiger Deon Heck endlich mal ein Herz und zog aus der zweiten Reihe ab. Der Ball klatschte mit voller Geschwindigkeit erst gegen den einen und dann gegen den anderen Pfosten. Ünal Özdemir besorgte dann den Pausenstand (27.) und erhöhte nach der Pause noch auf 4:0 und 5:0 (51./63.). „Das hat mich sehr gefreut für Ünal, der sehr viele Torchancen in den Spielen davor liegen gelassen hat. Da hing er etwas in der Luft, aber heute hat er gezeigt, dass er weiß wo das Tor steht.“ In der Schlussphase hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können, doch zahlreiche Konter wurden nicht optimal ausgespielt und Tino Matijevic knallte den Ball bei einem Freistoß gegen die Querlatte. „Wir hatten auch das nötige Glück, dass wir hinten das nötige Glück hatten, um keinen rein zu bekommen. Aber über 90 Minuten gesehen war der Sieg hochverdient“, meinte Berggold. Der gleichen Meinung war auch Gästecoach Jamal Er-Rjah, der nach dem Schlusspfiff gratulierte: „Der Sieg der Gastgeber ist verdient. Heddernheim war besser.“

Schiedsrichter: Luca Mellin (Dreieich). Zuschauer: 110.
Tore: 1:0, 2:0 Christos Papadopoulos (1./7.), 3:0, 4:0, 5:0 Ünal Özdemir (27./51./63.).


FV Hausen – SV Griesheim Tarik 3:1 (2:1)

Hausens Trainer Federico da Costa Coutinho hatte einst an der Mühlwiese noch mit Tarik-Coach Mourad El Hirache zusammen gespielt, der dann danach für drei Jahre sein Trainer in der Reserve der Lila-Weißen war. Als dann „Fede“ die Mannschaft übernahm, war El Hirache oft als Zuschauer auf Hausener Seite. „Es war jetzt das erste Mal in den vielen Jahren, dass wir uns als Gegner gegenüber standen. Das war schon ein komisches Gefühl, da wir auch gut befreundet sind“, schilderte Costa Coutinho. Er verdeutlichte aber: „Wir haben die drei Punkte gebraucht und hatten nichts zu verschenken.“ In der hektischen Begegnung markierte Spas Pisov auf Zuspiel von Routinier Mohamed El Baouti die Führung der Lila-Weißen. Nach Flanke von Georgi Tushev köpfte dann Hamza Gulzar zum 2:0 ein. Kurz vor der Halbzeit verkürzte der bullige Mittelstürmer Ismail El Yacoubi auf 2:1. Dabei verletzte sich der Torschütze schwer und musste mit dem Krankenwagen mitgenommen werden. Nach dem Seitenwechsel erzielte Gulzar schnell das 3:1. Der Rest der Spielzeit war dann von vielen Unterbrechungen geprägt. In der Schlussphase erhielt Tariks Abwehrspieler Renaldo Trauner wegen groben Foulspiels die Rote Karte (81.). Trotzdem ließen sich die Gastgeber in den letzten Minuten hinten rein drücken. „Das 3:9 bei Tempo hat die Jungs nicht los gelassen. Im Abschlusstraining habe ich sehr motivierte Jungs gesehen. Das haben sie sehr gut umgesetzt. Sie wollten zeigen, dass die Niederlage bei Tempo ein einmaliger Ausrutscher war.“ El Hirache war sowohl mit der Leistung des Schiedsrichters, als auch mit jener der eigenen Elf unzufrieden: „Das Spiel hat für überwiegende Teile der Mannschaft nicht stattgefunden. Die Abseitsentscheidungen des Unparteiischen waren sehr fragwürdig. Das 3:1 der Hausener wurde beispielsweise aus klarer Abseitsposition erzielt.“

Schiedsrichter: Holger Lenz (Bad Camberg). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Spas Pisov (19.), 2:0 Hamza Gulzar (36.), 2:1 Ismail El Yacoubi (41.), 3:1 Hamza Gulzar (48.).

FC Union Niederrad – FC Gudesding 1:2 (1:1)

In einem tempogeladenen Kampf entführten die Gäste die drei Punkte von der Heinrich-Seliger-Straße. Die Hausherren mussten ohne drei Stammspieler auskommen, darunter der ehemalige Bundesligaspieler Nando Rafael, dessen Engagement bei Union Niederrad unter der Woche auch bundesweite Schlagzeilen in Sportportalen lieferte. Dazu gab es diverse angeschlagene Akteure. „Bis zum 1:1 waren wir klar feldüberlegen“, sagte Unions Vorsitzender Khalid Lamjahed. Das 1:0 des Niederräders Alexander Felten konterte der „Gude“ Alexander Root drei Minuten später mit einem sehenswerten Freistoß. Nach dem Seitenwechsel war es ein ausgeglichenes Spiel, das durch einen Treffer aus 22 Metern in den Winkel von Root zugunsten der Gäste vom Ostpark entschieden wurde. „Eine unglückliche Niederlage. Wir bleiben geduldig, aber wir wir wissen, dass wir noch genug Spiele haben und wenn wir so weiter spielen, kommen wir problemlos unten raus“, so Lamjahed weiter, der von einem fairen Spiel berichtete. FCG-Trainer Luca Spessot sah im ersten Abschnitt ein ausgeglichenes Spiel „mit minimalen Vorteilen durch Kontersituationen bei Union. In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich überlegen. Union hat relativ ausgepowert gewirkt. Das Ergebnis geht so in Ordnung.“

Schiedsrichter: Cevat Kalyoncu (Hattersheim). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Alexander Felten (35.), 1:1, 1:2 Alexander Root (38./56.).

Concordia Eschersheim – FV Saz-Rock 1:1 (0:1)

Saz-Rock errang sich am Rosegger einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf, es hätten aber auch gut und gerne drei Zähler sein können. Denn bis in die Nachspielzeit hinein führten die Gäste durch den Treffer von Dominik Tomic mit 1:0 und waren zudem in Überzahl, weil der Concorde Averil Ringheim die Rote Karte gesehen hatte (83.). In der Nachspielzeit zeigte der Unparteiische nach einem Foulspiel im Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Matthias Müller sorgte für den Eschersheimer Ausgleich. „Wir hatten das Spiel im Griff und waren besser. Nach dem Rückstand haben wir komplett den Faden verloren. Das ist mir völlig unverständlich, warum wir nicht normal weiter spielen. Wir können über den einen Punkt glücklich sein, denn mehr haben wir nicht verdient“, sagte Concordia-Trainer Andre Winter nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg. „Eigentlich war das Spiel relativ fair, die Spieler waren beidseitig nur häufiger über Entscheidungen des Schiedsrichters überrascht, dem das Spiel komplett entglitt. Winter übte scharfe Kritik am unsportlichen Benehmen der Gästeänhänger: „Von außen wurden von Saz-Rock-Zuschauern ständig Beleidigungen rein gerufen. Außerdem standen dauerhaft mindestens zehn Leute im Innenraum, obwohl der Schiedsrichter diese aufgefordert hatte, hinter die Bande zu gehen.“ Der Concordia-Coach weiter: „Es wundert mich jede Woche, was für Leute teilweise auf die Sportplätze kommen. Wie man dauerhaft Schiedsrichter, Gegenspieler, Trainer beleidigen und beschimpfen kann, ist mir ein Rätsel. Die Leute und Vereine sollen sich mal hinterfragen. Da freue ich mich echt auf das Duell mit Gudesding nächste Woche, da geht es wenigstens um Fußball.“ Gästecoach Ersin Kizarmis hatte das nicht so wahrgenommen: „Für mich war da nichts aufregendes dabei. Ich wurde als Aktiver in der Oberliga Hessen in Fulda oder Kassel auch mal beleidigt. Dass es nach einem Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit lauter zugeht ist doch normal. Der Trainerkollege stand während des Spiels ja auch teilweise im Feld, verließ immer wieder seine Coaching-Zone. Der späte Ausgleich ist ärgerlich und der Schiedsrichter hat einige fragwürdige Entscheidungen gegen uns getroffen.“

Schiedsrichter: Hanif Schönburg (Darmstadt). Zuschauer: 85.
Tore: 0:1 Dominik Tomic (37.), 1:1 Matthias Müller (90./+2, Foulelfmeter).

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