Kreisoberliga Frankfurt – Posavina fühlt sich von Schiedsrichter benachteiligt – Griesheim gewinnt „auswärts daheim“

6. Dezember 2021
Danke an Pedro Acebes
Kreisoberliga Frankfurt – Posavina fühlt sich von Schiedsrichter benachteiligt – Griesheim gewinnt „auswärts daheim“

Frankfurt – Nach dem zweiten Rückrundenspieltag geht die Kreisoberliga Frankfurt bis Anfang März in die wohlverdiente Winterpause. Im Februar sind noch zwei Runden im Kreispokal geplant, die hoffentlich ausgetragen werden können. Die Spvgg. 02 Griesheim überwintert mit drei Punkten Vorsprung vor dem FC Kalbach auf dem einzigen Aufstiegsplatz und befindet sich auf Gruppenligakurs. Die fünf Abstiegsplätze werden aktuell von Union Niederrad, dem FC Maroc, FV Saz-Rock, der TSG Nieder-Erlenbach und dem SC Weiss-Blau belegt. Am Freitag wird der Einspruch gegen die Spielwertung von Concordia Eschersheim bezüglich der 2:3-Niederlage beim FC Maroc verhandelt. Gegenstand der Verhandlung vor dem Kreissportgericht ist die Einwechslung eines Spielers des FC Maroc, der nicht auf dem Spielberichtsbogen vermerkt wurde. Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi dazu: „Ein Spieler kam zu spät und der Spielbericht war schon freigegeben. Wir haben den Schiedsrichter den Namen und den Ausweis des Akteurs mitgeteilt, der versicherte, ihn im Spielbericht nachzutragen. Von unserer Seite ist alles ordnungsgemäß gelaufen.“

Fühlte sich und sein Team verschaukelt: Posavinas Trainer Stjepan Piljic. Foto: FCP.

FC Maroc – TSG Nieder-Erlenbach 3:1 (0:0)

Im direkten Duell der beiden Abstiegskandidaten siegten die Marokkaner aufgrund der größeren Spielanteile und Torchancen auch in dieser Höhe verdient. Die Platzverhältnisse auf dem Rasenplatz an der Wilhelm-Epstein-Straße erschwerten aber den fünften Saisonsieg der Gastgeber, weswegen es lange 0:0 stand. „Der Platz war rutschig und nass. Wir haben lange auf ein Tor gespielt und wussten, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen mussten“, sagte Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi. Das 1:0 des 47 Jahre alten Kapitäns Mohamed Kazouane per Kopfball war dann wie eine Befreiung. Spielmacher Hamza Chouiba erhöhte auf 2:0, ehe Nieder-Erlenbach durch einen Foulelfmeter von Jakob Mühlhans verkürzte. „Da haben wir gezittert, denn es war fast dunkel und man hat nur noch wenig gesehen“, berichtete El Idrissi. In der Schlussphase wurde es hektisch: Die Gästeakteure Tobias Camp, Michael Bothe und Konstantin Stork wurden nach Protesten vom Schiedsrichter mit der Zeitstrafe des Feldes verwiesen (90./+4). Sie beschwerten sich über das unsportliche Verhalten eines Maroc-Akteurs. TSG-Trainer Andreas Ludwig war außer sich: „Er hat meinem Spieler schon in der 25. Minute ins Gesicht gespuckt und kurz vor Schluss erneut. Das geht gar nicht.“ Maroc-Spielmacher Aziz Derrou nutzte dann den Freiraum zu einem Alleingang zum 3:1. Kurz danach sah dann auch noch Mühlhans wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte (90.+8). Für Nieder-Erlenbach rückt damit der Abstieg in die A-Klasse immer näher. Nach zwei coronabedingten Nichtabstiegen ist ja in dieser Saison bereits eine Wertungsgrundlage erreicht. Ludwig meinte: „Maroc war mit seinen Individualisten Derrou und Chouiba stark. Allerdings wurde uns ein reguläres Tor zum 2:2 nicht anerkannt. Wir kamen auf diesem Rasen nicht klar, haben unsauber gespielt und uns nicht gut angestellt.“

Schiedsrichter: Meiko Becker (Büdingen). Zuschauer: 40.
Tore: 1:0 Mohamed Kazouane (62.), 2:0 Hamza Chouiba (73.), 2:1 Jakob Mühlhans (86./Foulelfmeter), 3:1 Aziz Derrou (90./+6).


SC Weiss-Blau – FC Croatia 1:4 (0:0)

Auch Schlusslicht Weiss-Blau muss mit nur sieben Punkten für die A-Klasse planen, denn zu groß ist der Rückstand auf das rettende Ufer und die Mannschaft schafft es nicht, ihr teilweise ansehnliches Spiel in Punkte umzumünzen. Obwohl man über eine Stunde das 0:0 hielt, setzte es am Ende doch die 17. Niederlage im 20. Spiel. In einem Spiel mit wenig Tempo neutralisierten sich beide Mannschaften und Croatia kam noch nicht ins Spiel. Weiss-Blau verteidigte sehr gut und schaltete nach vorne gefährlich um. „Der Tabellenplatz ist mir daher auch etwas verwunderlich“, sagte Croatias Trainer Daniel Konta. Sein Torhüter Marco Nauber hatte einen guten Tag erwischt und die gefährlichen Chancen der Heimmannschaft neutralisiert. In der zweiten Halbzeit versuchten die Kroaten mehr zu machen und erzwangen die Fehler beim Gegner. So kamen sie dann auch zu ihren vier Toren. „Es war ein Arbeitssieg und wir freuen uns auf die Pause. Mit 32 Punkten auf Rang neun haben wir nun Kontakt zum oberen Drittel. Ich möchte mich noch einmal bei meiner Mannschaft für den Einsatz bedanken“, erklärte Konta. Croatias Josip Puljic wird allerdings im neuen Jahr zunächst fehlen: Er sah in der zweiten Minute der Nachspielzeit die Rote Karte.

Schiedsrichter: Bagdad Moukhtari (Bremthal). Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Ivan Propadalo (63.), 0:2 Ante Strljic (73.), 1:2 Emre Kir (79.), 1:3 Ivan Propadalo (80.), 1:4 Sebastian Niesert (87./Eigentor).


SV Griesheim Tarik – FV Saz-Rock 7:3 (3:2)

Auch diese Partie könnte ein Fall für das Kreissportgericht werden. Die Gäste behaupteten nämlich, dass Griesheim Tarik einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt habe. Tariks Trainer Mourad El Hirache wies die Vorwürfe vehement zurück: „Bei uns war alles in Ordnung. Uns haben drei A-Jugendliche ausgeholfen. Saz-Rock sollte seine Zeit und Energie lieber dafür aufbringen, um eine KOL-taugliche Truppe aufzustellen, denn der Gegner war mit dem Tempo unserer schnellen Leute komplett überfordert.“ Die Gäste hingegen bleiben bei ihrer Version, dass ein Spieler unter falschem Namen aufgelaufen sei. FV-Coach Ersin Kizarmis kündigte einen Protest gegen die Spielwertung an. Saz-Rock begann die Begegnung mit zehn Spielern, erst später komplettierte Can Güler die Elf. El Hirache meinte zum Spielgeschehen: „Die Partie plätscherte so vor sich hin. Das war ein lustloses Spiel ohne Tempo.“ Letztlich machte Tarik-Torjäger Ahmet Keser mit fünf Toren den Unterschied, obwohl es zu Beginn der zweiten Hälfte zwischenzeitlich 3:3 stand. Als sich jedoch FV-Torhüter Yilmaz Baris Dagli schwer am Finger verletzte und ins Krankenhaus gebracht wurde, musste Feldspieler Mustafa Alkan zwischen die Pfosten (63.). So agierten die Platzherren also fast eine halbe Stunde in Überzahl und schossen dann gegen den immer mehr abbauenden Gegner den klaren Sieg heraus. Zumal die Gäste die Partie mit acht Akteuren beendeten, da Güler eine Zeitstrafe erhielt (81.) und Leonardo Dilema die Rote Karte sah (87.). El Hirache kritisierte auch den Nichtantritt der Saz-Rock-Reserve in der C-Klasse: „Wir haben extra angerufen und gefragt, ob der Gegner mit beiden Mannschaften kommt. So haben wir auch geplant, doch die Zweite Mannschaft ist einfach nicht erschienen.“

Schiedsrichter: Christopher Bedikian (Hanau). Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Younes Kabbouch (22.), 1:1 Fabio Bittl (25.), 2:1, 3:1 Ahmet Keser (34./43.), 3:2, 3:3 Hüseyin Can (45./Foulelfmeter, 52.), 4:3, 5:3, 6:3 Ahmet Keser (56./57./75.), 7:3 Tarik Lamjahed (89.).


FC Tempo – FC Gudesding 2:3 (1:3)

Gudesding überraschte Tempo nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel auch an der Woogwiese und ging schnell mit 2:0 in Führung, lag zur Halbzeit mit 3:1 vorne. Der Tabellendritte lieferte im ersten Abschnitt eine sehr schlechte Leistung ab. In der zweiten Halbzeit spielten die Serben besser und hätten laut dem Sportlichen Leiter Zoran Marcetic ein Unentschieden verdient gehabt. „Es wollte einfach nicht sein. Eine gute Halbzeit reicht nicht“, sagte Marcetic nach der bitteren Heimniederlage. Die „Guden“ gehen nach fünf Spielen ohne Sieg mit diesem Erfolg und Rang sieben zufrieden in die Winterpause. „Das war wahrscheinlich eine der besten Halbzeiten der Saison gewesen. Nach der Halbzeit wurde es immer hitziger und umkämpfter. Wir haben dann geschlossen nur noch verteidigt“, freute sich FCG-Trainer Luca Spessot.

Schiedsrichter: Jonas Doumaz (Eschborn). Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Dado Panic (7./Eigentor), 0:2 Aderrafik Imeghry (9.), 1:2 Borislav Pilipovic (17.), 1:3 Marko Rimac (38.), 2:3 Dado Panic (51.).

FC Kalbach – FC Posavina 2:2 (2:1)

Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Meyer lobte trotz des Unentschiedens die Leistungen der Mannschaft in der ersten Saisonphase: „Wir haben 48 Punkte und sind voll im Rennen. Das ist angesichts der Vielzahl an Spielen großes Kino. Ich applaudiere dem Team.“ Nicht begeistert war Meyer hingegen vom Verhalten der kroatischen Gäste, die sich vom Schiedsrichter verschaukelt fühlten: „Ich kann bestätigen, dass der Schiri eine Katastrophe war und Posavina benachteiligt hat. Das war dubios, aber trotzdem darf man sich nicht so auf dem Sportplatz aufführen. Ich kann den Ärger verstehen, aber Posavina war 90 Minuten am lamentieren.“ Was brachte die Gäste so auf die Palme? FCP-Pressesprecher Danijel Pavic: „Wir sind früh in Rückstand geraten durch einen Elfmeter, der keiner war. Kurz vor der Pause spielten sich unglaubliche Szenen ab.“ Sasa Cancarevic (44.) und Torhüter Matej Markovic kurz nach dem Halbzeitpfiff erhielten die Zeitstrafe. „Das war eine Frechheit“, so Pavic und gab an, die Akteure seien erst nach 14 beziehungsweise 15 Minuten auf das Feld zurückgekehrt. Beim Stande von 2:1 spielte also Kalbach gegen neun Mann und einem Feldspieler im Tor, konnte diese Überzahl aber nicht nutzen. „Die haben sich hinten reingestellt und alle Bälle weit ins Seitenaus geschossen“, berichtete Meyer. „Die Mannschaft hat nichts zugelassen und sogar noch den verdienten Ausgleich geschossen“, freute sich Pavic. Kurz vor Schluss sah dann Cancarevic die Rote Karte (90./+2) und Trainer Stijepan Piljic bekam wegen vehementen Reklamierens auf der Bank noch Gelb-Rot (90./+4). „Bitte solche Schiedsrichter nicht mehr in die Kreisoberliga schicken. Das sind Spiele von Bedeutung und kein Freizeitgekicke. Dieser Schiedsrichter hat es nicht verdient, so genannt zu werden“, sendete Pavic eine Nachricht an den HFV und den Schiedsrichterverband. Immerhin: „Die Heimmannschaft hat sich fair verhalten inklusive Trainer, das war ein positiver Lichtblick.“

Schiedsrichter: Wolfgang Geipel (Wiesbaden). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Achraf Gara Ali (12./Foulelfmeter), 1:1 Duro Arlovic (40.), 2:1 Achraf Gara Ali (45.), 2:2 Josip Dolic (75.).

SV Viktoria Preußen – TuS Makkabi 1:6 (1:1)

Die Situation für die Preußen im Abstiegskampf wird immer prekärer. Man geht auf dem sechstletzten Platz in die Winterpause, dem ersten möglichen Abstiegsplatz und auf die davor platzierten Hausener sind es schon sieben Punkte Rückstand. Bei derzeit wahrscheinlichen fünf Absteigern würde Rang 14 aber zum Klassenerhalt reichen. Etwa eine Stunde nach dem Abpfiff erreichte uns eine Pressemitteilung von Peter Lorenz, dem Leiter Öffentlichkeitsarbeit mit folgendem Wortlaut: „Der Verein erkennt eine schlechte Vorrunde, steht aber voll und ganz hinter Trainer Artur Rissling dem Team um Thomas Mahlau und ganz besonders der Mannschaft. Klar. es gibt sicherlich Gründe für die schlechten Ergebnisse. Diese werden aber intern aufgearbeitet und wir sehen einer positiven Rückrunde entgegen. Die Vorbereitung für die Rückrunde hat im Prinzip schon nach dem Spiel begonnen und führt zu dem gesteckten Saisonziel, da ist sich der 1.Vorsitzende Uwe Henß ganz sicher.“ Die Gastgeber waren eigentlich nach dem 1:0 von Giuliano Amante gut im Spiel: „Wir hatten 2:0 führen müssen, danach war es ein Offenbarungseid. Wir haben gar nichts mehr gemacht. Ich bin total enttäuscht. Makkabi hat uns ausgekontert, aber bis zum 1:2 hätten wir – es hört sich blöd an: 3:0 oder 3:1 führen müssen. Im Endeffekt ist jetzt gut, dass Pause ist. Ich weiß nicht, wie es weiter geht“, teilte Rissling mit. Bei Makkabi war Trainer Hakan Tekin froh, dass letzte Spiel siegreich absolviert zu haben und auf Rang fünf in die Winterpause zu gehen: „In der ersten Halbzeit war dieses Endergebnis nicht abzusehen. Es war ein ausgeglichenes Spiel mit vielen Vorteilen für die Preußen, die einfach präsenter waren in vielen Situationen. Mit einer taktischen Umstellung sind wir besser in die zweite Halbzeit gekommen. Am Ende hat sich der Gegner etwas aufgegeben, wir haben unseren Stiefel runter gespielt und schöne Tore geschossen. Jetzt sind wir froh, dass wir unsere ungeschlagene Serie und Platz fünf in das neue Jahr nehmen.“

Schiedsrichter: Keine Angabe. Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Giuliano Amante (36.), 1:1 Maximilian Götz (42.), 1:2 Noel Löbner (58./Foulelfmeter), 1:3, 1:4 Robel Seiverth-Tsegai (64./72.), 1:5, 1:6 Maximilian Götz (87./90.).


FV Hausen – FC Union Niederrad 4:1 (2:0)

Da die Gäste in blau aufliefen, mussten die Gastgeber auf ungewohnte Trikotfarben ausweichen: Statt traditionell in Lila-Weiß spielte Hausen in gelben Trikots mit weißen Hosen. Die Unioner drückten Hausen zu Beginn in die eigene Hälfte und spielten mit sehr hohem Pressing. Damit kamen die Gastgeber nicht klar, sie waren nicht bissig genug. Zwei dicke Chancen ließ Ex-Profi Nando Rafael gegen den eingesprungenen FVH-Torhüter Tayfun Dikilcan liegen, der zuvor schon 90 Minuten in der Reserve gespielt hatte, weil alle anderen Torhüter nicht zur Verfügung standen. Nach 20 Minuten agierte Niederrad langsamer und Hausen ging unerwartet mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause erhöhte Karim Bökenkamp nach einer Ablage von Kapitän Tobias Neugebauer auf 2:0. Im zweiten Abschnitt hatte der FVH die Gäste mit der Führung im Rücken im Griff und markierten per Elfmeter den dritten Treffer. Rafael verkürzte dann mit einem Schlenzer, doch Borja Rodriguez setzte mit einem Traumtor aus 40 Metern den Schlusspunkt. „Wir haben jetzt elf Punkte Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz und sind mittlerweile eine richtige Einheit auf dem Platz. So etwas macht Spaß. Ich freue mich jetzt auf die Vorbereitung. Kompliment, wie wir uns reingehängt haben und noch zehn Punkte geholt haben. Wir sind ein bunter Haufen und das möchten wir auch bleiben“, resümierte Hausens Trainer Federico da Costa Coutinho. Auf Seiten der Gäste war der redegewandte Vorsitzende Khalid Lamjahed natürlich enttäuscht: „Wer das Ergebnis hört denkt, die Union hat eine Klatsche bekommen. Wir haben aber in den ersten zehn Minuten überragenden Fußball gespielt und zwei Hochkaräter liegen lassen. Auf dem kleinen Kunstrasen konnten wir unser Spiel nach dem Rückstand nicht aufziehen. Es war deutlich mehr drin und wir haben immer noch realistische Chancen, um die Liga zu halten.“

Schiedsrichter: Diego Dossena (Offenbach). Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Sasha Sabic (28.), 2:0 Karim Bökenkamp (44.), 3:0 Shion Tsuji (59./Foulelfmeter), 3:1 Nando Rafael (83.), 4:1 Borja Rodriguez Roiz (90./+3).


SV 07 Heddernheim – Concordia Eschersheim 3:1 (0:1)

Im Nordwest-Derby konnte Heddernheim seine 7 Jahre und acht Monate andauernde Negativserie gegen die Concordia beenden, denn der letzte Sieg datierte noch unter der Regie von Trainer Torsten Hertz vom 6. April 2014 (3:0). Auch diesmal sah es nach 45 Minuten nach einem Erfolg der Eschersheimer aus, die seit der 14. Minute durch den erst kurz vor Spielbeginn in die Startaufstellung gerückten Matteo Reichwein mit 1:0 führten. SVH-Coach Andreas Berggold hatte Torjäger Oliver Solarz auf der Bank gelassen und erstmals Neuzugang Serdar Birhimeoglu neben Christos Papadopoulos von Beginn an im Sturm aufgestellt. „Ich bin absolut zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft und total stolz. Wir sind glücklich, dass wir mit einem Sieg in die Winterpause gehen und auf Platz vier überwintern“, sagte Berggold. Noch vor dem 0:1 hatte Papadopoulos einen Heber am Tor vorbei gesetzt und Dogan Erbulan war am starken Concordia-Keeper Benjamin Kress gescheitert. Die Gäste hatten unmittelbar vor ihrem Führungstor durch Louis Haarhaus geschossen, aber SVH-Keeper Marcin Czukiewicz lenkte den Ball über die Latte. Die 90 Zuschauer – gut ein Drittel Gästeanhänger – sahen dann kurz vor der Halbzeit ein Tor, welches der Schiedsrichter jedoch nicht anerkennen wollte. Haarhaus schoss den Ball in den Winkel, zuvor war aber Ussama Djellakh gefoult worden. Statt den Vorteil gelten zu lassen, pfiff er Freistoß, der dann nichts einbrachte. Hier hatten die Gastgeber Glück mit dieser Schiedsrichterentscheidung. „Das war mir völlig unklar, warum der Schiedsrichter diesen Vorteil abpfeift. Mit 2:0 in die Pause sieht es für uns besser aus“, ärgerte sich Concordia-Trainer Andre Winter. Nach dem Seitenwechsel verpasste Papadopoulos den Ausgleich und die Gäste wirkten nicht mehr so selbstsicher wie im ersten Abschnitt, obwohl sie mit Averil Ringheim eine gute Schusschance hatten, die Czukiewicz entschärfte. Mit der Einwechslung von Solarz kam dann die Wende. Keine zwei Minuten war der Stürmer drin, da schob er schon zum Ausgleich ein (60.). Elf Minuten später holte Solarz den Elfmeter heraus, den Kapitän Philipp Siegel gewohnt souverän verwandelte (71.). In der spannenden Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorne, selbst Kress eilte in der Nachspielzeit bei einem Eckball mit vor. Als dann dem letzten Mann bei Eschersheim ein kapitaler Ballverlust unterlief, schob Solarz den Ball am aufgerückten Kress vorbei ins leere Tor (90./+4). „Wir waren über die Spieldauer die bessere Mannschaft und hatten die besseren Torchancen. Mit der richtigen Einstellung ist vieles möglich. Wir haben uns zu 100 Prozent zum letzten Spiel gesteigert“, befand Berggold und lobte Matchwinner Solarz: „Oli hatte die letzten 14 Tage Probleme mit seiner alten Verletzung, wo er etwas zurückstecken musste. Serdar hat sich den Einsatz verdient, weil er immer für die Mannschaft da ist. Mit der Einwechslung von Solarz ging ein Ruck durch die Mannschaft. Der Plan war, ihn für 30 Minuten zu bringen, damit er richtig Gas gibt. Er war maßgeblich am Sieg beteiligt, aber die ganze Mannschaft hat heute ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Sein Kollege Winter fasste zusammen: „Wir haben uns zwei spannende Spiele (4:0-Hinspielsieg Concordia) geliefert Jeder ist einmal als Sieger vom Platz, was insgesamt sehr gerecht ist. Vom Spielverlauf ist es nach der guten Halbzeit unglücklich gelaufen. Die zweite Halbzeit war Heddernheim besser. Wir haben uns ein wiederholtes Mal durch die Körpersprache und die Aggressivität des Gegners beeinflussen lassen und diese Gangart nicht angenommen. Wir spielen immer besser als der Gegner, verlieren aber Spiele durch Angst vor Zweikämpfen und Verantwortung. Daran werden wir arbeiten. Ich sehe das Potenzial bei vielen meiner Spieler.“

Schiedsrichter: Mohammed Azeez (Taunusstein). Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Matteo Reichwein (14.), 1:1 Oliver Solarz (60.), 2:1 Philipp Siegel (71./Foulelfmeter), 3:1 Oliver Solarz (90./+4).

TSKV Türkgücü – Spvgg. 02 Griesheim 2:4 (2:4)

Aufgrund der Unbespielbarkeit des Rasenplatzes an der Sondershausenstraße wich Türkgücü auf den Sportplatz an der Griesheimer Eichenstraße aus und somit spielten die „Schleifer auswärts daheim.“ Die Partie war mit der 4:0-Führung der Griesheimer schnell entschieden, auch wenn Türkgücü bis zur Pause auf 2:4 heran kam. Ohne die Leistungsträger Benjamin Zeisel, Daniel Sikorski und Deniz Pekgüzelyigit war Fiorenzo Santoro an allen vier Toren beteiligt, wurde aber danach verletzt ausgewechselt. Türkgücüs Vorstandsmitglied Duran Güngör fand, „dass wir Griesheim vier Tore geschenkt haben und dann Dampf gemacht haben.“ Kurz vor der Pause parierte TSKV-Schlussmann Ramazan Gülen einen Foulelfmeter von Michael Owusu, der nach dem Seitenwechsel wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah. Griesheims Trainer Marco Santonastaso lobte den Schiedsrichter für seine umsichtige Spielleitung und sagte zum Spiel: „Bis zum 4:0 war es ein Spiel auf ein Tor, dann führten zwei Fehler zu zwei Gegentoren. Die zweite Halbzeit ging es hin und her. Der Aufstieg ist noch nicht greifbar, wir müssen weiter von Spiel zu Spiel weiterarbeiten und Ergebnisse liefern.“

Schiedsrichter: Taner Gökcer (Büttelborn). Zuschauer: 160.
Tore: 0:1 Mirko Budimir (3.), 0:2, 0:3 Ufuk Yoldas (14./24.), 0:4 Bilal Hamdaoui (35.), 1:4 Murat Tiryaki (38.), 2:4 Ilir Chounta Or Huda (39.).

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