Kreisoberliga Frankfurt – Derrou schockt Spitzenreiter Griesheim 02

Frankfurt – Wohl zum vorerst letzten Mal unter den bisherigen Bedingungen wurde der 10. Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt über die Bühne gebracht. Aufgrund steigender Fallzahlen im Stadtgebiet werden wohl weitere Zuschauerbeschränkungen nicht ausbleiben. Im benachbarten Offenbacher Fußball-Kreis wurde der Spielbetrieb bereits unterbrochen, im Main-Taunus-Kreis sind demnächst „Geisterspiele“ an der Tagesordnung. Unterdessen ist Aufsteiger SC Weiss-Blau wie zu Saisonbeginn von Corona-Fällen betroffen und dadurch erneut außer Gefecht gesetzt worden. Die Heimpartien gegen den FC Croatia und den SV 07 Heddernheim wurden entsprechend den Bestimmungen verlegt.


Türkgücü hat erst sieben Saisonpartien absolviert. Foto: Adnan Erden.

TSG Nieder-Erlenbach – FV Saz-Rock 2:4 (1:0)

Das Schlusslicht war ganz nah dran am ersten Punktgewinn und lag zur Halbzeit sogar durch Gero Lange in Führung. Dann bekamen die Gäste zwei Strafstöße zugesprochen, die Kapitän Onur Götürmen eiskalt verwandelte. Zwischendurch gab es gegen FV-Innenverteidiger Sanny Abubakari eine Rote Karte wegen Tätlichkeit. Nieder-Erlenbach egalisierte durch Emir Duljevic zum 2:2, aber Saz-Rock besaß in Unterzahl zum Schluss das größere Stehvermögen. Im Endspurt gaben die Torjägerqualitäten von David Rosato schließlich den Ausschlag.

Dem immer gefährlichen Mittelstürmer gelangen die zwei entscheidenden Tore zum Auswärtssieg der Gelb-Roten, bei denen der neue Trainer Süleyman Keskin einen guten Einstand feierte. Der Verein hatte sich am Donnerstagabend nach dem blamablen Pokalaus beim C-Ligisten SC Riedberg (4:5) von Vorgänger Ibrahim Uyanik getrennt. „Wir haben uns zusammengesetzt und uns so entschieden. Ich habe mich am Freitagabend von der Mannschaft verabschiedet. Das war abzusehen, weil wir wochenlang keine guten Ergebnisse erzielt haben“, meinte der Ex-Profi zu seinem Abgang.

Nachfolger Keskin war als Spieler einst eine Größe bei so renommierten Vereinen wie der SG Hoechst, dem FV Bad Vilbel und dem FC Eschborn und spielte lange Jahre in der Oberliga und Regionalliga. Nachdem er rund zehn Jahre in der Gastronomie beschäftigt war und in dieser Zeit nicht mehr am Fußballgeschehen teilnahm, war Keskin seit Saisonbeginn Spielertrainer bei Saz-Rock II in der C-Liga. Nach der Trennung von Uyanik bekam er den Job von Vereinspräsident Engin Bulut angeboten.

Der 42-jährige nahm an und wechselte sich in Nieder-Erlenbach beim Stande von 2:2 sogar selbst ein. Mit dem Ergebnis und der Einstellung zeigte er sich zufrieden: „In der Mannschaft steckt viel Potenzial, es gibt viele Klassespieler. Sie hat aber zuletzt nicht mehr an sich geglaubt. Von daher haben wir am Freitag ein mentales Training durchgeführt und es hat Früchte getragen.“ Nieder-Erlenbachs Trainer Andreas Ludwig stellte dagegen fest: „Von zwei schlechten Mannschaften hat die etwas bessere schlechte gewonnen.“

Schiedsrichter: Alexander Kuhl (Linsengericht). Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Gero Lange (17.), 1:1, 1:2 Onur Götürmen (66./Foulelfmeter, 75./Handelfmeter), 2:2 Emir Duljevic (79.), 2:3, 2:4 David Rosato (82./84.).
Rote Karte: Sanny Abubakari (Saz-Rock/69.).

Spvgg. 02 Griesheim – FC Maroc 3:4 (2:2)

Der große Favorit Griesheim 02 strauchelte im Heimspiel gegen den FC Maroc und bezog seine erste Heimniederlage. Den Gästen gelang es, die Abwehr der Platzherren in den ersten 20 Minuten völlig zu überrumpeln. Dank eines Foulelfmeters von Kapitän Hamza Chouiba und eines Hebers von Mourad Ibn Jalil führte man unverhofft schnell mit 2:0. „Wir haben mit allen Spielern gut gegen den Ball gearbeitet, wie man es im modernen Fußball tut“, erklärte Trainer Jorge Huberman. Heimcoach Michele Raimondi attestierte den Gästen hingegen eine gute Verteidigung mit gelegentlichen Kontern. Die Nerven lagen dann beim jungen Bilal Zerouali blank, denn mit einem Foulelfmeter scheiterte er an Maroc-Torhüter Hazem Tit. Im Nachschuss brachte Zerouali den Ball dann doch im Tornetz unter. Stürmer Alexandr Railean besorgte dann noch vor der Pause den Ausgleich. „Es war ein schlechtes Spiel. Wir haben es nicht geschafft, gegen die Defensive durchzukommen“, erklärte Raimondi. Maroc witterte nach dem Platzverweis gegen Griesheims Vasile Popovici die große Chance auf den Auswärtssieg und ging dann durch Aziz Derrou wieder in Führung. Chouiba sah dann Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens, als er den Abseitspfiff überhörte. Drei Minuten vor dem Ende gelang Railean per Foulelfmeter der erneute Ausgleich, ehe Derrou den Tabellenführer mit einem Slalomlauf schockte und die mitgereisten Maroc-Anhänger mit dem Siegtreffer glücklich machte. „Gegen so Mannschaften muss man anders auftreten. Dazu kommt, dass wir einige Fehler im Aufbauspiel gemacht haben“, kritisierte Raimondi. Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi jubelte: „Endlich mal ein Sieg gegen eine starke Mannschaft, aber wir waren stärker. Am Ende war die Freude groß, denn wir leben noch.“

Schiedsrichter: Nusret Hadzibulic (Kelkheim). Zuschauer: 144.
Tore: 0:1 Hamza Chouiba (12./Foulelfmeter), 0:2 Mourad Ibn Jalil (17.), 1:2 Bilal Zerouali (31.), 2:2 Alexandr Railean (37.), 2:3 Aziz Derrou (56.), 3:3 Alexandr Railean (87./Handelfmeter), 3:4 Aziz Derrou (90.).
Gelb-Rote Karten: Vasile Popovici (Griesheim/54.), Hamza Chouiba (Maroc/83.).

FC Kosova – FC Gudesding 1:0 (1:0)

Laut Spielausschuss-Boss Rudi Statovci stürmte Kosova das ganze Spiel, aber nur Haithem Sassi fand eine Lücke im guten Defensivverbund der Gäste vom Ostpark und markierte nach 25 Minuten den einzigen Treffer des Nachmittages. Gudesding zeigte sich gegenüber den beiden zuvor erlittenen hohen Niederlagen gut erholt und bot eine solide Vorstellung. Die Paarung lockte immerhin 100 Zuschauer an die Wilhelm-Epstein-Straße. Die heimischen Anhänger wurden nicht enttäuscht, denn nach der Roten Karte gegen FCG-Kapitän Lorenzo Dolce wegen einer Notbremse erarbeitete sich der Aufsteiger etliche Torchancen, die jedoch alle ungenutzt blieben. Dennoch war der dreifache Punktgewinn in Statovcis Augen nie in Gefahr: „Der Gegner hat nicht einmal auf unser Tor geschossen, hatte aber in Chris Oderwald einen überragenden Torhüter in seinen Reihen. Das war der beste Torwart, den ich in dieser Klasse gesehen habe.“ Gudesdings zweiter Vorsitzender Luis Engelhardt fasste zusammen: „Ein sehr umkämpftes Spiel. Auf dem kleinen Platz hat man die Unterzahl eher weniger gemerkt. Kosova hatte die klareren Torchancen. Eine hundertprozentige blieb auf unserer Seite aus und unser Tormann Chris Oderwald hat drei bis vier gute gehalten. Eine couragierte Leistung des FCG mit dem schlechteren Ende für uns.“

Schiedsrichter: Atul Kumar (Königstein). Zuschauer: 100.
Tor: 1:0 Haithem Sassi (25.).
Rote Karte: Lorenzo Dolce (Gudesding/28.).

SV 07 Heddernheim – SV Griesheim Tarik 3:2 (1:1)

Die Heddernheimer schafften es endlich einmal, über mehr als 90 Minuten eine konzentrierte Leistung abzurufen und so einen durchaus gefälligen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel zu besiegen. Mit dem zweiten Dreier in Folge und nun zehn Punkten auf dem Konto können die Grün-Weißen den kommenden Aufgaben nach dem Sprung auf Rang zwölf gelassener entgegen sehen. „Wir haben über die volle Spielzeit ein gutes Spiel gemacht, das beste in der noch kurzen Saison. Am Ende haben wir das Ding auch verdient gewonnen. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, die auch schön rausgespielt wurden“, freute sich SVH-Coach Andreas Berggold. „Wir waren noch einen Tick entschlossener als sonst und wussten, dass die elementaren Dinge wichtig sind. Obwohl wir mit dem letzten Aufgebot am Start waren, haben wir es sehr gut umgesetzt.“

Die Gäste von der Lärchenstraße überzeugten von Beginn an mit handlungsschnellen Spielern und extremer Ballsicherheit. Die neuformierte junge Truppe belohnte sich mit der ersten Möglichkeit schon mit der Führung. Durch eine Flanke von Routinier Khalid El Houssaini erhielt Msalih Mansourri die Kugel und netzte volley ein (8.). Vier Minuten später bekam Mimoun Azzakriti den Ball am Sechzehner und zog ab, SVH-Keeper Marcin Czukiewicz parierte stark. Die Gäste kamen zu weiteren Chancen, die Amghar Bouchikh und El Houssaini aber nicht zu nutzen wussten. Und so setzte sich dann auf der Gegenseite Deniz Yatci endlich mal über die linke Seite durch und brachte den Ball halbhoch herein. Christos Papadopoulos verpasste, aber Antonie Willeführ stand dahinter und stocherte den Ball irgendwie über die Linie (34.). Nach der Pause kam Heddernheim noch konzentrierter aus der Kabine und ging sogar in Führung.

Freistoß vom Kapitän Philipp Siegel, Neuzugang Tino Matijevic per Hacke zu Pascal Hubbuch, der resolut zum 2:1 abschloss (48.). Doch der Vorteil hielt nicht lange: Tarik wechselte nach dem Gegentor sofort Ahmet Keser und dann kurz danach Marlon Schick ein. Joker Keser ging nach einer Freistoßflanke am langen Pfosten zum Kopfball, die SVH-Abwehr eben nicht und so köpfte er zum 2:2 ein (54.). Sieben Minuten danach Flanke von Willeführ, Matijevic steht am langen Pfosten und köpft zum 3:2 ein (61.). Ein Gästespieler schien noch am Ball gewesen zu sein, doch das schöne Tor gehörte dem Neuzugang aus Oberrad, der immer besser zurecht kommt. Was blieb, war eine lange halbe Stunde plus siebenminütiger Nachspielzeit, in der Tarik alles versuchte, aber nicht die richtigen Mittel fand.

El Houssaini, Jahouh und Bouchikh hatten Gelegenheiten zum Ausgleich, doch Heddernheim verteidigte konsequent und brachte den Sieg letztlich über die Zeit. Nach sechs Siegen in Folge hat es Tarik nun erwischt, die Griesheimer verpassten den möglichen Sprung auf Platz zwei. „Wir haben schon vor der Saison gesagt, dass wir keine Spitzenmannschaft sind. Wir hatten einen guten Lauf und hätten auch dieses Spiel gewinnen können. Leider konnten zwei Stammspieler berufsbedingt erst zur Halbzeit kommen und ein A-Jugendspieler hat von Beginn an gespielt. Daran lag es aber nicht, denn wir haben die Chancen in der ersten Halbzeit nicht genutzt. Dann haben wir Heddernheim unnötig stark gemacht. Am Ende war es ein zerfahrenes und kampfbetontes Spiel, was wir spielerisch lösen wollten. Da haben wir zu kompliziert gespielt und wenn Heddernheim kämpft und kompakt steht ist es schwierig“, resümierte Tarik-Trainer Hamza Azaoum.

Schiedsrichter: Andreas Wirth (Hungen). Zuschauer: 97.
Tore: 0:1 Zouhir Msalih Mansourri (8.), 1:1 Antonie Willeführ (34.), 2:1 Pascal Hubbuch (48.), 2:2 Ahmet Keser (54.), 3:2 Tino Matijevic (61.).

FV Hausen – FC Union Niederrad 1:3 (1:2)

Die erste Viertelstunde war Hausen gut im Spiel und hatte zwei, drei recht gute Chancen, die ungenutzt blieben. Dann wurden völlig grundlose individuelle Fehler begangen, die vom Niederräder Victor Ubri Baez schonungslos ausgenutzt wurden. Die Lila-Weißen liefen nun einem 0:2-Rückstand hinterher und kamen kurz vor der Pause durch Spielmacher Sina Shakouri auf 1:2 heran. Kurz nach der Pause konnte FVH-Torhüter Onno Engel einen Freistoß nicht festhalten und den Abpraller versenkte Mohamed Azeggaghe zum 1:3. „Die Niederlage haben wur uns selbst zuzuschreiben. Es war schon, als ob wir alle im Winterschlaf sind. Das ist traurig und enttäuschend, weil definitiv mehr drin war“, gab FVH-Trainer Martin Reyschmidt zu Protokoll. Union-Präsident Khalid Lamjahed meinte: „Das schnelle 2:0 hat uns in die Karten gespielt. Hausen ist dann aktiver geworden, aber wir haben gut dagegen gehalten. Zum Schluss haben wir gekontert und hätten dadurch höher gewinnen können. Das war kein unverdienter Sieg, denn wir haben den Kampf angenommen.“

Schiedsrichter: Lion Konopka (Bingen). Zuschauer: 50.
Tore: 0:1, 0:2 Victor Ubri Baez (13./30.), 1:2 Sina Shakouri (45.), 1:3 Mohamed Azeggaghe (54.).
Gelb-Rote Karte: Lasse Schlappekohl (Union/87.).

TSKV Türkgücü – FC Posavina 3:2 (0:2)

Türkgücü war nach zweiwöchiger Corona-bedingter Auszeit wieder im Einsatz und hat mittlerweile drei Partien weniger ausgetragen als die meisten Konkurrenten. Somit steht die Mannschaft von Trainer Caner Zehir nach dem Heimsieg gegen Posavina nur auf Rang elf, könnte aber mit Siegen in den Nachholspielen zur Spitzengruppe aufschließen. Die Gäste traten selbstbewusst und kompakt auf, verteidigten mit acht Mann und versuchten stets die schnellen Stürmer mit langen Bällen in Position zu bringen. Durch einen Patzer des bis dahin souveränen Torhüters Marvin Anastasi entstand das Eigentor von Kapitän Romal Naziri, was Türkgücü kurz aus dem Konzept brachte. Ein Flankenball fiel dem Keeper aus den Händen auf den Kopf Naziris und von dort ins Tor. Das verunsicherte die Gastgeber so sehr, dass Anto Petrasevic den nächsten Angriff zum zweiten Tor Posavinas abschloss. Doch mit einer Energieleistung und der Hereinnahme des erfahrenen Ramazan Gülen im Tor drehten die Gastgeber noch das Spiel gegen die engagierten Kroaten. Einmal mehr war Torjäger Emin Yalin der gefeierte Mann und drehte mit drei Toren die Partie quasi im Alleingang. Daneben gab es noch zwei Pfostenschüsse (Yalin) und zwei Großchancen (Hüseyin Can). Trainer Caner Zehir war stolz auf sein Team: „Wie gewohnt spielte der Gegner nicht mit, wie jeder andere bisher und stellte sich hinten rein und wartete. Natürlich ist es schwer gegen eine robust stehende Mannschaft wie Posavina, das Spiel zu drehen. Aber wir haben genau das gezeigt, zu was wir fähig sind. Wir haben das geholt, was uns zusteht. Ich lobe mein Team, das war ganz großes Kino.“ Posavinas Pressesprecher Danijel Pavic war enttäuscht: „In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht und die Tore mit ein wenig Glück erzwungen. Die zweite Halbzeit war ein Totalausfall. Da passte nichts zusammen, das ist mir unerklärlich. Man hat aber auch die Qualitäten eines Emin Yalin gesehen, der nicht lange fackelt und aus drei Chancen drei Tore macht.“

Schiedsrichter: Mohammed Azeez (Taunusstein). Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Romal Naziri (43./Eigentor), 0:2 Anto Petrasevic (44.), 1:2, 2:2, 3:2 Emin Yalin (52./71./84.).

FC Tempo – FC Kalbach 1:0 (1:0)

56 Tage nach dem Kreispokal-Halbfinale (3:2) trafen sich beide Teams an der Woogwiese wieder und treffen demnächst in Kalbach in der 2. Runde des Kreispokals erneut aufeinander. Diesmal reichte den formstarken Serben ein Tor nach einem Standard per Kopfball von Nikola Dokovic zum Sieg. Kalbach kontrollierte das Spiel, aber die Torchancen blieben aus. Trotz der Führung bot Tempo bis zur Halbzeit eine schwache Leistung. Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber mehr auf der Höhe und verpassten den zweiten Treffer. So musste der Pokalfinalist bis zum Schlusspfiff zittern und konnte sich bei Torhüter Vedran Beblek bedanken. „Er hat den Sieg festgehalten und die drei Punkte bleiben in der Woogarena. Tempo ist wieder im Rennen“, resümierte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic. Die Serben liegen jetzt nur noch drei Zähler hinter der Tabellenspitze zurück. Die verpasste es Kalbach zu übernehmen und FCK-Coach Karol Drynda war wenig angetan vom Spielniveau: „Eigentlich hatte dieses keineswegs gute KOL-Spiel keinen Sieger verdient. Hauptsächlich spielten sich viele Szenen von Sechzehner zu Sechzehner ab.“ Kalbacher Chancen waren selten: Ouassim Bouzarzars Seitfallzieher klärte Beblek zur Ecke, Achraf Gara Alis unhaltbar scheinender Kopfball wurde vom Tempo-Keeper glänzend pariert. „Am Ende haben wir verloren, weil wir für dieses Spiel zu wenig getan haben. Jeder wusste worum es geht, aber nicht jeder hat für das Team die Leistung abgerufen um am Ende so ein Spiel erfolgreich zu bestreiten. Wir sind über die Leistung enttäuscht.“

Schiedsrichter: Kadir Bagdatli (Wiesbaden). Zuschauer: 165.
Tor: 1:0 Nikola Dokovic (21.).

Concordia Eschersheim – SV Viktoria Preußen 1:2 (0:1)

Die Gäste hatten den besseren Start und gingen früh durch Andreas Wolfenstetter in Führung. Danach spielte die Concordia mit viel Ruhe nach vorne und die Gäste aus Eckenheim waren erstmal mit Verteidigen beschäftigt. Immer wieder bewahrte Torhüter Michael Schmidt die Preußen vor dem Ausgleich. Der fiel dann doch für die Eschersheimer zu Beginn der zweiten Hälfte, als der junge Philipp Sieber zum 1:1 traf. Der Viktoria-Sturm verfügte über einen schusskräftigen Daniel Wolf, der letztlich den Siegtreffer der Preußen erzielte. Concordia-Trainer Andre Winter war nur mit dem Ergebnis nicht einverstanden: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, lassen eigentlich wenig zu und sind besser als der Gegner. Im letzten Drittel spielen wir es aber nicht aus und sind zu kompliziert. Trotzdem müssen wir mindestens einen Punkt holen. Irgendwann wird das Glück wieder auf unserer Seite sein.“ Preußen-Coach Artur Rissling sagte nach dem siebten Saisonsieg und dem Sprung auf Rang drei: „Es war ein ausgeglichenes Spiel mit den größeren Torchancen für uns. Im Endeffekt ist es ein wenig glücklich. Ein Unentschieden wäre auch gerecht gewesen. Egal wer rein kam, wieder warn alle von eins bis 15 präsent und haben das Spiel mit dem Willen gewonnen. So können wir weiter machen, wir bleiben aber demütig und auf dem Teppich. Wir sind weder Kalbach, Tempo noch Griesheim 02. Wir Preußen denken von Spiel zu Spiel.“

Schiedsrichter: Mahmut Ibrahimoglu (Groß-Umstadt). Zuschauer: 93.
Tore: 0:1 Andreas Wolfenstetter (6.), 1:1 Philipp Sieber (53.), 1:2 Daniel Wolf (69.).

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