Kreisoberliga Frankfurt – Union holt Nando Rafael – Santoro hält Griesheim 02 an Tabellenspitze

17. September 2021
Danke an Pedro Acebes
Kreisoberliga Frankfurt – Union holt Nando Rafael – Santoro hält Griesheim 02 an Tabellenspitze

Frankfurt – In der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt verteidigte die Spvgg. 02 Griesheim durch das 2:2 bei Verfolger FC Tempo die Tabellenspitze. Erstmals Punkte abgeben musste der FC Kalbach, der vor heimischer Kulisse gegen den FC Croatia nicht über ein 2:2 hinaus kam. Im Tabellenkeller kam Schlusslicht TSG Nieder-Erlenbach gegen die bis dato ebenfalls punktlose Union Niederrad mit 0:6 unter die Räder.

Die Serben vom FC Tempo vor dem Match gegen Griesheim 02. Foto: Simon Pather.

SV 07 Heddernheim – FC Posavina 3:2 (2:0)

Die Heddernheimer konnten auch ihr drittes Heimspiel knapp gewinnen. Doch die drei Punkte gegen die bis dato unmittelbar dahinter platzierten Kroaten hätten weitaus früher und sicherer unter Dach und Fach gebracht werden können. Eine lange und eigentlich sichere 2:0-Führung gaben die Grün-Weißen zu Beginn der letzten Viertelstunde aus der Hand, um in der Nachspielzeit doch noch den umjubelten Siegtreffer zu markieren. „Bevor der Anschlusstreffer gefallen ist, hatten wir Möglichkeiten zum 3:0. Dann wäre das Ding schon durch gewesen. Posavina hat immer an sich geglaubt und weiter nach vorne gespielt. Wir haben gewackelt, sind vielleicht auch umgefallen, aber wir sind wieder aufgestanden und haben mit einer sensationellen Kombination das 3:2 gemacht“, wusste SVH-Trainer Andreas Berggold. Das frühe Tor von Innenverteidiger Niels Gerbig (15.), der nach einem Eckball am langen Pfosten stand und problemlos zum 1:0 einschob, gab den Heddernheimern einige Sicherheit, auch wenn der Torschütze nur elf Minuten später verletzt gegen Fabian Schubert ausgewechselt werden musste. Die 2:0-Pausenführung hatten die Grün-Weißen Stürmer Christos Papadopoulos zu verdanken, der nach einer kurz ausgeführten Ecke eine Flanke von Tino Matijevic einnickte (40.). Nach dem Seitenwechsel schafften es die 07er nicht, mit einem frühzeitigen dritten Tor die Entscheidung herbeizuführen. Stattdessen kam Posavina über die linke Seite immer stärker auf. Mit einem Flachschuss verkürzte Marin Antunovic auf 2:1 (76.) und nur vier Minuten danach musste der SVH sogar den bitteren Ausgleich schlucken, als die Kroaten wieder über links kamen und Ivan Dzijan den Ball an SVH-Tormann Marcin Czukiewicz vorbei im rechten Eck unterbrachte (80.). Die nur mit 13 Akteuren angereisten Gäste mussten im Spielverlauf mit Anto Petrasevic und Stjepan Piljic zwei verletzte Fußballer beklagen, spielten nach dem 2:2 aber angetrieben von ihrem engagierten Trainer Pero Bosnjak weiter nach vorne. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft es wollte und nach dem 2:2 die Chance da war, aber Heddernheim war heute besser aufgestellt“, antwortete FCP-Pressewart Danijel Pavic auf die Frage nach seinem Resümee. Dann aber kam die fünfminütige Nachspielzeit, an dessen Anfang schon Papadopoulos nach einer Schubert-Flanke das Tor hätte machen können. Der Siegtreffer fiel letztlich über die rechte Seite, als Ünal Özdemir flankte und der eingewechselte Jakob Pluta goldrichtig stand und zum 3:2 einschob (90./+1). „Ich bin mächtig stolz auf die Truppe, die nach dem 2:2 an sich geglaubt hat und den Sieg wollte“, nannte Berggold die Gründe für den vierten Saisonsieg und den Sprung auf Rang sieben. 

Schiedsrichter: Tobias Reinhardt (Feldberg). Zuschauer: 68.
Tore: 1:0 Niels Gerbig (15.), 2:0 Christos Papadopoulos (40.), 2:1 Marin Antunovic (76.), 2:2 Ivan Dzijan (80.), 3:2 Jakob Pluta (90./+1). 

FV Hausen – FC Gudesding 1:2 (0:1)

Die Gastgeber gingen sehr früh in Rückstand, als Gudesding die Hintermannschaft der Lila-Weißen mit einem Doppelpass aushebelte und Alexander Root einschob. In der ersten Hälfte musste Gästeakteur Markus Eyting mit einer Platzwunde das Feld verlassen und wurde auch von Hausener Betreuern gepflegt. Auf der Heimseite erwischte es Jounes Bökenkamp mit einem fetten Knöchel. „Spielerisch war kaum noch was los“, drückte es FVH-Coach Federico da Costa Coutinho drastisch aus. Die „Guden“ hatten dann durch einen Foulelfmeter die Chance zu erhöhen, aber der eingewechselte Adam Langhans scheiterte an Hausens Torhüter Onno Engel. Nach dem Seitenwechsel wurde der FV Hausen vor heimischer Kulisse eiskalt ausgekontert. „Das war zu fahrlässig, zu einfach“, monierte Coutinho das 0:2 von Mutaz Husain eine Viertelstunde vor Schluss. In der 80. Minute wurde gegen Seyed Hosseini von Gudesding die Zeitstrafe ausgesprochen und Hausen kam in Überzahl zum Anschlusstreffer von Hamza Gulzar. „Wir waren zu ideenlos, haben den Ball zu lange gehalten. Gudesdings Zentrum stand kompakt und wir haben es versäumt, den Ball über die außen zu spielen. Zu oft haben wir die langen Bälle probiert, die eigentlich Gift waren. Die haben halt ihren Stiefel runtergespielt, vorne gut gepresst und waren in den Zweikämpfen stabil und giftig. Davon kann sich mein Team gerne mehrere Scheiben abschneiden“, resümierte Coutinho. Dessen Kollege Luca Spessot von Gudesding sah „ein flottes Spiel von beiden Seiten in den ersten 45 Minuten, ein absolutes Kampfspiel in der 2. Halbzeit – mit besseren Chancen für uns. Das 2:1 ist ein faires Ergebnis.“ Lohn für die Ostpark-Elf: Der Sprung auf Rang vier!

Schiedsrichter: Daniel Kamnitzer (Eltville). Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Alexander Root (5.), 0:2 Mutaz Husain (74.), 1:2 Hamza Gulzar (84.).

SV Viktoria Preußen – FV Saz-Rock 7:2 (3:0)

Die Gäste traten an der Hügelstraße wieder mit dem zweifachen Torschützen Hüseyin Can und Hasan Demir an, waren aber unter dem Strich klar unterlegen. „Wir haben wesentlich besser gespielt als bei Maroc, aber wir müssen erst wieder alles neu ordnen“, sagte FV-Pressewart Jörg Henkel. Am Sonntag soll die Mannschaft dann mit einem neuen Trainer ins Spiel bei Gudesding gehen. Durch einen Hattrick von Oskar Copik führten die Preußen nach einer halben Stunde mit 3:0, nach einer Stunde war das halbe Dutzend nach einem weiteren Treffer Copiks und einem Doppelschlag von Christian Trulli bereits voll. „Saz-Rock hat sich gewehrt, die haben bis zum Schluss weiter gemacht. Diesen Sieg dürfen wir nicht überbewerten, denn Sonntag geht´s nach Heddernheim zum Derby“, so der Chefcoach von Viktoria Preußen Artur Rissling.

Schiedsrichter: Heiko Spillner (Gelnhausen). Zuschauer: 40.
Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Oskar Copik (18./23./30.), 4:0, 5:0 Christian Trulli (52./60.), 6:0 Oskar Copik (65.), 6:1 Hüseyin Can (66.), 7:1 Nathan Tewelde (78.), 7:2 Hüseyin Can (80./Foulelfmeter).


FC Kalbach – FC Croatia 2:2 (2:1)

Erstmals in dieser Saison musste Aufstiegsanwärter Kalbach Federn lassen und kam gegen die robust auftretenden Kroaten nicht über ein Remis hinaus. „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr diszipliniert gespielt und Croatia weit von unserem Tor weg gehalten. Mit unserer Dynamik waren wir sehr präsent“, schilderte Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Meyer. Nach dem Seitenwechsel machte die Formation vom Balkan viel Druck und kam über Einsatz und Körperkontakt ins Spiel. „Genau das, was Kalbacher Mannschaften nicht so mögen“, präzisierte Meyer. So war für ihn der Ausgleich der Gäste durch Ivan Propadalo in der Schlussphase „mehr als verdient“. Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta resümierte: „Wir sind gut gestanden und haben nicht viel zugelassen.“ Ante Strljic hatte die Kalbacher Führung durch Enno Lang mit einem direkt verwandeltem Eckball zwei Minuten später egalisieren können, aber kurz vor dem Pausentee war Torjäger Achraf Gara Ali mit dem 2:1 zur Stelle. „In die zweite Halbzeit sind wir sehr gut gekommen. Wir hatten sehr gute Chancen auf den Ausgleich und zunächst nicht genutzt.“ Dann war es aber in der 84. Minute soweit. Ivan Propadalo markierte den nach Kontas Ansicht verdienten 2:2-Endstand. Zeitstrafen erhielten der Kalbacher Moritz Uppenkamp (77.) und der Kroate Oliver Andric (90./+1). „Wir sind mit der Einstellung und dem Läuferischen sehr zufrieden und nehmen den Punkt gerne mit. Das bringt uns zusätzlich Motivation für das Spiel am Sonntag bei Posavina“, so Konta.

Schiedsrichter: Michael Aydin (Pohlheim). Zuschauer: 65.
Tore: 1:0 Enno Lang (33.), 1:1 Ante Strljic (35.), 2:1 Achraf Gara Ali (45.), 2:2 Ivan Propadalo (84.).


FC Tempo – Spvgg. 02 Griesheim 2:2 (1:1)

Das Topspiel zwischen dem Verfolger und dem bisherigen Spitzenreiter lockte 150 Fans an die Woogwiese. „Das war in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel. Wir haben es aber nach dem Seitenwechsel nicht geschafft, das dritte Tor zu machen“, bedauerte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic. Nachdem bei den Serben Branislav Glamocanin mit der Zeitstrafe runter musste (74.), übernahmen die spielstarken Griesheimer immer mehr die Initiative. Die Mannschaft von Trainer Marco Santonastaso erhielt in dieser Phase sehr viele Freistöße zugesprochen und drängte auf das Unentschieden. In der sehr langen Nachspielzeit segelte noch einmal ein Freistoß in den Tempo-Strafraum. Es kam zu einem Gerangel und ein Griesheimer lag auf dem Boden. „Der Schiedsrichter befand, dass man da Elfmeter pfeifen muss, obwohl beide gedrückt haben“, schilderte Marcetic die Szene. Fiorenzo Santoro schnappte sich den Ball, verwandelte den Foulelfmeter und hielt dadurch die Griesheimer an der Tabellenspitze (90.+7). „Ich muss die Jungs loben. Sie haben die taktischen Anweisungen gut umgesetzt. Wir haben Tempo gezwungen, lange oder diagonale Bälle zu spielen und sind am Ende belohnt worden“, befand Santonastaso.

Schiedsrichter: Alexander Kohaut (Nidderau). Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Nikola Dokovic (32.), 1:1 Taiha Azaitouni (36.), 2:1 Angelo Castrovillari (51./Eigentor), 2:2 Fiorenzo Santoro (90./+7, Foulelfmeter).

SC Weiss-Blau – FC Maroc 4:6 (3:2)

Was für ein turbulentes Spiel an den Sandhöfer Wiesen! Die Spielvorbereitung bei den Gästen war nicht optimal, denn einige Akteure kamen erst kurz vor Spielbeginn geschlaucht von der Arbeit an. Nicht zuletzt deswegen führten die Gastgeber zunächst mit 3:1, ehe sich die Marokkaner auf ihre technischen Fertigkeiten besinnten. „Der Spieler mit der Nummer zehn Aziz Derrou hat den Unterschied gemacht“, befand Weiss-Blau-Trainer Jamal Er-Rjah. Er trauerte hinterher, dass seinem Team nicht das 4:1 oder 5:1 gelungen war: „Wir hätten schon früh alles klar machen müssen.“ Spielerisch kombinierte Maroc auf dem Kunstrasen stark, kam so nach einer Aufholjagd zum zweiten Saisonsieg und überholte den Kontrahenten im Kampf gegen den Abstieg auch noch in der Tabelle. Trotz des erneuten Rückstandes ließen sich die Gäste nicht unterkriegen und bogen erstmals in der 65. Minute durch Hamza Chouiba auf die Siegerstraße ein und machten durch den herausragenden Derrou alles klar. „Alle Achtung: Das hat viel Kraft gekostet, aber das hohe Tempo hat sich gelohnt“, freute sich Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi.

Schiedsrichter: Dominik Gruszka (Eschborn). Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Naser Al Abdullah (9.), 1:1 Hamza Chouiba (14.), 2:1, 3:1 Tilman Garthe (16./24.), 3:2 Jouness Fanach (38.), 3:3 Aziz Derrou (46.), 4:3 Hatem Fekih (48.), 4:4 Aziz Derrou (60.), 4:5 Hamza Chouiba (65.), 4:6 Aziz Derrou (70.).


TSG Nieder-Erlenbach – Union Niederrad 0:6 (0:3)

In unerwarteter Höhe konnten die Niederräder das Kellerduell der beiden bislang punktlosen Teams für sich entscheiden und atmen erst mal auf. Dazu konnte der Vorsitzende Khalid Lamjahed einen wahren Transfercoup bekanntgeben: Der mittlerweile 37-jährige ehemalige Bundesligaspieler Nando Rafael (von 2002 bis 2013 120 Einsätze für Hertha BSC, Borussia Mönchengladbach, FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf) hat sich der Union angeschlossen und gab in Nieder-Erlenbach sein Debüt. Die Gäste waren in allen Belangen überlegen und kamen locker zum ersten Saisonsieg. „Das war eine einseitige Partie. Nieder-Erlenbach hat vor der Begegnung den Kunstrasen nass gemacht und wollte pressen. Aber mit unserem 1:0 haben wir ihre Bemühungen im Keim erstickt“, teilte Lamjahed mit. „Wir sind noch nicht komplett, es sind noch Stammspieler im Urlaub. Der eine oder andere Spieler wird auch nicht mehr für die Erste Mannschaft auflaufen. Wir werden alles tun, um den Abstieg zu verhindern. “

Schiedsrichter: Atul Kumar (Friedberg). Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Antonio Anic (18.), 0:2 Alexander Felten (37.), 0:3, 0:4 Antonio Anic (41./57.), 0:5, 0:6 Sascha Held (82./88.).

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