Kreisoberliga Frankfurt – Spitzenteams gewinnen deutlich

18. Oktober 2021
Danke an Pedro Acebes
Kreisoberliga Frankfurt – Spitzenteams gewinnen deutlich

Frankfurt – In der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt blieben am Sonntag im Rahmen des 13. Spieltages die drei Aufstiegsanwärter siegreich. Überraschungsteam FC Gudesding schob sich auf Rang vier vor. Im Abstiegskampf konnte von den letzten fünf Mannschaften nur der FV Saz-Rock einen Punkt entführen.

Der Griesheimer Michael Ofosu gegen den Nieder-Erlenbacher Ozan Kilincarslan. Foto: Phather Simon.

SV Viktoria Preußen – FC Tempo 0:4 (0:1)

Die Personalnot bei den Gastgebern hält weiter an, somit mussten die Preußen schon die dritte Niederlage in Folge ohne eigenen Treffer einstecken. Allerdings gegen routinierte Serben vom FC Tempo, die alleine in den letzten zwei Spielen 13 Tore erzielten. Die Gastgeber machten das beste aus der Situation und boten eine tolle Mannschaftsleistung. „Wir haben es toll gemacht, zur Halbzeit müssen wir führen. Da hat Tempo gar nicht stattgefunden und nur durch ein glückliches Tor vorne gelegen“, meinte Preußen-Trainer Artur Rissling, der sich diesmal nicht selbst aufbieten musste. Nach dem Seitenwechsel boten sich den Gastgebern Möglichkeiten zum 1:1, die ungenutzt blieben. Nachdem aber Milos Mihajlovic für die Fußballer vom Balkan zum 2:0 traf, war die Begegnung entschieden. „Wir haben alles probiert und ich bin stolz auf die Jungs. Sogar der Gegner sprach hier von einem unverdienten Sieg“, betonte der Trainer der Hausherren. Das konnte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic nur bestätigen: „Tempo hat hier ein schweres Spiel gehabt. Das Ergebnis ist etwas zu hoch ausgefallen. Viktoria Preußen spielte und wühlte sich um unseren Sechzehner, aber die kamen nicht durch.“ Das 2:0 sei dann der „Genickbruch“ gewesen, danach seien die Platzherren „auseinander gebrochen.“

Schiedsrichter: Mike Kantz (Idstein). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1, 0:2 Milos Mihajlovic (13./71.), 0:3 Branislav Glamocanin (84.), 0:4 Vladimir Matic (86./Foulelfmeter).

FC Kalbach – FC Maroc 4:1 (1:0)

Kalbach bleibt ungeschlagen, holte schon wieder den vierten Sieg in Folge. Der Spitzenreiter bleibt somit auf Gruppenliga-Kurs. Gegen den Vorletzten der Tabelle, dessen Abstiegssorgen sich nach sechs Niederlagen nacheinander weiter vergrößern, landeten die Gastgeber einen standesgemäßen Sieg. „Es war eine klare Angelegenheit. Maroc hat fantastische Fußballer, aber ihr Manko ist wohl die fehlende Trainingsbereitschaft“, befand Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Mayer. Immerhin aus Sicht der Gäste: Die Marokkaner stellten diesmal eine Elf mit großem Einsatz und Kampfgeist, die ihre Haut so teuer wie möglich verkaufte. Die gute Gesamtleistung der Kalbacher reichte zu einem im Ergebnis klaren Sieg, der zur Pause allerdings noch nicht so eindeutig feststand. Da führte die Mannschaft von Trainer Aaz-Dine Zarioh durch Moritz Uppenkamp lediglich hauchdünn mit 1:0. Die Gäste mischten da noch eifrig mit, bei ihren wenigen Schüssen hatte die vom bisherigen Sportlichen Leiter Omar El Idrissi betreute Mannschaft kein Glück. Der hatte dann auch personelle Neuigkeiten zu verkünden. Said Houlich, der Aufstiegscoach von 2019, kehrt als „Sportleiter“ zum FC Maroc zurück. Mit sofortiger Wirkung ist Houlich in seiner neuen Funktion nah dran an der Mannschaft. Im zweiten Abschnitt war dann jedenfalls die stärkere Kondition der Hausherren ein wichtiger Pluspunkt für Kalbach. Felipe Quintino erhöhte auf 2:0, Torjäger Achraf Gara Ali trat mit den Saisontreffern Nummer 20 und 21 wieder erfolgreich in Erscheinung. Der einzige Treffer Marocs kam durch ein Eigentor der Gastgeber zustande: Ein Rückpass von Frederik Deters zu Torhüter Fabian Lanthaler konnte vom Keeper nicht aufgenommen werden und trudelte langsam ins Tornetz. Gästeakteur Aziz Derrou sah Mitte der zweiten Hälfte wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte (61.).

Schiedsrichter: Jannis Jahnel (Neu-Anspach). Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Moritz Uppenkamp (19.), 2:0 Felipe Noguarolli Quintino (53.), 3:0 Achraf Gara Ali (63.), 3:1 Frederik Deters (79./Eigentor), 4:1 Achraf Gara Ali (86.).

TuS Makkabi – FC Posavina 2:0 (1:0)

Vier Siege in Folge haben Makkabi schon auf Rang sieben katapultiert. Da die Partie zunächst an der Betramswiese angesetzt war, setzten die Gastgeber alle Hebel in Bewegung, um doch noch im Sportpark Preungesheim auf Kunstrasen spielen zu können. „Der Aufwand hat sich gelohnt“, konstatierte Trainer Hakan Tekin. Durch das schnelle Tor von Robel Seiverth-Tsegai erwischte Makkabi einen Auftakt nach Maß und blieb danach gegen die Kroaten vom Riederwald am Drücker. Tsegai traf noch einmal per Kopfball die Latte. Für den Gegner hatte Tekin lobende Worte parat: „Posavina war bisher der beste Gegner, den ich gesehen habe. Sie haben wirklich ordentlichen Fußball gespielt und den Ball gut laufen lassen. Zum Torabschluss hat es aber meist nicht gereicht.“ Kurz vor der Halbzeit hatten die Gäste ihre beste Torchance durch Anto Petrasevic, dieser zielte aber über das Tor. In der zweiten Hälfte war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Posavina. Zwei gute Weitschüsse wusste TuS-Torhüter Patrick Bötsch mit Bravour zu parieren. Im weiteren Spielverlauf ergaben sich für Makkabi immer mehr Räume zum Kontern. Mit dem 2:0 von Aleksej Raduloski und der Roten Karte gegen Mateo Beslic (83./Tätlichkeit) war das Spiel entschieden. Das hin und wieder hektische Spiel wurde laut Tekin vom Schiedsrichter sehr gut geleitet. „Aktuell haben wir einen Lauf und das Glück des Tüchtigen. Wir entwickeln uns ständig weiter. Sicherlich werden auch Rückschläge kommen, aber die fußballerische und persönliche Qualität dieser Truppe wird das auffangen“, ist Tekin mit der Entwicklung hochzufrieden. Auf Seiten von Posavina fehlt ergebnistechnisch einfach die Konstanz. Einem Sieg folgt meist eine Niederlage und so kommen die Kroaten nicht aus dem Mittelmaß heraus. FCP-Pressesprecher Danijel Pavic sprach sogar von „einer unterirdischen Vorstellung unserer Mannschaft. Das war heute nichts, der einzige Lichtblick war Torhüter Matej Markovic. Ohne ihn hätten wir 4:0 oder 5:0 verloren. Die Rote Karte gegen unseren Spieler war mehr als gerecht. So kannst Du nicht reagieren nach einem Foul! Wir müssen wirklich einiges ändern, sonst wird es eine Saison zum vergessen.“

Schiedsrichter: Marcel Hinkel (Langenselbold). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Robel Seiverth-Tsegai (2.), 2:0 Aleksej Raduloski (79.).


TSG Nieder-Erlenbach – Spvgg. 02 Griesheim 0:4 (0:0)

Im ersten Abschnitt ging der Matchplan des Tabellenletzten ganz gut auf. Die Hausherren hatten sogar einige gefährliche Möglichkeiten und wirkten zielstrebiger als der Favorit. Nach dem Seitenwechsel wurde der Griesheimer Benjamin Zeisel sechs Minuten nach seiner Einwechslung zur Pause mit der Zeitstrafe wieder vom Feld geschickt (51.). Da waren die Griesheimer aber gerade durch Denis Memedi in Führung gegangen, der in Unterzahl noch das 2:0 nachlegte. Noch bevor Zeisel wieder auf das Feld durfte, hatten die „Schleifer“ mit dem dritten Tor schon alles klar gemacht. „In Überzahl bekommen wir zwei Gegentore. Die kamen immer über außen und haben geflankt. Wir haben es nicht verstanden das zu verteidigen“, bemängelte TSG-Trainer Andreas Ludwig. „Das Ergebnis von 0:4 geht dann auch in Ordnung. Wir waren nicht wachsam genug, da sind auch A-Jugendliche dabei, wo wir hoffen müssen, dass sie dran bleiben“, so Ludwig weiter. Der Griesheimer Trainer Marco Santonastaso musste vier Stammspieler ersetzen, unter anderen den Außenbahnspieler Fiorenzo Santoro. „Das war ein Arbeitssieg. Ich war gezwungen zu rotieren und die Spieler haben das ordentlich erledigt“, sagte Santonastaso.

Schiedsrichter: Eike Keller (Harbach). Zuschauer: 110.
Tore: 0:1, 0:2 Denis Memedi (48./55.), 0:3 Rafed Matmati (60.), 0:4 Clinton Adjei Asante (82.).

FC Kosova – TSKV Türkgücü 7:2 (2:1)

Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci zeigte sich über den dritten Sieg in Folge und den Sprung auf Rang fünf begeistert: „Der Sieg geht voll in Ordnung. Wir waren in jeder Beziehung überragend. Da hat alles geklappt.“ Vor allem die schnellen Spitzen konnten von den Gästen kaum aufgehalten werden. Das sah auch Türkgücüs Fußball-Abteilungsleiter Adnan Erden so: „Raisi Zalla hat unsere Abwehr das eine ums andere Mal durcheinander gewirbelt. Ihn haben wir dann ziehen lassen. Da mussten unsere jungen Spieler Lehrgeld bezahlen.“ Das Debüt des neuen Trainers Giuseppe Forciniti ging somit daneben. „Die Niederlage tut aber nicht weh, es sieht schlimmer aus, als es wirklich war. Für die Zuschauer war es auf jeden Fall ein schönes Spiel.“

Schiedsrichter: Michele Abbondanza (Wiesbaden). Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Haithem Sassi (11.), 1:1 Serkan Yoldas (15.), 2:1 Flakron Thaci (19.), 3:1 Andi Bitiqi (52.), 4:1, 5:1 Raisi Zalla (62./65.), 6:1 Alvaro Zalla (74./Foulelfmeter), 7:1 Leon Dashi (77.), 7:2 Ilir Chounta Or Huda (84.).


SV 07 Heddernheim – SC Weiss-Blau 5:0 (3:0)

Große Freude herrschte im Heddernheimer Lager nach dem höchsten Saisonsieg. Nicht nur, weil die Negativserie von nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen gestoppt wurde, sondern weil die Grün-Weißen erstmals in dieser Runde ohne Gegentreffer blieben. „Es war wichtig gegen einen Gegner zu gewinnen, der in der Tabelle unten drin steht. Endlich haben wir auch mal zu Null gespielt und die Stürmer haben vorne ihre Chancen genutzt“, meinte SVH-Trainer Andreas Berggold. Von Beginn an agierten die Gastgeber gegen den Tabellen-17. voller Elan nach vorne und belohnten sich mit einem Blitztor. Der Stadionsprecher hatte die Aufstellungen noch nicht zu Ende verlesen, da klingelte es schon im Kasten der Gäste von den Sandhöfer Wiesen. Der griechische Stürmer Christos Papadopoulos war zur Stelle und traf noch in der ersten Minute zum 1:0 und legte dann nach einem Eckball schnell das 2:0 nach (7.). Die Gäste wirkten durchaus gefällig und agierten mit einem geordneten Spielaufbau. Dabei setzten sie ihre schnellen Außenbahnspieler ein. Ilias Lemghili hatte eine gute Möglichkeit, zielte aber über den Kasten von SVH-Keeper Marcin Czukiewicz. Auf der Gegenseite fasste sich der rechte Verteidiger Deon Heck endlich mal ein Herz und zog aus der zweiten Reihe ab. Der Ball klatschte mit voller Geschwindigkeit erst gegen den einen und dann gegen den anderen Pfosten. Ünal Özdemir besorgte dann den Pausenstand (27.) und erhöhte nach der Pause noch auf 4:0 und 5:0 (51./63.). „Das hat mich sehr gefreut für Ünal, der sehr viele Torchancen in den Spielen davor liegen gelassen hat. Da hing er etwas in der Luft, aber heute hat er gezeigt, dass er weiß wo das Tor steht.“ In der Schlussphase hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können, doch zahlreiche Konter wurden nicht optimal ausgespielt und Tino Matijevic knallte den Ball bei einem Freistoß gegen die Querlatte. „Wir hatten auch das nötige Glück, dass wir hinten das nötige Glück hatten, um keinen rein zu bekommen. Aber über 90 Minuten gesehen war der Sieg hochverdient“, meinte Berggold. Der gleichen Meinung war auch Gästecoach Jamal Er-Rjah, der nach dem Schlusspfiff gratulierte: „Der Sieg der Gastgeber ist verdient. Heddernheim war besser.“

Schiedsrichter: Luca Mellin (Dreieich). Zuschauer: 110.
Tore: 1:0, 2:0 Christos Papadopoulos (1./7.), 3:0, 4:0, 5:0 Ünal Özdemir (27./51./63.).


FV Hausen – SV Griesheim Tarik 3:1 (2:1)

Hausens Trainer Federico da Costa Coutinho hatte einst an der Mühlwiese noch mit Tarik-Coach Mourad El Hirache zusammen gespielt, der dann danach für drei Jahre sein Trainer in der Reserve der Lila-Weißen war. Als dann „Fede“ die Mannschaft übernahm, war El Hirache oft als Zuschauer auf Hausener Seite. „Es war jetzt das erste Mal in den vielen Jahren, dass wir uns als Gegner gegenüber standen. Das war schon ein komisches Gefühl, da wir auch gut befreundet sind“, schilderte Costa Coutinho. Er verdeutlichte aber: „Wir haben die drei Punkte gebraucht und hatten nichts zu verschenken.“ In der hektischen Begegnung markierte Spas Pisov auf Zuspiel von Routinier Mohamed El Baouti die Führung der Lila-Weißen. Nach Flanke von Georgi Tushev köpfte dann Hamza Gulzar zum 2:0 ein. Kurz vor der Halbzeit verkürzte der bullige Mittelstürmer Ismail El Yacoubi auf 2:1. Dabei verletzte sich der Torschütze schwer und musste mit dem Krankenwagen mitgenommen werden. Nach dem Seitenwechsel erzielte Gulzar schnell das 3:1. Der Rest der Spielzeit war dann von vielen Unterbrechungen geprägt. In der Schlussphase erhielt Tariks Abwehrspieler Renaldo Trauner wegen groben Foulspiels die Rote Karte (81.). Trotzdem ließen sich die Gastgeber in den letzten Minuten hinten rein drücken. „Das 3:9 bei Tempo hat die Jungs nicht los gelassen. Im Abschlusstraining habe ich sehr motivierte Jungs gesehen. Das haben sie sehr gut umgesetzt. Sie wollten zeigen, dass die Niederlage bei Tempo ein einmaliger Ausrutscher war.“ El Hirache war sowohl mit der Leistung des Schiedsrichters, als auch mit jener der eigenen Elf unzufrieden: „Das Spiel hat für überwiegende Teile der Mannschaft nicht stattgefunden. Die Abseitsentscheidungen des Unparteiischen waren sehr fragwürdig. Das 3:1 der Hausener wurde beispielsweise aus klarer Abseitsposition erzielt.“

Schiedsrichter: Holger Lenz (Bad Camberg). Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Spas Pisov (19.), 2:0 Hamza Gulzar (36.), 2:1 Ismail El Yacoubi (41.), 3:1 Hamza Gulzar (48.).

FC Union Niederrad – FC Gudesding 1:2 (1:1)

In einem tempogeladenen Kampf entführten die Gäste die drei Punkte von der Heinrich-Seliger-Straße. Die Hausherren mussten ohne drei Stammspieler auskommen, darunter der ehemalige Bundesligaspieler Nando Rafael, dessen Engagement bei Union Niederrad unter der Woche auch bundesweite Schlagzeilen in Sportportalen lieferte. Dazu gab es diverse angeschlagene Akteure. „Bis zum 1:1 waren wir klar feldüberlegen“, sagte Unions Vorsitzender Khalid Lamjahed. Das 1:0 des Niederräders Alexander Felten konterte der „Gude“ Alexander Root drei Minuten später mit einem sehenswerten Freistoß. Nach dem Seitenwechsel war es ein ausgeglichenes Spiel, das durch einen Treffer aus 22 Metern in den Winkel von Root zugunsten der Gäste vom Ostpark entschieden wurde. „Eine unglückliche Niederlage. Wir bleiben geduldig, aber wir wir wissen, dass wir noch genug Spiele haben und wenn wir so weiter spielen, kommen wir problemlos unten raus“, so Lamjahed weiter, der von einem fairen Spiel berichtete. FCG-Trainer Luca Spessot sah im ersten Abschnitt ein ausgeglichenes Spiel „mit minimalen Vorteilen durch Kontersituationen bei Union. In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich überlegen. Union hat relativ ausgepowert gewirkt. Das Ergebnis geht so in Ordnung.“

Schiedsrichter: Cevat Kalyoncu (Hattersheim). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Alexander Felten (35.), 1:1, 1:2 Alexander Root (38./56.).

Concordia Eschersheim – FV Saz-Rock 1:1 (0:1)

Saz-Rock errang sich am Rosegger einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf, es hätten aber auch gut und gerne drei Zähler sein können. Denn bis in die Nachspielzeit hinein führten die Gäste durch den Treffer von Dominik Tomic mit 1:0 und waren zudem in Überzahl, weil der Concorde Averil Ringheim die Rote Karte gesehen hatte (83.). In der Nachspielzeit zeigte der Unparteiische nach einem Foulspiel im Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Matthias Müller sorgte für den Eschersheimer Ausgleich. „Wir hatten das Spiel im Griff und waren besser. Nach dem Rückstand haben wir komplett den Faden verloren. Das ist mir völlig unverständlich, warum wir nicht normal weiter spielen. Wir können über den einen Punkt glücklich sein, denn mehr haben wir nicht verdient“, sagte Concordia-Trainer Andre Winter nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg. „Eigentlich war das Spiel relativ fair, die Spieler waren beidseitig nur häufiger über Entscheidungen des Schiedsrichters überrascht, dem das Spiel komplett entglitt. Winter übte scharfe Kritik am unsportlichen Benehmen der Gästeänhänger: „Von außen wurden von Saz-Rock-Zuschauern ständig Beleidigungen rein gerufen. Außerdem standen dauerhaft mindestens zehn Leute im Innenraum, obwohl der Schiedsrichter diese aufgefordert hatte, hinter die Bande zu gehen.“ Der Concordia-Coach weiter: „Es wundert mich jede Woche, was für Leute teilweise auf die Sportplätze kommen. Wie man dauerhaft Schiedsrichter, Gegenspieler, Trainer beleidigen und beschimpfen kann, ist mir ein Rätsel. Die Leute und Vereine sollen sich mal hinterfragen. Da freue ich mich echt auf das Duell mit Gudesding nächste Woche, da geht es wenigstens um Fußball.“ Gästecoach Ersin Kizarmis hatte das nicht so wahrgenommen: „Für mich war da nichts aufregendes dabei. Ich wurde als Aktiver in der Oberliga Hessen in Fulda oder Kassel auch mal beleidigt. Dass es nach einem Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit lauter zugeht ist doch normal. Der Trainerkollege stand während des Spiels ja auch teilweise im Feld, verließ immer wieder seine Coaching-Zone. Der späte Ausgleich ist ärgerlich und der Schiedsrichter hat einige fragwürdige Entscheidungen gegen uns getroffen.“

Schiedsrichter: Hanif Schönburg (Darmstadt). Zuschauer: 85.
Tore: 0:1 Dominik Tomic (37.), 1:1 Matthias Müller (90./+2, Foulelfmeter).

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