Kreisoberliga Frankfurt – Kalbach siegt souverän bei Tempo

Frankfurt – Letztes Jahr um die Zeit war es der letzte Spieltag vor dem langen Lockdown. Diesmal scheint der Spielbetrieb trotz steigender Corona-Zahlen wie bisher weiterlaufen zu können. In der Kreisoberliga Frankfurt bleibt der FC Kalbach weiter ungeschlagen an der Spitze und setzte sich auch beim Mitkonkurrenten FC Tempo deutlich mit 3:0 durch. In der unteren Hälfte haben vier Teams weiterhin nur eine einstellige Anzahl an Punkten und müssen den Abstieg in die Kreisliga A fürchten.

Griesheim 02 bleibt Tabellenzweiter. Foto: Phather Simon.

FC Maroc – TuS Makkabi 2:3 (2:2)

Maroc kassierte schon die siebte Niederlage in Folge und schwebt als Vorletzter stark in Abstiegsgefahr. Gegen das formstarke Makkabi, das die letzten fünf Spiele alle gewann und auf Rang sechs vorrückte, waren die Gastgeber aber nah dran an einem Punktgewinn. „Das war ein spannendes Spiel, da war mehr drin. Wir haben gestern gesehen, dass die Mannschaft intakt ist. Wir geben nicht auf“, sagte Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi. So sprach dann auch Gästecoach Hakan Tekin von einem „verdienten, aber auch glücklichen Sieg.“ Der Rasenplatz an der Wilhelm-Epstein-Straße erinnerte Tekin indes an die Bertramswiese und das nicht im positiven: „Ein gepflegtes Fußballspiel war nicht möglich. Maroc hat alles rein geworfen und uns wirklich alles abverlangt.“ Trotz der Führung durch Aleksej Radulaski „haben wir den Gegner eingeladen, am Spiel teilzunehmen.“ Durch einen individuellen Fehler bei einem Rückpass zu Torhüter Patrick Bötsch, dem der Ball auf dem holprigen Rasen versprang, gelang Stürmer Prince Ezekiel Nnah der Ausgleich. Die ersten zwei Versuche konnten noch geblockt werden, beim dritten Versuch kam die TuS-Abwehr zu spät. Das zweite Tor durch den gleichen Spieler fiel durch einen Foulelfmeter, der laut Tekin „keiner war. Der Schiedsrichter hat den Spieler gefragt, aber die Frage kann man sich glaube ich auch sparen.“ Dennoch habe der Schiedsrichter insgesamt gut gepfiffen, unterstrich Tekin. Mit dem Halbzeitpfiff egalisierte Routinier Kristian Leonhardt zum 2:2. Auch in der zweiten Halbzeit war es kein ansehnliches Fußballspiel. Die Marokkaner bemühten sich nach Kräften gegen die flüssig, schnell und überlegt operierenden Gäste mitzuhalten. Doch zehn Minuten vor Schluss die Erlösung: Bei einem direkten Freistoß sprang der Ball von der Latte zurück, im Nachsetzen landete ein Kopfball an der Latte, ehe Noel Löbner den Ball ins Tor köpfte. Tekins Fazit: „Nicht gut gespielt, nicht die beste Partie gehabt, nicht aufgegeben und am Ende gewonnen. Mund abputzen und auf Donnerstag konzentrieren.“ Es steht nämlich mal wieder eine englische Woche an, die letzte in diesem Kalenderjahr.

Schiedsrichter: Sebastian Wiesner (Frankfurt). Zuschauer: 30.
Tore: 0:1 Aleksej Radulaski (24.), 1:1, 2:1 Prince Ezkiel Nnah (36./42., Foulelfmeter), 2:2 Kristian Leonhardt (45.), 2:3 Noel Löbner (80.).

FC Croatia – TSG Nieder-Erlenbach 6:2 (5:0)

Dritter Heimsieg in Folge für Croatia, das in der ersten Hälfte gegen das Tabellenschlusslicht auftrumpfte. Es stimmte alles an diesem Tag: Das Wetter, die Bewirtung und vor allem das Spiel begeisterte die Zuschauer an der Brühlwiese. „Wir sind heute sehr gut ins Spiel rein gekommen und wollten von Beginn an wach sein. Wir haben dann schnell unsere Tore gemacht und mit viel Sicherheit und Ruhe das Spiel kontrolliert“, berichtete Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta. 5:0 hieß es schon nach einer halben Stunde und erst nach dem sechsten Tor schalteten die Gastgeber etwas zurück und spielten nicht mehr konsequent nach vorne, sodass Nieder-Erlenbach noch zu einer Resultatsverbesserung kam. „Insgesamt sind wir zufrieden und gehen die englische Woche mit einem guten Gefühl an“, merkte Konta an. TSG-Trainer Andreas Ludwig rang nach Fassung: „Das war zu wenig. Wir waren nicht richtig auf dem Platz, haben keine Zweikämpfe gewonnen. Da war null Präsenz, wir konnten nichts umsetzen. Erst als Croatia platt war, hätte es 6:4 oder 6:5 ausgehen können.“

Schiedsrichter: Falko Peckelsen (Königstein). Zuschauer: 85.
Tore: 1:0 Flip Susic (2.), 2:0, 3:0 Ivan Propadalo (9./11.), 4:0 Filip Susic (28.), 5:0 Ante Strljic (30.), 6:0 Ivan Grgic (58.), 6:1, 6:2 Henry Naftaliev (66./68.).

FC Gudesding – Concordia Eschersheim 4:0 (2:0)

Der „Spätsommernachmittag“ wurde im Ostpark getrübt von der traurigen Nachricht, dass Gudesding-Ikone Lutz Krakow am Samstag verstorben ist. Er war der erste Trainer der Vereinsgeschichte und bis zuletzt noch Vorstandsmitglied. Ein unfassbarer Verlust für den jungen und innovativen Verein. Der Vorsitzende Rainer Weiss würdigte die Verdienste Krakows bei der Gründung des Clubs: „Lutz war einer unserer Großen, ohne den der Aufbau des Vereins zehn Jahre länger gedauert hätte – ein unersetzbarer Mensch, ein Visionär und einer, der angepackt hat. Ein Mann mit Wurzeln im Revier, ein Frankfurter und Schalker, den jeder geliebt hat. Ich habe einen Freund verloren.“ Angesichts dieser Worte rückt der klare Heimsieg der „Guden“ in den Hintergrund, dennoch lieferte Weiss noch einige Sequenzen vom Spiel gegen die Concordia aus Eschersheim. Die Gäste, nun seit vier Spielen sieglos, begannen mit ihrem gepflegten Spielstil und gekonnten Ballpassagen. Danach übernahm der FCG das Kommando über die rechte Seite mit zwei präzisen flachen Hereingaben, die beide Stürmer Marko Rimac eiskalt verwandelte. Nach der Pause gab es eine größere Gegenwehr der Concordia, die aber einfach nicht ins Spiel kam. Anders Gudesding, das ein Dutzend klarer und gekonnt herausgespielter Chancen verzeichnet und davon zwei verwertet. Die Gäste agierten in einem sehr fairen Spiel mit einem souveränen Schiedsrichter zu brav und zu blass. Gudesding, dass nach Punkten mit dem Tabellendritten Tempo gleichzog, agierte dagegen selbstbewusst dank einer unüberwindbaren Abwehr um Lorenzo Dolce und Alexander Wack. Concordias Trainer Andre Winter wollte dann auch nicht viel kommentieren: „Das war ganz klar unser schlechtestes Saisonspiel. Keiner war gestern in Normalform. Da kann auch ein großer Platz keine Ausrede sein. Wir können uns von der Spielweise von Gudesding noch zwei, drei Dinge abschauen.“

Schiedsrichter: Michael Pfahls (Bad Orb). Zuschauer: 60.
Tore: 1:0, 2:0 Marko Rimac (13./27.), 3:0 Hamza El Mezouar (70.), 4:0 Zoumeir Toura (79.).

FC Posavina – FC Union Niederrad 1:0 (1:0)

Posavina hat erneut den Trainer gewechselt. Stijepan Piljic folgt auf Interimstrainer Drago Pavlovic, der sich wieder auf seine Aufgabe als Sportlicher Leiter konzentriert. Mit dem Präsidenten Marko Pavic hat er Piljic das Vertrauen geschenkt, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Piljic war bis zur letzten Saison der älteste und erfahrenste Spieler des Vereins und gilt als sehr engagierter Typ, der die Mannschaft gut kennt. „Wir sind der Meinung, dass er die Mannschaft wieder auf Erfolgsspur bringen kann. Nach den turbulenten Wochen und Monaten brauchen wir Ruhe“, schilderte Posavinas Pressewart Danijel Pavic. Gegen Union Niederrad feierte Piljiceinen gelungenen Start. Durch den einzigen Treffer des Nachmittages von Marin Antunovic gelang es den Kroaten, den direkten Konkurrenten weiter zu distanzieren. „Die Mannschaft hat heute Kampfstärke bewiesen und kann auch ein knappes Ergebnis über die Zeit bringen kann.“ Besonders Torhüter Matej Markovic erwischte einen „Sahnetag“ und spielte zu Null. Auf Seiten der Niederräder sprach der Vorsitzende Khalid Lamjahed von einem schwachen Spiel, „in dem die Führung Posavina in die Karten gespielt hat. Die haben sich dann hinten rein gestellt und gekontert.“ Die wenigen Gästechancen durch Sascha Held und Ex-Bundesligaspieler Nando Rafael blieben ungenutzt.

Schiedsrichter: Thomas Stief (Seligenstadt). Zuschauer: 80.
Tor: 1:0 Marin Antunovic (19.).


FC Tempo – FC Kalbach 0:3 (0:2)

Verfolger Tempo konnte den ungeschlagenen Kalbachern in einem Spiel mit wenigen Torchancen nicht näher kommen. „Es war nicht unbedingt ein gutes Kreisoberligaspiel im oberen Tabellendrittel“, schilderte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic nach der ersten Heimniederlage der Serben. Die Gäste nutzten ihre wenigen Möglichkeiten konsequent aus. Torjäger Achraf Gara Ali legte den Grundstein zum Sieg mit einem Elfmeter und einer Ausnutzung eines Missverständnisses in der heimischen Abwehr. „Das war eine schwache Leistung von uns, die nicht langt, um eine Spitzenmannschaft wie Kalbach zu schlagen. Damit haben wir den Anschluss nach oben verpasst. Glückwunsch an Kalbach“, fügte Marcetic hinzu. Moritz Uppenkamp setzte für die pragmatisch auftretenden Gäste den Schlusspunkt unter eine souveräne Vorstellung. „Nachdem uns Tempo die letzten Jahre oft weh getan hat, hatten sie diesmal nicht den besten Tag, sodass wir nichts zugelassen haben. Trotzdem mein Respekt an den FC Tempo: Es war ein faires Spiel, sie haben eine gute Mannschaft, ein gutes Ambiente mit einer guten Bewirtung und eine gute Zuschauerkulisse“, sagte Kalbachs Trainer Aaz-Dine Zarioh.

Schiedsrichter: Neil Kenneth Arthur Waterman (Idstein). Zuschauer: 180.
Tore: 0:1, 0:2 Achraf Gara Ali (35./Foulelfmeter, 44.), 0:3 Moritz Uppenkamp (86.).


SV Griesheim Tarik – SV Viktoria Preußen 4:3 (1:3)

Spannung, Dramatik und viele Tore gab es an der Lärchenstraße zu sehen. Der Sieg der Gastgeber musste nach einem 0:3-Rückstand schwer erkämpft werden. Wie die Truppe von Trainer Mourad El Hirache den klaren Rückstand aber wettmachte, verdient Anerkennung. „Wir haben erst nach dem 0:3 angefangen, Fußball zu spielen. Dann haben wir die Preußen früh attackiert und im Laufe des Spiels die Räume eng gehalten. Verbunden mit einigen taktischen Umstellungen haben die Jungs den Matchplan dann umgesetzt und das Spiel noch gedreht. Ich wäre aber auch schon mit einem Remis zufrieden gewesen“, sagte Tarik-Trainer Mourad El Hirache. Die erste halbe Stunde gehörte nämlich den Gästen aus Eckenheim mit zwei Toren von Giuliano Amante (davon ein Foulelfmeter) und einem Strafstoßtor des eingewechselten Torjägers Daniel Wolf. Der war für Oskar Copik gekommen, der mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Griesheim Tarik steckte nie auf und hielt nicht nur spielerisch, sondern auch kämpferisch dagegen. Der Anschlusstreffer von Ahmet Keser, der auch acht Minuten nach Wiederbeginn per Foulelfmeter das 2:3 markierte, war die Initialzündung zur Aufholjagd. In der Schlussphase war es Kapitän Renato Trauner, der erst egalisierte und in der Schlussminute die Partie drehte. Was die Zuschauer in dieser mitreißenden Partie zu sehen bekamen, war alles, was den Fußball attraktiv macht. Einsatz, Kampfgeist, Tempo und eine dramatische Torfolge waren eine echte Werbung für den Fußball. Mit bitterem Ausgang für die Preußen, denn die Gäste hatten 3:0 geführt und alles im Griff. „Danach haben wir den Faden verloren und Geschenke verteilt. In der zweiten Halbzeit hat fast nur noch Griesheim Tarik gespielt, die auch nicht unverdient gewonnen haben. Da habe ich kaum noch was von uns gesehen. Dementsprechend hat Tarik gewonnen, auch wenn es teilweise unglücklich war. Der Freistoß zum 3:3 war nicht berechtigt, aber Tarik wollte mehr und ich konnte nicht mehr wechseln oder nachlegen. Es ist schade, weil wir in den ersten 30-35 Minuten 4:0 oder 5:0 führen müssen. Da hat Tarik nicht stattgefunden, aber der Bruch kam durch die Kopfverletzung von Copik vor dem Elfmeter zum 3:0″, berichtete Preußen-Trainer Artur Rissling. Für sein Team wird es nach der vierten Niederlage in Folge eng, denn es erfolgte dadurch der Absturz auf Rang 14, dem ersten möglichen Abstiegsplatz.

Schiedsrichter: Ersen Demirgöz (Wiesbaden). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1, 0:2 Giuliano Amante (10./Foulelfmeter, 22.), 0:3 Daniel Wolf (30./Foulelfmeter), 1:3, 2:3 Ahmet Keser (43./53., Foulelfmeter), 3:3, 4:3 Renato Trauner (80./90.).


SC Weiss-Blau – FV Hausen 0:2 (0:1)

Weiss-Blau-Trainer Jamal Er-Rjah verstand die Welt nicht mehr: „Wir waren hochüberlegen, hatten 80 Prozent Ballbesitz und ein Chancenverhältnis von 85:15 Prozent. Aber wir schaffen es trotz klarster Chancen nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Spielerisch und kämpferisch war das gut, aber es fehlt einfach auch das Glück.“ Dazu kam ein grober Schnitzer von Torhüter Ilias Er-Rjah, der im Spielaufbau den Ball gegen den Hausener Borja Rodriguez Roiz schoss, von wo die Kugel langsam ins Tor trudelte. „Das hat uns das Genick gebrochen. Mir fehlt vorne mein Stürmer Ruben Balthasar, der mindestens drei Tore erzielt hätte“, ergänzte der Weiss-Blau-Coach. Mit einem Sieg hätten die Gastgeber die Lila-Weißen in den Abstiegskampf ziehen können, stattdessen zog Hausen auf 18 Punkte davon. „Es ist noch zu früh über den Abstieg zu reden. Wir haben zwei neue Spieler und dann werden wir solange rechnerisch alles möglich ist, weiter alles versuchen“, gibt sich Er-Rjah trotz dem 17. Platz und nur sieben Punkten kämpferisch. Für die Gäste, bei denen Mohamed El Baouti zehn Minuten vor Schluss den Auswärtssieg sicherte, befand Trainer Federico da Costa Coutinho: „Dieser Sieg ist kurios. Tatsächlich hatten wir den ersten Torschuss in der 80. Minute.“ Die von vielen Personalausfällen geplagten Hausener holten sehr glücklich den ersten Auswärtssieg, zufrieden war der FVH-Coach aber außer dem Ergebnis nicht: „Wir haben keinen guten Ball gespielt und keine Torchance erspielt, standen aber hinten mit Tobias Neugebauer sehr sicher.“

Schiedsrichter: Justin Pimenta (Groß-Umstadt). Zuschauer: 30.
Tore: 0:1 Borja Rodriguez Roiz (9.), 0:2 Mohamed El Baouti (80.).


TSKV Türkgücü – SV 07 Heddernheim 2:2 (2:0)

Die Gastgeber dominierten im ersten Abschnitt auf dem großen Rasenplatz an der Sondershausenstraße. Die Gäste aus Heddernheim, die aus ihren Heimspielen einen wesentlich kleineren Kunstrasen gewöhnt sind, kamen auf dieser großen Spielfläche nicht zurecht. In der ersten halben Stunde schafften sie es nur sporadisch über die Mittellinie und dann auch nur zehn bis fünfzehn Meter. Folgerichtig die Führung der Gastgeber durch Fatih Sultan Bosnak (16.). In der Folge musste SVH-Torhüter Marcin Czukiewicz zweimal gegen den höherklassig erfahrenen Kapitän Emre Kadimli parieren, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Erst nach einer halben Stunde kamen die Heddernheimer in den gegnerischen Strafraum und auch zu ihrer ersten Ecke, ehe Eray Erol Hodzha mit dem Pausenpfiff per Distanzschuss das 2:0 gelang (45./+1). Nach dem Seitenwechsel zeichnete sich dann ein umgekehrtes Bild ab. Türkgücü verlor den Faden und sah sich nun zunehmend in die eigene Hälfte gedrängt. Die Gäste spielten sich nun besser nach vorne und Oliver Solarz verkürzte mit einem Schuss ins lange Eck, nachdem er davor zwei Chancen hatte liegen lassen (62.). Nach einer kurz ausgeführten Ecke gelang dann Tino Matijevic der Ausgleich (65.). In der Schlussphase war dann alles möglich: Heddernheims Stürmer Christos Papadopoulos knallte den Ball gegen die Latte (79.) und in der Nachspielzeit hatte Türkgücüs Serkan Yoldas den Siegtreffer auf dem Fuß, ließ sich aber abdrängen und zögerte zu lange, sodass die Gäste diese brenzlige Situation noch klären konnten. „Heddernheim hat in der zweiten Halbzeit viel mehr gemacht als wir. Somit ist das Ergebnis berechtigt“, konstatierte Türkgücüs neuer Trainer Giuseppe Forciniti, der monierte: „Die Kraft hat uns gefehlt, da waren einige schon müde. Das hat dazu geführt, dass wir im Zentrum offen waren.“ Sein Kollege Andreas Berggold sprach von „einem leistungsgerechten Unentschieden. Die erste Halbzeit ging klar an Türkgücü, da haben wir gar nicht stattgefunden und uns mit dem Platz schwer getan. Das war Schlafwagenfußball. In der zweiten Halbzeit hat sich das Blatt komplett gedreht. Wir waren spielbestimmend und hatten eher den Siegtreffer auf dem Fuß, müssen aber froh sein, dass der letzte Konter von Türkgücü sein Ziel verfehlt hat.“

Schiedsrichter: Holger Freese (Schöneck). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Fatih Sultan Bosnak (16.), 2:0 Eray Erol Hodzha (45./+1), 2:1 Oliver Solarz (62.), 2:2 Tino Matijevic (65.).


Spvgg. 02 Griesheim – FC Kosova 2:1 (0:1)

Die Partie fand vor einer stattlichen Kulisse statt. Allerdings berichtete Griesheims Vorsitzender Marcel Ruoff, dass zahlreiche Kosova-Anhänger über den Zaun an der Lärchenstraße geklettert seien, um den Eintritt zu sparen. Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci hatte da eine andere Sichtweise: „Mir habbe nix gesehen. Wie sollen so viele Leute über einen hohen Zaun klettern?“, fragte er in seinem ureigenen Akzent. Die Gäste, die ohne den verletzten Flakron Thaci antraten, gingen durch den Ex-Griesheimer Enver Kelmendi nach einer Viertelstunde in Führung und hielten den Vorsprung bis in die Schlussphase hinein. Griesheim konnte im ersten Abschnitt selbst eine zehnminütige Überzahl wegen einer Zeitstrafe gegen Kosovas Spielertrainer Alvaro Zalla nicht nutzen. „Da waren wir in der Offensive zu schwach“, befand Trainer Marco Santonastaso. In der Halbzeit stellte er um und brachte mit Ufuk Yoldas und Daniel Sikorski zwei erfahrene Leute. Es dauerte aber bis zur 81. Minute, bis Denis Memedi ausgerechnet gegen seine Landsleute der Ausgleich gelang. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe in der langen Nachspielzeit Sikorski aus stark abseitsverdächtiger Position der umjubelte Siegtreffer gelang. Der erst 17-jährige Schiedsrichter Jeremy Smith sah sich dann vehementen Protesten der Kosovaren ausgesetzt und verteilte eine Rote Karte an Haithem Sassi (90.+6) sowie zu diesem Zeitpunkt irrelevante Zeitstrafen gegen Leon Dashi (90./+4) sowie zwei weitere Kosova-Spieler. Nach Abpfiff fühlte sich der Unparteiische derart bedroht, dass er unter Polizeischutz zum Auto seiner Eltern eskortiert wurde. Statovci war außer sich: „Warum wird ein 17-jähriger Bursche zu so einem Topspiel geschickt? Hier konnte uns nur der Schiedsrichter schlagen. Beide Tore waren Abseits, das hat jeder gesehen. Der Griesheimer Sieg ist unverdient.“

Schiedsrichter: Jeremy Smith (Walldorf). Zuschauer: 384.
Tore: 0:1 Elver Kelmendi (15.), 1:1 Denis Memedi (81.), 2:1 Daniel Sikorski (90./+5).

Die strittige Szene im Standbild: Abseits oder nicht?

Kreisoberliga Frankfurt – Spitzenteams gewinnen deutlich

Frankfurt – In der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt blieben am Sonntag im Rahmen des 13. Spieltages die drei Aufstiegsanwärter siegreich. Überraschungsteam FC Gudesding schob sich auf Rang vier vor. Im Abstiegskampf konnte von den letzten fünf Mannschaften nur der FV Saz-Rock einen Punkt entführen.

Der Griesheimer Michael Ofosu gegen den Nieder-Erlenbacher Ozan Kilincarslan. Foto: Phather Simon.

SV Viktoria Preußen – FC Tempo 0:4 (0:1)

Die Personalnot bei den Gastgebern hält weiter an, somit mussten die Preußen schon die dritte Niederlage in Folge ohne eigenen Treffer einstecken. Allerdings gegen routinierte Serben vom FC Tempo, die alleine in den letzten zwei Spielen 13 Tore erzielten. Die Gastgeber machten das beste aus der Situation und boten eine tolle Mannschaftsleistung. „Wir haben es toll gemacht, zur Halbzeit müssen wir führen. Da hat Tempo gar nicht stattgefunden und nur durch ein glückliches Tor vorne gelegen“, meinte Preußen-Trainer Artur Rissling, der sich diesmal nicht selbst aufbieten musste. Nach dem Seitenwechsel boten sich den Gastgebern Möglichkeiten zum 1:1, die ungenutzt blieben. Nachdem aber Milos Mihajlovic für die Fußballer vom Balkan zum 2:0 traf, war die Begegnung entschieden. „Wir haben alles probiert und ich bin stolz auf die Jungs. Sogar der Gegner sprach hier von einem unverdienten Sieg“, betonte der Trainer der Hausherren. Das konnte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic nur bestätigen: „Tempo hat hier ein schweres Spiel gehabt. Das Ergebnis ist etwas zu hoch ausgefallen. Viktoria Preußen spielte und wühlte sich um unseren Sechzehner, aber die kamen nicht durch.“ Das 2:0 sei dann der „Genickbruch“ gewesen, danach seien die Platzherren „auseinander gebrochen.“

Schiedsrichter: Mike Kantz (Idstein). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1, 0:2 Milos Mihajlovic (13./71.), 0:3 Branislav Glamocanin (84.), 0:4 Vladimir Matic (86./Foulelfmeter).

FC Kalbach – FC Maroc 4:1 (1:0)

Kalbach bleibt ungeschlagen, holte schon wieder den vierten Sieg in Folge. Der Spitzenreiter bleibt somit auf Gruppenliga-Kurs. Gegen den Vorletzten der Tabelle, dessen Abstiegssorgen sich nach sechs Niederlagen nacheinander weiter vergrößern, landeten die Gastgeber einen standesgemäßen Sieg. „Es war eine klare Angelegenheit. Maroc hat fantastische Fußballer, aber ihr Manko ist wohl die fehlende Trainingsbereitschaft“, befand Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Mayer. Immerhin aus Sicht der Gäste: Die Marokkaner stellten diesmal eine Elf mit großem Einsatz und Kampfgeist, die ihre Haut so teuer wie möglich verkaufte. Die gute Gesamtleistung der Kalbacher reichte zu einem im Ergebnis klaren Sieg, der zur Pause allerdings noch nicht so eindeutig feststand. Da führte die Mannschaft von Trainer Aaz-Dine Zarioh durch Moritz Uppenkamp lediglich hauchdünn mit 1:0. Die Gäste mischten da noch eifrig mit, bei ihren wenigen Schüssen hatte die vom bisherigen Sportlichen Leiter Omar El Idrissi betreute Mannschaft kein Glück. Der hatte dann auch personelle Neuigkeiten zu verkünden. Said Houlich, der Aufstiegscoach von 2019, kehrt als „Sportleiter“ zum FC Maroc zurück. Mit sofortiger Wirkung ist Houlich in seiner neuen Funktion nah dran an der Mannschaft. Im zweiten Abschnitt war dann jedenfalls die stärkere Kondition der Hausherren ein wichtiger Pluspunkt für Kalbach. Felipe Quintino erhöhte auf 2:0, Torjäger Achraf Gara Ali trat mit den Saisontreffern Nummer 20 und 21 wieder erfolgreich in Erscheinung. Der einzige Treffer Marocs kam durch ein Eigentor der Gastgeber zustande: Ein Rückpass von Frederik Deters zu Torhüter Fabian Lanthaler konnte vom Keeper nicht aufgenommen werden und trudelte langsam ins Tornetz. Gästeakteur Aziz Derrou sah Mitte der zweiten Hälfte wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte (61.).

Schiedsrichter: Jannis Jahnel (Neu-Anspach). Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Moritz Uppenkamp (19.), 2:0 Felipe Noguarolli Quintino (53.), 3:0 Achraf Gara Ali (63.), 3:1 Frederik Deters (79./Eigentor), 4:1 Achraf Gara Ali (86.).

TuS Makkabi – FC Posavina 2:0 (1:0)

Vier Siege in Folge haben Makkabi schon auf Rang sieben katapultiert. Da die Partie zunächst an der Betramswiese angesetzt war, setzten die Gastgeber alle Hebel in Bewegung, um doch noch im Sportpark Preungesheim auf Kunstrasen spielen zu können. „Der Aufwand hat sich gelohnt“, konstatierte Trainer Hakan Tekin. Durch das schnelle Tor von Robel Seiverth-Tsegai erwischte Makkabi einen Auftakt nach Maß und blieb danach gegen die Kroaten vom Riederwald am Drücker. Tsegai traf noch einmal per Kopfball die Latte. Für den Gegner hatte Tekin lobende Worte parat: „Posavina war bisher der beste Gegner, den ich gesehen habe. Sie haben wirklich ordentlichen Fußball gespielt und den Ball gut laufen lassen. Zum Torabschluss hat es aber meist nicht gereicht.“ Kurz vor der Halbzeit hatten die Gäste ihre beste Torchance durch Anto Petrasevic, dieser zielte aber über das Tor. In der zweiten Hälfte war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Posavina. Zwei gute Weitschüsse wusste TuS-Torhüter Patrick Bötsch mit Bravour zu parieren. Im weiteren Spielverlauf ergaben sich für Makkabi immer mehr Räume zum Kontern. Mit dem 2:0 von Aleksej Raduloski und der Roten Karte gegen Mateo Beslic (83./Tätlichkeit) war das Spiel entschieden. Das hin und wieder hektische Spiel wurde laut Tekin vom Schiedsrichter sehr gut geleitet. „Aktuell haben wir einen Lauf und das Glück des Tüchtigen. Wir entwickeln uns ständig weiter. Sicherlich werden auch Rückschläge kommen, aber die fußballerische und persönliche Qualität dieser Truppe wird das auffangen“, ist Tekin mit der Entwicklung hochzufrieden. Auf Seiten von Posavina fehlt ergebnistechnisch einfach die Konstanz. Einem Sieg folgt meist eine Niederlage und so kommen die Kroaten nicht aus dem Mittelmaß heraus. FCP-Pressesprecher Danijel Pavic sprach sogar von „einer unterirdischen Vorstellung unserer Mannschaft. Das war heute nichts, der einzige Lichtblick war Torhüter Matej Markovic. Ohne ihn hätten wir 4:0 oder 5:0 verloren. Die Rote Karte gegen unseren Spieler war mehr als gerecht. So kannst Du nicht reagieren nach einem Foul! Wir müssen wirklich einiges ändern, sonst wird es eine Saison zum vergessen.“

Schiedsrichter: Marcel Hinkel (Langenselbold). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Robel Seiverth-Tsegai (2.), 2:0 Aleksej Raduloski (79.).


TSG Nieder-Erlenbach – Spvgg. 02 Griesheim 0:4 (0:0)

Im ersten Abschnitt ging der Matchplan des Tabellenletzten ganz gut auf. Die Hausherren hatten sogar einige gefährliche Möglichkeiten und wirkten zielstrebiger als der Favorit. Nach dem Seitenwechsel wurde der Griesheimer Benjamin Zeisel sechs Minuten nach seiner Einwechslung zur Pause mit der Zeitstrafe wieder vom Feld geschickt (51.). Da waren die Griesheimer aber gerade durch Denis Memedi in Führung gegangen, der in Unterzahl noch das 2:0 nachlegte. Noch bevor Zeisel wieder auf das Feld durfte, hatten die „Schleifer“ mit dem dritten Tor schon alles klar gemacht. „In Überzahl bekommen wir zwei Gegentore. Die kamen immer über außen und haben geflankt. Wir haben es nicht verstanden das zu verteidigen“, bemängelte TSG-Trainer Andreas Ludwig. „Das Ergebnis von 0:4 geht dann auch in Ordnung. Wir waren nicht wachsam genug, da sind auch A-Jugendliche dabei, wo wir hoffen müssen, dass sie dran bleiben“, so Ludwig weiter. Der Griesheimer Trainer Marco Santonastaso musste vier Stammspieler ersetzen, unter anderen den Außenbahnspieler Fiorenzo Santoro. „Das war ein Arbeitssieg. Ich war gezwungen zu rotieren und die Spieler haben das ordentlich erledigt“, sagte Santonastaso.

Schiedsrichter: Eike Keller (Harbach). Zuschauer: 110.
Tore: 0:1, 0:2 Denis Memedi (48./55.), 0:3 Rafed Matmati (60.), 0:4 Clinton Adjei Asante (82.).

FC Kosova – TSKV Türkgücü 7:2 (2:1)

Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci zeigte sich über den dritten Sieg in Folge und den Sprung auf Rang fünf begeistert: „Der Sieg geht voll in Ordnung. Wir waren in jeder Beziehung überragend. Da hat alles geklappt.“ Vor allem die schnellen Spitzen konnten von den Gästen kaum aufgehalten werden. Das sah auch Türkgücüs Fußball-Abteilungsleiter Adnan Erden so: „Raisi Zalla hat unsere Abwehr das eine ums andere Mal durcheinander gewirbelt. Ihn haben wir dann ziehen lassen. Da mussten unsere jungen Spieler Lehrgeld bezahlen.“ Das Debüt des neuen Trainers Giuseppe Forciniti ging somit daneben. „Die Niederlage tut aber nicht weh, es sieht schlimmer aus, als es wirklich war. Für die Zuschauer war es auf jeden Fall ein schönes Spiel.“

Schiedsrichter: Michele Abbondanza (Wiesbaden). Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Haithem Sassi (11.), 1:1 Serkan Yoldas (15.), 2:1 Flakron Thaci (19.), 3:1 Andi Bitiqi (52.), 4:1, 5:1 Raisi Zalla (62./65.), 6:1 Alvaro Zalla (74./Foulelfmeter), 7:1 Leon Dashi (77.), 7:2 Ilir Chounta Or Huda (84.).


SV 07 Heddernheim – SC Weiss-Blau 5:0 (3:0)

Große Freude herrschte im Heddernheimer Lager nach dem höchsten Saisonsieg. Nicht nur, weil die Negativserie von nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen gestoppt wurde, sondern weil die Grün-Weißen erstmals in dieser Runde ohne Gegentreffer blieben. „Es war wichtig gegen einen Gegner zu gewinnen, der in der Tabelle unten drin steht. Endlich haben wir auch mal zu Null gespielt und die Stürmer haben vorne ihre Chancen genutzt“, meinte SVH-Trainer Andreas Berggold. Von Beginn an agierten die Gastgeber gegen den Tabellen-17. voller Elan nach vorne und belohnten sich mit einem Blitztor. Der Stadionsprecher hatte die Aufstellungen noch nicht zu Ende verlesen, da klingelte es schon im Kasten der Gäste von den Sandhöfer Wiesen. Der griechische Stürmer Christos Papadopoulos war zur Stelle und traf noch in der ersten Minute zum 1:0 und legte dann nach einem Eckball schnell das 2:0 nach (7.). Die Gäste wirkten durchaus gefällig und agierten mit einem geordneten Spielaufbau. Dabei setzten sie ihre schnellen Außenbahnspieler ein. Ilias Lemghili hatte eine gute Möglichkeit, zielte aber über den Kasten von SVH-Keeper Marcin Czukiewicz. Auf der Gegenseite fasste sich der rechte Verteidiger Deon Heck endlich mal ein Herz und zog aus der zweiten Reihe ab. Der Ball klatschte mit voller Geschwindigkeit erst gegen den einen und dann gegen den anderen Pfosten. Ünal Özdemir besorgte dann den Pausenstand (27.) und erhöhte nach der Pause noch auf 4:0 und 5:0 (51./63.). „Das hat mich sehr gefreut für Ünal, der sehr viele Torchancen in den Spielen davor liegen gelassen hat. Da hing er etwas in der Luft, aber heute hat er gezeigt, dass er weiß wo das Tor steht.“ In der Schlussphase hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können, doch zahlreiche Konter wurden nicht optimal ausgespielt und Tino Matijevic knallte den Ball bei einem Freistoß gegen die Querlatte. „Wir hatten auch das nötige Glück, dass wir hinten das nötige Glück hatten, um keinen rein zu bekommen. Aber über 90 Minuten gesehen war der Sieg hochverdient“, meinte Berggold. Der gleichen Meinung war auch Gästecoach Jamal Er-Rjah, der nach dem Schlusspfiff gratulierte: „Der Sieg der Gastgeber ist verdient. Heddernheim war besser.“

Schiedsrichter: Luca Mellin (Dreieich). Zuschauer: 110.
Tore: 1:0, 2:0 Christos Papadopoulos (1./7.), 3:0, 4:0, 5:0 Ünal Özdemir (27./51./63.).


FV Hausen – SV Griesheim Tarik 3:1 (2:1)

Hausens Trainer Federico da Costa Coutinho hatte einst an der Mühlwiese noch mit Tarik-Coach Mourad El Hirache zusammen gespielt, der dann danach für drei Jahre sein Trainer in der Reserve der Lila-Weißen war. Als dann „Fede“ die Mannschaft übernahm, war El Hirache oft als Zuschauer auf Hausener Seite. „Es war jetzt das erste Mal in den vielen Jahren, dass wir uns als Gegner gegenüber standen. Das war schon ein komisches Gefühl, da wir auch gut befreundet sind“, schilderte Costa Coutinho. Er verdeutlichte aber: „Wir haben die drei Punkte gebraucht und hatten nichts zu verschenken.“ In der hektischen Begegnung markierte Spas Pisov auf Zuspiel von Routinier Mohamed El Baouti die Führung der Lila-Weißen. Nach Flanke von Georgi Tushev köpfte dann Hamza Gulzar zum 2:0 ein. Kurz vor der Halbzeit verkürzte der bullige Mittelstürmer Ismail El Yacoubi auf 2:1. Dabei verletzte sich der Torschütze schwer und musste mit dem Krankenwagen mitgenommen werden. Nach dem Seitenwechsel erzielte Gulzar schnell das 3:1. Der Rest der Spielzeit war dann von vielen Unterbrechungen geprägt. In der Schlussphase erhielt Tariks Abwehrspieler Renaldo Trauner wegen groben Foulspiels die Rote Karte (81.). Trotzdem ließen sich die Gastgeber in den letzten Minuten hinten rein drücken. „Das 3:9 bei Tempo hat die Jungs nicht los gelassen. Im Abschlusstraining habe ich sehr motivierte Jungs gesehen. Das haben sie sehr gut umgesetzt. Sie wollten zeigen, dass die Niederlage bei Tempo ein einmaliger Ausrutscher war.“ El Hirache war sowohl mit der Leistung des Schiedsrichters, als auch mit jener der eigenen Elf unzufrieden: „Das Spiel hat für überwiegende Teile der Mannschaft nicht stattgefunden. Die Abseitsentscheidungen des Unparteiischen waren sehr fragwürdig. Das 3:1 der Hausener wurde beispielsweise aus klarer Abseitsposition erzielt.“

Schiedsrichter: Holger Lenz (Bad Camberg). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Spas Pisov (19.), 2:0 Hamza Gulzar (36.), 2:1 Ismail El Yacoubi (41.), 3:1 Hamza Gulzar (48.).

FC Union Niederrad – FC Gudesding 1:2 (1:1)

In einem tempogeladenen Kampf entführten die Gäste die drei Punkte von der Heinrich-Seliger-Straße. Die Hausherren mussten ohne drei Stammspieler auskommen, darunter der ehemalige Bundesligaspieler Nando Rafael, dessen Engagement bei Union Niederrad unter der Woche auch bundesweite Schlagzeilen in Sportportalen lieferte. Dazu gab es diverse angeschlagene Akteure. „Bis zum 1:1 waren wir klar feldüberlegen“, sagte Unions Vorsitzender Khalid Lamjahed. Das 1:0 des Niederräders Alexander Felten konterte der „Gude“ Alexander Root drei Minuten später mit einem sehenswerten Freistoß. Nach dem Seitenwechsel war es ein ausgeglichenes Spiel, das durch einen Treffer aus 22 Metern in den Winkel von Root zugunsten der Gäste vom Ostpark entschieden wurde. „Eine unglückliche Niederlage. Wir bleiben geduldig, aber wir wir wissen, dass wir noch genug Spiele haben und wenn wir so weiter spielen, kommen wir problemlos unten raus“, so Lamjahed weiter, der von einem fairen Spiel berichtete. FCG-Trainer Luca Spessot sah im ersten Abschnitt ein ausgeglichenes Spiel „mit minimalen Vorteilen durch Kontersituationen bei Union. In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich überlegen. Union hat relativ ausgepowert gewirkt. Das Ergebnis geht so in Ordnung.“

Schiedsrichter: Cevat Kalyoncu (Hattersheim). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Alexander Felten (35.), 1:1, 1:2 Alexander Root (38./56.).

Concordia Eschersheim – FV Saz-Rock 1:1 (0:1)

Saz-Rock errang sich am Rosegger einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf, es hätten aber auch gut und gerne drei Zähler sein können. Denn bis in die Nachspielzeit hinein führten die Gäste durch den Treffer von Dominik Tomic mit 1:0 und waren zudem in Überzahl, weil der Concorde Averil Ringheim die Rote Karte gesehen hatte (83.). In der Nachspielzeit zeigte der Unparteiische nach einem Foulspiel im Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Matthias Müller sorgte für den Eschersheimer Ausgleich. „Wir hatten das Spiel im Griff und waren besser. Nach dem Rückstand haben wir komplett den Faden verloren. Das ist mir völlig unverständlich, warum wir nicht normal weiter spielen. Wir können über den einen Punkt glücklich sein, denn mehr haben wir nicht verdient“, sagte Concordia-Trainer Andre Winter nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg. „Eigentlich war das Spiel relativ fair, die Spieler waren beidseitig nur häufiger über Entscheidungen des Schiedsrichters überrascht, dem das Spiel komplett entglitt. Winter übte scharfe Kritik am unsportlichen Benehmen der Gästeänhänger: „Von außen wurden von Saz-Rock-Zuschauern ständig Beleidigungen rein gerufen. Außerdem standen dauerhaft mindestens zehn Leute im Innenraum, obwohl der Schiedsrichter diese aufgefordert hatte, hinter die Bande zu gehen.“ Der Concordia-Coach weiter: „Es wundert mich jede Woche, was für Leute teilweise auf die Sportplätze kommen. Wie man dauerhaft Schiedsrichter, Gegenspieler, Trainer beleidigen und beschimpfen kann, ist mir ein Rätsel. Die Leute und Vereine sollen sich mal hinterfragen. Da freue ich mich echt auf das Duell mit Gudesding nächste Woche, da geht es wenigstens um Fußball.“ Gästecoach Ersin Kizarmis hatte das nicht so wahrgenommen: „Für mich war da nichts aufregendes dabei. Ich wurde als Aktiver in der Oberliga Hessen in Fulda oder Kassel auch mal beleidigt. Dass es nach einem Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit lauter zugeht ist doch normal. Der Trainerkollege stand während des Spiels ja auch teilweise im Feld, verließ immer wieder seine Coaching-Zone. Der späte Ausgleich ist ärgerlich und der Schiedsrichter hat einige fragwürdige Entscheidungen gegen uns getroffen.“

Schiedsrichter: Hanif Schönburg (Darmstadt). Zuschauer: 85.
Tore: 0:1 Dominik Tomic (37.), 1:1 Matthias Müller (90./+2, Foulelfmeter).

Kreisoberliga Frankfurt – FC Kalbach verdrängt spielfreie Griesheimer von der Spitze

Frankfurt – Am 12. Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt verdrängte der FC Kalbach die spielfreie Spvgg. 02 Griesheim von der Tabellenspitze. Am Tabellenende würde es nach derzeitigem Stand in den übergeordneten Ligen vier Absteiger geben. Saz-Rock, Weiss-Blau, Maroc und Nieder-Erlenbach haben noch keine zweistellige Punktzahl erreicht und schweben jetzt schon am meisten in Abstiegsgefahr.

Der FC Kalbach hat die Tabellenführung übernommen.

FC Maroc – FC Posavina 1:2 (1:2)

Die Zuschauer sahen an der Wilhelm-Epstein-Straße eine bis zum Schluss offene Partie mit zahlreichen Torraumszenen, allerdings auch mit einigen spielerischen Mängeln. Die Gastgeber mussten nach dem 1:0 von Hamza Chouiba mehr Kapital aus ihren Chancen schlagen. Stattdessen kassierten sie den Ausgleich duch Kristijan Pejic und elf Minuten später gerieten die Marokkaner durch Duro Arlovic in Rückstand. Im zweiten Abschnitt brachten beide Teams nur noch wenig zustande. Während den Gastgebern die Ideen fehlten, schlossen die Kroaten ihre Konter unkonzentriert ab. „Unser Torhüter Hazem Tit hat uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten. Wir haben nach vorne ordentlich und diszipliniert gespielt, aber es fehlte auch etwas Glück“, meinte Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi. Kurioses hatte derweil Posavinas Pressesprecher Danijel Pavic vom Fernsehturm zu berichten. Zeitgleich mit dem Kreisoberligaspiel fand nämlich parallel auf dem anderen Rasenplatz das Gastspiel von Posavina II in der B-Liga bei der Griechischen Sport-Union statt. „So etwas hat es noch nie gegeben. Viele unserer Zuschauer wanderten hin und her und schauten sich beide Spiele an “, versicherte Pavic. Zum Sieg meinte der Pressewart: „Das war heute definitiv ein anderer Gegner. Das einzige, was man der Mannschaft vorwerfen kann ist die Chancenverwertung. Es hätte locker 5:1 oder 6:1 ausgehen können. Wir nehmen diese drei wichtigen Punkte aber gerne mit und können jetzt ein wenig durchatmen.“

Schiedsrichter: Sascha Sven Hofmann (Nidda). Zuschauer: 90.
Tore: 1:0 Hamza Chouiba (7.), 1:1 Kristijan Pejic (32.), 1:2 Duro Arlovic (43.).

FC Croatia – Concordia Eschersheim 3:2 (0:1)

Eine unterhaltsamen Partie mit zwei unterschiedlichen Hälften fand mit dem Siegtreffer von Ante Strljic in der zweiten Minute der Nachspielzeit ihren Höhepunkt. Eschersheim spielte ansehnlich und war ebenbürtig, ging aber nach fünf erfolgreichen Spielen wieder als Verlierer vom Platz. „Das Spiel war von Beginn an spannend und auf einem guten Niveau. Wir haben durch individuelle Fehler zu Beginn der jeweiligen Halbzeit die Gegentore kassiert“, monierte Croatias Trainer Daniel Konta. Louis Haarhaus und Thorben Wissel nutzten diese Fehler zu Toren aus. „Wie die Wochen zuvor haben wir Moral bewiesen und sind sehr gut zurückgekommen“, lobte Konta. Dazu kam bei Croatia eine spielerische Steigerung dazu. Nach dem Ausgleich der Gastgeber spielten beide Mannschaften bis zum Ende auf Sieg, doch Croatia hatte das glücklichere Ende für sich. Unglücklich für die Gäste war, dass sich der so formstarke Yeyan Akalay kurz nach dem 2:2 verletzte und ausgewechselt werden musste. Concordia-Trainer Andre Winter resümierte: „Das Spiel war ausgeglichen und hätte nach dem 2:2 auch noch in beide Richtungen kippen können. Jeder wird mal knapp gewinnen oder enge Spiele verlieren. Heute waren wir dran. Wir müssen daraus lernen, auch ekliger und aggressiver zu werden.“

Schiedsrichter: Gerold Presl (Kloppenheim). Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Louis Haarhaus (8.), 0:2 Thorben Wissel (53.), 1:2 Petar Beslic (56.), 2:2, 3:2 Ante Strljic (60./90.+2).


FV Saz-Rock – FC Union Niederrad 1:2 (0:2)

In einer chancenarmen Partie setzten sich die Niederräder aufgrund der besseren Chancenverwertung durch. „Wir haben eine gute Einstellung an den Tag gelegt, aber unglücklich verloren. Wir haben aber noch einen langen Weg vor uns und ich sehe keine Veranlassung, hier jetzt alles negativ zu sehen“, meinte FV-Trainer Ersin Kizarmis. Jeweils auf Zuspiel von Antonio Anic trafen Sascha Held und der ehemalige Bundesligaspieler Nando Rafael zur 2:0-Pausenführung. Es war das erste Tor des Ex-Profis in der Kreisoberliga. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Fabio Bittl für die Gastgeber und Denzel Jampe hatte kurz vor Schluss noch die Möglichkeit zum Ausgleich, zielte aber über das Tor. „Das war ein umkämpfter, aber verdienter Sieg. Saz-Rock war erwartet stark und hat bis zur letzten Minute gekämpft. Letztendlich haben wir den Sieg über die Zeit geschaukelt. Das war aber nicht unsere beste Leistung. Wir hoffen, dass Saz-Rock mit uns gemeinsam den Weg unten raus findet, denn uns verbindet der gemeinsame Aufstieg 2018″, sagte Unions Vorsitzender Khalid Lamjahed.

Schiedsrichter: Younes Moullig (Dietzenbach). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Sascha Held (24.), 0:2 Nando Rafael (32.), 1:2 Fabio Bittl (51.).


FC Gudesding – TuS Makkabi 2:3 (1:1)

Im Duell der beiden befreundeten Vereine entwickelte sich ein munteres und attraktives Spiel, in dem die Makkabäer zielstrebiger waren. Die Gäste starteten im Ostpark konzentriert und gingen nach einer Viertelstunde mit Aleksej Radulaski in Führung, die Lorenzo Dolce nach einer Ecke mit dem Kopf egalisierte. Dann beleidigte Makkabis Benedict Rose einen Gegenspieler und bekam die Rote Karte. In Überzahl kamen die „Guden“ durch Lukas Berens per Kopfball zur erneuten Führung und die Partie schien klar für die Hausherren zu laufen. Doch nun schlichen sich grobe Nachlässigkeiten bei Gudesding ein. Die Gäste wurden mit einem Mann weniger stärker, fighteten und agierten konzentrierter als der FCG. Gudesding machte dann noch zwei Fehler , verlor entscheidende Zweikämpfe und letztlich auch das Spiel. Der Vorsitzende Rainer Weiss war enttäuscht: „Makkabi war am Ende entschlossener als wir. Ich fürchte, eine latente Überheblichkeit hat uns wieder mal eingeholt. Gegen zehn Mann so ungenau und sträflich zu spielen, wird eben bestraft.“ Makkabis Trainer Hakan Tekin zeigte sich dagegen hochzufrieden: „Unfassbar welche Entwicklung die Mannschaft gerade macht. Ich bin unheimlich stolz auf dieses junge Team und bin mir sicher, dass wir erst am Anfang unserer Reise sind.“ Im zweiten Durchang ließ Makkabi den Gastgebern kaum Möglichkeiten zum Abschluss zu kommen und kämpfte sich mit jeder Minute ins Spiel. „Wir hatten mit einem Mann weniger mehr vom Spiel und mehr Torraumszenen. Über Standards haben wir die Partie dann gedreht und absolut verdient gewonnen.“ Darboe glich aus, für den Siegtreffer sorgte Seiverth-Tsegai vier Minuten vor dem Abpfiff.

Schiedsrichter: Cihat Ötnü (Dieburg). Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Aleksej Radulaski (15.), 1:1 Lorenzo Dolce (26.), 2:1 Lukas Berens (59.), 2:2 Shiekhibra Mbackeh Darboe (65.), 2:3 Robel Seiverth-Tsegai (86.).

FC Kalbach – SV Viktoria Preußen 5:0 (3:0)

Die Gastgeber landeten den höchsten Saisonsieg, bleiben ungeschlagen und übernahmen die Tabellenspitze. Gegen stark ersatzgeschwächte Preußen dauerte es aber eine halbe Stunde, bis Kapitän Alexander Azimpour die Kalbacher in Führung brachte. Dann schlug FCK-Torjäger Achraf Gara Ali bis zum Pausenpfiff zweimal zu und markierte seine Saisontreffer Nummer 18 und 19. Kurz nach dem Seitenwechsel unterlief dem Preußen Mohamed Mamay ein Eigentor, ehe David Bafuka in der Schlussphase den Endstand sicher stellte. Ein spielerisch überzeugender FCK gewann souverän gegen eine Gastmannschaft, die sogar im Vorfeld überlegt hatte, die Begegnung aus Personalmangel abzusagen. In der Schlussphase wechselte Preußen-Trainer Artur Rissling sich selbst und seinen Co-Trainer, den ehemaligen Gehörlosen-Nationalspieler Sven Friedrich ein. „Respekt vor den Preußen, die trotzdem angetreten sind. Wir haben auch aus Respekt vor ihnen keinen Jubelkreis gebildet. Der Verband sollte sich hinterfragen, warum es im September sieben Spieltage gegeben hat“, kritisierte Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Meyer. „Unter dem Strich haben wir uns noch gut verkauft“, meinte Rissling angesichts von zehn Ausfällen. „Kalbach war komplett besser, obwohl wir auch zwei oder drei Tore hätten machen können“, so Rissling weiter. Letztlich spielten dann beim Auftritt bei seinem Heimatverein sechs angeschlagene Preußen von Beginn an. „Da war nur Schadensbegrenzung angesagt. Manche sagen solche Spiele ab, wir haben es nicht gemacht. Respekt an meine Mannschaft, dass sie das durchgezogen hat“, betonte Rissling.

Schiedsrichter: Davut Yigit (Bad Orb). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Alexander Azimpour (30.), 2:0, 3:0 Achraf Gara Ali (42./44.), 4:0 Mohamed Mamay (47./Eigentor), 5:0 David Bafuka (86.).


FC Tempo – FV Hausen 9:3 (6:2)

Die Gastgeber feierten gegen ersatzgeschwächte Hausener ein Torfestival, kassierten aber auch drei Gegentreffer. „Wir müssen von Woche zu Woche schauen, wo wir stehen. Die englischen Wochen haben viel Kraft gekostet“, meinte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic. Nikola Dokovic bekam kurz vor Schluss noch die Zeitstrafe aufgebrummt (87.). Bei den Hausenern hatte man angesichts großer Personalprobleme eine hohe Niederlage einkalkuliert. „Wir hatten am Anfang der Saison darum gebeten, dass dieses Spiel verschoben wird, weil wir eine Hochzeit hatten, wo einige waren. Zusätzlich hatten wir noch andere Ausfälle. Am Ende standen mir elf Leute nicht zur Verfügung. Ich habe eine Mannschaft ins Rennen geschickt mit mir als zweitem Ersatzspieler. Zum Glück habe ich nicht gespielt, weil nichts passiert ist. Das zeigt, dass wir nicht die Mannschaft hatten, die wir sonst zur Verfügung haben. Das wird sich zum Glück wieder ändern, aber dementsprechend haben wir auch desolat gespielt. Das war teilweise kein Kreisoberliga-Niveau, auch wenn wir drei Tore geschossen haben und trotz der vielen Ausfälle zu wenig. Da müssen wir uns bei unseren mitgereisten Fans entschuldigen, dass sie sich das ansehen mussten und trotzdem bis zum Ende geblieben sind“, resümierte FVH-Trainer Federico da Costa Coutinho.

Schiedsrichter: Alexander Dehne (Eltville). Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Kenzo Peter (8./Eigentor), 2:0 Boban Dokic (12.), 3:0 Milos Mihajlovic (15.), 3:1 Georgi Tushev (22.), 3:2 Sasha Sabic (24.), 4:2, 5:2 Milos Mihajlovic (32../41.), 6:2, 7:2 Boban Dokic (42./50.), 7:3 Spas Pisov (60.), 8:3 Borislav Pilipovic (68./Foulelfmeter), 9:3 Milos Mihajlovic (75.).


SV Griesheim Tarik – SV 07 Heddernheim 5:2 (2:1)

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben uns gewisse taktische Themen vorgenommen und nicht hundertprozentig ausfüllen können. Dafür hat es die Mannschaft in der zweiten Halbzeit 20 Minuten top gemacht“, resümierte Tarik-Trainer Mourad El Hirache. Heddernheim spielte in der Anfangsphase schön gefällig, machte bis zum gegnerischen Strafraum das Tempo, versagte aber dann vor Tarik-Torhüter Abdelaziz Bouyiri. Mit dem ersten vernünftigen Angriff war Tarik-Torjäger Ahmet Keser zur Stelle, köpfte erst gegen den Pfosten und schob den Abpraller ein (13.). Auf der Gegenseite knallte dann Tino Matijevic einen Freistoß gegen die Latte. Danach lieferte Bsrat Tesfay die Vorlage für Matijevic, der sehenswert in den Winkel traf (17.). Zehn Minuten danach war wieder Keser zur Stelle und köpfte eine Flanke zum 2:1 ein (27.). SVH-Kapitän Philipp Siegel wurde dann für den jungen Rojhat Ügüt eingewechselt, der über Unwohlsein klagte. Direkt nach Wiederbeginn dauerte es 25 Sekunden, bis der bullige Stürmer Ismail El Yacoubi im Nachschuss den Ball an die Unterkante der Latte knallte, von wo er ins Netz trudelte (46.). Jetzt zeigten auch die Gastgeber ein schnelles Spiel über die Flügel und herzhafte Schüsse aus der zweiten Reihe, die zu weiteren Treffern hätten führen können. Durch einen Freistoß von Siegel aus 17 Metern (76.) läuteten die ganz in blau spielenden Heddernheimer die Schlussoffensive ein, wo bis in die Nachspielzeit hinein der Ausgleich möglich war. „Heddernheim hatte eine starke Phase und auf das Unentschieden gedrückt. Da hatten wir das Glück auf unserer Seite und viel Platz zum Kontern“, analysierte El Hirache. Ein Lattenschuss Matijevics plus weitere Möglichkeiten und ein nicht gegebener Elfmeter an Ünal Özdemir sorgten für Verdruss bei den Gästen, die an der Lärchenstraße seit 2009 nicht mehr gewinnen konnten. Dazu kam Hektik, die von innen und außen rein getragen wurde. Letztlich fuhren die Griesheimer dann noch zwei Konter, bei denen Can Keser gegen die entblößte Gästeabwehr das 4:2 (90.+2) und das 5:2 (90.+4) erzielte. „Wir wissen, was wir an den Keser-Brüdern haben. Can muss ich ein Extralob aussprechen, denn er hat davor in der Reserve gespielt, deswegen konnte ich ihn nicht von Anfang an bringen.“ Der gute Start der Heddernheimer ist mittlerweile relativiert, durch nur einen Punkt aus den letzten fünf Spielen sind die Grün-Weißen auf Rang 13 zurückgefallen. Dementsprechend sauer war Trainer Andreas Berggold: „Griesheim Tarik war nicht die bessere Mannschaft, sie haben nur unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt. Wir hätten zur Halbzeit in Führung liegen müssen aufgrund der Torchancen. Statt das Spiel in unsere Richtung zu lenken, passen wir zweimal nicht auf und bekommen diese Flanken nicht verteidigt. Knackpunkt war direkt nach Wiederanpfiff nach 25 Sekunden das 3:1, weil wir einfach schlafen.“ Berggold weiter: „In der zweiten Halbzeit haben wir schlechter gespielt, aber trotzdem Torchancen bekommen, die wir nicht rein machen. Dann machen auch erfahrene Leute individuelle Fehler. Vielleicht sollten wir uns nur noch auf das Verteidigen konzentrieren.“ Mit dem Schiedsrichter war der SVH-Trainer nicht einverstanden: „Er hat viel Unruhe gebracht, komische Entscheidungen getroffen und den Elfer muss er geben.“

Schiedsrichter: Julian Korte (Hanau). Zuschauer: 156.
Tore: 1:0 Ahmet Keser (13.), 1:1 Tino Matijevic (17.), 2:1 Ahmet Keser (27.), 3:1 Ismail El Yacoubi (46.), 3:2 Philipp Siegel (76.), 4:2, 5:2 Can Keser (90.+2/90.+4).

SC Weiss-Blau – FC Kosova 2:5 (1:1)

„Wir waren nah dran an der Überraschung, aber uns fehlt die Cleverness. Die Kosovaren waren robuster und schneller“, meinte Weiss-Blau-Trainer Jamal Er-Rjah. Der Tabellen-17. konnte eine Stunde lang mit den Kosovaren mithalten, leistete sich dann aber haarsträubende Fehler, die von den konsequenten Gästen gnadenlos ausgenutzt wurden. „Wir kassieren einfach viel zu viele Gegentore. Das müssen wir abstellen, wenn wir Spiele gewinnen wollen“, beklagte Er-Rjah. Bei den Gästen war der Spielausschuss-Vorsitzende Rudi Statovci über den Dreier erfreut: „Spielerisch waren wir besser, nur durch Unachtsamkeiten haben wir die Gegentore bekommen. Unter dem Strich geht der Sieg voll in Ordnung.“

Schiedsrichter: Steffen Ruh (Gelnhausen). Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Haithem Sassi (20.), 1:1 Naser Al Abdullah (21.), 1:2 Visar Gashi (60.), 1:3 Leon Dashi (66.), 2:3 Elias Lemghili (83.), 2:4 Haithem Sassi (85.), 2:5 Leon Dashi (90./+5).

TSKV Türkgücü – TSG Nieder-Erlenbach 4:2 (2:1)

Interimstrainer Ercan Kadimli beendete den Negativlauf Türkgücüs mit einem Pflichtsieg über den Tabellenletzten, der ja am Donnerstag gegen den FC Maroc zu seinen ersten drei Punkten gekommen war. Die Mission Kadimlis, der nach der Absetzung des glücklosen Hakan Akalay schon bei der unglücklichen 1:2-Niederlage in Griesheim das Ruder übernommen hatte, ist nun beendet. Die Vereinsikone macht Platz für den neuen Trainer Giuseppe Forciniti, der ab sofort das Amt übernimmt. Der B-Lizenz-Inhaber war zuletzt bei Rot-Weiß Walldorf als U19-Trainer beschäftigt. Zuvor war der Italiener beim SV Darmstadt 98 im Nachwuchsleistungszentrum für die U15 verantwortlich. Zum Sieg gegen das Schlusslicht meinte TSKV-Pressesprecher Adnan Erden: „Das war ein Pflichtsieg. Kompliment aber an Nieder-Erlenbach. Die waren über 90 Minuten voller Einsatz und hochmotiviert. TSG-Trainer Andreas Ludwig beklagte vier Ausfälle und dass sein Team nach dem Erfolgserlebnis nicht ins Spiel kam. „Wir waren zu lethargisch, haben keine Zweikämpfe gewonnen. Das ist zu billig, wie wir die Tore bekommen. Das letzte Tor war ein halbes Eigentor, so kann man leider nicht bestehen. Das ist einfach zu wenig. Wir müssen aus den Fehlern schneller lernen und das abstellen. Das ist eine echt coole Truppe, die Spaß macht. Siegen macht mehr Spaß als Verlieren, aber dafür muss man auch mehr tun.“

Schiedsrichter: Mike Kantz (Idstein). Zuschauer: 95.
Tore: 1:0 Eren Kadimli (20./Foulelfmeter), 2:0 Eray Erol Hodzha (28.), 2:1 Kaan Abudak (33.), 3:1 Serhat Özalp (51.), 3:2 Tim Flaig (90.), 4:2 Emre Kadimli (90.+2).

Kreisoberliga Frankfurt – Nieder-Erlenbach bejubelt ersten Sieg

Frankfurt – In der Kreisoberliga Frankfurt wurde am Donnerstagabend der Spieltag unter der Woche mit den letzten drei Partien abgeschlossen. Großen Jubel gab es bei Schlusslicht TSG Nieder-Erlenbach, denn gegen den FC Maroc gelang endlich der langersehnte erste Saisonsieg.

Maximilian Motsch (rechts) gewann mit Makkabi 1:0. Foto: Phather Simon.

TSG Nieder-Erlenbach – FC Maroc 2:1 (1:1)

Nach zehn Niederlagen gelang Nieder-Erlenbach jetzt endlich der erste Sieg und der stets als Optimist auftretende Trainer Andreas Ludwig hatte nach dem Abpfiff kaum noch eine Stimme übrig. Heiser teilte er mit: „Das war mehr als verdient. Das 1:1 zur Halbzeit war schmeichelhaft für Maroc, da hätten wir schon 4:1 oder 5:1 führen müssen.“ Endlich war seine Elf mal in der Lage, nicht nur früh in Führung zu gehen, sondern auch den Ausgleich kurz vor der Pause wegzustecken. Obwohl Ludwigs Mannen nicht so gut aus der Pause kamen und dann nicht mehr so eine klare Linie hatten, erarbeiteten sie sich weiter Chancen und kamen zum Siegtreffer durch Kaan Abudak. „Kompliment an die ganze Mannschaft. Wir haben uns diese tolle Leistung verdient und endlich haben sich die Jungs nach dieser langen Zeit mal belohnt“, freute sich Ludwig über die ersten drei Punkte seit fast 19 Monaten. Beim FC Maroc zeigte sich der Sportliche Leiter Omar El Idrissi geschockt, denn mit nur sechs Zählern und dem vorletzten Platz schwebt man nach dieser Schlappe beim Tabellenletzten jetzt so richtig in Abstiegsgefahr. „Nur klein-klein spielen und dribbeln, das reicht nicht. Ohne Pünktlichkeit, Ordnung und Disziplin geht es in der Kreisoberliga nicht. Einfach nur so rum kicken, das geht vielleicht in der A-Klasse“, haderte der Funktionär und erkannte an: „Nieder-Erlenbach war jung, dynamisch und schnell. Den Sieg haben sie sich verdient.“ Die Zeitstrafe erhielten bei den Gästen Prince Agyei Baffour (67.) und Hamza Chouiba (90.), nachdem sein vermeintliches 2:2 keine Anerkennung fand, weil zuvor ein Freistoß von Aziz Derrou zu schnell ausgeführt wurde.

Schiedsrichter: Niklas Siefert (Kelkheim). Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Julian Kinzelmann (4.), 1:1 Youssef Rouhi Daaif (45./+1), 2:1 Kaan Abudak (68.).


TuS Makkabi – SV Viktoria Preußen 1:0 (1:0)

Den Sieg sah Makkabis Trainer Hakan Tekin als einen erneuten Schritt nach vorne in der Entwicklung der Mannschaft. Seine Feststellung: „Die Preußen waren der erwartet erfahrene Gegner, der uns insbesondere in der ersten Halbzeit beschäftigt hat. Unsere junge Truppe macht einfach Spaß und ich bin sehr stolz über die Entwicklung, denn hier wächst was zusammen.“ Trotz des Ausfalls von vier Innenverteidigern spielte Makkabi erstmals in dieser Saison zu Null. Benedict Rose bescherte den Gastgebern die wichtigen drei Punkte, um sich in den einstelligen Bereich der Tabelle abzusetzen. Im zweiten Abschnitt ließen die Gastgeber noch einige Großchancen liegen. Preußen-Trainer Artur Rissling erkannte an: „Hochverdienter Sieg für Makkabi. Sie hätten auch höher gewinnen können oder müssen. Wir hatten nur eine richtig gute Chance kurz vor Schluss, aber das 1:1 wäre unverdient gewesen. Makkabi war spritziger, ballsicherer und kam mit dem Platz besser zurecht.“

Schiedsrichter: Rolf Seifert (Altenstadt). Zuschauer: 30.
Tor: 1:0 Benedict Rose (22.).


FC Union Niederrad – FV Hausen 1:1 (0:1)

Unions Vorsitzender Khalid Lamjahed lobte den Gegner: „Hausen ist ein total fairer Gegner, gegen den wir immer wieder gerne spielen und weiter spielen würden.“ Die Gäste führten schnell durch einen Volleyschuss von Spielmacher Sina Shakouri, aber die Union legte eine starke kämpferische Leistung an den Tag und verdiente sich am Ende auch das Unentschieden in Unterzahl, weil Victor Ubri Baez in der 75. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass das 1:1 durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit zustande kam, den Paul Gundermann verwandelte. Der Kampfgeist der Gastgeber, die erneut ohne den aus der Bundesliga erfahrenen Nando Rafael auftraten, stellte die heimischen Zuschauer zufrieden. Die Niederräder wurden spielbestimmend, während Hausen durch Konter gefährlich wurde. „Ein gerechtes Unentschieden. Wir haben auch mit einem Mann weniger immer unsere Chance gesucht. Wir haben aber nicht unseren besten Tag erwischt.“ FVH-Trainer Federico da Costa Coutinho meinte: „Wir hatten nach der frühen Führung die Unioner relativ gut im Griff. Das Spiel war kein fußballerischer Leckerbissen.“ Die Gastgeber griffen am Ende mit vier Leuten vorne an, aber der FVH hätte die Begegnung mit Spas Pisovs Pfostenschuss (75.) und einen weiteren Konter (90.) entscheiden können. Kurz vor Schluss dann der Elfmeter, der zum Ausgleich führte. „Niederrad hat alles probiert und wurde am Ende belohnt. Das tut natürlich weh, aber schon am Sonntag geht es gegen Tempo weiter“, fügte der Hausener Coach hinzu.

Schiedsrichter: Rusmir Mujanovic (Offenbach). Zuschauer: 110.
Tore: 0:1 Sina Shakouri (2.), 1:1 Paul Gundermann (90./+4, Foulelfmeter).

Kreisoberliga Frankfurt – Vier Platzverweise bei Griesheim – Türkgücü

Frankfurt – Der nächste Spieltag unter der Woche in der Kreisoberliga Frankfurt wurde am Mittwochabend mit fünf Begegnungen eingeläutet. Die Spitzenteams Spvgg. 02 Griesheim und FC Kalbach gewannen knapp, dagegen musste der FC Tempo die erste Niederlage der Saison hinnehmen. Unterdessen vermeldete der TSKV Türkgücü einen internen Trainerwechsel.

Hektisches Duell zwischen Griesheim 02 und Türkgücü. Foto: Phather Simon.

FV Saz-Rock – SV Griesheim Tarik 3:5 (3:2)

Die Gastgeber spielten in der Anfangsphase wie aus einem Guss, führten nach 22 Minuten mit 3:0 und hatten danach ihr Pulver verschossen. „Wir waren zu euphorisch und haben aufgehört zu spielen. Ich habe das Unheil kommen sehen, denn wir haben zwei Gänge zurückgeschaltet und konnten nicht mehr hoch schalten“, war FV-Trainer Ersin Kizarmis über den ungewöhnlichen Spielverlauf geschockt. Denn statt sicheren drei Punkten entgegen zu steuern, ließ man die Gäste ins Spiel kommen, die vor der Pause mit einem Doppelschlag auf 3:2 heran kamen. In der Halbzeit musste Kizarmis den Neuzugang und Aktivposten Can Güler wegen einer Leistenzerrung auswechseln. Die Gäste glaubten wieder an sich und hatten mit Ahmet Keser einen treffsicheren Außenstürmer in ihren Reihen. Nach dem Ausgleich war dann in beide Richtungen alles möglich, bis zu Beginn der Nachspielzeit FV-Torhüter Ali Dogdu derart ungestüm im Strafraum zu Werke ging, dass daraus ein Elfmeter resultierte, den Keser für Tarik verwandelte. Mit der erstmaligen Führung im Rücken fuhren die Gäste noch einen Konter zum 5:3-Endstand und entfernten sich damit beträchtlich von der Abstiegszone. „Die Mannschaft hat Moral gezeigt. Nach dem Anschlusstreffer spielten nur noch wir. Aber über die ersten 30 Minuten müssen wir uns noch unterhalten“, meinte Tariks Sportdirektor Hamza Azaoum nach dem ungewöhnlichen Spiel.

Schiedsrichter: Tobias Reinhardt (Feldberg). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Can Güler (19.), 2:0 Hasan Demir (21.), 3:0 Altan Sak (22.), 3:1 Ismail El Yacoubi (39.), 3:2 Can Keser (41.), 3:3, 3:4 Ahmet Keser (70./90.+1, Foulelfmeter), 3:5 Saad Zadaki (90./+2).


Spvgg. 02 Griesheim – TSKV Türkgücü 2:1 (1:0)

Nach der jüngsten Negativserie wartete Türkgücü mit einem Trainerwechsel auf. Trainer Hakan Akalay wurde von seinem Amt entbunden und fungiert nur noch als Jugendkoordinator. Bis ein neuer Coach gefunden ist, übernimmt Vereinsikone Ercan Kadimli die Mannschaft als Interimstrainer. Unter seiner Regie trat Türkgücü im Nachbarschaftsduell selbstbewusst und taktisch diszipiliniert auf. Die Griesheimer kamen ganz schwer ins Spiel und die Kreativposten Fiorenzo Santoro und Benjamin Zeisel konnten sich kaum mal in Szene setzen. Bis Santoro mal wieder gegen seinen Ex-Club ein Geniestreich gelang und er den Ball zum 1:0 kurz vor der Pause ins Netz schlenzte. Nach dem Seitenwechsel die beste Phase des Tabellenführers. Erst parierte Türkgücü-Schlussmann Ahmet Utus einen Zeisel-Schuss, dann staubte Daniel Sikorski zum 2:0 ab. In der Folge verpassten es die „Schleifer“ durch Zeisel auf 3:0 zu stellen und mussten den Anschlusstreffer von Serhat Özalp hinnehmen. Danach verlor der Spitzenreiter komplett den Faden und musste bis zur letzten Sekunde um den Dreier bangen. Zudem wurde es gegen Spielende auf und neben dem Spielstand immer hektischer, unablässige Diskussionen und rüde Fouls prägten das Geschehen. Der exzentrische Zeisel, der im ersten Abschnitt mitten im Spielgeschehen mit Ersatzspielern und Funktionären der Gäste diskutierte, bekam in der 86. Minute eine Zeitstrafe aufgebrummt. Kurz darauf musste auch Türkgücüs Eren Kadimli wegen eines Foulspiels runter (90.), wobei die Gäste meinten, er hätte zuvor keine Gelbe Karte gesehen. In der langen Nachspielzeit gerieten noch Santoro und TSKV-Akteur Mazhar Enes Colak aneinander. Beide sahen Rot (90./+5), ehe Özalp zwei dicke Chancen auf das 2:2 versiebte. Im letzten Moment hielt der Griesheimer Torhüter Leon Müller den Sieg fest. Griesheims Trainer Marco Santonastaso war mit der Leistung nicht zufrieden: „Vor allem in der ersten Halbzeit sind wir nicht ins Spiel gekommen. Wir waren bei allem viel zu spät. Glücklich, dass wir das Ding gewonnen haben und Leon Müller das Ding in der letzten Sekunde von der Linie kratzt.“ Türkgücüs Pressesprecher hatte „alles gesehen, was zu einem Derby dazugehört. Die Mannschaft hat die richtige Antwort gegeben und kämpferisch eine gute Leistung gezeigt. Wir hätten mindestens ein Remis verdient gehabt.“

Schiedsrichter: K.A. Zuschauer: 178.
Tore: 1:0 Fiorenzo Santoro (44.), 2:0 Daniel Sikorski (49.), 2:1 Serhat Özalp (63.).

FC Croatia – SC Weiss-Blau 4:2 (1:1)

Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta sah gegenüber den letzten Spielen eine Leistungssteigerung mit einem verdienten Sieg, schränkte aber ein: „Es war ein Spiel auf keinem guten Niveau, sondern beide Mannschaften operierten mit vielen langen Bällen.“ Beim Stande von 2:1 verpassten es die Kroaten, die Partie vorzeitig zu entscheiden und trafen viermal Aluminium. Letztlich wurde es so nach dem Ausgleich der Gäste noch einmal spannend, aber Youngster Ante Strljic hatte mal wieder einen Sahnetag erwischt und markierte drei der vier Croatia-Tore. Beim 1:0 verwandelte er sogar eine Ecke direkt. „Wir haben eine Reaktion gezeigt und das war sehr wichtig“, betonte Konta. Weiss-Blau-Trainer Jamal Er-Rjah sah jedoch nur die Kroaten lang nach vorne spielen: „Wir spielen keine langen Bälle, sondern wir betreiben einen geordneten Spielaufbau.“ Mit dem Spiel war der Coach trotz der Niederlage zufrieden: „Das war keine Schlappe. Wir haben gegen einen robusten Gegner gut gespielt.“

Schiedsrichter: Ioannis Saridis (Rüsselsheim). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Ante Strljic (19.), 1:1 Ruben Benedikt Balhasar (30.), 2:1 Ante Strljic (52.), 2:2 Andreas Kilian (52.), 3:2 Ante Strljic (76.), 4:2 Ivan Propadalo (90.).

FC Gudesding – FC Tempo 2:0 (1:0)

Die Gastgeber zogen durch diesen unerwarteten Sieg mit den jetzt punktgleichen Serben gleich und fügten Tempo die erste Niederlage der Saison bei. Beim FCG fehlten fünf Stammspieler wegen Krankheit und dennoch stand ein Team auf dem Platz. Die Gäste waren 90 Minuten überlegen, belagerten das Tor der „Guden“. Jedoch hielt die Abwehr der Gastgeber dagegen und Torhüter Sven Lissek pflückte jeden Ball herunter. Matchwinner bei Gudesding war Alexander Root, der einen Freistoß verwandelte und kurz vor Schluss einen Foulelfmeter versenkte. „Ich bin echt stolz auf dieses Team, das viele, viele Meter gegangen ist. Wir haben 90 Minuten gekämpft und unsere zwei Chancen genutzt. Tempo hat uns sicher unterschätzt. Besonders schön: Es war ein durch und durch faires Spiel“, sagte Gudesdings Vorsitzender Rainer Weiss.

Schiedsrichter: Björn Benatzky (Gelnhausen). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0, 2:0 Alexander Root (24./90., Foulelfmeter).


FC Posavina – FC Kalbach 1:2 (1:1)

Posavinas Pressesprecher Danijel Pavic hatte „ein wirklich gutes Kreisoberligaspiel“ gesehen. Es war ein Duell auf Augenhöhe, wir hätten den Kalbachern fast einen Punkt weggenommen. So müssen wir uns leider mit der Niederlage begnügen.“ Posavina trat wie schon am Sonntag mit einer veränderten Einstellung auf. „Der Trainerwechsel hat schon Wirkung gezeigt. Natürlich gibt es noch ein paar Baustellen, aber diese Leistung verspricht ein anderes Gesicht, nämlich das Kämpfergesicht des FC Posavina“, beschrieb Pavic. Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Meyer war mit der Darbietung zufrieden: „Wir haben gekämpft, gerackert und mit einer guten mentalen Einstellung nicht unverdient gewonnen.“ Torhüter Fabian Lanthaler und der von den Alten Herren reaktivierte Andreas Eifert verdienten sich ein Sonderlob.

Schiedsrichter: Steffen Maaß (Hanau). Zuschauer: 45.
Tore: 0:1 Felipe Noguarolli Quintino (25.), 1:1 Drazen Vinkovic (42.), 1:2 Ricardo Harrabi (68.).

Kreisoberliga Frankfurt – U19-Keeper Johannes verhindert erste Griesheimer Niederlage

Frankfurt – Der 3. Oktober ist seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 ein Feiertag, doch diesmal war er witzlos, da er auf einen Sonntag fiel. Fußball gespielt wurde dennoch auf allen Plätzen. In der Kreisoberliga Frankfurt zum Beispiel, wo die drei erstplatzierten Teams Spvgg. 02 Griesheim, FC Kalbach und FC Tempo ungeschlagen bleiben. Griesheim und Tempo drohte kurzzeitig im Nieselregen die erste Niederlage, doch sie konnte abgewendet werden. Aber verschnaufen können die meisten Mannschaften in dieser heißen Phase des Herbstes nicht. Mittwoch/Donnerstag geht es schon weiter mit den nächsten Spielen unter der Woche und nächsten Sonntag selbstverständlich auch.

Aus Concordias 1:1 gegen Griesheim am Rosegger. Foto: Simon Phater.

FC Kosova – SV Griesheim Tarik 3:0 (1:0)

„Wir haben überlegen gespielt. Tarik war aber nicht so schlecht, wie es das Ergebnis aussagt“, meinte Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci nach dem Schlusspfiff auf dem rutschigen Rasen an der Wilhelm-Epstein-Straße. Die Gäste hatten durch Stürmer Mustapha Amghar Bouchikh in der Anfangsphase einen Kopfballtreffer erzielt, doch der Schiedsrichter hatte zuvor ein Handspiel gesehen und nahm das Tor zurück. Stattdessen deutete der Unparteiische zur Verwunderung aller auf den Elfmeterpunkt. Bouchikh versuchte sich vom Punkt und scheiterte an Kosova-Torhüter Murati Erjol (5.). „Da muss er den Vorteil erkennen und das Tor geben“, ärgerte sich Tarik-Trainer Mourad El Hirache. Die Gäste, bei denen einige Akteure berufsbedingt fehlten, kamen mit dem Platz und den Witterungsverhältnissen weniger zurecht als die Hausherren, die dann durch Torjäger Flakron Thaci in Führung gingen. Im zweiten Abschnitt war die Partie nach 70 Minuten entschieden, als Haithem Sassi und Raisi Zalla auf 3:0 erhöht hatten. Und in der Schlussphase gab es noch einmal Handelfmeter für Griesheim Tarik. Diesmal trat Zouhir Manssouri an, doch wieder parierte Erjol (80.). Kosovas Enver Kelmendi bekam in der Schlussphase eine Zeitstrafe. El Hirache erkannte die Leistung der Gastgeber an: „Der Sieg von Kosova geht in Ordnung. Die Angriffsreihe ist spielerisch ganz stark.“

Schiedsrichter: Ercan Basaran (Frankfurt). Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Flakron Thaci (22.), 2:0 Haithem Sassi (58.), 3:0 Raisi Zalla (70.).


SV Viktoria Preußen – FC Maroc 6:1 (1:1)

Wer nach dem Kantersieg einen zufriedenen Preußen-Trainer Artur Rissling erwartet hatte, sah sich getäuscht. Der Coach war mit der Darbietung seiner Mannschaft alles andere als einverstanden. Vor allem die ersten 45 Minuten hätten zuweilen unterirdische Züge angenommen. „Die waren schlecht, wir waren noch schlechter“, meinte Rissling sarkastisch. „In der zweiten Hälfte ging es einigermaßen. Aber ohne irgendwie zu übertreiben: Das war unser schwächstes Saisonspiel. Das hört sich jetzt hart an nach einem 6:1 und der Gegner hat uns auch nicht groß herausgefordert. Ich bin komplett unzufrieden, das hört sich doof an, aber das war zu wenig und wenn wir so die nächsten Spiele angehen, dann wird es schwer“, so Rissling. Erst in den letzten Minuten konnten die Gastgeber das Resultat in die Höhe schrauben, nachdem die Gäste komplett abgebaut hatten. „Bei Maroc konnte am Ende kaum noch einer laufen. Insofern ist es keine große Kunst, da noch drei Dinger reinzumachen“, so Risslings ungewöhnliche Analyse.

Schiedsrichter: K.A. Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Oskar Copik (16.), 1:1 Aziz Derrou (30.), 2:1 Daniel Wolf (62.), 3:1 Nathan Tewelde (75.), 4:1 Giuliano Amante (88.), 5:1 Dawit Haile (90./+2, Foulelfmeter), 6:1 Johannes Wiedemann (90./+4).

TuS Makkabi – FV Saz-Rock 6:1 (3:1)

Gleiches Ergebnis im Sportpark Preungesheim, diesmal aber mit einem zufriedenen Heimtrainer Hakan Tekin: „Verdienter Sieg auch in der Höhe. Es war ein ähnliches Spiel wie gegen Croatia letzte Woche, nur mit einer besseren Chancenverwertung und ohne ein dramatisches Ende. Wir hatten eine kurze Phase kurz nach dem Ausgleich und kurz nach der Halbzeit, wo wir gewankt haben. Aber ansonsten waren wir die spielbestimmende Mannschaft. Wir freuen uns sehr endlich drei Punkte geholt zu haben und wollen am Donnerstag gegen Viktoria Preußen nachlegen.“ Die Gäste verloren erstmals unter der Regie des neuen Trainers Ersin Kizarmis. Der Coach war der Meinung, dass das Resultat etwas zu hoch ausgefallen sei, wollte aber über deren Eindeutigkeit nicht diskutieren. Vielmehr stellte er fest: „Eine unfitte Mannschaft kann auf so einem großen Platz schon mal untergehen. Da kann ich der Abwehr noch nicht einmal einen Vorwurf machen, sondern die Rückwärtsbewegung der Vorderleute stimmt nicht. Wir sind aber noch am Anfang unseres Weges, am Ende werden wir auf einem sicheren Platz stehen.“

Schiedsrichter: Safet Kozica (Weißkirchen). Zuschauer: 30.
Tore: 1:0 Maximilian Motsch (2.), 1:1 Altan Sak (4.), 2:1 Benedict Linzenmaier (12.), 3:1 Aleksej Radulaski (15.), 4:1 Robel Gebrehitwet (56.), 5:1, 6:1 Benedict Rose (72.(79.).

TSG Nieder-Erlenbach – SC Weiss-Blau 1:6 (0:1)

Dass Nieder-Erlenbach den Ansprüchen der Kreisoberliga nicht genügt, ist wahrlich keine neue Erkenntnis. Schon in der letzten abgebrochenen Saison holte das Team von Trainer Andreas Ludwig keinen Punkt und auch dieses Jahr macht man es – trotz aller Beteuerungen – nicht wirklich besser. Selbst gegen den SC Weiss-Blau, der auch zum Kreis der Abstiegskandidaten gezählt wird, setzte es ein 1:6-Debakel und somit die zehnte Niederlage im zehnten Spiel. Nach einer durchaus ausgeglichenen ersten Halbzeit überfuhr Weiss-Blau die überforderten Gastgeber nach Belieben. „Das war sehr eindeutig und wir lernen nicht aus den Fehlern. Es wurde angesprochen, dass der Gast viele diagonale Bälle spielt und wir haben es nicht verteidigt. Dementsprechend ist das Ergebnis so wie es ist. Wenn wir nur Begleitschutz geben, dann wird es in jedem Spiel schwer. Da muss man sich leider nicht wundern“, sagte Ludwig resignierend. Die Gäste von den Sandhöfer Wiesen verbesserten sich durch den zweiten Saisonsieg auf Rang 17, stehen aber weiter tief in der Abstiegszone.

Schiedsrichter: Jeremias Eckmann (Hanau). Zuschauer: 45.
Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Tilman Garthe (33., Foulelfmeter/54./62.), 1:3 Henry Naftaliev (69.), 1:4, 1:5 Ruben Benedikt Balthasar (70./86.), 1:6 Alessandro Carnevale (88.).


SV 07 Heddernheim – FC Tempo 3:5 (1:1)

Torreich wurde es erst in der letzten halben Stunde an der Brühlwiese. Zuvor war es eigentlich ein recht normales Spiel gewesen, in dem die Gäste spielerische Vorteile hatten und durch Vladimir Matic in Führung gegangen waren (31.). Mit dem Halbzeitpfiff konnte Christos Papadopoulos eine Flanke von Deniz Yatci zum Ausgleich vollenden (45./+3). „Es hört sich natürlich nach diesem Ergebnis blöd an, aber hier war mehr drin für uns“, unterstrich SVH-Trainer Andreas Berggold und meinte damit das Führungstor durch Dogan Nazim Erbulan (64.). Doch postwendend glich Borislav Pilipovic mit einem Flachschuss aus (65.). „Das schnelle 2:2 war der Knackpunkt und dann kam das Eigentor zeitnah hintereinander“, bedauerte Berggold. Ausgerechnet der seit dem ersten Saisonspiel wieder von Beginn an aufgestellte SVH-Kapitän Philipp Siegel lenkte eine Flanke von Branislav Glamocanin ins eigene Tor ab (73.). Heddernheim verteidigte wieder zu naiv, machte viele individuelle Fehler. So konnte Boban Dokic ungehindert durch laufen und das 2:4 markieren (82.). Als die lange Nachspielzeit begann, sollte es noch einmal spannend werden. Pilipovic köpfte nach einer Ecke den Ball unbedrängt ins eigene Tor (90./+2). Statt nun die sieben Minuten Extra-Zeit zu nutzen drosch der eingewechselte Tino Matijevic den Ball bei einer weiteren Ecke, die hätte gefährlich werden können, fast in den Flusslauf der Nidda. Im Gegenzug war Nemanja Petos auf und davon und besorgte den Schlusspunkt für die weiter unbesiegten Serben (90./+5). „Die Jungs haben stellenweise guten Fußball gespielt, auch wenn es sich im Ergebnis nicht widerspiegelt. Tempo hatte keinen Sahne-Tag, wir aber auch nicht das nötige Glück auf unserer Seite“, erklärte Berggold. Nur einen Zähler haben die Grün-Weißen aus den letzten vier Spielen gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel geholt. In den kommenden Wochen geht es dann ausschließlich gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic befand: „Wir haben gute erste 30 Minuten gespielt, dann kam Heddernheim ins Spiel und verdient zum Ausgleich. Nach dem Rückstand haben wir die Ruhe bewahrt und sauberen Kurzpass-Fußball gespielt. Es war ein schweres Spiel, denn Heddernheim hat alles gefordert. Am Ende hat es gelangt und wir sind ein verdienter Sieger in Klaa-Paris.“

Schiedsrichter: Andreas Schreiber (Darmstadt). Zuschauer: 117.
Tore: 0:1 Vladimir Matic (31.), 1:1 Christos Papadopoulos (45./+3), 2:1 Dogan Nazim Erbulan (64.), 2:2 Borislav Pilipovic (65.), 2:3 Philipp Siegel (73./Eigentor), 2:4 Boban Dokic (82.), 3:4 Borislav Pilipovic (90./+2, Eigentor), 3:5 Nemanja Petos (90./+5).

FV Hausen – FC Kalbach 2:3 (0:2)

Bei der Neuauflage des Kreispokal-Finales Ende Juli gelang den Hausenern auf eigenem Gelände keine Revanche für die 3:4-Niederlage im Endspiel. Die Lila-Weißen standen kompakt und fingen die diagonalen Bälle der Kalbacher immer wieder ab. Die waren auf dem nassen Kunstrasen schwer zu verarbeiten und landeten meistens im Seitenaus oder wurden von den Gastgebern gut verteidigt. Die Hausener verschuldeten dann einen unnötigen Foulelfmeter an Kalbachs Torjäger Achraf Gara Ali, den der sichere Elfmeterschütze zu nutzen wusste. Im Anschluss stimmte die Zuordnung bei einem Kalbacher Freistoß nicht und so konnte Frederik Deters einköpfen. Nach einem kapitalen Fehler im Spielaufbau markierte Gara Ali das dritte Kalbacher Tor. Doch postwendend war Hausens Spielmacher Sina Shakouri zur Stelle und verkürzte. Obwohl Mitte der zweiten Hälfte Hamza Gulzar auf 2:3 stellte, versäumten die Gastgeber in der Schlussphase ruhig weiter zu spielen. Stattdessen wurde hoch und weit mit langen Bällen operiert. „Da wäre wesentlich mehr drin gewesen, wenn wir die Kalbacher nicht eingeladen hätten unsere Fehler eiskalt zu bestrafen. Wir können es uns nicht erlauben, unsere Gegner durch individuelle Fehler stark zu machen. Das müssen wir abstellen, genau so wie dass wir in der zweiten Hälfte wesentlich leidenschaftlicher spielen als in der ersten. Das ist schade, dass wir erst aufwachen, wenn die Lage schon aussichtslos ist“, ärgerte sich Hausens Trainer Federico da Costa Coutinho. FVH-Kapitän Tobias Neugebauer musste in der Nachspielzeit wegen taktischen Foulspielen mit der Zeitstrafe vorzeitig vom Feld. Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Meyer lobte die gute Leistung des Teams von Trainer Aaz-Dine Zarioh: „In Hausen ist es immer schwer zu spielen. Das war eine tolle Mannschaftsleistung.“

Schiedsrichter: Christian Rau (Hallgarten). Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Achraf Gara Ali (33./Foulelfmeter), 0:2 Frederik Deters (36.), 0:3 Achraf Gara Ali (47.), 1:3 Sina Shakouri (49.), 2:3 Hamza Gulzar (64.).

FC Posavina – FC Gudesding 4:3 (3:0)

Letzte Woche hatte sich Posavina im beiderseitigem Einvernehmen von seinem langjährigen Trainer Pero Bosnjak getrennt, der dem kroatischen Club aber weiterhin als Vorstandsmitglied erhalten bleibt. Vorübergehend das Ruder übernommen hat Sportdirektor Drago Pavlicic. Unter seiner Regie gelang am Sonntag endlich der langersehnte Sieg nach fünf Spielen ohne dreifachen Punktgewinn. Pressesprecher Danijel Pavic war erleichtert: „Das war ein ganz wichtiger und verdienter Sieg. Unsere Mannschaft hat endlich ein anderes Gesicht gezeigt. Diesen Sieg widmen wir unserem Ex-Trainer Pero Bosnjak.“ Wie aus einem Guss zog Posavina sein kampfbetontes Spiel auf und führte schnell mit 3:0. Mitte der zweiten Hälfte stand es gar 4:0 gegen völlig neben der Spur stehende „Gude“. Die setzten aber noch einmal zu einem Endspurt an und kamen binnen 20 Minuten auf 4:3 heran. „Es war am Ende ein hartes Stück Arbeit den Sieg über die Zeit zu bringen, aber am Ende fragt niemand mehr wie. Wir atmen durch…fürs erste.“ Gudesdings Vorsitzender Rainer Weiss sprach von einem unglücklichen Tag für den FCG, der unaufmerksam und fahrig in die Partie ging. Mit der körperbetonten, robusten und schnellen Spielweise des Nachbarn kommt Gudesding schon immer nicht zurecht. Erst nachdem sich die Mannschaft von Trainer Luca Spessot zusammen riss und drei Tore aufholte, war ein Punktgewinn noch im Bereich des Möglichen. „Posavina rettete sich mühevoll ins Ziel. Wir haben deren Kampfkraft wieder einmal unterschätzt. Unterstützt von Trainer und Präsidenten, die beide an der Außenlinie standen und unablässig Gelb oder Rot forderten, war der Sieg aber nicht unverdient“, berichtete Weiss.

Schiedsrichter: Rene Döbber (Alzenau). Zuschauer: 78.
Tore: 1:0 Anto Petrasevic (2.), 2:0, 3:0 Drazen Vinkovic (10./24.), 4:0 Anto Petrasevic (64.), 4:1 Marko Rimac (66.), 4:2 Florian Huber (78.), 4:3 Alexander Root (85.).

FC Union Niederrad – FC Croatia 4:1 (2:0)

Die Basis für den dritten Saisonsieg legten die Gastgeber ohne Nando Rafael schon in den ersten Minuten. „Wir haben Croatia kalt erwischt“, meinte dazu der Vorsitzende der Union Khalid Lamjahed. Nach dem 2:0 agierten die Gäste weiter unkonzentriert, die zuvor in sechs Spielen ungeschlagen blieben. Nach dem Seitenwechsel drehte Niederrad wieder auf und kam zu weiteren Möglichkeiten. Eine davon nutzte Sascha Held mit seinem zweiten Tor zum 3:0. Durch einen indirekten Freistoß im Strafraum kam Croatia doch noch zum Ehrentreffer durch Youngster Ante Strljic. Zuvor war dieser Freistoß aufgrund einer nicht regelkonformen Ausführung wiederholt worden. Auf der Gegenseite setzte Otar Gugunadze den Schlusspunkt. „Auch in der Höhe definitiv verdient. Wir sind jetzt in der Liga angekommen und werden um jeden Punkt kämpfen. Wir blicken jetzt optimistisch in die Zukunft.“ Bei Croatia war der Sportliche Leiter Stanislav Konta bedient: „Das Spiel haben wir in den ersten Minuten durch zwei individuelle Fehler abgeschenkt. Danach kamen wir nicht mehr ins Spiel. Wir waren immer zu spät und haben verdient verloren. Es war eine enttäuschende Leistung und wir haben heute auf der ganzen Linie versagt.“

Schiedsrichter: Necati Ötnü (Dieburg). Zuschauer: 90.
Tore: 1:0 Alexander Felten (6.), 2:0, 3:0 Sascha Held (8./72.), 3:1 Ante Strljic (74.), 4:1 Otar Gugunadze (88.).


Concordia Eschersheim – Spvgg. 02 Griesheim 1:1 (0:0)

150 Zuschauer am Rosegger hatten trotz des regnerischen Wetters ihre helle Freude am packenden Spitzenspiel. Vor allem taktisch zeigten beide Teams ansehnlichen Fußball. „Ein ausgeglichenes Spiel mit einem verdienten Unentschieden“, befand Concordia-Trainer Andre Winter. Und obwohl es insgesamt doch recht wenige klare Torchancen gab, war es ein ansehnliches Spiel. Nach dem Seitenwechsel brachte Fiorenzo Santoro die „Schleifer“ in Führung, die Louis Haarhaus egalisierte. Der Griesheimer Benjamin Zeisel durfte sich dann für zehn Minuten das Geschehen von außen anschauen (68.), ehe er wieder eingreifen durfte. In der Schlussphase bekamen die Eschersheimer einen Elfmeter zugesprochen, den Shootingstar Yeyan Akalay nicht zu nutzen wusste (85.). Er scheiterte am U19-Torhüter der Griesheimer Adonay Johannes, der erst sein zweites Spiel im Seniorenbereich machte. „Ich bin sehr zufrieden, wie wir uns in solche Spiele kämpfen. Das war auf jeden Fall ein gewonnener Punkt. Solche Spiele sind Zubrot – Die Big Points müssen wir jetzt in den kommenden Spielen holen und keiner darf anfangen auch nur minimal nachzulassen“, forderte Winter. Bei einem Sieg hätte die Concordia die Tabellenspitze von den Griesheimern übernommen. Gästecoach Marco Santonastaso lobte Torhüter Johannes und die Eschersheimer: „Der 18-jährige Torwart hat die Qualität, um irgendwann auch bei uns die Nummer eins zu werden. Die Concordia war taktisch unser bisher stärkster Gegner. Was ihnen fehlt ist ein Unterschiedsspieler, der enge Spiele wie dieses entscheidet.“

Schiedsrichter: Björn Benatzky (Gelnhausen). Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Fiorenzo Santoro (46.), 1:1 Louis Haarhaus (61.).

Kreisoberliga Frankfurt – Concordia rückt auf Rang zwei vor

Frankfurt – In einer vorgezogenen Partie der Kreisoberliga Frankfurt gewann Concordia Eschersheim im Nachbarschaftsduell gegen den SV 07 Heddernheim mit 4:0 (1:0) und verbesserte sich auf den zweiten Tabellenrang. Die Gäste dagegen kassierten die höchste Saisonniederlage und verbleiben im Klassement auf Platz sieben.

Die Kapitäne Antonie Willeführ (links) und Benjamin Kress (rechts) bei der Seitenwahl mit Schiedsrichter Luca Perna (Dietzenbach).

Concordia Eschersheim – SV 07 Heddernheim 4:0 (1:0)

Zur Halbzeit war am mit kreativen fußballspezifischen Wandbildern verschönerten Rosegger noch nichts entschieden, obwohl die Gastgeber schon mit dem ersten Angriff nach 59 Sekunden durch Adrian Mohr in Führung gehen konnten. Concordia-Trainer Andre Winter befand: „Es war ein hitziges Spiel, das lange Zeit auf Augenhöhe war. Gerade zum Ende der ersten Halbzeit hätte Heddernheim das 1:1 verdient gehabt.“ Während die Gastgeber kurz nach dem 1:0 den zweiten Treffer verpassten und danach von der Intensität her etwas nachließen, kamen die Gäste etwas besser auf. Allerdings fehlten ohne den auf der Bank sitzenden und erst aus dem Urlaub kommenden Spielmacher Tino Matijevic die Ideen nach vorne. Im Sturm hingen Ünal Özdemir und Christos Papadopoulos meistens in der Luft. Dennoch hatte der Grieche eine gute Chance, als er Concordia-Torhüter Benjamin Kress mit einem Lupfer überwand, aber ein Concorde noch vor der Torlinie klärte.

Kurz vor der Pause müsste SVH-Torhüter Marcin Czukiewicz bei einem Fernschuss von Louis Haarhaus intervenieren. „Wir sind zeitweise gar nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen und haben keine zweiten Bälle mehr gewonnen“, kritisierte Winter. Nach seiner taktischen Umstellung in der Halbzeit kam Heddernheim nicht mehr so zum Zug, die Eschersheimer setzten gute Konter und markierten zu günstigen Zeitpunkten ihre Tore. So zum Beispiel fünf Minuten nach der Pause, als die SVH-Defensive bei einer kurz ausgeführten Ecke nicht im Bilde war und Haarhaus auf 2:0 erhöhte (50.). Der eingewechselte Kapitän Philipp Siegel versuchte dann wieder etwas mehr Stabilität rein zu bringen.

Andre Winter: „Da muss der Schiedsrichter mehr im Blick haben, wo der Ball gerade ist“

Alle Bemühungen nach vorne blieben bei den Grün-Weißen an diesem Abend aber zwecklos. Ob es nun Freistoßversuche von Siegel waren oder der Pfostenschuss des bulligen Serdar Birhimeoglu eine Viertelstunde vor Schluss, als es noch 2:0 stand. Und so brachten sie es nicht einmal zu einem Ehrentreffer und blieben erstmals in dieser Runde ohne Tor. Als dann Yeyay Akalay verletzt draußen war, vom Schiedsrichter aber in einem unüblichen Moment „rein gewunken“ wurde, fuhren die Eschersheimer gerade einen ihrer Konter, den Akalay vollendete (80.). „Da muss der Schiedsrichter mehr im Blick haben, wo der Ball gerade ist. Das war unclever vom Schiedsrichter, aber clever vom Yeyay ausgenutzt. Das darf aber so nie und nimmer vor sich gehen, da kann ich die Proteste verstehen“, meinte Winter. Kurz danach setzte der Sohn des Türkgücü-Trainers Hakan Akalay den Schlusspunkt zum dann doch deutlichen 4:0-Erfolg der Gastgeber, bei denen Joscha Stein sich die Bestnote verdiente.

„Ich bin ziemlich enttäuscht, weil ich mir hier mehr ausgerechnet habe. Aber wenn man so naiv bei den ersten zwei Toren verteidigt, braucht man sich nicht zu wundern, dass man als Verlierer vom Platz geht“, war SVH-Coach Andreas Berggold bedient. „Beim ersten Tor haben wir die Spieler in der Mitte vergessen und dann beim zweiten pennen wir bei einer kurz ausgeführten Ecke. Concordia war in den Anfangsminuten aggressiver, zweikampfstärker in der ersten halben Stunde. Danach konnten wir das Spiel ausgeglichener gestalten. Erst nach dem 3:0, wo der Schiedsrichter tatkräftig mithilft, war das Spiel gelaufen und das vierte war dann der Haken dran“, resümierte Berggold und stellte fest: „Der SV Heddernheim ist manchmal zu brav, da müssen wir auch mal mehr dazwischen gehen.“

Schiedsrichter: Luca Perna (Dietzenbach). Zuschauer: 78.
Tore: 1:0 Adrian Mohr (1.), 2:0 Louis Haarhaus (50.), 3:0, 4:0 Yeyan Akalay (80./84.).

Kreisoberliga Frankfurt – Eklat durch unerwünschtes Klientel

Frankfurt – Unerwünschtes Klientel provozierte in der Kreisoberliga Frankfurt beim Balkan-Derby zwischen dem FC Tempo und dem FC Kosova einen Spielabbruch. An der Tabellenspitze bleibt die Spvgg. 02 Griesheim nach dem 3:1 über Union Niederrad. Neuer Tabellenzweiter ist der FC Kalbach, der gegen den SV 07 Heddernheim nicht über ein 2:2 hinaus kam. Die TSG Nieder-Erlenbach verlor auch ihr neuntes Spiel und bleibt ohne Punkt Schlusslicht.

SVH-Stürmer Ünal Özdemir gegen den Kalbacher Marco Bausum.

SV Viktoria Preußen – FV Hausen 2:2 (1:0)

„Ein seltsames Spiel“ hatte Preußen-Trainer Artur Rissling gesehen. Die Gäste von der Mühlwiese waren in der Anfangsphase spielbestimmend, aber den ersten Treffer markierten die Gastgeber durch Torjäger Daniel Wolf auf Zuspiel von Leander Kruse. In der Folge hatten die Preußen die Möglichkeit zum 2:0, nutzten diese aber nicht. Kurz nach dem Seitenwechsel wehrte Heimtorhüter Michael Schmidt den Ball auf dem nassen Kunstrasen nach vorne ab. FVH-Stürmer Karim Bökenkamp staubte zum Ausgleich ab. „Dann war alles vogelwild. Es ging hin und her“, berichtete Rissling weiter. Dann war wieder Wolf auf Flanke von Oskar Copik zur Stelle und brachte die Hausherren wieder nach vorne. Copik vergab kurz danach alleine vor Hausens Schlussmann Tayfun Dikilcan. Aus dem Gewühl heraus glich Spas Pisov zum Endstand aus. In der letzten Minute des Spiels gab es noch einmal Eckball für die Rissling-Elf, die sich komplett nach vorne orientierte. Die Gäste starteten einen Konter in Überzahl fünf gegen zwei, brachten die Kugel aber nicht im Tor unter, da Schmidt parierte. „Wir hätten das Spiel logischerweise auch verlieren können. Im Endeffekt war es leicht ausgeglichen mit besseren Chancen für uns, die wir leider nicht gemacht haben. Entweder ärgert man sich über das 2:2 oder man freut sich, dass Hausen nicht das 3:2 gemacht hat“, so Risslings Zusammenfassung. Sein Kollege Federico da Costa Coutinho bemerkte: „Die Preußen sind eine sehr routinierte Mannschaft, die schon lange zusammen spielt und sehr effektiv ist. Wir hatten den Siegtreffer mit der letzten Aktion auf dem Fuß. Wenn man diese Aktion außer Acht lässt kann es ein gerechtes Unentschieden sein, denn es war eher ein langweiliges Spiel. Es reicht nicht nur eine gute Halbzeit, das müssen wir echt mal in den Griff kriegen.“ Bei den Gästen fielen mit Onno Engel, Felix Sommer (beide Urlaub) und Tibor Pilz (Kreuzbandriss) sämtliche Torhüter aus, sodass Coutinho auf Stand-by-Keeper Tayfun Dikilcan zurück griff, der im Sommer im Kreispokal-Finale an gleicher Stelle gegen den FC Kalbach (3:4) schon ausgeholfen hatte.

Schiedsrichter: Björn Benatzky (Gelnhausen). Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Daniel Wolf (14.), 1:1 Karim Bökenkamp (49.), 2:1 Daniel Wolf (67.), 2:2 Spas Pisov (75.).


FC Tempo – FC Kosova 1:1 (1:0) abgebrochen

Unter die 400 Fußball-Freunde hatten sich offensichtlich gewaltbereite serbische Hooligans gemischt, die das brisante Balkan-Derby für ihre politischen Parolen missbrauchten. Die Gastgeber hatten im Vorfeld alles dafür getan, um dieses Risikospiel ordentlich über die Bühne zu bringen. So gab es eine strikte Fantrennung, auf beiden Seiten standen zahlreiche Ordner bereit. Nach Erkenntnissen der Tempo-Funktionäre soll es sich bei den Chaoten um die Frankfurter Sektion organisierter Anhänger von Partizan Belgrad handeln. „Das sind keine Tempo-Fans. Wir haben diese Leute noch nie bei unseren Spielen gesehen“, versicherte ein Vorstandsmitglied Tempos. Sämtliche Versuche, mit den Anführern der Randalierer zu kommunizieren, seien gescheitert. „Sie haben auch unsere Ordner beleidigt und bedroht“, hieß es weiter aus Vorstandskreisen. Mehrfach habe die Gruppe versucht, in physischen Kontakt mit den kosovarischen Anhängern zu treten, die sich durch ihre nationalistisch motivierten Gesänge provoziert fühlten. Sportlich gesehen führte Tempo durch Boban Dokic mit 1:0 zur Pause. Als die Gäste den Ausgleich durch Flakron Thaci in der Schlussphase frenetisch bejubelten, drehte das unerwünschte Klientel durch. Flaschen flogen auf die Ersatzspieler der Gäste, eine davon traf den Schiedsrichter an der Schulter, der die Partie kurz vor Ultimo abbrach. Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci war schockiert: „Wir leben hier in Frankfurt, einer Multi-Kulti-Stadt. Dass so etwas hier möglich ist, das ist unfassbar. Wir wurden von der ersten Minute an mit schlimmen Gesängen provoziert und der Rest der Tempo-Zuschauer hat mit eingestimmt. Ich bin schwer enttäuscht vom Tempo-Vorstand, der als Heimverein nichts unternommen hat, um diese Gruppe vom Sportplatz zu entfernen. Jetzt versuchen Sie natürlich, die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Ich erwarte, dass wir die drei Punkte erhalten und Tempo eine drastische Strafe bekommt.“

Schiedsrichter: Heiko Spillner (Gelnhausen). Zuschauer: 400.
Tore: 1:0 Boban Dokic (37.), 1:1 Flakron Thaci (76.).


FC Maroc – FC Gudesding 0:2 (0:1)

Unter der Regie des neuen Trainers Vait Arslanoski trat der FC Maroc mit seinem letzten Aufgebot an. Ohne den rotgesperrten Torhüter Hazem Tit sowie den bisherigen Spielertrainer Hamza Chouiba fehlte einiges an Qualität. Zwischen die Pfosten stellte sich dann mit Shar Var Saleem ein Feldspieler aus der Reservemannschaft. Es war dann bedingt durch den schweren, tiefen Boden eine recht schwache Fußball-Kost, die da auf dem Rasen an der Wilhelm-Epstein-Straße geboten wurde. Gudesding gewann die Partie nicht unverdient, denn die Gäste aus dem Ostpark stellten die klügere und besser eingestellte Mannschaft mit einer Abwehr, die fast fehlerlos agierte. „Mit einem richtigen Torwart wäre das 0:0 ausgegangen“, war sich Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi sicher. Der Funktionär sah sein Team im zweiten Abschnitt sogar „eine Weile am Drücker. Das 1:1 lag in der Luft.“ Die „Guden“ waren schon früh durch Hosseini mit einem Distanzschuss aus spitzem Winkel in Führung gegangen. Durch einen Schlenzer machte Husain nach etwa einer Stunde schon alles klar. Auch wenn auf dem nassen und glitschigen Rasen kaum kombiniert werden konnte, hätten die Gäste laut ihrem Vorsitzenden Rainer Weiss mehr als zwei Tore machen müssen. „Uns steckte noch die Schlappe gegen Saz-Rock in den Knochen, wir sind froh über weitere drei Punkte. Unsere Freunde von Maroc haben super gekämpft und Charakter gezeigt“, fasste Weiss zusammen.

Schiedsrichter: Davut Öztürk (Groß-Gerau). Zuschauer: 35.
Tore: 0:1 Seyedmohammadreza Hosseini (9.), 0:2 Mutaz Husain (63.).


FC Croatia – TuS Makkabi 3:3 (0:2)

Das sah vor 115 Zuschauern nach einem klaren Erfolg der Makkabäer aus, als die Gäste in der Schlussphase nach zwei Toren von Benedict Linzenmaier und einem von Aleksej Radulaski klar mit 3:0 führten. Doch dann kamen die Gastgeber, die sich zwischenzeitlich schon mit der Niederlage abgefunden hatten, durch einen Hattrick von Ante Strljic in der Nachspielzeit zum Ausgleich. „Heute haben wir einen glücklichen Punkt geholt“, gab Croatias Trainer Daniel Konta zu Protokoll. Seine auf sechs Positionen veränderte Elf habe viel an Qualität verloren und sei nicht eingespielt gewesen. „Makkabi hat einfach eine bessere Spielanlage gehabt und hat auch sehr viele Zweikämpfe gewonnen. Wir kamen nie zu einem Spielaufbau oder irgendwie zu vernünftigen Angriffen. Für Makkabi tut uns der Ausgleich fast leid, weil sie mehr verdient hatten. Die Mannschaft hat Moral gezeigt und deswegen nehmen wir den Punkt gerne mit“, analysierte Konta nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Niederlage. Gästecoach Hakan Tekin sah es ähnlich: „Wir waren über das gesamte Spiel die deutlich bessere und spielbestimmende Mannschaft. Die 2:0-Führung war absolut verdient und eigentlich zu wenig, gemessen an den Torchancen. Auch die zweite Halbzeit lief in diesem Muster ab. Die letzten Minuten ist dann was unerklärliches passiert. Wir müssen es als Teil des Entwicklungsprozesses sehen. Leider passiert es schon zum wiederholten Mal, dieses Mal auf eine sehr bittere Art. Ich habe aber viel gutes gesehen, wir haben aber am Ende nicht drei Punkte geholt und das müssen wir verbessern.“

Schiedsrichter: Mimoun Amer (Wiesbaden). Zuschauer: 115.
Tore: 0:1, 0:2 Benedict Linzenmeier (16./42.), 0:3 Aleksej Radulaski (66.), 1:3, 2:3, 3:3 Ante Strljic (87./90./90.+3).

FV Saz-Rock – FC Posavina 1:1 (0:1)

Saz-Rock errang sich durch den Ausgleich in der Nachspielzeit einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Fabio Bittl hatte in der vierten Minute der Nachspielzeit per Kopfball zum 1:1 getroffen und die Führung der Kroaten kurz vor der Pause durch Marin Antunovic egalisiert. „Das war verdient, denn dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient“, befand der neue Saz-Rock-Trainer Ersin Kizarmis. Posavinas Pressewart Danijel Pavic hatte da eine andere Meinung: „Saz-Rock war 94 Minuten nicht da und dann kommt ein Freistoß und sie machen das 1:1. Es ist einfach nicht zu fassen, was für Hochkaräter wir haben liegen lassen. Wir hätten frühzeitig das zweite Tor machen müssen und stehen jetzt wie der Verlierer da. Heute hätte die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen müssen, aber es gibt ein paar Spieler die immer noch nicht verstanden haben, dass die Corona-Pause vorbei ist. Es muss endlich ein Dreier her, sonst rutschen wir tief nach unten.“

Schiedsrichter: Bagdad Moukthari (Kelsterbach). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Marin Antunovic (44.), 1:1 Fabio Bittl (90./+4).

FC Kalbach – SV 07 Heddernheim 2:2 (1:0)

Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Meyer war nach dem Abpfiff froh über den einen Punkt gegen unermüdliche Heddernheimer: „Ich bin von der zweiten Halbzeit total enttäuscht. Wobei wir zwei angeschlagene Spieler hatten, die nicht mehr richtig agieren konnten und die wir bis zum Schlusspfiff durchschleifen mussten. Der Punkt ist unter diesen Gegebenheiten gerade noch so mitnehmbar. Trotzdem bin ich enttäuscht, dass wir das 2:0 nicht nach Hause gefahren haben und so blauäugig weiter gemacht haben und nicht den Faden gefunden haben. Keiner ist über den Zenit hinaus gegangen. Heddernheim hat den Punkt mehr als verdient und damit müssen wir leben.“ Zwar waren die Kalbacher im ersten Abschnitt spielbestimmend und gingen durch David Bafuka in Führung (17.), aber Torjäger Achraf Gara Ali wurde von Felix Bürmann komplett abgemeldet und auch von seinem Sturmpartner Enno Lang kam wenig. Kurz vor der Pause verhinderte Bürmann gegen Bafuka kurz vor der Torlinie das mögliche zweite Gegentor. Im zweiten Abschnitt intensivierten die Grün-Weißen ihre Angriffsbemühungen und kamen zu Aluminiumtreffern von Deniz Yatci (Latte) und Christos Papadopoulos (Pfosten). Nachdem die Gäste eine weitere Doppelchance vermasselt hatten, hatte Kalbachs Noguarolli auf der linken Seite zu viel Platz. Seine präzise Flanke lenkte der reaktivierte Florian Köhler ins eigene Netz (70.). Doch die Gäste hatten einen vielversprechenden neuen Mann aufgeboten, der erst seit kurzem spielberechtigt ist. Der 22-jährige Dogan Nazim Erbulan sicherte dem SVH in der Schlussphase mit zwei Toren noch einen Punkt. Erst per Kopfball (75.), beim 2:2 soll er den Ball wohl mit der Hand im Kasten untergebracht haben (80.). Die vehementen Proteste der Gastgeber blieben zwecklos, denn der Schiedsrichter hatte es nicht gesehen beziehungsweise keine Regelwidrigkeit erkannt. „Der Schiedsrichter entscheidet, das wissen wir alle. Es war ein klares Handspiel, der Ball war in der Luft und der Spieler macht ihn mit der Hand rein. Ich kann und will es nicht beurteilen, aber dem Spieler war es wohl regelrecht peinlich, etwas dazu zu sagen. Andererseits verständlich, denn wer würde etwas anderes tun? Deswegen: Punkt verdient für Heddernheim. Gratulation an die Brühlwiese.“ Heddernheims Trainer Andreas Berggold sagte nach dem Abpfiff: „Das ist ein Punktgewinn, wobei ich glaube, dass hier mehr drin war. Wenn wir konsequenter unsere Torchancen nutzen, dann gewinnen wir hier. Wir waren 60 Minuten die bessere Mannschaft und haben den Punkt auf jeden Fall verdient.“ Zum Debütanten Erbulan sagte der Coach: „Wir haben ihn einfach ins kalte Wasser geworfen. Er hat einen guten Eindruck im Training gemacht und ist noch sehr jung. Er hat seine Rolle hervorragend gemacht, hat seinen Gegenspieler aus dem Spiel genommen und dazu Offensivaktionen gehabt und beide Tore gemacht. Glückwunsch.“ Zum umstrittenen Ausgleich: „Natürlich verstehe ich den Ärger, aber wir von unserer Seite aus konnten es von der Trainerbank nicht erkennen. Urplötzlich war der Ball im Tor und der Schiedsrichter hat es gegeben und somit zählt das Tor.“

Schiedsrichter: Jannik Horz (Hadamar). Zuschauer: 53.
Tore: 1:0 David Bafuka (17.), 2:0 Florian Köhler (70./Eigentor), 2:1, 2:2 Dogan Nazim Erbulan (75./80.).

SV Griesheim Tarik – TSG Nieder-Erlenbach 4:0 (1:0)

„Das war das schwerste Spiel der Saison, denn der Gegner hatte nichts zu verlieren“, meinte Tarik-Trainer Mourad El Hirache. Schon vor dem Freistoßtor von Can Keser hatten die Gastgeber zahlreiche Chancen vergeben. Erst in der Schlussphase machten die Griesheimer mit drei weiteren Toren alles klar gegen das weiterhin punktlose Schlusslicht. Nieder-Erlenbachs Torhüter Rico Maderthoner bewahrte die Gäste laut El Hirache mit „seinen großartigen Paraden vor einer zweistelligen Niederlage.“ TSG-Trainer Andreas Ludwig beklagte zwei Ausfälle unmittelbar vor dem Spiel und bedauerte: „Leider haben wir aus den Fehlern nichts gelernt und sind nicht in der Lage, solche Ausfälle zu kompensieren. Wir brauchen jetzt keine Komplimente mehr, sondern Punkte.“

Schiedsrichter: Frank Schmalwasser (Taunusstein). Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Can Keser (30.), 2:0 Ahmet Keser (74.), 3:0 Renaldo Trauner (85.), 4:0 Ahmet Keser (90.).


TSKV Türkgücü – Concordia Eschersheim 0:6 (0:2)

Was ist nur mit Türkgücü los? In den letzten drei Spielen kassierte das so gut gestartete Team von Trainer Hakan Akalay drei Niederlagen mit 17 Gegentoren! Auch gegen die spielstarke Concordia Eschersheim traten die Gastgeber desolat auf. „Wir haben verdient in dieser Höhe verloren. Es hat überhaupt nichts gestimmt und wir machen es dem Gegner zu einfach. Das war das schlechteste Spiel der Saison“, haderte Türkgücüs Spielausschuss-Mitglied Duran Güngör. Concordias Trainer Andre Winter war nach dem Kantersieg natürlich sehr zufrieden: „Wir haben den Gegner gut kommen lassen und dann aus einer stabilen Defensive immer wieder Konter über unsere Stürmer setzen können. Türkgücü hat es gut gemacht, aber sie kamen nicht zu sehr vielen Abschlüssen. Unsere Viererkette hat da gut dagegen gehalten und viel weg verteidigt.“ Die Geschichte des Spiels lieferte der 19-jährige Yeyay Akalay. Der Sohn des Türkgücü-Trainers war bei den Eschersheimern mit drei Toren der überragende Mann auf dem Platz. „Ich freu mich über den Sieg, aber jetzt müssen wir dran bleiben und den Schwung mitnehmen“, so Winter. Am Donnerstag (20 Uhr) empfängt die Concordia in einer vorgezogenen Partie den SV 07 Heddernheim zum Nordwest-Derby.

Schiedsrichter: Christopher Bedikian (Hanau). Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Metin Cosgun (20.), 0:2 Yeyan Akalay (35.), 0:3 Kevin Jäger (48.), 0:4, 0:5 Yeyan Akalay (60./65., Foulelfmeter), 0:6 Louis Haarhaus (75.).


Spvgg. 02 Griesheim – FC Union Niederrad 3:1 (2:0)

Aufgrund des Spielverlaufs gewann der Tabellenführer verdient gegen die Niederräder, die ohne den ehemaligen Bundesligaspieler Nando Rafael spielten. Der Griesheimer Vorsitzende befand aber: „Das war nicht unser bestes Spiel. Die Chancenverwertung war nicht besonders gut.“ Mit dem 3:1 waren die Unioner eigentlich noch gut bedient, wenn man tatsächlich die vielen ungenutzten Torgelegenheiten der „Schleifer“ in Betracht zieht. Dennoch war der Sieg der Gastgeber durch die beiden Tore von Daniel Sikorski und den Führungstreffer von Fiorenzo Santoro souverän. Bei den Gästen, für die Sascha Held Ergebniskosmetik betrieb, war der Vorsitzende Khalid Lamjahed nicht ganz unzufrieden: „Wir hatten auch unsere Chancen, aber der Griesheimer Sieg geht in Ordnung. Sie waren qualitativ besser. Wir haben uns aber trotzdem gut verkauft, konnten aber Santoro nicht aufhalten. Wir haben das beste aus unseren Möglichkeiten gemacht.“

Schiedsrichter: Zuschauer: 83.
Tore: 1:0 Fiorenzo Santoro (7.), 2:0, 3:0 Daniel Sikorski (28./52.), 3:1 Sascha Held (81.).

Kreisoberliga Frankfurt – Überraschende Niederlage der „Guden“ gegen Saz-Rock

Frankfurt – In einem Nachholspiel der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt unterlag am Mittwochabend der FC Gudesding dem FV Saz-Rock mit 2:3 (0:0). Beim Blick auf die bisher gezeigten Saisonleistungen kam die Niederlage der Gastgeber überraschend daher, denn der Tabellenvierte galt vor der Begegnung gegen die in der Abstiegszone positionierten Gäste als klarer Favorit.

Der FC Gudesding ist das Überraschungsteam der Kreisoberliga Frankfurt. Foto: FCG.

FC Gudesding – FV Saz-Rock 2:3 (0:0)

Wie so oft im Fußball kam es aber anders. Der FCG, vermutlich zu siegessicher, kam im Ostpark praktisch nie ins Spiel und der schwache Stuem konnte sich gegen die massive Abwehr von Saz-Rock nicht entscheidend durchsetzen. Nach einer torlosen ersten Hälfte drehten die zuletzt desolat aufgetretenen Gäste plötzlich auf und gingen durch Spielmacher Hüseyin Can und Leonardo Dilema mit 2:0 in Führung. Erst danach wachte Gudesding auf und kam nach einer Einzelleistung von Routinier Alexander Wack und einem Kopfball von Lukas Berens zum Ausgleich. In der Folge war die Partie offen und letztlich fiel die Entscheidung erst in der Nachspielzeit durch einen umstrittenen Foulelfmeter, den Can zum zweiten Saisonsieg von Saz-Rock sicher verwandelte. „Wir sind natürlich bedient. Aber es gibt so Tage, an denen sich alles und ein Schiedsrichter ohne Fingerspitzengefühl gegen dich verbünden. Letzterer hat sicherlich sein Bestes gegeben, was aber nicht gut war“, kritisierte Gudesding-Vorsitzender Rainer Weiss. Dennoch zeigte er sich als fairer Verlierer: „Saz-Rock gönne ich die drei Punkte und uns wünsche ich, dass wir aus der Niederlage viel lernen.“ Saz-Rock war lediglich mit einem Kader von zwölf Spielern angereist, um so mehr überraschte der Auswärtssieg auch FV-Pressesprecher Jörg Henkel: „Das ist eine Sensation, wie wir das mit diesem Personal hingekriegt haben. Das hätte ich der Mannschaft nicht zugetraut.“

Schiedsrichter: Mohamed El Hassani (Gelnhausen). Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Hüseyin Can (47.), 0:2 Leonardo Dilema (57.), 1:2 Alexander Wack (74.), 2:2 Lukas Berens (82.), 2:3 Hüseyin Can (90./+4, Foulelfmeter).

Kreisoberliga Frankfurt – Griesheim 02 besteht an der Bertramswiese

Frankfurt – In der Kreisoberliga Frankfurt bleibt die Spvgg. 02 Griesheim nach dem 2:1-Sieg beim TuS Makkabi an der Tabellenspitze. Die Verfolger FC Tempo und FC Kalbach bleiben aber dran. Schlusslicht TSG Nieder-Erlenbach bleibt als einziger Verein ohne jeglichen Zähler. Die Partie FC Gudesding – FV Saz-Rock konnte nicht ausgetragen werden, da der angesetzte Schiedsrichter nicht im Ostpark erschien. Das Spiel wird nun am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr) nachgeholt.

Jubel beim FC Croatia nach dem Sieg im Prestigeduell beim FC Posavina. Foto: FCC.

TSG Nieder-Erlenbach – FC Tempo 0:7 (0:3)

Saisonübergreifend ist Nieder-Erlenbach jetzt schon seit 18 Monaten ohne Punkt. Auch gegen die übermächtigen Serben vom FC Tempo war für das Team von Trainer Andreas Ludwig nichts zu holen. „In der ersten Halbzeit konnten wir gut dagegen halten. Ich fand das Spiel relativ ausgeglichen und wir hatten uns sogar einige Chancen erspielt. Leider stand es durch individuelle Fehler 0:3 zur Pause. Direkt nach der Pause sind wir nicht wach raus gekommen. Die Fehlerketten sind einfach enorm. Wenn wir nicht anfangen aggressiv zu verteidigen und nicht nur Begleitschutz zu machen, dann wird es schwierig in der Liga. Nach dem unterirdischen Spiel gegen Union Niederrad am Donnerstag dachte ich, dass eine Reaktion kommt, aber leider lief es nicht in die richtige Richtung“, so der Diskurs von TSG-Trainer Andreas Ludwig. Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic meinte zum Spielverlauf: „Am Ende war das ein Pflichtsieg. In der ersten Halbzeit war das sogar ausgeglichen, nur wir haben die Tore gemacht. Es war vom Ballbesitz sogar 50:50. In der zweiten Halbzeit ist die junge Mannschaft von Nieder-Erlenbach eingebrochen. Es tut mir leid, dass Andreas Ludwig der Mannschaft von außen nicht helfen kann. Ihn kenne ich seit über 25 Jahren aus der Praunheimer Zeit. Selbst Jose Mourinho könnte Nieder-Erlenbach nicht helfen. Diese Truppe ist nicht in der Lage, sich selbst zu helfen.“ Tempo bleibt ungeschlagen auf Rang zwei und hat nur vier Gegentore kassiert – die wenigsten der Liga.

Schiedsrichter: Maximilian Roth (Annerod). Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Milos Mihajlovic (12.), 0:2, 0:3 Branislav Glamocanin (21./24.), 0:4 Borislav Pilipovic (54.), 0:5 Vladimir Matic (59.), 0:6 Boban Dokic (65.), 0:7 Stefan Pajic (86.).

FC Kosova – FC Kalbach 2:3 (1:0)

Kosova spielte gegen Kalbach gut mit und lag zur Halbzeit in Führung, aber am Ende setzte es eine bittere 2:3-Niederlage. Gegen den Meisterschaftsanwärter war der bosnische Schiedsrichter Muamer Kuric der Buhmann bei den Kosova-Fans. Entscheidend geschwächt wurden die Hausherren durch den Platzverweis gegen Yll Pelaj (55.), der nach einer Notbremse die Rote Karte sah. „Pelaj war nicht letzter Mann. Dem Elfmeter für Kalbach ging kein Handspiel voraus und uns hat er zwei klare Elfmeter nicht gegeben“, kritisierte Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci. Nach dem Spiel hatte er den Unparteiischen zu seiner Kabine gebracht, der sich durch die Rufe der heimischen Fans gegen ihn wohl derart bedroht fühlte, dass er Geleitschutz bei der Polizei herbei rief. Letztlich war es Kalbachs Torjäger Achraf Gara Ali, der in der Schlussphase das entscheidende Tor für Kalbach erzielte. Statovci lobte den Kampfgeist seiner Mannschaft, die ohne Goalgetter Flakron Thaci antrat: „Wir haben alles gegeben und eine tolle Leistung gezeigt, aber der Schiedsrichter hat uns verarscht.“ Fouls an Haithem Sassi und Raisi Zalla habe der Spielleiter nicht gepfiffen, was Statovci auf die Palme brachte: „Ich verstehe diese Schiedsrichter-Ansetzung nicht. Ein Schiri vom Balkan kann doch keine Balkan-Mannschaft pfeifen. Haben wir nicht genug deutsche Schiedsrichter?“ Kalbach behielt in der Hektik die Übersicht und erzielte im zweiten Abschnitt die entscheidenden Tore. Weiterhin ungeschlagen steht die Mannschaft von Trainer Aaz-Dine Zarioh in Lauerstellung auf Rang drei. Der Sportliche Leiter Manfred Meyer war begeistert: „Es ist nicht einfach, hier zu gewinnen. Wir haben die Zweikämpfe angenommen, das war eine Willenserklärung an den Verein.“ Zu den Vorfällen um den Schiedsrichter sagte Meyer: „Ich habe mich mit dem jungen Mann unterhalten. Er hat wohl in seiner Heimat in der zweiten bosnischen Liga gepfiffen und muss sich hier erstmal hoch arbeiten. Nach der letzten Aktion kam es zum Eklat. Er wurde von einem Pulk, der um ihn herum stand, angemacht. Nachdem er von Herrn Statovci zu seiner Kabine gebracht wurde, hat er die Polizei gerufen, die ihn vom Gelände begleitete.“

Schiedsrichter: Muamer Kuric (Kronberg). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Raisi Zalla (17.), 1:1 Moritz Uppenkamp (65.), 1:2 Achraf Gara Ali (71./Handelfmeter), 2:2 Raisi Zalla (78.), 2:3 Achraf Gara Ali (84.).


SV 07 Heddernheim – SV Viktoria Preußen 2:4 (1:2)

Die erste Heimniederlage der Saison kostete den SVH den möglichen Sprung auf Platz fünf. Allerdings bestätigte sich die Tatsache, dass die Preußen den Heddernheimern als Gegner überhaupt nicht liegen. Schon gar nicht, seitdem Artur Rissling an der Hügelstraße die Regie führt. Denn seitdem haben die Kicker von der Hügelstraße alle vier Gastspiele an der Brühlwiese gewonnen. Überraschend kam die Niederlage für die Grün-Weißen von daher trotz des guten Saisonstarts nicht, in der Höhe verdient war sie allemal. SVH-Coach Andreas Berggold monierte vor allem die Einstellung zu diesem Nachbarschaftsduell: „So kann man sich täuschen. Ich war der festen Überzeugung, dass die Jungs ein anderes Gesicht zeigen, als in den letzten Derby-Spielen.“ Doch dem war nicht so: Es waren die Gäste, die mehr Mentalität an den Tag legten und hochmotiviert auftraten. So war Stürmer Daniel Wolf gleich in der 2. Spielminute zur Stelle, um sein Team frühzeitig in Führung zu bringen. „Das hat dem Gegner natürlich in die Karten gespielt. Wir haben es dagegen zu keinem Zeitpunkt geschafft, diesen Derbycharakter ins Spiel zu bekommen und das enttäuscht mich so dermaßen, dass man diesen Fight nicht annimmt. Preußen macht es uns jedes Jahr vor, wie man so ein Spiel zu bestreiten hat und wir machen uns Jahr für Jahr in die Hose“, ärgerte sich Berggold. Hinzu kam noch Pech, dass nach einem Freistoß des überragenden Spielers auf dem Platz Giuliano Amante, der diesmal im Mittelfeld aufgebotene Christos Papadopoulos bei einem Klärungsversuch ein Eigentor unterlief – 0:2 (19.). Da war es auch keine Entschuldigung, dass durch das Fehlen der Offensivspieler Oliver Solarz und Tino Matijevic die Ideengeber fehlten. „Ohne Herz, Emotionen und Leidenschaft verlierst Du gegen einen Gegner, der genau das zeigt“, fasste Berggold zusammen. Nur einmal flackerte kurz ein Hoffnungsschimmer auf, als Rojhat Ügüt den Ball an die Unterkante der Latte setzte und den Anschluss markierte (38.). Die Hoffnung währte aber nur zu Beginn der zweiten Hälfte, bis die Gäste in Gestalt von Amante einen Freistoß aus 25 Metern versenkten (57.). Kurz danach traf dann Oskar Copik ins rechte Eck (61.) und das Spiel war entschieden. „Eigentlich habe ich schon nach zehn Minuten gespürt, dass das heute nichts wird. Dass wir mit der Einstellung gleich aufhören können“, so Berggold. Selbst als Amante zum Zeitpunkt seiner Verletzung mit einer Zeitstrafe des Feldes verwiesen wurde (69.), konnten die Grün-Weißen die Überzahl nicht nutzen. Gemessen an den Chancen hätte der Preußen-Erfolg sogar noch höher ausfallen können. Stattdessen bedeutete das 2:4 von Deniz Yatci in der 90. Minute die oft zitierte Ergebniskosmetik, auch wenn Papadopoulos im Anschluss noch eine Großchance versemmelte. „Teils, Teils“, begann Preußen-Trainer Rissling den Diskurs über Derby-Mentalität. „Heddernheim hat es auch angenommen, denn es war recht hitzig zwischendurch. Ich bin der Meinung, dass wir spielerisch besser waren und der Fußball von Heddernheim ziemlich einfach zu lesen war: lange Bälle auf die Außen und im Aufbau alles über Willeführ. Unser Sieg ist hochverdient. Wir brauchten einen Highlight-Sieg und das war einer. Heddernheim steht gut da, hatte bisher alle Heimspiele gewonnen und Kosova geschlagen. Hier musst du erstmal gewinnen.“

Schiedsrichter: Steffen Keller (Friedberg). Zuschauer: 101.
Tore: 0:1 Daniel Wolf (2.), 0:2 Christos Papadopoulos (19./Eigentor), 1:2 Rojhat Ügüt (38.), 1:3 Giuliano Amante (57.), 1:4 Oskar Copik (61.), 2:4 Deniz Yatci (90.).


FV Hausen – FC Maroc 5:0 (2:0)

Nicht die Spur einer Chance hatte der FC Maroc an der Mühlwiese, obwohl die Gäste zuletzt mit 13 Toren in zwei Spielen hatten aufhorchen lassen. Dennoch waren die Hausener von einem Traumstart weit entfernt. Zwar erhielten die Lila-Weißen gleich einen Foulelfmeter zugesprochen, den aber Kapitän Tobias Neugebauer sehr schlecht ausführte und FCM-Keeper Hazem Tit keine Mühe hatte, diesen Strafstoß zu halten (3.). FVH-Coach Federico da Costa Coutinho hatte aber einen Matchplan erarbeitet: „Wir kannten die Stärken, aber auch die Schwächen des FC Maroc.“ Der am Donnerstag bei Weiss-Blau noch in den Himmel gelobte Maroc-Spielmacher Aziz Derrou wurde komplett abgemeldet. Zugute kam dabei, dass Derrou sich auch vor ein paar Jahren beim FV Hausen versuchte und mit Coutinho in einer Mannschaft spielte. „Von daher kannte ich seine Spielweise und was er genau nicht mag. Wir wollten giftig und aggressiv in den Zweikämpfen sein und das ist uns auch gut gelungen.“ Nach der Führung durch Robin Felling erhielt Hausen noch einen Elfmeter, mit dem Hazem Tit im Gehäuse der Marokkaner überhaupt nicht einverstanden war. Erst wurde Tit mit einer Zeitstrafe belegt (43.), als er sich nicht beruhigen konnte und von Teamoffiziellen im Zaum gehalten werden musste, sah er auch noch die Rote Karte (45.), denn er hatte aus Frust den Ball weg geschlagen. Da die Gäste keinen Ersatztorhüter dabei hatten, ging Feldspieler Mohamed Tichattibin zwischen die Pfosten und war gegen den Elfmeter von Mohamed El Baouti machtlos. „Das Spiel war dann meiner Ansicht nach schon entschieden, weil Maroc schien sich aufgegeben zu haben“, meinte Coutinho. Im zweiten Abschnitt konnte Hausen dann problemlos auf 5:0 erhöhen, zufrieden war Coutinho aber nicht ganz: „Wir haben in den letzten 20 Minuten es zu schwierig gemacht und die Kaltschnäuzigkeit vermissen lassen. Trotzdem bin ich glücklich über die drei Punkte und das erste Spiel zu Null, aber das war kein Maßstab“, so Coutinhos Fazit. Für Marocs Sportlichen Leiter Omar El Idrissi war die „Mannschaft am Boden. Die Luft war nach dem Platzverweis raus. Ohne Spielertrainer Hamza Chaouiba fehlte es an Ideen.“

Schiedsrichter: Wolfgang Geipel (Wiesbaden). Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Robin Felling (26.), 2:0 Mohamed El Baouti (45./+2, Foulelfmeter), 3:0 Spas Pisov (58.), 4:0 Georgi Tushev (65.), 5:0 Spas Pisov (76.).


FC Posavina – FC Croatia 1:2 (1:1)

Posavina erlebte im prestigeträchtigen kroatischen Duell einen bitteren Sonntagnachmittag. „Es läuft einfach nicht. Die Jungs wollten heute ein anderes Gesicht zeigen“, bedauerte Posavinas Pressewart Danijel Pavic. Es stand vor der herausragenden Kulisse von 250 Besuchern lange 1:1, bis dann Croatias Stürmer Ivan Propadalo für die Entscheidung in der Schlussphase sorgte. Nach der vierten Niederlage in Folge und dem Absturz auf Rang zwölf meinte Pavic: „Das ist erschreckend. Da muss die Kurve schleunigst umgedreht werden, sonst wird das ein eiskalter Herbst für uns. Herzlichen Glückwunsch an Croatia, die an sich geglaubt haben und die dazu beigetragen haben, dass es ein Super Spiel wird.“ Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta freute sich: „Es war ein von Kampf spannungsgeführtes Spiel. Beide Mannschaften wollten nicht verlieren und daher war es sehr knapp. Es wurde zu viel mit hohen Bällen agiert und deshalb war wenig Spielfluss drin. Es war im Großen und Ganzen ein ruhiges und korrektes Spiel, das trotzdem Derby-Charakter hatte. Am Ende haben wir das Glück gehabt um das zweite Tor zu machen. Es war vielleicht dann auch verdient, auch wenn wir mit einem Unentschieden hätten nach Hause gehen können.“ Croatia überholte Posavina in der Tabelle und ist zumindest vorerst Frankfurts kroatische Nummer eins.

Schiedsrichter: Mahmut Ibrahimoglu (Groß-Umstadt). Zuschauer: 250.
Tore: 0:1 Drazen Gluhakovic (11.), 1:1 Duro Arlovic (12.), 1:2 Ivan Propadalo (83.).


TuS Makkabi – Spvgg. 02 Griesheim 1:2 (0:2)

Makkabi spielte erstmals seit langem mit der Ersten Mannschaft an der Betramswiese, da der Sportpark Preungesheim durch eine andere Veranstaltung belegt war. Der Tabellenführer war in der ersten Halbzeit die etwas bessere Mannschaft, ohne wirklich zwingend zu sein. Da konnten die Gastgeber dem Druck kaum stand halten. Kurz vor dem Griesheimer Führungstor hatte Makkabi selber eine gute Möglichkeit. Nach Eckbällen hatten die Griesheimer das Spielglück auf ihrer Seite, profitierten aber bei den zwei Toren von der schlechten Verteidigung Makkabis. Herausragend bei den „Schleifern“ war Clinton Adjei Asante, der an beiden Toren beteiligt war und auch defensiv überzeugte. Nach dem Seitenwechsel forderten die Hausherren einen Elfmeter, der jedoch nicht gegeben wurde. „Da wäre mehr Zeit gewesen, um Griesheim unter Druck setzen zu können. Am Ende geht der Sieg für Griesheim in Ordnung. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung gegen eine Spitzenmannschaft. Wir hatten die Offensivspieler der Griesheimer über weite Strecken im Griff. Jetzt kommen endlich die Spiele gegen Mannschaften die auf Augenhöhe sind. Jetzt müssen wir beweisen, dass wir hier die nötigen Punkte einfahren können“, kommentierte TuS-Trainer Hakan Tekin. Als Fiorenzo Santoro die Zeitstrafe erhielt (88.), verkürzte Malte Radoch per Foulelfmeter noch auf 1:2. „Das war ein sehr schlechtes Spiel für die Zuschauer. Wir haben etwas rotiert und ich habe auch zwei U19-Spieler eingesetzt“, sagte Griesheims Trainer Marco Santonastaso. Begeistert war auch er über Clinton: „Seine Sprungkraft ist unfassbar.“

Schiedsrichter: Haci Hacioglu (Frankfurt). Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Bilal Hamdaoui (27.), 0:2 Clinton Adjei Asante (30.), 1:2 Malte Radoch (90.).


Union Niederrad – TSKV Türkgücü 5:1 (0:1)

Mit der Verpflichtung von Ex-Profi Nando Rafael gerät die Union jetzt ins Rollen und holte binnen weniger Tage zwei Siege in Folge. „Wir kommen da unten raus“, ist der Vorsitzende Khalid Lamjahed nicht nur wegen des auf vielen Sportplätzen kommentierten Transfercoup überzeugt. Bei Türkgücü ist dagegen derzeit eine gegenteilige Entwicklung zu spüren: Elf Gegentore in zwei Spielen, dabei waren die Gäste an der Heinrich-Seliger-Straße noch zur Pause vorne gelegen. Nach dem Seitenwechsel hatten die Türken zunächst noch ein leichtes Übergewicht. Nach dem Ausgleich ging es nur noch auf das TSKV-Tor zu. „Konditionell und läuferisch waren wir stärker. Türkgücü hat eine robuste und erfahrene Mannschaft, aber das läuferische war ausschlaggebend. Wir haben die kommen lassen und dann ausgekontert“, schilderte Lamjahed. Die restlichen Niederräder Tore fielen durch starkes Pressing und Kontersituationen, sodass letztlich ein klares 5:1 zu Buche stand. „Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg. Wenn wir die Liga halten wollen, müssen wir auch Gegner aus der oberen Hälfte schlagen. Wir haben gezeigt, dass wir noch leben“, so Lamjahed. Türkgücüs Spielausschuss-Mitglied Duran Güngör war mal wieder fassungslos: „An der ersten Halbzeit gibt es nichts zu meckern, aber nach dem Wechsel ist das desolate Auftreten unerklärlich. Wir haben Union Niederrad eingeladen Tore zu schießen. Rafael kann Fußballspielen, aber den Unterschied hat er nicht gemacht.“

Schiedsrichter: Efthimios Sidiropoulos (Eppstein). Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Serhat Özalp (22.), 1:1 Kai Grossheim (48.), 2:1 Alexander Felten (52.), 3:1, 4:1 Sascha Held (75./81.), 5:1 Caspar Oechsler (90./+2).


Concordia Eschersheim – SC Weiss-Blau 6:2 (2:2)

In der zweiten Hälfte trumpften die Eschersheimer Gastgeber auf, aber nach 30 Sekunden jubelte Weiss-Blau durch ein Slapstick-Tor von Hatem Fekih. Der Start war also misslungen. „Wir haben dann mal 10-15 Minuten gebraucht, um uns davon zu erholen, sind dann aber sehr gut ins Spiel gekommen“, schilderte Concordia-Trainer Andre Winter. Die Concorden drehten das Spiel, bekamen aber vor der Halbzeit durch eine Unaufmerksamkeit noch den Ausgleich. Beim Elfmeter zum 2:1 hatte Fekih die Entscheidung des Schiedsrichters kritisiert und bekam dafür die Rote Karte (37.). „Meines Erachtens keine Rote Karte“, gab Winter fairerweise zu Protokoll. In Überzahl spielte die Concordia dann begeisternd auf und kam noch zu einem Kantersieg. Kevin Jäger und Fabian Nordholt trafen je zweimal. „Wir haben an unser Spiel in den letzten 30 Minuten der ersten Halbzeit angeknüpft und auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Die Jungs haben das mit einer Abgeklärtheit zu Ende gespielt, darauf kann man als Trainerteam nur den Hut ziehen“, lobte Winter. WB-Coach Jamal Er-Rjah bedauerte: „Jedes Spiel muss ich eine andere Viererkette aufbieten. Wir sind leider vor allem bei Standards nicht stabil.“

Schiedsrichter: Holger Freese (Schöneck). Zuschauer: 75.
Tore: 0:1 Hatem Fekih (1.), 1:1 Benjamin Tesar (16.), 2:1 Kevin Jäger (36./Foulelfmeter), 2:2 Emre Kir (41.), 3:2 Metin Can Cosgun (52.), 4:2 Fabian Nordholt (57.), 5:2 Kevin Jäger (70.), 6:2 Fabian Nordholt (84.).

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